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Changes III / Sentebale von silverbird
Inhalt: Dean und Sam freuen sich auf ihren Kurzurlaub. Doch bevor sie ihn antreten können, verschwindet Sam.
Fandom(s): Originale Pairing(s): Dean Wilson/Sam Hensen
Story-Genre: Romanze
Lšnge der Story: Mehrteiler
Story-Typ: Slash - M/M
Warnungen: Keine
Challenges:
Serie: Changes
Kapitel: 16 Story vollendet: Nein Anzahl der Wörter: 23241 Wörter Gelesen: 1792 Mal Datum der Veröffentlichung: 22.02.13 Letztes Update: 14.07.13
Kapitel 13 von silverbird

Weil Sam von Clemens manipuliert worden war, gab es für ihn nur ein Ziel das er verfolgen musste. Selbst wenn Skynard dadurch seinen Daumen verlor. Natürlich wusste Bill, dass Dean schon wesentlich schlimmeres für sein Vaterland getan hatte. Aber der ältere Agent hatte gehofft, dass das inzwischen der Vergangenheit angehören würde. Doch so wie es aussah, war  Dean schnell in seinen alten Modus zurück gefallen, worüber sich Bill große sorgen machte. Aber wie sich herausstellte, war das gar nicht nötig, denn Dean war nicht minder entsetzt über Sam wie der ältere Agent. Dean hatte das eher zum Spaß gesagt und es niemals ernsthaft in Erwägung gezogen, dem Mann ein Fingerglied abzuschneiden. Natürlich würde er Sam daran hindern, sollte der einfach Skynards Daumen abtrennen wollen. Nicht aus Rücksicht auf diesen Verbrecher. Ob dem irgendein Körperglied fehlte, war Dean ziemlich egal. Ihm ging es nur um Sam und dem Trauma, das er haben würde, sobald er wieder ganz er selbst war. Daher wurde nichts abgeschnitten. Ende und Aus.

 ‚Dabei können wir noch froh sein, dass kein Netzhautscan verlangt wird und Sam sich ein Auge holen will. Nein, das stelle ich mir besser nicht vor‘, dachte Dean, schüttelte den Gedanken ab, wandte sich wieder Sam zu und schaute ihn ernst an. „Wir schneiden niemanden irgendwas ab. Es gibt andere Möglichkeiten. Ich zeig sie dir, okay?"

Sam runzelte die Stirn und nickte dann. „Wenn du meinst, dann los", befahl er sogleich und rief sich rasch den Grundriss des Hauses ins Gedächtnis, um das Schlafzimmer Skynards zu orten. „Hier lang", war sein nächster Befehl, bevor er los marschierte und Dean ihm wortlos folgte. 

Bill indessen atmete tief durch, froh darüber, dass Dean sich anders verhalten hatte, als befürchtet. Natürlich war dem älteren Agenten aufgefallen, dass Dean sich verändert hatte, doch wie umfassend das geschehen war, war ihm nicht bewusst gewesen. „Gut, das ist sehr gut", murmelte er und machte sich aber auch gleich wieder Sorgen, ob Dean nun im Notfall noch dazu bereit war, ein gewisses Maß an Brutalität walten zu lassen, wenn es notwendig sein würde. Da hörte er auch schon zwei aufeinander folgende Schüsse. Nach dem Klang zu urteilen, kamen sie aus nur einer Waffe. Doch noch bevor Bill losrennen konnte, um nachzusehen, kamen zwei Männer um die Ecke gerannt, die Bills ganze Aufmerksamkeit erforderten. Mit einer Geschwindigkeit, die man dem älteren Agenten nicht zugetraut hätte, zog der seinen Revolver und schoss, während ihm und seinen Begleitern ebenfalls ein paar Kugeln um die Ohren flogen.

~*~

Inzwischen hatte sich Sam zu dem Mann am Boden hinab gebeugt und fühlte seinen Puls. „Tot. Der Andere?", wollte er von Dean wissen, der sich gerade um den zweiten Mann kümmerte, der ebenfalls am Boden hockte und sich jammernd das Bein hielt.

„Der wird's überleben", gab er lakonisch zur Antwort und sammelte die Waffen der beiden ein.

„Los, weiter, wir haben keine Zeit", verlangte Sam und rüttelte an der Tür, vor der die beiden Wachen gestanden hatten, bevor Dean auf sie geschossen hatte. Wie erwartet, war sie versperrt, und Sam holte Schwung, dann trat er dagegen und die Tür flog mit einem lauten Krachen auf.

In Sekundenbruchteilen erkannte Dean durch seine Kampferfahrung die Situation und stieß Sam zu Boden, als auch schon eine Kugel über sie hinweg flog.

Sam, genauso wie Dean, robbte hinter ein Sofa. Beide hatten ihre Revolver nach wie vor in der Hand. „Für den Fingerabdruck brauchen wir ihn nicht lebend. Richtig?", wollte Sam emotionslos wissen.

Dean schüttelte den Kopf. „Nein, das nicht, aber Smith, Enders und Bill wollen ihn befragen, und das geht schwer, wenn er tot ist."

„Okay, dann...."

„Vorschlag", wurde Sam von Dean unterbrochen. „Er hat einen Colt wie ich gesehen habe. Das bedeutet, er hat nur sechs Schuss. Zwei hat er schon abgefeuert. Bringen wir ihn dazu auch noch die restlichen Kugeln zu verschießen, dann holen wir ihn uns. Was denkst du?", fragte Dean. Sam hatte schließlich das Kommando und er wusste nicht, wie er durch seine Manipulation reagieren würde. Wichtig war es für Dean vor allem, dass sich Sam nicht selbst in Gefahr brachte. Schließlich ging es Smith um den Auftrag und nur darum. Da zählte es nicht, ob und wer dabei drauf ging.

„Wir brauchen den Koffer. Skynard ist unwichtig", hielt Sam auch schon dagegen.

Dean nickte sofort zustimmend, da er daran dachte, wie Sam derzeit tickte. „Das ist richtig. Nur, was wenn der Koffer nicht dort ist wo wir es vermuten?"

„Das ist ein Argument. Dann sollten wir ihn lebend fassen. Gib mir Feuerschutz. Ich schnappe ihn mir", erwiderte Sam zielstrebig und machte sich auch gleich sprungbereit.

Dean war von diesem Vorschlag nicht gerade begeistert, denn das konnte für seinen Sammy nicht nur sehr gefährlich werden, sondern auch tödlich enden. Daher überlegte er kurz, was er dagegen sagen konnte und es fiel ihm auch gleich etwas ein. Deshalb entgegnete er flüsternd: „Umgekehrt ist es besser. Du bist ziemlich groß und kannst daher die diverse Deckung in dem Raum nicht so gut nutzen wie ich."

Sam runzelte nachdenklich die Stirn, doch der Vorschlag schien ihm einzuleuchten, denn er nickte zustimmend, bevor er auch schon zu schießen begann.

Skynard feuerte sogleich zurück und Dean zählte die Kugeln mit, während er über den Boden robbte. Als er sicher war, dass Skynard keinen Schuss mehr abgeben konnte, sprang er auf und sprintete die paar Meter zu dem Mann, der hinter dem Bett kauerte. Noch ehe der reagieren konnte, hatte Dean ihn auch schon gepackt und verpasste ihm einen Kinnhacken, der den Verbrecher ins Land der Träume schickte.

„Knock out in der ersten Runde", brummte Dran zufrieden, fasste Skynard am Kragen seines Pyjamas und schleifte ihn hinter sich her zur Mitte des Raumes. Dann holte er die Klebebandrolle aus seiner Tasche und fesselte Skynard mit Sams Hilfe die Hände und Beine, bevor er noch einen Klebestreifen über den Mund drapierte. Als das erledigt war, warf sich Sam den Mann einfach über die Schulter und steuerte auf den Flur zu.

Etwas perplex schaute Dean hinterher, bevor er ihnen grinsend folgte und dachte. ‚Kein Wunder, dass ich so verschossen in ihn bin. Es macht mich tierisch an, wenn er seine Muskeln so spielen läßt und wenn das hier vorbei ist, dann darf er das mit mir auch machen. Aber nur, wenn er mich dann auf das nächste Bett wirft.‘

Dean grinste immer noch als sie Bill und die anderen erreichten. Doch er wurde rasch ernst, nachdem er die zwei toten Männer bemerkte, die dort lagen und offenbar von Bill, oder den jungen Agenten erschossen worden waren. „Alles okay bei euch?", wollte er sogleich wissen und Bill nickte. „Jepp. Einer unserer Jungs hat einen Streifschuss am Oberarm abgekriegt, das ist alles. Hab ihn schon verarztet. Wie ich sehe, ist es bei euch auch soweit gut gelaufen und er hat alle Finger noch dran?"

„Klar. Du weißt doch, ich kann doch kein Blut sehen", feixte Dean Augen zwinkernd und Bill murmelte nur ein „Idiot", während er die Augen verdrehte.

„Können wir dann? Der Kerl ist nicht gerade leicht", fragte Sam plötzlich und seine Stimme klang sichtlich genervt, woraufhin Dean schnaubte. Er erwiderte aber nichts darauf, sondern fasste Skynards Hand und drückte dessen Daumen auf den Scanner. Sogleich waren erst ein piepsender Ton und dann ein Klicken zu hören.

„Gut", kommentierte Sam dieses Ereignis und ließ Skynard von seiner Schulter gleiten. Dann wandte er sich an seine Kameraden und befahl: „Ihr Zwei bewacht Skynard und den Flur. Bill, Dean, ihr kommt mit." Ohne eine Antwort abzuwarten schob Sam die Tür ganz auf und warf einen prüfenden Blick hinein. Nachdem er befand, dass alles in Ordnung war, begab er sich in den Raum, der ganz offensichtlich als Büro diente.

„Kein Koffer", stellte Dean lakonisch fest, nachdem er sich umgesehen hatte.

„Hast du wirklich erwartet, dass es so einfach ist?", fragte Bill, während er die Wände nach einem Safe absuchte.

„Es war gut Skynard am Leben zu lassen. Fragen wir ihn." Sam erwartete offenbar keine Antwort, denn er ging zurück auf den Flur und baute sich vor Skynard auf. „Der Koffer. Wo ist er?"

Der Verbrecher schüttelte den Kopf und brabbelte irgendetwas, das keiner verstehen konnte, weil ja sein Mund mit dem Klebestreifen verschlossen war. Sam lächelte nur böse, setzte seinen Fuß auf Skynards Hand und verlagerte den Druck so lange, bis Skynard Schmerzlaute von sich gab.

Dean, der Sam gefolgt war und sich an die Wand gelehnt hatte, bemerkte ruhig: „Wäre vielleicht günstig, wenn du ihm den Klebestreifen entfernen würdest."

Das leuchtete Sam offenbar ein und er riss den Streifen mit einem Ruck ab, woraufhin Skynard aufschrie. Sam war es augenscheinlich völlig egal, ob er dem Mann Schmerzen bereitete und selbst Dean fand es lächerlich, dass der wegen so einer Kleinigkeit aufjaulte. Doch er wusste aus Erfahrung, dass solche Leute gut austeilen, aber nichts einstecken konnten. Daher war auch damit zu rechnen, dass er ihnen bald verraten würde, wo sich der Koffer befand. So war es dann auch. Denn als Sam erneut fragte: „Koffer! Wo?", und sein Fuß wieder mit der Hand Kontakt aufnahm, beeilte sich Skynard derart mit seiner Antwort, dass er sich ein paar Mal verhaspelte.

„Geht doch", brummte Sam gleich darauf, betrat wieder das Büro und schob den Schreibtisch mit einem kräftigen Ruck zur Seite. Ein Bodentresor wurde sichtbar und Sam gab die Zahlenkombination ein, die Skynard ihm genannt hatte. Keine zwei Minuten später trat er mit dem Koffer in der Hand wieder auf den Flur.

„Wir nehmen ihn mit", entschied Bill, woraufhin Sam ihn fragend anschaute.

„Mr. Smith wird sicher noch einige Fragen an ihn haben", erklärte der ältere Agent kurz. Da Sam unter dessen Befahl stand, wusste Bill, dass diese Erklärung am einfachsten und effektivsten sein würde, um Sam dazu zu bringen, Skynard mitzunehmen. So war es dann auch und er befahl seinen Kameraden, sich darum zu kümmern. Die zerschnitten dessen Fußfesseln und zerrten ihn auf die Beine, um ihn hinter sich herzuschleifen. Als Skynard zu protestieren begann, seufzte Dean genervt auf und verklebte ihm kurzer Hand einfach wieder den Mund. Zufrieden grinsend lief er anschließend voraus, holte den Plastiksprengstoff aus seiner Tasche und begann, ihn an verschiedenen Stellen im Haus anzubringen, während die anderen Männer das Gebäude verließen und auf das Loch im Zaun zustrebten.

Kaum hatte Dean das letzte Sprengstoffpaket angebracht, konnte er plötzlich ein Motorgeräusch hören, das eindeutig von einem Lastwagen kam, der sich rasch näherte. Dean rannte los, auf die schützenden Büsche zu. Doch lange bevor er sie erreichte, hielt der Laster an. Männer sprangen von der Ladefläche und eröffneten das Feuer auf Dean, der im Zickzackkurs über den Rasen hetzte. Kurz bevor er den Zaun erreichte, hörten Sam und die anderen ihn laut fluchen, dann fiel er hin und stieß einen unterdrückten Schrei aus.

Sam ließ den Koffer fallen und rannte zurück, während er ständig Deans Namen schrie.

 

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