File 3: stories/1/766.txt
Changes III / Sentebale von silverbird
Inhalt: Dean und Sam freuen sich auf ihren Kurzurlaub. Doch bevor sie ihn antreten können, verschwindet Sam.
Fandom(s): Originale Pairing(s): Dean Wilson/Sam Hensen
Story-Genre: Romanze
Lšnge der Story: Mehrteiler
Story-Typ: Slash - M/M
Warnungen: Keine
Challenges:
Serie: Changes
Kapitel: 16 Story vollendet: Nein Anzahl der Wörter: 23241 Wörter Gelesen: 1324 Mal Datum der Veröffentlichung: 22.02.13 Letztes Update: 14.07.13
Kapitel 15 von silverbird

Skynard wusste, dass er hoch pokerte, wenn er fünf Prozent von den Agenten verlangte, die sie ihm eigentlich nicht geben durften. Aber er rechnete damit, dass es ihnen zu wichtig war an den Chip zu kommen, um seinen Vorschlag abzulehnen. Zudem waren Motorgeräusche zu hören, die immer näher kamen. Man suchte ganz offensichtlich nach ihnen und Skynard  musste sehr an sich halten um sich seine Nervosität deswegen nicht anmerken zu lassen, denn es waren nicht seine Leute gewesen, die nach seiner Entführung von diesen Amerikanern auf sie geschossen hatten. Im Gegenteil. Diese Männer, die sich Befreiungsarmee nannten, wollten ihn und das aus gutem Grund. Schließlich hatte er dieses Land und ihre Menschen ausgebeutet. Sie in der Mine schuften lassen du das für geringsten. Ganz abgesehen davon, dass so mancher dabei sein Leben lassen musste. Daher wurde es höchste Zeit um zu verschwinden. Selbst mit den fünf Prozent würde er noch ein sehr gutes Leben führen können und so gesehen war es sogar ein Glück, dass die Amis ihn aus seinem Haus geholt hatten, denn vermutlich hätte er den Angriff dieser sogenannten Befreier nicht überlebt. Der Blonde mit den grünen Augen jedoch hatte ihm freies Geleit zugesichert und seinen Anteil würden sie ihm auch gewähren, da war Skynard sich sicher.

Doch er irrte sich, denn der Agent mit dem Whiskyglas in der Hand schüttelte den Kopf: „Kein Deal mit Verbrechern. Das ist das Credo unser Regierung.“

„Mach dich nicht lächerlich Mark. Außerdem wird es höchste Zeit hier zu verschwinden. Selbst ich, mit meinem alten Gehör kriege mit, dass schwere Fahrzeuge auf uns zukommen“, mischte sich Bill plötzlich ein, bevor er sich an   Skynard wandte und erklärte: „Einverstanden und jetzt öffnen Sie endlich den Koffer.“

Skynard war sichtlich erleichtert und nickte heftig, bevor er sich an den Schlössern zu schaffen machte, welches zwei Sekunden später aufschnappte. Natürlich hatten alle gespannt darauf gewartet was sich in dem Koffer befinden würde und letztendlich war jeder überrascht, denn er war bis oben hin mit Rohdiamanten gefüllt.

„Wow, das ist ja…“ Dean wühlte kurz in den Diamanten herum, fand den Chip und steckte ihn in seine Tasche, bevor er eine Handvoll der Diamanten herausnahm und sie Skynard in die Hand drückte. „Ihre fünf Prozent“, behauptete er grinsend und schloss den Koffer wieder. Als der Verbrecher protestierte, während er sich die Diamanten in die Hosentasche stopfte, bemerkte Dean nur. „Klappe. Sie können froh sein so viel zu bekommen und jetzt los.“

Doch leider hatte sich gerade ein anderes Problem ergeben, denn mit dem öffnen  des Koffers hatten sich auch der Trigger bei Sams Kameraden ausgeschaltet, die sich jetzt orientierungslos umschauten. Auch wenn sie zum Teil wussten was geschehen war, waren sie offensichtlich verwirrt. Mark schaltete sofort, verlangte von ihnen mitzukommen und versprach ihnen später alles zu erklären. Froh darüber einen klaren Befehl erhalten zu haben, folgten sie den anderen, die schon losgelaufen waren. Gleich nachdem sie das Flugzeug erreicht hatten, entfernten sie die Tarnung und stiegen ein. Mark und Dean eilten in das Cockpit und setzten sich in die Pilotenstühle. „Was machen wir mit Skynard? Er ist kein Amerikaner. Daher wird es einen politischen Konflikt geben, wenn er bei uns vor Gericht gestellt wird. Ich will aber auch nicht, dass er so davon kommt. Schließlich sind unter Garantie viele Menschen gestorben, weil sie für diesen Schweinehund Diamanten schürfen mussten. Von den Kindern, die dabei ausgebeutet wurden, rede ich erst gar nicht. Wir wissen ja, wie das in diesem Land läuft. Apartheid und so weiter.“

Mark startete gerade die Maschine und erwiderte mitleidlos. „Schmeiß ihn raus. Sollen sich die um ihn kümmern, die er betrogen hat. Das ist nur gerecht finde ich.“

Dean überlegte kurz, dann nickte er. „Stimmt. Dann roll schon mal los. Ich erledige das.“ Er erhob sich wieder und ging nach hinten direkt auf Skyngard zu, der sich wie die anderen gesetzt und angeschnallt hatte. Der Agent öffnete mit einem Griff den Gurt, und zerrte Skyngard von seinem Sitz.

„Was soll das? Was machen Sie?“, fragte der entsetzt, und begann sich zu wehren, als Dean ihn hinter sich her schleifte.

„Sie steigen aus“, erklärte Dean nur lapidar und zog Skyngard unerbittlich zur Tür. Der schlug panisch um sich, während er ängstlich rief. „Sie haben mir freies Geleit zugesichert. Sie haben mit ihr Wort gegeben. Das Wort eines amerikanischen Soldaten ist..“

„Keine Sorge. Ich halte mein Wort. Freies Geleit. Was bedeutet Sie können sich frei bewegen und gehen wohin Sie wollen. Von Schutz unsererseits war aber nie die Rede“, entgegnete Dean kalt. Sie hatten inzwischen die Tür erreicht, doch Skyngard klammerte sich mit den Händen an einem der Sitze fest und stemmte zusätzlich seine Beine fest auf dem Boden, sodass Dean keine Chance hatte die Tür zu öffnen.

„Mach verdammt noch mal. Sie kommen immer näher und ich muss Gas geben“, brüllte Mark aus dem Cockpit, während er das Flugzeug beschleunigte.

Plötzlich tauchte Sam neben Dean auf und drückte die Tür nach draußen. Dann packte er Skyngards Beine, der verlor seinen sicheren Stand und so war es Dean ein Leichtes sich um dessen Arme zu kümmern. Ohne noch weiter zu fackeln warfen Sam und Dean den jammernden und zeternden Verbrecher aus dem Flugzeug, das inzwischen langsam an Fahrt zunahm. Sie beobachteten noch, wie Skyngard auf seinem Hintern landete und dann einmal über die Schulter rollte, bevor sein Körper zum Stillstand kam. Doch gerade als er sich aufrappelte, hielt ein Lastwagen neben ihm und drei Männer sprangen heraus.

Dean schloss die Luke und blickte dann fragend Sam an. Der wusste auch gleich warum und erklärte Schulter zuckend. „Ich habe gehört wie du und Enders darüber gesprochen habt, wie Skyngard zu den Diamanten gekommen ist. Sollen die über ihn richten, denen er das angetan hat.“

„Sammy?“ Dean sprach den Kosenamen leise und unsicher aus, da er befürchtete, dass der Trigger wieder aktiv war. Vielleicht hatte das öffnen des Koffers genau das Gegenteil bei Sam bewirkt, weil er schon zuvor von Deans Kuss aufgewacht war.

Sam lächelte Dean beruhigend an und seine Augen leuchteten warm, wie immer, wenn er ihn anschaute. Dann drückte er Dean einen raschen Kuss auf die Lippen, bevor er erklärte: „Keine Sorge, ich bin nur von dir verzaubert.“

Dean grinste verlegen, bevor er flapsig entgegnete: „Wundert mich nicht wirklich Dornröschen.“

Sam schnaubte ungehalten und verdrehte die Augen. Doch bevor er etwas sagen konnte, brüllte Enders: „Wenn du mit turteln endlich fertig bist, dann beweg deinen Hintern hierher. Ich brauch meinen Copiloten verflucht nochmal.“

Nach einem genervten Seufzen und einem raschen Kuss für Sam, eilte Dean nach vorne ins Cockpit.

~*~

Viele Stunden später fuhr Dean müde über die Landstraße auf ihre Stadt zu. Sie hatten sich gleich am Flughafen von Enders, Bill und den anderen getrennt. Irgendwann würden er und Sam ihre Aussagen machen müssten. Aber es war jetzt schon sicher, dass Clemens für den Rest seines Lebens hinter Gittern wandern würde. Ebenso seine Mittelsperson in der Firma. Ihnen würde so einiges zur Last gelegt werden. Denn abgesehen davon, dass Clemens eigenmächtig und ohne Befehl gehandelt hatte, war auf Grund von Deans und Bills Befragung im Flugzeug noch herausgekommen, dass er nicht nur von den Chip, sondern auch von den Diamanten gewusst hatte. Er hatte sich beides unter den Nagel reißen wollen, um sich irgendwo damit abzusetzen und sich ein gutes Leben machen. Erschwerend kam hinzu, dass er dafür junge, unerfahrene Männer manipuliert hatte, die nur durch das Einschreiten von Bill, Mark und Dean mit dem Leben davon gekommen waren. Doch die Tage bis zur Verhandlung würde Clemens auf jeden Fall auf der Krankenstation einer geheimen Militärstation verbringen. Der Flug war für ihn sehr turbulent verlaufen. Offenbar war er im Frachtraum hin und her geschleudert worden und hatte sich dabei überall Verletzungen zugezogen. Alle im Flugzeug anwesenden Personen würden das bezeugen, auch wenn Clemens schwören würde, dass Deans und Bills intensive Befragung dafür verantwortlich waren.

Aber das war Dean in dem Moment ohnehin egal. Ihn beschäftigen ganz andere Gedanken und die hingen selbstverständlich mit Sam zusammen. Er hatte Deans brutale Seite miterlebt, ihn so gesehen, wie er ihn bisher nicht gekannt hatte und für Dean war klar, so jemanden wollte Sam nicht haben. Sein Verhalten bestätigte Deans Verdacht, denn Sam hatte kein Wort mehr gesprochen, seit sie aus dem Flugzeug gestiegen waren. Daher beschloss Dean Sam in ihrer Wohnung abzusetzen. Er selbst würde gleich ins Sheriffbüro  gehen, seine Kündigung aufsetzen und die Stadt verlassen. Ohne Sam hielt ihn dort nichts mehr und die Firma würde froh sein, wenn er seinen Dienst wieder aufnahm. Seine Sachen konnte er holen, wenn Sam bei seinen Eltern auf der Farm war. So ersparten sie sich eine peinliche Aussprache, die ohnehin zu nichts führen würde. Deans Hals wurde eng und er würgte die aufsteigenden Tränen die aufsteigen wollten krampfhaft hinunter. Seine Vergangenheit hatte  ihn eingeholt und er hätte es wissen müssen. Man konnte sein Leben nicht einfach so ändern. Es gab keine zweite Chance.

 

 

Diese Geschichte wurde archiviert am http://www.eternallovers.de/efiction/viewstory.php?sid=182