File 1: stories/1/62.txt
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Kommentar:
Danke an Stephie fürs Betalesen und an Indi für das wunderbare Bild.

Angel saß in seinem Büro, sah eine der Akten durch und blickte kurz auf, als Wesley eintrat. „Wie war es in Sunnydale?“, fragte er und widmete sich dann wieder dem Schriftstück, ohne Wes wirklich zuzuhören. Denn vermutlich würde sein Freund wieder endlose Erläuterungen von sich geben, bis er zum Punkt kam. Angel speicherte ‚Dayxoriux- Clan’ in seinem Hirn ab und beschloss Wesley erst wieder zuzuhören, wenn er genau diese Worte sagen würde, denn erst dann kam der interessante Teil. Inzwischen würde er die lästige Schreibarbeit hinter sich bringen. Angel ergänzte ein paar fehlende Worte und überflog die Zeilen noch einmal, während Wesleys Gerede an ihm vorbeirauschte.

Doch der riss den Vampir plötzlich aus seinen Gedanken, als er ihn leicht am Arm berührte. „Angel, hörst du mir zu?“

Der nickte seufzend und bemühte sich nun doch Wesleys Ausführungen zu folgen.

„Gut, also es hat sich einiges verändert in den Jahren, muss ich sagen. Rupert ist irgendwie alt geworden. Und Willow hat sich zu einer unglaublich starken Hexe entwickelt. Sie hat mich außerordentlich beeindruckt. Und sie hat eine, äh … Freundin, Tara, ist glaube ich ihr Name. Sie ergänzen sich auf eine ganz erstaunliche Weise“, begann Wesley lang und breit zu erzählen, und Angel verdrehte innerlich die Augen.

‚Was ist mit Spike?’

Nein, er meinte natürlich nicht Spike. Das war nur ein rascher Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss und er konnte sich beim besten Willen nicht erklären, wieso er jetzt an Spike denken musste. Buffy, ihr galten natürlich seine Gedanken. Wie kam er jetzt nur auf sein Childe?

„Buffy hat einen Freund.“ Wesley beobachtete Angel genau, als er von ihr sprach, doch sein Boss zeigte keine Reaktion und so sprach er weiter.

Aber Angel hing wieder seinen eigenen Gedanken nach, denn Spike hatte sich wieder in seinen Kopf geschlichen. Er hatte ihn in den letzten Jahren kaum gesehen, oder mit ihm gesprochen.

Sie hatten einige kurze Begegnungen, die nicht wirklich erwähnenswert waren. Sie gingen sich tunlichst aus dem Weg, da sie sich sonst sowieso nur angifteten oder sich an die Gurgel gingen.

Zwischen ihnen war schon zu Darlas und Drus Zeiten eine sonderbare Verbindung, eine Art Hassliebe, die meistens dahingehend ausartete, dass er William, oder Spike wie er sich dann nannte, fast zu Tode prügelte, oder ihn auf andere Weise demütigte. Und es befriedigte ihn ungemein, wenn Spike ihn mit seinen unglaublich blauen Augen hasserfüllt anblickte, mit dem Wissen, das er gegen Angelus nicht ankam, weil er der Stärkere war. Und trotzdem reizte und provozierte er seinen Sire immer wieder mit einer fast unheimlichen Ausdauer, die Angelus irgendwie bewunderte.

Manchmal, wenn sie nach der Jagd gesättigt vor dem Kaminfeuer saßen und sich Darla über ihre Opfer lustig machte, sah er, dass Spike ihn beobachtete, und bemerkte einen sehnsüchtigen Blick in seinen Augen. Damals dachte er, es wäre aus Neid, weil er, Angelus all das war und hatte, was Spike niemals sein konnte, oder haben würde. Doch heute sah Angel das anders. Spike war der einzige Vampir, den er kannte, der sich trotz allem eine gewisse Menschlichkeit bewahrt hatte, und vielleicht war es ein mitleidiger Blick, mit dem er seinen Sire betrachtete, weil er gerade durch seine Fähigkeit zu fühlen, im Endeffekt der Stärkere war.

Angel wurde erneut aus seinen Gedanken gerissen, als er Wesley Spikes Namen sagen hörte.

„... und seitdem kann er keine Menschen mehr beißen und hilft Buffy und Giles hin und wieder Vampire und Dämonen zu jagen“, schloss der ehemalige Wächter seinen Bericht und sah Angel erwartungsvoll an.

„Wer?“, fragte Angel irritiert, da er den Teil vor dem ‚nicht beißen können’ überhört hatte.

„Na Spike, durch den Chip“, sagte Wes verständnislos. „Hast du mir etwa wieder nicht zugehört?“

„Ja, schon, nur das mit dem … Chip? Wie war das nochmal?“

Wesley seufzte und erzählte ihm die ganze Geschichte mit Spike und dem Chip ein zweites Mal. Diesmal hörte Angel genau zu und er vermutete, dass es der Chip war, der ihn dauernd an Spike denken ließ. Genauso wie ein Sire wusste, spürte, wenn sein Childe starb, sich auflöste, zu Staub wurde, war es vielleicht möglich, dass der Chip, den Spike von dieser Militär-Initiative eingepflanzt bekommen hatte, die Verbindung, die durch ihr gemeinsames Blut bestand, in irgendeiner Weise beeinflusste, oder er seinen Schmerz fühlen konnte. Vielleicht rief sein Childe nach Hilfe. Unbewusst natürlich, durch ihre dämonische Verbindung. Denn Spike würde ihn niemals um Hilfe bitten. Sire hin oder her, da war Angel sicher. Bevor das geschah, wurde sein Childe sich eher selbst pfählen.

‚Ich muss nach ihm sehen. Es ist meine Pflicht als sein Sire, mich um ihn zu kümmern. So sind nun einmal die Vampir-Gesetze, und er ist der Letzte aus unserer Familie’ , dachte Angel, um den Drang, nach seinem Childe zu sehen zu rechtfertigen. Doch mit welcher Begründung sollte er nach Sunnydale fahren?

‚Um Buffy zu besuchen?’

Aus welchem Grund bitte schön? Zwischen ihnen war alles geklärt. Endgültig.

Und auch seine Hilfe konnte er nicht anbieten, denn sie kamen gut zu Recht am Höllenschlund und es gab auch nichts Außergewöhnliches, wie einen neuen Dämonen-Bürgermeister oder Ähnliches, womit er sein Auftauchen rechtfertigen konnte. Also womit sollte er argumentieren, ohne dass auch Wesley misstrauisch wurde? Doch eben dieser kam ihm plötzlich unerwartet zur Hilfe.

„Das ist aber wirklich ärgerlich. Gerade der wichtigste Teil fehlt und ich kann ihn nirgends finden. Ah, vielleicht ist er noch im Wagen. Ich werde gleich nachsehen.“ Wes erhob sich und Angel sprang auf. „Was meinst du Wesley? Was ist im Wagen?“

„Ein besonders bedeutender Teil des Schriftstückes. Es ist nicht bei den anderen, die ich herein getragen habe. Es handelt sich um die wichtigste Stelle, die wir über die Runensteine der Kaukasen brauchen. Ich habe sie vielleicht im Wagen gelassen und werde gleich nachsehen“, erklärte er seinem Boss.

„Lass nur, dass kann ich ja machen. Du könntest inzwischen das Chaos hier ein bisschen ordnen. Ich blicke da nicht mehr durch und du würdest mir sehr damit helfen“, bat Angel während in seinem Kopf schon ein Plan heranreifte. Er eilte hinaus zum Wagen, suchte - und fand, die fehlenden Papiere. Rasch steckte er sie unter sein Hemd und zog die Jacke darüber, um die Schriftstücke zu verbergen, damit Wes nicht sah, dass er die Abschrift darunter versteckte. Dann wartete er ein Paar Minuten, bevor er zurück ins Hotel ging.

Angel setzte ein bedauerndes Gesicht auf und ging auf Wes zu. „Im Auto ist leider auch nichts. Das ist jetzt aber dumm, weil wir gerade diese Schriftstücke für unsere Recherchen so dringend brauchen, wie du sagtest“, bemerkte der Vampir bedauernd, und lobte sich selbst wegen seines schauspielerischen Talents. Gleichzeitig hatte er ein schlechtes Gewissen, Wesley auf diese Weise zu hintergehen.

Wes seufzte. “Dann hilft es nichts. Ich muss noch einmal zu Giles um neue Abschriften anzufertigen, oder vielleicht hab ich sie auch nur bei ihm liegen gelassen. Wie auch immer, fahren muss ich auf jeden Fall.“

„Ich denke du hast in letzter Zeit genug Stress gehabt, Wesley. Darum werde ich fahren. Du hast dir eine Pause wirklich verdient. Gönne dir einmal eine freie Woche. Vielleicht bleib ich ein paar Tage in Sunnydale. Und sag auch bitte Cordelia bescheid. Sie soll sich auch frei nehmen. Sollte ein Auftrag zu erledigen sein, oder Cordy eine Vision bekommen, ruft mich auf dem Handy an und ich bin in ein paar Stunden wieder da“, sagte Angel so beiläufig wie möglich.

„Du willst doch nicht zu Buffy? Du weißt es ist gefährlich wenn ihr ... also wenn…“, verlegen brach der Wächter ab.

„Nein Wes, keine Sorge. Ich werde sie nicht aufsuchen. Und ich werde auch kein Risiko eingehen. Wie du mir erzähltest, hat sie ja nun einen festen Freund und ist glücklich mit ihm. Ich liebe sie, und daher werde ich nichts tun, um ihr Glück zu gefährden. Ich hol nur die Schriften, unterhalte mich mit Giles und sehe mich ein bisschen um, um dann gleich wieder zurückzufahren. Das ist alles. Also mach dir keine Sorgen.“ Angels Stimme klang gleichgültig, aber Wesley war doch etwas misstrauisch, wie Angel sogleich bemerkte. Also sprach er weiter beruhigend auf ihn ein.

„Überleg doch mal Wes. Wir arbeiten seit zwei Jahren ununterbrochen, wir brauchen alle eine Pause, auch ich möchte einmal raus aus L.A. Einmal etwas anderes sehen als nur Wolkenkratzer. Es ist unnötig dir Sorgen zu machen. Buffy ist meine Vergangenheit und das wird sich auch nicht ändern. Wir sehen uns in einer Woche.“ Er sagte es bestimmt und Wes wusste, Angel hatte sich entschieden und war nicht mehr umzustimmen.

So nahm er die Entscheidung seines Bosses widerwillig zur Kenntnis und ärgerte sich, dass die Schriftstücke durch seinen Fehler in Sunnydale geblieben waren, oder sonst wo von ihm verschlampt wurden. Vor allem, da er eigentlich niemals etwas verlor. Schon gar keine wichtigen Papiere und dass Angel sich dadurch veranlasst sah, nach Sunnydale zu fahren.

So blieb dem ehemaligen Wächter nichts anderes mehr übrig, als sich von dem Vampir zu verabschieden und nach Hause zu gehen, um seinen *Zwangsurlaub* anzutreten.

~*~

Am nächsten Abend schloss Angel das Hotel ab und machte sich mit seinem Wagen auf den Weg nach Sunnydale. Er überlegte die ganze Fahrt über, wie er Spike dazu bringen könnte, überhaupt mit ihm zu sprechen, oder noch besser, sein Childe dazu zu bringen, mit ihm nach L.A. zu kommen. Denn er wollte ihn in seiner Nähe haben, um ihn zu beobachten und gegebenenfalls zu beschützen, wie es sich für einen Sire gehörte.

Nicht das er das wirklich wollte, aber der Gedanke, wenigstens für das letzte Mitglied seiner Vampirfamilie zu sorgen, verfestige sich immer mehr in Angel. Und als er die Stadt erreichte, hatte er einen etwas verrückten, aber perfekten Plan. So dachte er zumindest.

Angel fuhr direkt zu Giles Haus und obwohl es noch zwei Stunden bis Sonnenaufgang war, hatte er keine Hemmungen den Wächter aus dem Schlaf zu reißen. Der schlurfte auf Angels unentwegtes Klopfen zu Tür und öffnete sie einen spaltbreit. „Angel? Was ist passiert? Was machst du hier?“ Argwöhnisch betrachtete er den Vampir, unsicher, ob es nicht doch Angelus war, der da vor ihm stand.

„Lass mich schon rein Rupert. Wesley hat ein paar Schriften vergessen, die wir dringend brauchen und ich wollte ihn nicht damit belasten nochmals so weit zu fahren, daher bin ich selbst gekommen.“

„Schriften? Welche? Ich hab ihm doch alles mitgegeben.“ Giles war nicht bereit Angel, oder möglicherweise Angelus Glauben zu schenken und bat ihn daher nicht herein.

„Also gut, wenn du mir nicht glaubst, dann warte ich hier. Es geht um die Runen der Kaukasen. Wir können sie nicht finden, also brauchen wir noch eine Kopie. Aber beeil dich bitte. Ich möchte weg sein, bevor die Sonne aufgeht“, seufzte Angel.

Rupert Giles überlegte kurz, entschloss sich dann jedoch Angel zu glauben. „Nun gut, komm rein“, sagte er und trat zurück, um den Vampir eintreten zu lassen.

„Tee?“ Giles sah Angel fragend an und der nickte. ‚Engländer’, dachte er und schmunzelte verhalten.

Wenig später saßen sie bei einer guten Tasse Ceylon-Tee und Angel fragte Giles vorsichtig über Spike aus, während der Wächter seine Schriftrollen durchsuchte, um für Wesley nochmals das Gewünschte abzuschreiben.

„Spike? Ja er kommt manchmal vorbei, aber eher selten. Er verkauft mir Informationen und hin und wieder gibt er mir auch Tipps über verschiedene Dämonen. Ich bin erstaunt über sein profundes Wissen. Was er so treibt? Keine Ahnung. Wieso interessiert dich das? Ich denke ihr habt, wie soll ich sagen, kein gutes Verhältnis zueinander.“ Verwundert sah der Wächter Angel an.

„Nein, das kann man wirklich nicht behaupten. Er ist mir nur eingefallen, weil Wesley sagte, er lebe jetzt hier irgendwo.“ Angel wählte seine Worte geschickt, da er hoffte, Giles würde ihm somit verraten, wo Spike sich jetzt aufhielt. Und genau so war es dann auch.

„Ja er hat sich eine Gruft gesucht und hält sich dort auf, soweit ich weiß“, antwortete der Wächter abwesend, da er nach Schreibpapier und Stiften in der Schreibtischlade suchte.

Als es Mittag wurde, bot Giles Angel an, sich im Gästezimmer auszuruhen. „Inzwischen mache ich die Kopien fertig“, erklärte der Wächter und zeigte Angel das Zimmer.

„Danke, dann kann ich gleich wieder zurückfahren, sobald es dunkel ist.“

Angel legte sich im Gästezimmer nieder, doch er konnte keinen Schlaf finden. Ständig dachte er an Spike. Wie würde er reagieren, wenn sein Sire auftauchte? ‚Na wie wohl? Wie er immer reagiert, wenn wir zusammentreffen. Er wird mich beschimpften, er wird mich anbrüllen und letztendlich auf mich losgehen.’ Angel musste schmunzeln. Denn obwohl Spike wusste, dass er niemals gegen Angels Stärke ankam, versuchte er es immer wieder. Obwohl er wusste, dass er Prügel bezog, konnte er es nicht lassen auf seinen Sire loszugehen.

‚Doch diesmal wird es anders laufen. Und Spike wird Dinge tun müssen, die ihm sehr gegen den Strich gehen. Dinge, die ihn auf ganz andere Weise herausfordern.’ Angel hoffte, dass sein Plan funktionieren würde und er somit seine Pflicht als Sire erfüllen konnte. Und wenn Spike dann soweit war, konnte jeder wieder sein eigenes Leben führen und seiner Wege gehen.

Als der Abend anbrach, stand Angel auf und begab sich in Giles Wohnzimmer. Der bot ihm wieder eine Tasse Tee an. Der Wächter redete unablässig und Angel hatte den Eindruck, dass Giles einsam war, da er versuchte ihre Unterhaltung in die Länge zu ziehen, und sogar den Vampir als Gesprächspartner akzeptierte.

Aber Angel wollte endlich seine Mission erfüllen und so erhob er sich mit dem Vorwand noch eine weite Fahrt vor sich zu haben und verließ mit den Abschriften das Haus des Wächters.

Angels erster Weg führte ihn in eine Dämonenkneipe. Er schaute sich suchend um und stellte fest, dass sich in den Jahren nichts verändert hatte. „Immer noch der gleiche Abschaum und da ist auch schon das, was ich suche“, stellte er fest und schlenderte auf den Tresen zu. „Ich möchte dir ein Geschäft vorschlagen“, sagte Angel zu dem Batoidae - Dämon, der gerade sein Glas, welches mit einer undefinierbaren Flüssigkeit gefüllt war, an seine wulstigen Lippen setzte.

Eine halbe Stunde später fuhr Angel zum Friedhof, parkte bei einem Seiteneingang, da er nicht wollte, dass einer der Scoobies womöglich sein Auto bemerkte oder erkannte.

Das Tor öffnete sich quietschend, als Angel es aufdrückte. Er schaute sich suchend um, orientierte sich kurz und steuerte die hintere Ecke des Friedhofes an, dort wo die Gruften zu finden waren.

Als er näher kam, hörte er wie erwartet Kampfgeräusche und seine Schritte wurden schneller.

Schon vom Weiten konnte er die Flüche seines Childes vernehmen und musste unwillkürlich lächeln.

‚Ich wusste es, manche Dinge ändern sich wirklich nie’, dachte Angel und als er näher kam, sah er, dass Spike mit einem Dämon kämpfte. Der hatte spitze Stacheln und einen bläulich grünen Körper, doch Spike wich immer wieder geschickt aus. Er verspottete den Dämon ständig und versuchte das fast zwei Meter große Monster mit einer Latte am Kopf zu treffen. Bei seiner eher mittleren Größe erwies sich das als äußerst schwierig und die kaktusartigen Stacheln trugen auch nicht gerade zu Spikes Erfolg bei, da diese sich schützend aufrichteten.

Angel hatte den Eindruck, dass Spike aus rein selbstmörderischer Absicht immer wieder auf den Dämon losging und es schien ihm völlig egal zu sein, ob der sein Unleben beendete. Kurz bevor Angel sich einmischen konnte, trat Spike dem Dämon zwischen die Beine und er ging jaulend in die Knie. „Ah, du scheinst ein männlicher Batoidae - Dämon zu sein. Gut, jetzt nicht mehr, jetzt bist du eindeutig ein ... was eigentlich? Ein Eunuchen-Dämon?“ Spike kicherte über seinen eigenen Witz und holte mit seiner Faust aus, als der Dämon sich wegrollte und Spike einen Tritt in den Bauch verpasste, sodass dieser einige Meter wegflog.

Angel dachte, nun es wäre an der Zeit einzugreifen, gleichzeitig passte es zu seinem Plan und so gab er dem stacheligen Dämon einen Tritt dorthin, wo der sein Hinterteil hatte. Das Monster verlor den Halt und stürzte nach hinten und Angel achtete darauf, dass der Dämon auf ihn fiel. Doch er bemerkte nicht, dass hinter ihm ein Grabstein stand, knallte mit dem Kopf auf eine Grabeinfassung und blieb halb betäubt liegen.

Der Batoidae - Dämon raffte sich wieder auf, um sich erneut auf Spike zu werfen. Der rollte sich zur Seite, hob reaktionsschnell sein Bein und rammte die Spitze seines Stiefels dem Dämon in die Brust, genau an die Stelle, die für ihn tödlich war. „Das war also dein wunder Punkt. Wusste ich nicht, aber egal.“ Spike erhob sich schnell, doch noch bevor er sich weit genug von dem Dämon entfernen konnte, zerplatzte der zu einer bläulichen Masse. Obwohl dadurch sein geliebter Mantel jede Menge Schleim abbekam, kümmerte es ihn nicht. Er rannte zu Angel, der immer noch regnungslos dalag und Spike roch das Blut, das seinem Sire über das Gesicht lief.