File 1: stories/1/66.txt
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Angel erwachte, weil jemand ihn fest umschlungen hielt und leise schnurrte.

Er öffnete vorsichtig die Augen und sah, dass Spike seine Arme und Beine um ihn geschlungen hatte. Spikes Kopf ruhte auf seiner Schulter und er hatte sich eng an ihn gekuschelt. Der erigierte Schaft seines Childes drückte gegen Angels Hüfte und er hörte, wie Spike im Schlaf leise Angels Namen flüsterte. Mit einem Schlag war der dunkelhaarige Vampir hellwach und ein wohliger Schauer durchrieselte seinen Körper, unterdessen sich ein wundervolles Gefühl in seinem toten Herz breit machte.

Angel konnte nicht anders, vorsichtig zog er Spike enger an sich, begann ihn zu streicheln und zärtlich zu küssen. Erst drückte er einen Kuss auf das duftende Haar seines Childes, dann auf seine Stirn, die Augenlider, um weiter über seine wundervollen Wangenknochen langsam auf den einladenden Mund Spikes zuzusteuern. Er leckte ihm zart über die Lippen, bis der im Halbschlaf seinen Mund leicht öffnete und seinem Sire Einlass gewährte. Angel stöhnte überwältigt auf, als er die kühle feuchte Mundhöhle seines Childes erforschte und dieser ihm langsam mit seiner Zungenspitze entgegenkam. Ein erregendes Zungenspiel begann und Spike hob träge seine langen, seidigen Wimpern. Er blickte seinen Sire mit halb geöffneten Augen an und seufzte leise.

Angel keuchte bei dem erotischen Blick, den sein Childe ihm zuwarf und sein Kuss wurde stürmischer. Sein Penis schwoll schmerzhaft an und seine Hände flogen über Spikes Körper.

„Angel.“

Spike bog sich ihm stöhnend entgegen und der dunkelhaarige Vampir unterbrach den Kuss, um mit der Zunge über die wundervolle Haut dieses exotischen Geschöpfes zu wandern. Er glitt küssend und leckend über dessen Hals zur Brust und reizte die kleinen Wölbungen mit der Zunge und seinen stumpfen Zähnen, während seine Hände über die empfindlichen Seiten zu den Hüften seines Childes wanderten. Angels Mund folgte den Händen und er erforschte jeden Zentimeter dieses herrlichen Körpers, bis er das Lockennest mit der stolz aufragenden Männlichkeit vor sich hatte.

„Gott, verdammt, Angel“, keuchte Spike frustriert auf, als der die Innenseiten seiner Schenkel zu küssen und zu lecken begann und sich nicht, wie erhofft, seiner schmerzenden Erektion widmete.

Der dunkelhaarige Vampir grinste wissend, ließ sich jedoch nicht beirren und hielt den sich windenden Körper an den Hüften fest, bevor er langsam über Spikes Schwanzspitze leckte, aus der schon die ersten Lusttropfen hervortraten.

Plötzlich zuckte der blonde Vampir zusammen. „Bloody hell, ich will das nicht, ich... ah..."

Angel brachte sein Childe zum Schweigen, indem es die ganze Länge des pulsierenden Schaftes in seinen Mund aufnahm und daran zu saugen begann.

Spike schrie leise auf und bockte mit den Hüften. Er presste den Kopf ins Kissen und krallte die Hände in das Laken. „Nicht, Angelus verdammt... nein… oh Gott, ja… hör nicht auf, bitte. Angel. Angel!“ Spikes Stimme wurde zu einem Schluchzen, als er von einem unglaublichen Orgasmus geschüttelt wurde und ihm sein Sire jeden Tropfen seines kühlen Samens abzapfte.

Angel krabbelte zu ihm hoch und nahm sein Childe fest in die Arme. Verteilte immer wieder kleine Küsse auf Spikes Lippen, bis dieser sich beruhigt hatte, Angels Küsse erwiderte und stürmisch mit seiner Zunge in dessen Mund eindrang. Um die Vorherrschaft kämpfend duellierten sich ihre Zungen, als Spike seinerseits den Körper des dunkelhaarigen Vampirs mit seinem Händen, Mund und Zunge erforschte.

Er hatte noch nicht alles von seinem Sire bekommen. Er wollte ihn spüren. Angel nicht Angelus. Ein einziges Mal nur, daher glitt er an dessen Körper entlang, bis er seinen stolz aufgerichteten Schaft erreichte und begann an der Schwanzspitze zu nuckeln, zu lecken und zu saugen, während seine schlanken Finger dessen Hoden zärtlich rieben und rollten, bis Angels Stöhnen in ein Keuchen überging. Spike zog seinen Mund zurück und beobachtete, wie sich die Lusttropfen aus dem kleinen Schlitz ihren Weg über die pralle Haut des wundervollen Schaftes vor ihm bahnten. Er verteilte mit dem Finger die milchige Flüssigkeit und sah zu seinem Sire auf.

„Spike, bitte“, flüsterte Angel verzweifelt und hob den Kopf, den Blick seines Childes suchend.

„Ich will mehr. Ich will dich. In mir“, wisperte Spike voller Verlangen, ohne einen klaren Gedanken fassen zu können und Angel atmete heftig, als sein Childe seinen alabaster-farbenen Körper über die Hüften seines Sires schob und sich mit seiner engen –ffnung auf dessen knochenharten Ständer niederließ.

Ein Knurren entfuhr beiden Kehlen, als Spike Angel ganz in sich aufnahm. Langsam begann er sich zu bewegen und Angel hatte Mühe nicht sofort zu kommen, als er sein einzigartiges Childe beobachtete, der ihn in völliger Ekstase ritt. Spike griff nach seinem Penis um ihn im Gleichklang seiner Hüftbewegungen zu reiben, als Angels große Hand die seine umschloss um ihn in einem immer schneller werdenden Rhythmus zu einem überwältigenden Höhepunkt zu bringen. Animalische Schreie erfüllten das Haus, als die beiden Vampire zugleich über die Schwelle der Lust geschleudert wurden und Spike völlig erschöpft auf der breiten Brust seines Sires zusammenbrach. Lange blieben sie befriedigt und voneinander eingehüllt liegen, bis sich der blonde Vampir von Angel herunterrollte.

„Ich gehe duschen“, murmelte Spike und erhob sich um im Badezimmer zu verschwinden.

Angel nickte nur, verschränkte die Arme unter seinem Kopf und fühlte sich einfach wunderbar. ‚Er wird bleiben. Mein William wird für ewig bei mir bleiben. Wir werden gemeinsam kämpfen, zusammen leben und jeden Tag zusammen schlafen. Er wird da sein wenn ich aufwache und das Erste was ich sehe, werden seine wundervollen, unglaublich blauen Augen sein. Sicher, wir werden auch streiten, aber ich bin sein Sire und letztendlich wird er tun, was ich ihm sage. Immer. Meistens. Manchmal.’ Angel lachte leise auf. ‚Ach egal. Er ist hier bei mir und ich werde nie wieder einsam sein. Ich werde mich gut um ihn kümmern und werde ihn beschützen, wie ich es schon vor langer Zeit hätte tun sollen. Ich werde alles wieder gut machen. Alles tun, damit er glücklich ist und mich liebt. Mich, seinen Sire. Ich wünsche mir so sehr, das er mich liebt, denn ich will ihn so sehr, mein unglaublich schönes Childe.’ Überglücklich schloss Angel seine Augen und träumte lächelnd vor sich hin.

~*~

„So, das war’s also. Wir haben gepoppt. Eigentlich wollte ich es nicht, aber es war… nett... ziemlich gut...okay, was bringt es, wenn ich mir was vormache?! Es war großartig, um genau zu sein. Und wenn ich nur einen Augenblick glauben könnte, dass er es ehrlich mit mir meint, ich würde sofort wieder zu ihm ins Bett springen und ihn küssen und vögeln und küssen, bis wir uns nicht mehr von der Stelle bewegen können, aber ich weiß ja, es war für ihn nur ein Spiel. Zu welchem Zweck? Keine Ahnung und es ist mir jetzt auch egal, nur weg von hier.

Ich habe genug Geld um mich ordentlich zu betrinken und jetzt mach ich mich vom Acker, bevor Angel wieder so richtig zu sich kommt und den Sire raushängen lässt und ich neue Demütigungen einstecken muss. Denn wenn ich jetzt gehe, hab ich das Spiel gewonnen und… Einen Dreck hab ich.“ Spike biss sich verzweifelt auf die Lippen um nicht laut aufzuschreien, so krampfte sich sein Herz zusammen. „Ich bin ein Idiot, das weiß ich. Ich würde alles, wirklich alles für den verdammten Poof tun, wenn er mich nur ein kleines bisschen lieben würde. Aber das hat und wird er nie. Das hat sein verdammtes ‚Ich-Habe-Mein-Gedächtnis-Verloren-Spielchen’ gezeigt. Darum muss ich weg, so schnell wie ich nur kann, bevor er mir wieder mein totes Herz zerreißt.

Ich würde mich ja erinnern, an diese wundervolle Nacht, wenn ich ein Weichei wäre, was ich natürlich nicht bin. Wie er mich geküsst hat, so liebevoll wie noch niemals zuvor. Und er hat meinen harten Ständer mit mir gemeinsam gestreichelt. Gott, es war unbeschreiblich. Aber wer weiß besser über Angelus Spielchen bescheid als ich? Das Telefonat hat mir wieder bewiesen, was für ein hinterhältiger Bastard er ist, auch wenn er sich jetzt Angel nennt und eine Seele hat. Er hat sich nicht wirklich geändert, zumindest nicht, wenn es um mich geht“, grummelte Spike wütend. Ein eisiger Schauer rann Spikes Rücken hinab, als er an frühere Zeiten mit seinem alten Sire dachte. Rasch trocknete er sich ab und ging zurück ins Schlafzimmer, wo er seine Kleider zusammensuchte und sich in Windeseile anzog.

Angel hob erstaunt die Augenbrauen. „Was wird das jetzt?“

„Wonach sieht es den aus? Ich ziehe mich an.“ Spike schnürte seine Stiefel zu.

„Wozu? Komm doch wieder ins Bett, Spike“, schmeichelte Angel mit samtweicher Stimme.

Spike schluckte bei dem zärtlichen Klang in der Stimme seines Sires, erwog kurz nachzugeben und sich in Angels Arme zu stürzen, als ihm das Telefongespräch wieder einfiel, daher erwiderte er spottend:

„Ach weißt du, es war ja ganz nett und ich brauchte auch dringend einen guten Fick, aber das war es dann auch schon. Dachtest du im Ernst, ich falle auf dich rein? Gott Angel. Für wie bescheuert hältst du mich eigentlich? Ich kenne dich, besser als du denkst. Du und Amnesie, das ich nicht lache. Ich habe dich durchschaut. Vom ersten Augenblick an, aber ich wollte sehen, wie weit du dein Spielchen treibst und du hast mir eine tolle Vorstellung geboten. Wirklich, es hat sich für mich echt gelohnt.“ Spike schlüpfte in seinen Mantel.

„Ach und übrigens, du solltest das nächste Mal nicht telefonieren, wenn ein Vampir in der Nähe ist. Wir hören besonders gut, müsstest du eigentlich wissen und grüß deine Menschen von mir, unbekannter Weise. Bye Liebes - und dieses Spiel hab ich gewonnen.“

Mit einem harten Lachen stürmte Spike die Treppe hoch und lief aus dem Hotel. Er rannte so schnell er nur konnte um den nächsten Häuserblock und stürmte in die nächste Bar, die ihm unterkam.

~*~

Angel war vollkommen erstarrt und absolut unfähig sich zu bewegen. Mit weit aufgerissenen Augen stierte er auf die Treppe, wo Spike eben noch gestanden hatte.

„Nein“, flüsterte Angel völlig geschockt. „Was habe ich getan?“

~*~

Spike schüttete sich das erste Glas Whiskey in einem Ruck in die Kehle, stellte das Glas auf dem Tresen ab und deutete dem Wirt es erneut zu füllen.

‚Ich bin so etwas von erbärmlich.’ Mit zitternden Fingern suchte er in seiner Tasche nach seinen Zigaretten. ‚Wieso bin ich mit ihm gegangen? Warum tue ich mir das an? Ich weiß doch wie er ist. Es war immer so. Warum bin ich nicht in dem verdammten Sunnyhell geblieben? Warum hab ich noch immer so eine Sehnsucht nach ihm? Mein Sire liebt mich doch nicht, alles was er liebt, ist es mich zu quälen. Erst dachte ich.. in meiner Gruft…weil er doch nun Angel ist, nicht mehr Angelus... da hoffte ich... vielleicht ein neuer Anfang, aber dann, im Hotel, als er telefoniert hat mit diesem Wes, da wusste ich, er tut es wieder. Er spielt nur mit mir. Er hat sich nicht geändert. Keine Seele der Welt kann Angel jemals ändern.’ Spike unterdrückte mit Mühe die Tränen, die aufsteigen wollten und griff nach dem neu gefüllten Glas.

~*~

Langsam löste sich Angels Starre und er quälte sich mühsam aus dem Bett. Obwohl er mit Spikes Sperma bedeckt war wusch er sich nicht, sondern zog sich gleichgültig an, um sich in sein Büro zu schleppen. Dort ließ er sich aus seinen Sessel fallen und stützte seinen Kopf in die Hände.

„Er hat mich benutzt. Ich bin über 250 Jahre alt und dieser hinterhältige, kleine Bastard von Childe hat mich abgezockt, gefickt und verdammt noch mal ausgetrickst. Wenn ich ihn in die Finger kriege, werde ich ihm sein dämliches Grinsen derart aus seinem toten, blassen, wunderschönen Körper prügeln, das er mich anfleht ihn zu pfählen. Ich werde ihn in Ketten legen, auspeitschen und anzünden, genau des werde ich tun und dann werde ich…“ Angels Faust krachte au den Tisch, sodass die Papiere darauf auseinander flogen.

„Es ist alles meine Schuld“, sagte er plötzlich zu sich selbst. „Ich habe ihn belogen und ihm etwas vorgespielt. Nur um ihn bei mir zu haben, damit er wieder mir gehört, hatte ich einen Plan. Einen wirklich vollkommen idiotischen, saublöden, hirnverbrannten Plan. Und es geschieht mir ganz Recht, dass er nach hinten losgegangen ist. Ich habe mein Childe unterschätzt. Völlig vergessen wie klug und einfallsreich er ist. Und wie sexy. Er ist unglaublich. Ich bin verrückt nach ihm und endlich gebe ich es zu, ich liebe ihn. Ich wollte ihn haben, obwohl ich genau weiß wie sehr er mich hasst, ich hab es in seinen Augen gesehen und doch hoffte ich, mit der Zeit… Gott, ich bin so ein Idiot.“

Angel stöhnte auf, legte seinen Kopf wieder in die Hände, als sein Blick auf den Block viel, der durch seinen Faustschlag auf den Schreibtisch von den anderen Papieren freigelegt wurde. Er starrte ihn an, las Williams und Spikes Namen die er immer wieder darauf gekritzelt hatte, bevor er nach Sunnydale gefahren war. Als er in der rechten unteren Ecke Spikes Schrift bemerkte, huschte ein feines Lächeln über Angels Gesicht.