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XXXV.Quit playing games with my heart

 

Quit playing games with my heart

Before you tear us apart

Quit playing games with my heart

(I should have known from the start)

You know, you gotta stop

You`re tearing us apart

Quit playing games with my heart

 

(Backstreet Boys, Quit playing games with my heart)

 

„Mr. Potter, können Sie mir wohl erklären, was das hier sein soll?" Professor Snape hatte absichtlich so laut gesprochen, dass es jeder im Kerker hören konnte. Eine plötzliche Stille trat ein. Einige Schüler reckten die Hälse, um einen Blick auf das zu werfen, was der Lehrer zu beanstanden hatte

Harry merkte, wie sich seine Ohren dunkelrot verfärbten. „Mein Zaubertrank, Sir", gab er mit gesenktem Blick zurück, während Snape mit angeekeltem Gesicht in der dickflüssigen Masse rührte.

„Wohl eher ein neuer Klebstoff", erwiderte der Professor für Zaubertränke sarkastisch und ließ die Kelle sinken. Von den Tischen der Slytherins war unterdrücktes Kichern zu hören. „Wie viele Krötenaugen sollten in den Trank, Mr. Potter?"

„Vier, Sir", antwortete der Gryffindor, nachdem er noch einen schnellen Blick auf das Rezept an der Tafel geworfen hatte.

„Und wie viel Schafsgabe?"

„Eine Messerspitze." Harry straffte sich und versuchte dem Blick aus Snapes schwarzen Augen Stand zu halten.

„Und haben Sie sich wirklich an die Vorgaben gehalten?" Die Frage war mehr von rhetorischer Natur, denn das Ergebnis in Harry Kessel sprach ganz eindeutig für sich selbst.

„Scheinbar nicht, Sir", antwortete der dunkle Gryffindor geknickt.

„Ja, das würde ich auch sagen", bestätigte der Lehrer gehässig. „Sie werden mir bis morgen einen Aufsatz über das Zusammenspiel von Krötenaugen und Schafsgabe in der Zaubertrankherstellung schreiben und zwar über mindestens eine Pergamentlänge. Haben Sie mich verstanden, Mr. Potter?"

„Klar und deutlich, Sir." Harrys Augen funkelten wütend und seine Hände klammerten sich so fest an die Tischkante, dass die Knöchel weiß hervor traten.

„Bleib ruhig, Mate", flüsterte Ron an seiner Seite, als Snape sich einige Tische weiter dem Kessel von Dean und Seamus zu wandte. „Es bringt doch nichts, sich aufzuregen."

„Andere Schüler vergeigen auch mal einen Trank, aber nur ich muss in schöner Regelmäßigkeit Strafarbeiten schreiben. Das ist einfach nicht fair", knurrte Harry zwischen seinen zusammen gebissenen Zähnen hindurch.

„Snape und fair sind zwei Worte, die zusammen passen wie Knoblauch und Kesselkuchen", gab Ron leise zurück, während er vorgab, eine Probe seines Tranks in ein Probenfläschchen zu füllen. „Hermine und ich gehen nachher mit dir zusammen in die Bibliothek, dann helfen wir dir, schneller die richtigen Bücher für den Aufsatz zu finden."

Harry stieß geräuschvoll die Luft aus, bevor er seinen Kessel mit einem Schwenk seines Zauberstabs leerte. „Danke, Ron."

Der Rothaarige gab ein schmales Lächeln zurück. „Wozu sind denn Freunde da?"

Wie auf Kommando zuckte Harrys Blick bei diesen Worten hinüber zu Dracos Tisch. Der Blonde füllte gerade ebenfalls ein Fläschchen mit dem Trank aus seinem Kessel. Die Flüssigkeit war hell und dünnflüssig und wirkte absolut perfekt. Der blonde Slytherin grinste zufrieden, dann stellte er die Flasche neben sich. Als er den Blick hob und sich seine und Harrys Augen begegneten, ließ er ein überhebliches Lächeln sehen, bevor er sich schnell wieder abwandte und sein Ergebnis Blaise präsentierte, der den Platz neben ihm hatte.

Harry war mehr als erleichtert, als die Stunde endlich zu Ende war. Außer ihm hatte auch noch Neville eine Strafarbeit bekommen. Doch im Gegensatz zu Harrys Trank war der seines Gryffindor Kameraden so ätzend gewesen, dass er die Kelle aufgelöst und ein Loch in den Kessel geschmolzen hatte, bevor Snape noch schlimmeres verhindern konnte.

Aufatmend nahm er seine Bücher und strebte mit Ron und Hermine in Richtung des Ausgangs, als ihn eine Gruppe Slytherins überholte.

„Na, Potter", grinste Pansy schadenfroh. „Hat dir Madame Pince schon einen Stuhl mit deinem Namen drauf gegeben? So oft, wie Snape dich Aufsätze schreiben lässt, hättest du ihn längst verdient."

Ron wollte sich am liebsten gleich auf das Mädchen stürzen, doch Harry hielt ihn am Arm zurück. Snape stand keine zehn Meter entfernt an seinem Pult und ordnete die Bücher für die nächste Stunde. Schon die kleinste Tätlichkeit hätte mit Sicherheit wieder Nachsitzen und den Abzug von Hauspunkten zur Folge.

„Tja, vielleicht hat deine Brille einfach schon zu viele Reparo-Zauber erlebt, um noch einwandfrei zu funktionieren", feixte auch Draco frech und ging einfach an den drei überrumpelten Gryffindors vorbei. Wütend ballte Harry die Hände zu Fäusten. Na warte! Der würde noch was erleben, wenn sie erst wieder allein waren!

XXXXXX

Die Gelegenheit ergab sich, als er Draco nach Kräuterkunde allein in der Eingangshalle stehen sah. Harry warf einen schnellen Blick über seine Schulter und stellte fest, dass die anderen Schüler noch einige Meter vom Schloss entfernt waren. Sofort griff er sich den Arm des Blonden und zog ihn unsanft in eine Besenkammer, die er per Zauberstab entriegelt hatte.

„Was sollte das?" blaffte er den perplexen Slytherin an, kaum dass die Tür hinter ihnen ins Schloss gefallen war. Der Raum war so eng, dass sich ihre Gesichter fast berührten.

„Was sollte was?" fragte Draco unschuldig und lehnte sich mit verschränkten Armen rückwärts gegen die Wand.

„Tu nicht so, du weißt genau was ich meine!" erregte sich Harry ärgerlich. „Der Spruch mit dem Reparo natürlich!"

Dracos Mund bekam einen entschlossenen Zug. „Was willst du, Potter? Du warst doch derjenige, der nicht wollte, dass das mit uns publik wird. Du wolltest, das jeder denkt, wir wären uns immer noch Spinne Feind."

„Aber musst du deshalb dumme Sprüche auf meine Kosten reißen?" fragte der Gryffindor beleidigt.

„Ja, muss ich!" erwiderte Draco, der jetzt auch den Ärger in sich aufsteigen fühlte. „Weil nämlich immer noch das halbe Schloss glaubt, du hättest mich an dem Tag, an dem wir aus dem Manor flohen, k.o. geschlagen! Ich, ausgeknockt von einem Gryffindor! Weißt du eigentlich, wie das an meinem Image kratzt?! Sogar Hufflepuffs nehmen mich nicht mehr richtig ernst!"

„Ach, das bildest du dir ein. Was soll ich denn deiner Meinung nach den anderen Schülern sagen?"

Draco machte noch einen Schritt auf seinen Freund zu, so dass er jetzt unmittelbar vor ihm stand. „Wie wäre es mit der Wahrheit?"

„Das... das kann ich nicht", stotterte Harry verschämt und die Hitze, die er eben noch in seinem Magen gefühlt hatte, stieg ihm bis in die Wangen.

„Warum nicht?" fragte Draco laut. „Nenn mir nur einen beschissenen Grund!"

„Du weißt weshalb." Unsicher wich der Gryffindor zurück, bis er seinerseits die Wand im Rücken fühlte. „Sie würden es nicht verstehen."

„Deine - ach so edlen - Gryffindors?! Ich scheiße auf die! Die Slytherins wissen es doch auch..."

„...und wir beide wissen, was sie dann mit dir gemacht haben", fiel ihm Harry ins Wort.

„Ach komm schon, ja?" Draco zog zynisch eine Augenbraue nach oben. „Du weißt, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Ich habe`s überlebt, das ist die Hauptsache und was deine Hauskameraden angeht: Es sind Gryffindors. Die reißen dir schon nicht den Kopf ab."

„Du hast ja auch nicht erlebt, wie Ron reagiert hat", warf der Dunkle kritisch ein.

„Merlin, Potter! Du solltest dir mal zuhören! Bist du ein Hufflepuff oder ein Gryffindor, verdammt? Es kann doch nicht allen Ernstes sein, dass du ins Manor fliegst, um es notfalls mit meinen Eltern, dem Dunklen Lord und seinen ganzen beschissenen Todessern aufzunehmen, aber kaum, dass es um deine lieben Mitschüler geht, ziehst du den Schwanz ein wie ein Mädchen!"

Wütend trat er gegen einen der metallenen Putzeimer, so dass dieser scheppernd in eine Ecke flog. Unwillkürlich zuckte Harry zusammen. „Es tut mir leid", flüsterte er bedrückt. „Glaub mir, ich fände es auch besser, nicht immer lügen zu müssen, aber es geht einfach nicht."

„Doch es würde gehen, wenn du nur halb so viel Held wärst, wie alle immer denken", schäumte der Slytherin gekränkt. „Ich bin ein Malfoy, Harry und nicht deine Mätresse, die man heimlich in der Besenkammer vögelt."

Die Wahl von Dracos Worten zeigte dem Gryffindor, wie sehr der Blonde verletzt war. „In Ordnung", lenkte er seufzend ein. „Was schlägst du vor?"

„Ein Spiel, Potter." Dracos Augen blitzten plötzlich, als hätte er nur auf einen schwachen Moment seines Gegenübers gewartet. „Nächstes Wochenende startet wieder die Quidditch Saison mit unseren beiden Teams. Wenn ich den Schnatz fange, wirst du dich öffentlich outen, indem du mit mir zum Herbstball gehst."

Harry schluckte schwer. „Aber du hast doch schon das letzte Spiel gewonnen..."

„Wir beide wissen, wie mein Sieg zu Stande kam", erwiderte der Slytherin, dem sich bei dem Gedanken an den geschenkten Sieg der Magen zusammen zog. „Dieses Mal will ich einen richtigen Kampf. Kopf an Kopf und Besen an Besen, wenn`s sein muss, bis aufs Blut."

Harry dachte an seine Teamkollegen. Es kam ihm nicht richtig vor, über Sieg oder Niederlage der Mannschaft mit Draco zu wetten. „Ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist."

„Du hast doch nur Angst, ich könnte wirklich besser sein als du", feixte der Blonde siegessicher.

„In deinen Träumen, Malfoy", gab Harry schwach lächelnd zurück.

„Deal?" Draco hielt seinem Freund die ausgestreckte Hand entgegen.

Kritisch beäugte Harry den sehnigen Handrücken, bevor er ihn trotz aller Zweifel ergriff. „Deal", gab er schließlich resigniert zurück. „Aber wenn ich gewinne, bleibt alles so wie es ist."

„Du wirst nicht gewinnen, Potter. Kauf dir schon mal was Schickes zum Anziehen, denn in deinen schäbigen Klamotten, gehe ich nicht mit dir zum Ball."

„Noch ist es nicht so weit, Malfoy."

Draco wackelte grinsend mit den Augenbrauen. „Das ist nur noch eine Frage der Zeit, Potter und das weißt du auch."

XXXXXX

Ich bin fertig. Wir können gehen", informierte Harry seinen Partner, der im Flur auf ihn wartete.

Nein, bist du nicht, Babe", korrigierte ihn der Blonde mit einem Blick auf Harrys äußeres Erscheinungsbild.

Wieso denn nicht?" fragte der Dunkle irritiert.

Draco rollte theatralisch mit den Augen. „Weil ich so mit dir nicht vor die Tür gehe."

Was stimmt denn nicht mit meinem Outfit?"

Alles", gab ihm sein Partner zu verstehen. „Erstens trägt man kein lilafarbenes Hemd zu einer blauen Hose und zweitens sind das Turnschuhe und wir sind nicht auf dem Weg zum Sport."

Merlin Draco, nun stell dich nicht so an. Wir apparieren doch nur auf einen Kaffee zu Hermine", antwortete ihm Harry kopfschüttelnd.

Auch wenn ich das früher nie gedacht hätte, so ist es doch eine Tatsache, dass Hermine über einen guten Bekleidungsgeschmack verfügt, im Gegensatz zu dir."

Ihr ist es mit Sicherheit egal, was ich anhabe", rechtfertigte sich der Dunkle.

Aber mir nicht", entgegnete Draco gereizt. „Entweder gehst du noch mal rauf und ziehst dich um, oder du kommst nicht mit."

Entrüstet stemmte Harry die Hände in die Hüften. „Hey! Hermine ist meine Freundin!"

Und ich bin dein Ehemann. Also such es dir aus: Andre Klamotten oder die Nacht auf der Couch."

Okay, okay, ich ziehe mich um, aber unter Protest."

Protestiere so viel du willst. Hauptsache, du machst die Tür hinter dir zu."

.....!"

Das habe ich gehört!" rief Draco grinsend hinter seinem Partner her.

Solltest du auch!" ertönte es sofort von oben.

XXXVI. Have a nice day

 

Oh, if there is one thing I hang on to

That gets me through the night

I ain`t gonna do what I don`t want to

I`m gonna live my life

Shining like a diamond, rolling with the dice

Standing on the ledge, I`ll show the wind how to fly

When the world get`s in my face

I say: Have a nice day

 

(Bon Jovi, Have a nice day)

 

Federnden Schrittes ging Draco zur Mannschaftskabine der Slytherins. Er musste sich beinah beherrschen nicht zu singen, doch ein leises Summen konnte er sich einfach nicht verkneifen. Merlin, er war heute einfach verboten gut drauf. Schon als er am Morgen aufgestanden war, hatte er es in den Knochen gehabt: Heute würden sie die Gryffindors platt machen, da war er sich einhundert Prozentig sicher. Hoffentlich hatte Harry seit dem Yule Ball im vierten Jahr an seinen Tanzkünsten gearbeitet, sonst sollte sich Draco über die Anschaffung von Stahlkappenschuhen Gedanken machen. Er grinste leicht bei dem Gedanken an den dunklen Gryffindor. Seit sie den Deal besiegelt hatten, versuchte Harry schon aus der Sache wieder heraus zu kommen, doch da hatte er bei Draco auf Granit gebissen. Es hatte ihn schließlich ein hartes Stückchen Arbeit gekostet, den anderen Jungen überhaupt dazu zu bewegen bei der Wette mitzumachen, dann würde er einen Rückzieher auf keinen Fall tolerieren.

In Windeseile schlüpfte er in die grüne Quidditch-Uniform, zog seine Beinschützer fest und schnappte sich seinen Nimbus 2001. Warrington, Pucey und Montague warteten schon am Ausgang der Kabine auf den Spielbeginn, während Crabbe und Goyle noch mit ihren Uniformen kämpften und Miles Bletchley sich auf den letzten Drücker eine Zigarette genehmigte. Von draußen hörten sie den Lärm der Schüler, die auf den Rängen aufgeregt auf den Einmarsch der Mannschaften warteten und die Stimme von Lee Jordan, der die Zuschauer schon einmal in die richtige Stimmung für das erste Spiel der Saison brachte.

„Was ist los, Malfoy? Hast du Hummel im Hintern?" grinste Montague, dem auffiel, wie Draco von einem Bein aufs andere trat.

„Ich kann`s einfach nicht erwarten, den Gryffindors heute so richtig in den Arsch zu treten", erwiderte der Blonde überheblich.

„Dann sieh mal zu, dass dein Lover die Kugel nicht wieder in die Finger bekommt", erwiderte der Kapitän der Slytherins gehässig.

„Keine Sorge, das wird er nicht. Heute ist er fällig, da verwette ich mein letztes Hemd drauf", gab Draco verbissen zurück. Er war so auf den Sieg programmiert, dass er einen anderen Spielausgang nicht einmal in Erwägung zog. „Vince, Greg, wird das heute noch mal was, oder soll ich euren Mamis eine Eule schicken, damit sie euch beim Anziehen helfen?"

Gregory Goyle murmelte etwas Unverständliches, während Vincent Crabbe nur dunkelrot anlief und innerhalb weniger Minuten standen sie mit ihrem Besen neben ihren Mitspielern. Nicht einen Moment zu früh, denn schon ertönte der Aufruf der Mannschaften. Nacheinander betraten die Slytherins das Feld, wo die Gryffindors schon warteten. Herausfordernd musterten die beiden Treiber Kirke und Sloper ihre Konkurrenten aus Slytherin. Auch wenn die beiden Gryffindors noch nicht so lange im Team waren, so hatten sie doch keine Angst vor den Attacken der Gegner. Quidditch war in einem hohen Maße Psychologie. Je mehr man die gegnerische Mannschaft schon vor dem Spielbeginn verunsicherte, desto größere Chancen hatte man später in der Luft.

Dementsprechend warf auch Draco seinem Gryffindor Pendant einige bedeutungsschwere Blicke zu, bevor er sich auf seinen Besen schwang. Harry wirkte noch nervöser als sonst. Ständig fuhr er sich mit der Hand durch das verstrubbelte Haar, während er seiner Mannschaft einige letzte Anweisungen gab. Die Gryffindors klatschten sich noch einmal ab, dann schwangen auch sie ihre Beine über den Besenstil und warteten auf Madame Hoochs Zeichen.

Als dieses erfolgte, erhoben sich die beiden Teams fast zeitgleich in die Höhe. Ron und Bletchley flogen sofort zu den jeweiligen Torringen, während die übrigen Spieler sich auf dem Feld verteilten und auf die Freigabe der Bälle warteten. Ein schriller Pfiff ertönte und schon schossen die drei Bälle in die Luft. Sofort schnappte sich Alicia Spinnet den Quaffel und die Jagd begann.

Bedrängt von Crabbe und Goyle musste sie den Ball an Katie Bell abspielen, die sich im Alleingang gegen Pucey und Warrington durchsetzte, Bletchley antäuschte und Gryffindor mit dem ersten Tor des Tages in Führung brachte. Die Tribüne der Rot-Goldenen jubelte und auch Lee Jordan überbot sich mit Komplimenten für Katies traumhafte Technik.

Nach dem nächsten Tor, das wieder an die Gryffindors ging, erzielte schließlich Warrington den ersten Treffer für die Slytherins. Doch schon der nächste Angriff hatte wieder einen Treffer für die Gryffindors zur Folge und nach einer halben Stunde führten die Löwen mit einhundert zu siebzig Punkten. Draco fieberte mit seiner Mannschaft mit, während er über dem Geschehen seine Kreise zog. Immer ein Auge auf seinen Freund und gleichzeitigen Konkurrenten geheftet. Auch Harry ließ den Blick ständig durch das Stadion schweifen, ohne dabei jedoch Draco aus den Augen zu lassen. Es war schwer, einfach zu warten, dass der goldene Schnatz sich zeigte und nicht in das Spielgeschehen unter sich eingreifen zu können. Doch gerade, als die Gryffindors ein weiteres Tor erzielten, geschah es.

Die Sonne reflektierte das matte Gold der kleinen Kugel, die auf halber Höhe vor der Tribüne der Ravenclaws schwebte. Draco verlor keine Zeit. Er riss den Besen herum und jagte auf den Schnatz zu. Aus dem Augenwinkel bemerkte er, dass Harry das selbe tat, doch er blendete alles um sich herum aus. Nichts existierte mehr, außer dem kleinen, goldenen Ball vor sich. Als hätte der Schnatz gefühlt, dass er gesehen worden war, stieg er plötzlich nach oben, über die Köpfe der Zuschauer. Auch Draco änderte seine Flugbahn. Er steuerte hinauf, fixierte die Kugel mit den Augen, so als könne er sie damit in ihrem Flug festhalten.

Er war so auf den Schnatz konzentriert, dass er den Klatscher gar nicht kommen sah, bis er ihn an der Schulter traf. Es gab ein unangenehmes, knirschendes Geräusch und ein heftiger Schmerz zuckte durch seine linke Seite, so dass er die Hand vom Besen lösen musste. Draco meinte für einen Moment, der Ball habe seinen Arm abgerissen, doch ein kurzer Blick belehrte ihn eines Besseren. Sein Arm war immer noch an seinem Platz, aber er konnte ihn nicht mehr richtig kontrollieren. Dunkel erinnerte sich Draco daran, dass so etwas schon einmal geschehen war, als ihn sein Vater wieder einmal mit einem Fluch durch den halben Salon geschleudert hatte. Damals war die Schulter ausgekugelt gewesen und anhand der Symptome war darauf zu schließen, dass das wohl gerade wieder geschehen war.

Doch auch wenn die Schmerzen ihm die Tränen in die Augen trieben, hatte Draco trotzdem keine Zeit, länger über diese Verletzung nachzudenken. Er platzierte seinen Arm so gut es ging auf seinen Beinen vor sich, bevor er erneut die Verfolgung des Schnatzes aufnahm. Verwundert stellte er fest, dass Harry noch etwas weiter zurück gefallen war als zuvor, aber er fragte sich nicht lange nach dem Grund, sondern nahm die Gelegenheit wahr, den Sieg nach Hause zu bringen.

Dracos lehnte sich nach vorne, so dass sein Bauch beinah den Besenstil berührte und bemühte sich, den Nimbus mit den Oberschenkeln so ruhig wie möglich zu halten, als er die gesunde Hand nach der goldenen Kugel ausstreckte, die unmittelbar vor ihm schwebte. Er fühlte ihr kleinen, zarten Flügel gegen seine Fingerspitzen schlagen, als er die Finger um den Ball schloss und ein Gefühl des Triumphes durchflutete ihn. Er hatte den Schnatz gefangen! Er hatte ihn tatsächlich gefangen! Das Stadion brach in lautes Jubelgeschrei aus. Schals und Fahnen in den Farben der Slytherins wurden geschwenkt und sogar Lee Jordan musste zugeben, dass Draco wirklich ein harter Hund war.

Enthusiastisch streckte der Blonde die Faust in die Höhe. Beinah hätte er vor lauter Freude den Druck seiner Schenkel gelockert, aber im letzten Moment besann er sich eines besseren. Draco merkte den Schmerz in seiner Schulter beinah gar nicht, als er sich im Sitzen drehte und nach Harry Ausschau hielt. Der Gryffindor war direkt hinter ihm. Nur eine halbe Körperlänge hatte ihm zum Sieg gefehlt, doch dieses eine Mal war das Glück nicht auf seiner Seite gewesen.

Draco konnte nicht anders, er strahlte über das ganze Gesicht, als sein Blick den seines Freundes traf. Harry zwang sich das Lächeln zu erwidern, als er eine angedeutete Verbeugung machte. Es gab nichts daran zu drehen: Draco hatte verdient gewonnen. Trotz der Verletzung war er schneller am Schnatz gewesen und Harry würdigte diese Leistung. Innerhalb von Sekunden waren Dracos Teamkollegen neben ihm und gratulierten ihm überschwänglich. Gemeinsam flogen sie ihre Besen zurück auf die Erde, während Harry einige Meter entfernt mit den anderen Gryffindors landete. Besorgt nahm Harry zur Kenntnis, wie viel Mühe Draco hatte, vom Besen zu steigen und wie er mit dem Schnatz in der Hand seinen linken Arm an sich presste. Doch seine zusammen gepressten Lippen waren zu einem Lächeln verzogen, als seine Teamkollegen ihn in den Krankenflügel begleiteten, wo seine Schulter geheilt werden musste.

XXXXXX

„Was macht die Schulter?" fragte Harry, als er sich den Tarnumhang vom Kopf zog. Die Krankenstation lag dunkel da, es war bereits nach Mitternacht, nur neben Dracos Bett brannte eine kleine Kerze

„Danke, bestens", grinste der blonde Slytherin. Sein linker Arm war mit einer Schlinge an den Körper gebunden, damit Draco ihn ruhig hielt, bis der Trank wirkte und die Sehnen wieder vollständig zusammen gewachsen waren. Es hatte höllisch weh getan, als Madame Pomfrey das Schultergelenk wieder eingerenkt hatte, doch Draco war noch so high vom Adrenalin gewesen, dass er gar nicht gemerkt hatte, als der Schmerz ihn ausknockte. Als er eine viertel Stunde später wieder zu sich kam, waren seine Teamkollegen verschwunden gewesen, jedoch hatten sie vorher der Schulschwester das Versprechen abgenommen, dass Draco zur Siegesfeier kommen konnte, wenn er danach auf die Krankenstation zurück kehrte. Die Feier war der Hammer gewesen. Vor allem verglichen mit der letzten, die er verpasst hatte, weil er damals vor Wut auf dem Astronomie Turm gesessen und gegen den Sturm angeschrien hatte.

Seine Finger waren vom Feuerwhiskey zittrig, daher schaffte er es nicht, die Knöpfe seiner Robe zu öffnen, um sich für die Nacht umzuziehen. Zumal das mit nur einer Hand auch nicht gerade einfach war. „Verdammt!" fluchte er leise, während er ungeduldig an der Knopfleiste herum nestelte.

„Komm, lass mich dir helfen", bot sich Harry an und trat vor seinen Freund, der ihn widerstandslos gewähren ließ. Vorsichtig, um nicht gegen den verletzten Arm zu kommen, öffnete Harry die Knöpfe der Schulrobe und half Draco seine Sachen auszuziehen. Die Haut über der Schulter, wo der Klatscher aufgeschlagen war, hatte sich bläulich verfärbt und Draco zischte leise, als Harry ihm Stück für Stück in den Pyjama half.

„Es wird langsam zur Gewohnheit, dass ich dich auf der Krankenstation besuche", neckte Harry den Blonden, als er die Knöpfe des Schlafanzugs einen nach dem anderen schloss.

„Ich hatte es dir gesagt, ich will einen richtigen Kampf, wenn`s sein muss bis aufs Blut", erklärte Draco erschöpft, nachdem er sich auf das weiße Bett fallen ließ.

„Du hättest es ruhig nicht so wörtlich nehmen müssen", gab der Gryffindor kopfschüttelnd zurück und deckte seinen Freund fürsorglich zu.

Der Slytherin bedeutete Harry, sich neben ihn zu legen. „Wenn ich ein Ziel vor Augen haben, gehe ich gerne jedes Risiko ein."

„Ist es dir das wirklich wert?" fragte Harry zweifelnd, als er zögerlich neben den Blonden unter die Decke schlüpfte. Er hatte Angst, Draco durch eine unbedachte Bewegung noch zusätzliche Schmerzen zu verursachen.

„Du bist mir jedes Risiko wert", murmelte sein Freund undeutlich, dann barg er sein Gesicht an Harrys Arm und war wenige Augenblicke später eingeschlafen.

XXXXXX

Mit angestrengtem Gesicht saß Draco im Keller ihres Hauses im Schneidersitz auf dem Fußboden und nahm nach und nach alte Sachen aus einem Karton, die er in Stapeln vor sich aufbaute.

Hier steckst du", sagte Harry, als er zur Tür herein kam. Er hockte sich neben den Blonden auf den Boden und sah, dass sein Partner die linke Hand auf den Schoß gelegt hatte. „Wieder die Schulter?"

Es geht schon", erwiderte der ehemalige Slytherin, nahm einen alten Quaffel aus der Kiste und betrachtete ihn nachdenklich. Plötzlich rutschte ihm der Ball aus den Fingern und landete unsanft auf der linken Hand. Draco zischte leise durch die zusammen gebissenen Zähne und schob den Quaffel mit dem gesunden Arm vom Schoß. Seit Hogwarts-Zeiten war die Schulter immer wieder ein Problem, doch er war nicht bereit sich durch die Verletzung von seinem Aufräum-Vorhaben abbringen zu lassen.

Was hältst du davon, wenn du eine Pause machst?" fragte Harry, der nicht mit ansehen konnte, wie sein Ehemann sich quälte. „Ich hole dir einen Schmerztrank aus dem Medizinschrank und wenn die Wirkung eintritt, kannst du immer noch weiter räumen."

Ich lasse mich von so einem blöden Handycap nicht von der Arbeit abhalten", gab Draco angesäuert zurück. „Ich kann die Schmerzen auch so aushalten."

Du brauchst mir nichts zu beweisen. Ich weiß, dass du hart im Nehmen bist", erklärte der Dunkle versöhnlich. „Aber mit zwei Händen bist du sehr viel effektiver als mit einer Hand."

Der Blonde schien einen Moment nachzudenken, dann rappelte er sich auf. „Okay, aber wenn ich den Trank schon nehme, will ich einen Kürbissaft hinterher. Das Zeug schmeckt nämlich schlimmer als die Pest."

Kriegst du, Love."

Es war schon verwunderlich, wie hart sein Ehemann bei Schmerzen sein konnte, aber wie kindisch er sich doch bei Zaubertränken verhielt.

XXXVII. Only you

 

Only you

Can do make all this world seem right

Only you

Can make the darkness bright

Only you, and you alone

Can feel me like you do

And do fill my heart with love for only you

 

(Elvis Presley, Only You)

 

In Harrys Kopf drehte sich alles. Er hatte das Gefühl, sein Schädel würde bersten, so dass er ihn mit beiden Händen ergriff und ihn festhielt. Niemals hatte er mit dem gerechnet, was er gerade erfahren hatte, als der Schulleiter ihn zu sich gerufen hatte.

Im ersten Moment hatte Harry gedacht, es hätte etwas mit Draco zu tun, doch als er dann erfuhr, was Professor Dumbledore wirklich von ihm wollte, wünschte er sich beinah, der blonde Slytherin wäre sein einziges Problem. Nein, der Schulleiter hatte nicht mit ihm über seine Beziehung zu Draco sprechen wollen, auch nicht über die schwachen, schulischen Leistungen, die Harry in letzter Zeit ablieferte. Er hatte mit ihm über Lord Voldemort sprechen wollen und darüber, einen Weg zu finden, den dunklen Zauberer zu töten. Harry hatte bei diesem Gespräch das erste Mal in seinem Leben das Wort „Horcrux" gehört und er hatte erfahren, dass Voldemort Teile seiner Seele abgespalten und sie in Gegenständen versteckt hatte, mit dem Ziel unsterblich zu werden. Dumbledore hatte Harry erklärt, dass es nur dann möglich war, den Dunklen Lord zu vernichten, wenn man alle Horcruxe finden und zerstören würde.

Tom Riddles Tagebuch, das Lucius Malfoy in Harrys zweitem Schuljahr Ginny Weasley untergejubelt hatte, war so ein Horcrux gewesen. Harry hatte es damals mit dem Zahn des toten Basilisken durchbohrt und somit den Teil von Voldemorts Seele zerstört, der dort eingeschlossen gewesen war. Professor Dumbledore hatte auf seiner Suche noch einen zweiten Horcrux ausfindig gemacht. Einen Ring, der ein Familienerbstück der Gaunts war, jener Familie aus der Voldemorts Mutter stammte und deren Wurzeln bis zu Salazar Slytherin zurück reichten. Es gelang dem Schulleiter den Ring zu zerstören, doch seitdem stagnierte seine Suche. Allein war es ihm nicht möglich die Mission erfolgreich zu beenden, daher hatte er beschlossen, Harry in seinen Plan mit einzuweihen. Zuerst hatte sich Harry sehr geschmeichelt gefühlt, dass ein so erfahrener Zauberer wie Professor Dumbledore tatsächlich mit ihm zusammen arbeiten wollte, doch je länger er darüber nachdachte, desto mehr wurde ihm bewusst, wie aussichtslos die Lage sein musste, wenn sein Schulleiter, der den Orden des Merlin erster Klasse verliehen bekommen hatte und der ein Mitglied des Zaubergamotts war, auf die Hilfe eines sechszehnjähigen Schülers zurück greifen musste.

Verzweifelt schüttelte er den Kopf. Es war zu viel. Bislang hatte er immer geglaubt, irgendwann einfach vor Voldemort zu stehen und sich mit ihm einen Kampf auf Leben und Tod zu liefern, doch jetzt hatte er erfahren, dass er den Dunklen Lord nicht einmal dann töten konnte, wenn er dazu fähig war „Avada kedavra" auszuführen. Er würde die anderen Horcruxe finden und vernichten müssen, bevor er es überhaupt wagen konnte, eine Konfrontation mit Voldemort einzugehen.

Wenn er sich wenigstens Draco anvertrauen könnte, doch Dumbledore hatte ihn beschworen, niemandem von dieser Mission zu erzählen und schon gar nicht Draco Malfoy. Die Suche konnte nur dann ein Erfolg werden, wenn Voldemort nicht einmal ahnte, dass sie über die Horcruxe Bescheid wussten. Dracos Anwesenheit im Schloss war schon jetzt ein Sicherheitsrisiko. Es war nicht wirklich auszuschließen, dass der Dunkle Lord Zugang zu den Gedanken des Blonden hatte und deshalb hatte Harry dem Schulleiter schwören müssen, dass er Draco nichts von dem Auftrag erzählte. Stundenlang war der Gryffindor danach im Schloss umher gelaufen, bevor er sich schließlich mit Draco an ihrem geheimen Treffpunkt in dem ungenutzten Klassenraum im zweiten Stock traf.

„Du kommst spät", begrüßte ihn der Slytherin, als Harry endlich den Raum betrat. Der Gryffindor fühlte einen Stich in seinem Herzen, als er sah, dass Draco ein Pult in eine Matratze verwandelt hatte und überall im Raum verteilt Kerzen brannten. Offenbar hatte sein Freund bei ihrem Treffen eine romantische Phantasie im Hinterkopf gehabt, doch dem Dunklem war im Moment nach allem anderen als nach Sex.

„Es tut mir leid, ich wurde aufgehalten", erwiderte er missmutig und setzte sich auf eines der staubigen Pulte.

„Ist etwas passiert?" fragte Draco argwöhnisch. Sofort ging er zu Harry hinüber. „Gibt es etwas Neues über Ihn?" Das Gesicht des Blonden spiegelte seine Neugier und Harry merkte, wie sein Brustkorb eng wurde, von dem Geheimnis, das auf seiner Brust saß.

„Nein, nicht Neues", gab er lahm zurück. „Wir haben nur über mögliche Szenarien gesprochen, wenn es zum Kampf kommen sollte."

„Was für Szenarien?" bohrte der Slytherin nach. „Welche Rolle spiele ich dabei?"

„Ich kann es dir nicht sagen", erwiderte Harry ehrlich. „Dumbledore meint, es ist besser, wenn du so wenig wie möglich weißt. Was nicht in deinem Kopf ist, kann Voldemort nicht stehlen."

Draco zuckte bei der Erwähnung des Namens leicht zusammen. „Ich verstehe", antwortete er leise. „Dumbledore hat recht. Es ist besser, wenn ihr mir nicht vertraut."

„Natürlich vertraue ich dir." Harry stand auf und schloss den Abstand zu seinem Freund. „Ich vertraue nur Ihm nicht."

Der Blonde hielt Harrys Blick eine Weile stand, dann senkte er den Blick zu dem Mal auf seinem Unterarm. „Ich habe auch schon darüber nachgedacht, wie man diese Scheußlichkeit wieder los wird", sagte er leise und legte die Finger darüber, um es zu verdecken. „Aber selbst Snape weiß nicht, wie man es entfernt."

„Man kann es nicht entfernen", sagte der Gryffindor und legte seine Hand auf die seines Freundes. „Aber es wird verschwinden, wenn Voldemort erst tot ist."

Draco atmete ein paar Mal ein und aus, dann sah er Harry erneut in die Augen. „Du wirst ihn töten. Ich weiß es."

„Ich muss. Ich habe keine andere Wahl", entgegnete Harry bitter. „Aber ich weiß noch nicht wie."

„Mit der Kraft, die in dir ist und mit dem Mut, den du gezeigt hast, als du mich aus dem Manor geholt hast", gab Draco überzeugt zurück. „Du musst nur an dich glauben."

„Es ist so schwer. Wenn die großen Zauberer wie Dumbledore nichts ausrichten können, wie soll ich es dann schaffen ihn zu töten?" stellte der Dunkle die Frage, die ihm schon lange schwer auf dem Herzen lag.

„Wenn es soweit ist, dann wirst du es wissen", erwiderte der Slytherin überzeugt. „Ich glaube an dich."

Zweifelnd hob der Gryffindor den Blick. „Tust du das?"

„Ich vertraue dir mein Leben an. Ist das nicht Beweis genug?" Draco legte seine Arme um den Hals des anderen Jungen. „Und schließlich bin ich auch noch da, um dir zu helfen, nicht wahr?"

Zärtlich fanden seine Lippen die seines Freundes. „Du wirst ein Held sein, Harry Potter und wage es ja nicht, etwas anderes zu denken."

Ein schwaches Lächeln zeichnete sich auf den Lippen des dunklen Gryfffindors ab, als er den Kuss erwiderte. „Ich bin dein ganz persönlicher Held."

Dracos Arme zogen ihn näher an sich. „Genau und deswegen tötest du das Monster."

„Für dich", murmelte Harry und seine Hände umfassten Dracos Hüfte. „Nur für dich."

XXXXXX

Für dich", flüsterte Harry leise und strich seinem schlafenden Ehemann sanft eine blonde Strähne aus der Stirn. Sicher, er hatte es damals getan, um sie alle zu retten. Um die Welt von diesem schlimmsten aller Zauberer zu befreien, doch letztendlich hatte er es besonders für Draco getan. Um dafür zu sorgen, dass Voldemort nie wieder mit seinen widerlichen, roten Augen in Dracos Kopf sah. Damit sie endlich ein normales Leben führen konnten. Wenn er geahnt hätte, was er in diesem Moment angerichtet hatte... doch vermutlich hätte es nichts geändert. Er hatte es tun müssen, auch wenn er die Konsequenzen vorher gewusst hätte.

Tbc...