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XXXVIII. I kissed a girl

Us girls we are so magical, soft skin, red lips, so kissable

Hard to resist so touchable, too good to deny it

It ain`t no big deal , it`s innocent

I kissed a girl and I liked...

( Katy Perry, I kissed a girl )

Die Monate vergingen ohne dass Professor Dumbledore oder Harry Potter mit der Suche nach weiteren Horcruxen weiter gekommen wären. Immer öfter kam der junge Gryffindor deprimiert zu den Treffen mit seinem Freund und immer mehr hatte er das Bedürfnis, sich jemandem anzuvertrauen, nur die eindringlichen Reden seines Direktors hielten ihn davon ab. Für Draco war es nicht leicht, seinen Freund ständig wieder aufzubauen, ohne überhaupt zu wissen, worum es ging, doch er tat sein Möglichstes, um Harrys Vertrauen in sich und seine Fähigkeiten zu stärken.

Es war scheinbar ein Naturgesetz, dass Dinge die man sich ganz weit weg wünschte nur noch schneller zu passieren schienen. Jedenfalls verging die Zeit wie im Flug und ehe sich Harry versah, stand der Herbstball vor der Tür. Durch seine Recherchen und dem drohenden Schatten Voldemorts, der über allem schwebte, war er nicht im Geringsten in der Stimmung für ein großes Fest, doch Professor Dumbledore riet ihm dazu, die ganze Suche für wenigstens einen Abend zu vergessen und da er ohnehin keine andere Wahl hatte, nahm sich Harry vor, diesen Ratschlag zu beherzigen.

„Ich habe echt keine Ahnung, warum alle so aus dem Häuschen sind. Ist doch nur ein weiterer blöder Ball", knurrte Harry bissig, als er sich vor dem Spiegel mit seiner Fliege abmühte.

„Es ist eben nicht einfach nur ein Ball", erwiderte Ron vergnügt und bürstete die Mähne eines gigantischen Löwenkopfes. „Es ist ein Maskenball, Alter."

„Ball ist Ball", murmelte der Dunkle griesgrämig. „Ob nun mit Maske oder ohne."

„Ich finde das Verkleiden eigentlich ganz lustig", gab der andere schulterzuckend zurück. „Ich meine, da kannst du dich stundenlang mit jemandem unterhalten, ohne zu wissen, wer er ist."

Kopfschüttelnd zupfte Harry an seinen wie immer verstrubbelten Haaren. „Als würde irgend jemand mich nicht erkennen."

„Du hättest dir eben auch ein Kostüm mit einer Kopfbedeckung aussuchen sollen", meinte Ron.

„Und mich kaputt schwitzen, wie du in deinem Löwenkostüm", konterte Harry sofort.

„Bliebe dir immer noch ein Illusionszauber", versuchte der Rothaarige den Einwand auszuräumen.

„Lieber nicht. Das letzte Mal, als ich das versucht habe, waren Teile meines Kopfes tagelang unsichtbar", erinnerte ihn der dunkle Gryffindor.

„Richtig", stimmte ihm sein Freund zu. „War schon gruslig, als du mit einem Loch mitten in der Stirn im Unterricht gesessen hast."

„Hm", gab Harry zurück und zupfte weiter an seinen Haaren herum. „Wie sehe ich aus?" fragte er Ron zweifelnd.

Der Rothaarige musterte seinen Freund kritisch. Harry trug seinen Festumhang über einem weißen Hemd mit dunkler Fliege. Sein Gesicht war ungewöhnlich blass geschminkt und aus seinem Mund ragten magisch verlängerte Eckzähne.

„Cool", meinte Ron einfach.

„Wirklich?" fragte Harry unsicher.

„Alter, wenn du mit deinem Vampir-Kostüm so unzufrieden bist, warum hast du es dir dann ausgesucht?"

„Wenn es nach mir gegangen wäre, würde ich zu diesem bekloppten Ball gar nicht hingehen", knurrte Harry frustriert. „Draco hat das Kostüm ausgesucht. Er meinte, es würde gut zu seinem passen."

Ron schluckte den Kommentar, den er auf der Zunge hatte, herunter. Als er gefahren hatte, dass Harry tatsächlich mit dem blonden Slytherin zum Herbstball gehen würde, hatte er alles dran gesetzt, es ihm wieder auszureden, aber sein Freund hatte sich auf seine Wettschuld berufen und auch Ron hielt sich an den Grundsatz, dass Wettschulden Ehrenschulden waren. Zwar war er immer noch der Meinung, dass Harry einen verdammt großen Fehler machte, aber wenn sein Freund sich etwas in den Kopf setzte, führte er es auch durch, selbst wenn er nicht wirklich glücklich dabei wirkte. Außerdem lag ihm Hermine ständig in den Ohren, er müsse es nicht in Ordnung finden, solle sich seine Bedenken aber zumindest nicht anmerken lassen.

„Als war geht Draco denn?" fragte der rothaarige Gryffindor also stattdessen.

„Ich habe keine Ahnung", gestand sein Freund. „Er wollte es mir nicht sagen. Er meinte, dann sei die ganze Überraschung weg. Ich würde ihn schon erkennen."

„Na dann viel Glück", meinte Ron sarkastisch. „Ich habe gehört, viele verändern ihre Erscheinung magisch. Also, wenn er nicht gerade als Todesser geht..."

„Ron!" Hermine stand im Türrahmen, die Hände in die Hüften gestützt. Wütend funkelte sie ihren Freund an. Es hatte Harry ehrlich überrascht, dass sein Freund den Mut gefunden hatte, das Mädchen zu fragen, ob sie mit ihm zu Ball ging und noch mehr war er erstaunt darüber, dass sie tatsächlich ja gesagt hatte.

„Was denn?" fragte der Rothaarige entrüstet. „Ich habe doch nur gemeint.."

Genervt aufstöhnend schüttelte das Mädchen den Kopf. „Du hast die Sensibilität einer Banshee, weißt du das?" zischte sie wütend, dann wandte sie sich an Harry. „Du siehst toll aus."

Mit den sicheren Fingern einer Frau, zog sie ihm die Fliege zurecht.

„Du siehst aber auch klasse aus", gab er das Kompliment zurück.

Hermine trug ein figurbetontes, hellblaues Satinkleid, das an den Seiten transparente Einsätze hatte. Ihre Gesicht war in angenehmen Pastellfarben geschminkt und in ihrem hochgesteckten Haar glitzerten verteilt dutzende kleiner Straßsteine. Auf dem Rücken trug sie ein Paar ebenfalls hellblaue Flügel, die von Zeit zu Zeit nervös flatterten.

Das Mädchen lächelte dankbar. „Eigentlich wollte ich als etwas ganz Krasses gehen. Als Professor McGonagall vielleicht oder als Werwölfin, aber Ginny meinte, das sei nicht weiblich genug. Ich solle mal etwas nehmen, was niemand von mir erwartet. Schön, dass es dir wenigstens gefällt."

Ron, der den Wink mit dem Zaunpfahl sehr wohl bemerkt hatte, fügte schnell hinzu: „Aber natürlich gefällt es uns. Du siehst einfach bezaubernd aus, Hermine."

Die Feenflügel des Mädchens flatterten noch eine Spur schneller vor Verlegenheit. „Danke", strahlte sie und hakte sich bei ihrem rothaarigen Freund ein, der seinen Löwenkopf unter dem Arm trug. „Wir sollten jetzt wirklich gehen. Bevor wir noch die letzten sind."

Sie wandten sich zur Tür, Harry im Schlepptau trottete einfach hinter ihnen her, als sich Hermine noch einmal zu dem dunklen Gryffindor umdrehte. „Du wirst einfach fabelhaft neben Draco aussehen", grinste sie. „Ich bin gespannt, wie lange du brauchst, um herauszufinden, in welchem Kostüm er steckt."

Harry wollte gerne noch nachhaken, doch der Blick der Freundin sagte ihm, dass er keine Antwort bekommen würde. Das war ja ganz toll, Hermine wusste, welches Kostüm sein Freund sich ausgesucht hatte und er selbst hatte nicht die geringste Ahnung. Trotzdem war er sich sicher, er würde es sofort wissen, wenn er Draco vor sich hatte. Dafür kannte er den anderen einfach zu gut. Oder nicht?

XXXXXX

An der Decke der Großen Halle schwebte ein Meer von Lampinons und tauchte den Raum in ein angenehmes Licht. Die Haustische waren an die Seite geschoben worden, so dass in der Mitte eine Tanzfläche entstanden war. Dumbledore hatte extra zu diesem Zweck, die im Moment total angesagte Band „Die Gargoyles von Notre Dame" engagiert und die meisten Schüler warteten bereits ungeduldig auf deren Auftritt.

Nervös krampften sich Harrys Hände ineinander, als er hinter Ron und Hermine die Halle betrat. Sofort ließ er den Blick über die anwesenden Schüler wandern, konnte Draco aber nirgends erkennen. Er folgte Ron und Hermine zu den anderen Gryffindors, die in einer Gruppe zusammen standen und gegenseitig ihre Kostüme bewunderten.

Neville hatte sich als Frosch verkleidet, was bei seinen ungeschickten Bewegungen zu allgemeinem Gelächter führte. Seamus, als echter Ire, trug ein Kobold Kostüm und hatte sich, damit es authentischer wirkte, magisch um einige Zentimeter verkleinert.

Dean Thomas ging als Gilderoy Lockheart. Ständig fuhr er sich mit der Hand durchs Haar und lächelte das typische selbstverliebte Lockheart-Lächeln. Da der Gryffindor ohnehin sehr begabt darin war, andere Leute nachzuahmen, wirkte die Verkleidung so echt, dass bereits die ersten Mädchen schmachtende Blicke in seine Richtung warfen.

Fred und George Weasley hatten sich als Professor Dumbledore und Professor McGonagall verkleidet und flirteten die ganze Zeit auf Teufel komm raus miteinander, was bei den anderen Schülern ein begeistertes Gejohle auslöste.

Die Gestalt des Direktors schien auch bei den anderen Häusern sehr beliebt zu sein. Harry zählte nicht weniger als acht Dumbledores in der Halle. Manche hatten sogar ihre Stimme verändert, so dass sie tatsächlich klangen wie der alte Mann.

Auch die Mädchen standen den anderen bei der Phantasie der Kostüme in nichts nach. Lavender Brown hatte sich magisch in eine Veela verwandelt, nur der Illusionszauber, den sie benutzte, um die hässliche Seite dieser Kreatur hervorzulocken, wenn der falsche Junge sie zum Tanzen aufforderte, wirkte nicht richtig, so dass alle paar Sekunden die schöne Fassade verschwand und das Monster hervor lugte.

Die Patil Zwillinge hatten sich in ein Einhorn verwandelt, doch Harry zweifelte ernsthaft daran, ob sie bei dieser Verwandlung auch das Tanzen mit einkalkuliert hatten. Schon jetzt stolperten sie beim Laufen oftmals über ihre eigenen Hufe.

Ginny, Luna und Susan Bones hatten sich für die Kostüme der „Schicksals Schwestern" entschieden und trällerten die ganze Zeit irgendwelche Hits der Gruppe vor sich hin, bis Harry nach kurzer Zeit die Ohren klingelten.

Die Halle füllte sich immer mehr und auf den Tischen erschienen Krüge mit Kürbissaft, Butterbierflaschen und Schalen mit Knabbereien. Die Gespräche wurden stetig ausgelassener und als schließlich die Musik begann, füllte sich auch die Tanzfläche.

Verdrießlich beobachtete Harry die Menge der verkleideten Schüler. Gerade eben hatte er Vincent Crabbe und Gregory Goyle zwischen einigen anderen Slytherins ausgemacht. Passender Weise hatten sie sich als Trolle verkleidet. Pansy Parkinson in Gestalt eines schwarzen Panthers konnte ihre Hände nicht von Blaise Zabini lassen, der einen wirklich furchteinflösenden Tod darstellte. Theodore Nott im Merlins Kostüm hielt sich diskret im Hintergrund, konnte es aber trotzdem nicht lassen immer wieder schmachtende Blicke zu Millicent Bullstroge zu werfen, die eine etwas aus der Form geratene Meerjungfrau gab. Von Draco fehlte weiterhin jede Spur.

„Hast du Lust zu tanzen?" fragte ihn Hannah Abbott, die in ihrem venezianischen Karnevallskleid wirklich hübsch aussah. Harry schüttelte bedauernd den Kopf. „Sorry, ich habe meinen ersten Tanz schon jemand anderem versprochen", murmelte er seine ziemlich schwache Ausrede. Niemand außer seinen zwei besten Freunden wusste von der Wette, die Harry verloren hatte und er hoffte immer noch inständig, das ihm sein Outing doch noch erspart blieb.

Das Mädchen versuchte sich nicht anmerken zu lassen, das es über die Abfuhr verletzt war, aber Harry sah den harten Zug um ihren Mund trotzdem. Gott sei Dank, hatte sie bei Dean mehr Glück, so dass Harrys Gewissen wenigstens etwas beruhigt war. Leider blieb sie nicht seine letzte Verehrerin an diesem Abend. Die meisten Mädchen beließen es dabei, ihm mehr oder weniger einladende Blicke zuzuwerfen, doch einige fanden bedauerlicher Weise den Mut, ihn aufzufordern, was er immer mit der gleichen Ausrede abblockte.

Die Tanzfläche war voller Schüler, sogar Neville tanzte mehr oder weniger geschickt mit einem Mädchen aus Ravenclaw. Der Abend verging und Harry verweilte in einem Zustand zwischen Hoffnung und Frustration, als sich ein weiteres Mädchen seinem Platz nährte. Blonde Korkenzieherlocken wippten um ein schmales Gesicht, das hinter einer mit dunklen Federn besetzten Maske verborgen lag.

`Oh Merlin, nicht schon wieder`, dachte der dunkle Gryffindor und bemühte sich, seine Augen auf den Fußboden zu richten, um von vornherein klar zu stellen, dass er kein Interesse hatte. Mitternachtsblaue Seide schob sich in seinen Blick, als das Mädchen vor ihm stehen blieb.

„Bekomme ich einen Tanz mit dir?" fragte sie mit heller Stimme.

Harry stöhnte innerlich auf. Scheinbar hatte seine Strategie nicht geholfen. „Tut mir leid, ich habe den ersten Tanz jemand anderem versprochen."

Die Blonde schluckte hörbar, gab jedoch so schnell nicht auf. „Wenn derjenige bis jetzt noch nicht aufgetaucht ist, wird er bestimmt nicht mehr kommen. Der Ball ist ja schon beinah vorbei."

Offenbar musste er etwas deutlicher werden. Er hob den Blick, bemühte sich aber, abwehrend an ihr vorbei zu gucken.„Ist egal. Ich bin ohnehin kein guter Tänzer. Und wenn ich was versprochen habe, dann halte ich es auch."

Eine zierliche Hand legte sich auf sein Knie. „Ich tanze wirklich gut. Du solltest es einmal probieren."

Harry wollte nicht unhöflich werden, aber das ging nun eindeutig zu weit. Aufgebracht fixierte er das Gesicht, das sich hinter der Maske verbarg -

und erstarrte.

Zwei silberfarbene Augen blitzten ihn belustigt an.

„Draco." Es war keine Frage, es war eine Feststellung. Diese Augen hätte Harry überall auf der Welt erkannt. Dennoch war sein Gesicht ein Spiegel kompletter Fassungslosigkeit, als der Gryffindor seinen sehr femininen Freund musterte.

„Gefalle ich dir?" fragte das Mädchen scheinheilig und wiegte sich hin und her, so dass die mitternachtsblaue Seide raschelte.

„Du bist....einfach.....wow", stotterte Harry, nicht fähig die richtigen Worte zu finden. Tatsächlich sah Draco ziemlich heiß aus. Der zierliche, feingliedrige Mädchenkörper steckte in einem traumhaften Ballkleid, das mit seiner trägerlosen Korsage das tiefe Dekoltee betonte.

Harry errötete leicht, als er sich dabei ertappte, wie sein Blick den hochgeschnürten Busen streifte.

Lächelnd biss sich die Blonde auf die Lippen. „Jaa", sagte sie gedehnt. „Die sind tatsächlich echt."

„ Aber wie?" fragte Harry verwirrt. „Wie hast du das gemacht?"

„Es ist jedenfalls kein Illuisonszauber", antwortete Draco geheimnisvoll. „Ich erzähle es dir vielleicht später, wenn weniger neugierige Augen uns beobachten. Was ist, bekomme ich nun meinen versprochenen Tanz?"

Unwohl trat Harry von einem Fuß auf den anderen. „Ich bin echt nicht gut im Tanzen."

„Ich weiß", grinste das Mädchen. „Ich habe dich schließlich auf dem Yule Ball gesehen. Aber keine Sorge, ich bin gut. Du musst mich einfach nur führen lassen."

Seufzend zuckte Harry die Schultern und ergab sich dann seinem Schicksal. Er stellte sich Draco gegenüber, wobei ihm auffiel, dass dieser in der Mädchengestalt fast einen ganzen Kopf kleiner war, als er selbst. Ein peinlicher Moment entstand, als sie ihm versehentlich die falsche Hand entgegen streckte. „Sorry", grummelte die Blonde. „Ich muss mich erst daran gewöhnen, dass ich ja den weiblichen Part tanze."

Sie gab Harry die rechte Hand und legte die linke sanft auf seine Schulter. Der Dunkle konnte nicht anders. Fasziniert starrte er auf die schmalen Finger, die in den seinen lagen. Feingliedrig und lang, so wie Dracos Finger, doch unendlich zarter dabei.

„Harry", mahnte sie. „Konzentriere dich."

Schuldbewusst legte er seinen Arm um ihre Taille. Einen Moment wiegten sie sich im Takt der Musik, bevor sie sich schließlich in den Kreis der Tanzenden einreihten. Zuerst fiel es Harry schwer, Draco, der im Mädchenkörper kaum genug Kraft hatte, um den Jungen zu bewegen, die Führung zu überlassen, aber nach einer Weile gewöhnte er sich daran, auf den Druck ihrer Hände zu reagieren. Alle Augen folgten dem hübschen Paar und so mancher rätselte, wer das Mädchen war, das dort mit Harry Potter tanzte.

Tatsächlich genoss er den Tanz. Es war ein schönes Gefühl, Draco in seinen Armen zu haben und mit ihm, wenn auch nicht wirklich ihm, durch den Raum zu gleiten. Die ganze Zeit ruhte sein Blick hingerissen auf dem blassen Gesicht mit der dunklen Federmaske, das so fremd und gleichzeitig so vertraut war. Ihre Blicke trafen sich und Harry versank erneut in dem flüssigen Silber, das ihn gefangen nahm und ihn alles um sich herum vergessen ließ.

Er bemerkte erst, dass der Tanz zu Ende war, als die Musik verstummte und Draco ihn anhalten ließ. Die Band machte eine Pause und die anderen Schüler verließen bereits die Tanzfläche.

„Das war schön", sagte der Gryffindor zu seiner eigenen Verwunderung. Er hatte immer noch seinen Arm um die Taille des Mädchen gelegt und am liebsten hätte er ihn auch weiter dort gelassen.

„Ja, nicht wahr", lächelte die Blonde und lüftete ihren Rock ein paar Zentimeter, so dass Harry die langen Beine sehen konnte. „Und dass mit diesen Schuhen." Bestätigend drehte sie ihre Füße in den dunkelblauen Highheels.

„Beeindruckend", gab Harry zurück und rang mühsam um Beherrschung. Der Anblick der nackten Haut und der enge Körperkontakt beim Tanzen hatten ihn mehr erregt, als er sich eingestehen wollte. „Woher weißt du eigentlich, wie man auf den Dingern läuft?"

„Meine Mutter hat auch ein solche Schuhe", meinte Draco nur. „Als Kind habe ich mir die öfter mal ausgeborgt."

„Und was hat dein Vater dazu gesagt?" stichelte der Dunkle belustigt über die Vorstellung, wie Lucius reagiert haben mochte, wenn er Draco in den Schuhen seiner Mutter erwischt hatte.

Das Mädchen zuckte die Schultern. „Er war viel unterwegs. Geschäfte. Hat es gar nicht mitbekommen."

Der Gryffindor nickte nur. `War bestimmt besser so`, dachte er im Stillen.

„Was ist, gehen wir ein paar Schritte?" holte ihn die Blonde wieder aus den Gedanken.

„Okay", antwortete der Dunkle und bot ihr, ganz Gentleman, den Arm an.

Gemeinsam verließen sie den Ball, die Blicke der anderen sehr wohl in ihrem Rücken fühlend. „Woher wusste eigentlich Hermine, in was für einer Verkleidung du kommst?" fragte Harry, als sie die Treppe in den ersten Stock hinauf gingen.

„Naja", antwortete Draco. „Ich brauchte Hilfe bei der Auswahl des Kleides und mit dem Lidstrich. Von den Lockenwicklern wollen wir gar nicht reden. Die gehören in die Kategorie der verbotenen Folterinstrumente aufgenommen", grummelte sie und strich sich die blonden Locken zurück.

„Und da fragst du ausgerechnet Hermine?" fragte Harry belustigt. Seine Freundin galt nicht unbedingt als die Expertin in Sachen Beauty- und Stylingtipps.

„Wen denn sonst?" gab Draco zurück. „Pansy ist ja nicht gerade dein größter Fan und ich hatte auch keine Lust, den halben Slytherin Kerker um Mithilfe zu bitten. Granger ist mindestens so gut, wie jedes andere Mädchen. Oder findest du, dass sie ihre Sache nicht gut gemacht hat?" Sie klimperte mit den getuschten Wimpern.

„Doch, doch, sehr sogar", beeilte sich Harry zu versichern. „Verrätst du mir jetzt, wie du es gemacht hast?"

„Ein Mädchen zu werden?" fragte die Blonde scheinheilig. „Okay, es ist so, ich habe den Trank schon vor einiger Zeit aus einem privaten Vorrat meines Vaters gestohlen. Ich habe nur immer auf den richtigen Anlass gewartet, um ihn mal auszuprobieren. Er hat da ganz skurrile Sachen unter Verschluss. Ich weiß, dass er und Mutter manchmal damit experimentieren, wenn sie..."

„So genau wollte ich es gar nicht wissen!" fuhr Harry schnell dazwischen. Ihn schauderte. Wenn es etwas gab, was er einhundertprozentig nicht wissen wollte, waren es die Sexualpraktiken von Dracos Eltern.

„Ist es dir peinlich?" grinste Draco belustigt. „Glaubst du, wir beide haben das Monopol auf guten Sex?"

Harry errötete sofort. Diese Worte aus dem Mund eines Mädchens zu hören, das sein Freund war, aber eben doch ein Mädchen, war ganz schön verwirrend. „Wie war es so? Die Verwandlung, meine ich?" fragte er, um die Scham zu überspielen.

„Unangenehm", gab die Blonde zu. „Ein wenig schmerzhaft, aber es war auszuhalten. Also, wie sieht`s aus, Potter. Lust es mal mit einem Mädchen zu treiben?"

Die Augen des Gryffindor weiteten sich. „Du...du....du meinst mit dir? Jetzt? Hier?"

„Natürlich nicht hier auf dem Gang", erklärte sie und verdrehte die Augen über Harrys geschocktes Gesicht. „Zufällig weiß ich, dass das Vertrauensschülerzimmer der Gryffindors heute leer steht. Und ich kenne das Passwort..." Sie wackelte anzüglich mit den Augenbrauen.

Harry schluckte hart. Unschlüssig wanderte sein Blick an dem Mädchenkörper hinauf und hinunter. „Aber wo soll Hermine dann heute Nacht schlafen?"

„Keine Sorge, sie hat sich schon ein Bett im Mädchen Schlafraum verwandelt", wischte Draco den Einwand beiseite.

„Und... und was ist, wenn du dich dabei zurück verwandelst?"

„Die Wirkung hält noch bis nach Mitternacht. Wir hätten also noch über eine Stunde", fasste Draco zusammen. Fragend sah er den anderen an.

Das Herz des Dunklen klopfte schnell vor Aufregung, doch er war sich immer noch nicht sicher, ob er es wagen sollte. Schließlich übernahm das Mädchen die Initiative. Sie nahm Harrys warme Hände in die ihren und legte sie um ihre Taille.

„Ich will es so gern wissen", sagte sie leise. „Ich will wissen, wie es ist, dich so in mir zu fühlen. Bitte, babe, bitte lass es uns versuchen."

Harry schluckte erneut hörbar, als er nickte. Er traute sich nicht zu sprechen, aus Angst, dass seine Stimme ihm nicht mehr gehorchen würde.

Draco strahlte. „Komm. Schnell." Sie nahm den Gryffindor an der Hand und zog ihn hinter sich her zur Treppe. Als sie die Stufen hinauf liefen, musste die Blonde das Kleid anheben, um nicht über den Saum zu fallen. „Ich weiß echt nicht, warum sich Frauen so was antun", murmelte sie kopfschüttelnd.

Völlig außer Atem erreichten sie das Portrait der Fetten Dame. Zögernd nannte Harrys das Passwort und sie durchquerten gemeinsam den Gemeinschaftsraum. Kurz darauf standen sie dann vor dem Vertrauensschülerraum der Gryffindors.

„B.elfe.R.", sagte Draco vernehmlich und Harry warf einen bedeutungsschweren Blick an die Decke. Das Passwort war so typisch für Hermine.

Die Tür schwang auf und sie betraten den Raum dahinter. Harry kannte den Vertrauensschülerraum in und auswendig. Er hatte seine Freundin schon einige Male in ihrem Zimmer besucht. Die funktionelle Einrichtung bestand aus einem Bett mit Nachttisch, einem Schreibpult mit dazugehörigem Stuhl und einem Kleiderschrank. Wie nicht anders zu erwarten gewesen war, türmten sich überall Bücher.

Auf einen Schlenker von Dracos Zauberstabes (Harry dachte unwillkürlich darüber nach, wo sie den in ihrem engen Kleid versteckt haben mochte), zündeten sich die Kerzen auf den Tischen an und tauchten den Raum in ein romantisches Licht.

Unsicher nestelte Harry am Rand seines Umhangs herum, da er nicht wusste, was er sonst mit seinen Finger anstellen sollte. Das Mädchen löste das Satinband der Maske am Hinterkopf und enthüllt so sein blasses Gesicht. Eine gerade Nase zwischen den silbergrauen Augen und die hohen Wangenknochen gaben ihr das typische Malfoy-Aussehen.

„So würde also eine Schwester aussehen, wenn ich eine hätte", sagte Draco und suchte schüchtern Harrys Blick. „Gefalle ich dir?"

„Ob männlich oder weiblich, du bist einfach wunderschön", antwortete der Dunkle mit belegter Stimme. Sanft fuhren seine Finger die Konturen von Draco Gesicht nach, berührten fasziniert die zartgeschwungenen, vollen Lippen.

Draco ließ ihre Zunge hervor schnellen und berührte damit sanft die Fingerspitzen des Gryffindor. Dann nahm sie seine Hand und saugte die Finger einen nach dem anderen verlangend in ihren Mund. Harry musste einen Moment die Augen schließen, der Sinnlichkeit dieses Anblicks nicht gewachsen. Er fühlte die Erregung in sich aufsteigen drängte sie aber zurück.

„Du wirst mir mit dem Kleid ein wenig helfen müssen", drang die Blonde in seine Gedanken und gab die Hand frei. „Ich bekomme die Korsage alleine nicht auf."

Harry schluckte hart, als Draco sich umwandte und die Haare zur Seite strich, um ihm den Zugriff auf den Verschluss zu erleichtern. Dutzende Ösen hielten das Kleid an seinem Platz und eine zusätzliche Schnürung im Taillen-Bereich sorgte für einen hautengen Sitz.

Mit zitternden Fingern öffnete der Gryffindor ein Metallhäkchen nach dem anderen und lockerte dann die Bänder der Korsage, so dass das Oberteil des Kleides herab rutschte.

Draco atmete hörbar auf. „Merlin, tut das gut", murmelte sie. „Du hast ja keine Ahnung, wie das ist, wenn man sich die ganze Zeit bemühen muss, flach zu atmen, um das Kleid nicht zu sprengen."

Harry erwiderte nichts. Beklommen betrachtete er die entblöste Haut auf Dracos Rücken. Das Mädchen hatte keinen Büstenhalter an... Die schmalen Schultern, die von den blonden Locken, wie von flüssigem Gold umspielt wurden, bogen sich ihm entgegen. Sanft fuhr seine Hand die Linie ihrer Wirbelsäule entlang, vom Haaransatz, bis hinunter zur Hüfte, wo das der Rest des Kleides ruhte.

Ein Schauer ging über Dracos Körper bei dieser unerwarteten Berührung. Sie keuchte leise. Langsam drehte sie sich um, mit den Augen seinen Blick einfangend. Unsicher, wie er auf ihre weiblichen Rundungen reagieren würde.

Zögernd streckte Harry seine Hände nach den zarten Wölbungen von Dracos Brüsten aus. Sie waren nicht übermäßig groß, aber das hatte er auch nicht erwartet. Es hätte nicht zu dem zierlichen Körper gepasst, den das Mädchen Draco besaß.

Es war ein eigenartiges Gefühl, sie so zu berühren. Seit Cho hatte Harry nicht wieder das Bedürfnis gefühlt, einem Mädchen auf diese Art nahe zu sein und seit er mit Draco zusammen war, war sich Harry sicher gewesen, dass er keine heterosexuellen Anwandlungen hatte.

Und dennoch, es war ein erregendes Gefühl. Die rosafarbenen Brustwarzen zogen sich unter seiner Berührung zu festen Knospen zusammen und er konnte die Gänsehaut fühlen, die Dracos Oberkörper überzog.

„Wunderschön", murmelte Harry rau seine Worte von vorhin. „So vollkommen weiblich."

„Gewöhn dich lieber nicht zu sehr daran", keuchte Draco, als sie unter seinen Händen erzitterte. Langsam schoben ihre Hände den Rest des Kleids abwärts, bis es hinunter auf ihre Knöchel rutschte. Nur ein dunkelblaues Spitzenhöschen verdeckte noch ihre Scham.

Verlangend wanderten Harrys Hände über den zarten Mädchenkörper. Er fühlte, wie sich die Härchen unter seinen Berührungen aufrichteten, wie das Mädchen bebte, als er sie streichelte.

„Komm", sagte Draco mit brüchiger Stimme und nahm vorsichtig einen Fuß nach dem anderen aus dem am Boden liegenden Kleid. Sie führte Harry zum Bett und ließ sich langsam drauf nieder sinken. Der Gryffindor kniete sich vor sie hin und streifte ihr einen Schuh nach dem anderen ab, dann entledigte er sich seiner eigenen Schuhe und legte sich neben sie.

„Unglaublich", flüsterte er und streichelte den Verlauf des langen, schlanken Mädchenbeins entlang. „So schön.."

Draco wand sich unter den Berührungen, ihre Hände tasteten ungeduldig über Harrys Kleidung, fanden den Verschluss des Umhangs und streiften ihn herunter. Die Hose und das Hemd folgten nach, wobei sie erst mit der störrischen Fliege kämpfen musste.

Einen Augenblick später lagen sie beide nur mit einem Slip bekleidet nebeneinander. Forschende Finger erkundeten den Körper des anderen, ließen keine Stelle bei den Liebkosungen aus.

Feste, schmale Jungenlippen fanden weiche, volle Mädchenlippen und küssten sich, als sei es tatsächlich das erste Mal. Es war ein wenig schwierig mit den magisch verlängerten Eckzähnen und der Gryffindor musste vorsichtig sein, dass er ihre zarte Haut nicht verletzte. Erstaunt stellte Harry fest, dass sie tatsächlich nach Draco schmeckte. Zwar fehlte eine winzige herbe Nuance und wurde von einem süßen, weiblichen Geschmack ersetzt, aber sie schmeckte trotzdem eindeutig nach Draco.

Gierig drang seine Zunge durch ihre geöffneten Lippen und erkundete ihren Mund, tastete über ihre gleichmäßigen Zähne, schmeckte ihren Geschmack mit allen Sinnen. Seine Hände suchten ihren Weg abwärts, drängend, streichelnd, liebkosend.

Es war ein eigenartiges Gefühl, als Harrys Hand in das blaue Spitzenhöschen glitt und die seidigen Locken darin mit der Hand erkundete. Noch nie war er so intim mit einem Mädchen geworden.

`Aber es ist kein Mädchen`, informierte ihn sein Gehirn erneut. `Es ist Draco.`

Damit erklärte sich Harry auch den Grund, weshalb es ihn nicht abstieß, was er dort fand. Nie hatte er es tatsächlich mit einem Mädchen tun wollen, aber jetzt schien es ihm das Natürlichste der Welt, als seine Finger den Slip abwärts schoben und die zarten Schenkel teilten.

Dem Mund des Mädchen entwich ein verlangendes Stöhnen, als Harrys Hand in die glitschige Spalte zwischen ihren Beinen glitt und sie sanft und doch fordernd streichelte. Ihr Unterkörper hob sich reflexartig, drückte sich ihm entgegen, wollte von ihm erobert werden.

Harry fühlte, wie sein Schwanz verlangend gegen den Stoff seiner Shorts drückte. Dracos kleine Mädchenhände liebkosten leicht die harte Ausbeulung und er stöhnte ebenfalls verlangend, so dass die Blonde den Slip abwärts schob und seinem Schaft die gewünscht Bewegungsfreiheit verschaffte.

Zarte Hände schlossen sich um die empfindliche Haut, ihre Finger glitten sanft über die empfindliche Spitze, verrieben die ausgetretene Feuchtigkeit, massierten zärtlich seine sensiblen Hoden.

„Jetzt, Harry", keuchte sie erregt. „Ich will dich. Bitte, in mir, jetzt."

Abermals fanden ihre Lippen einander, als sich der Dunkle zwischen die Beine des kleineren Mädchenkörpers gleiten ließ. Er hatte Angst, mehr vielleicht, als er sich selbst eingestand, aber die Neugier war stärker. Auch er wollte wissen, wie es sich anfühlen würde, so mit seinem Freund zusammen zu sein.

Vorsichtig schob er sich nach vorn, berührte mit der Spitzes seines Penis den Eingang ihrer Scham. Sie keuchte erregt auf und hob sich ihm entgegen, konnte es kaum abwarten, endlich eins mit ihm zu werden. Eng und warm fühlte es sich an, als er weiter vorwärts drängte. Ein plötzlicher Widerstand stoppte ihn, doch bevor er registrierte, was es damit auf sich hatte, hatte er ihn schon durchstoßen.

Draco unter ihm stöhnte in diesem Moment kurz auf, ihr Körper verspannte sich. Erschrocken hielt der Gryfffindor inne. Erst jetzt wurde ihm bewusst, was das zu bedeuten hatte.

„Es ist okay", flüsterte die Blonde, den Körper fest an ihn gedrückt. „Mach weiter. Keine Angst, du tust mir nicht mehr weh."

Noch vorsichtiger, als er begonnen hatte, begann Harry seinen Körper zu bewegen, bis er schließlich ganz in Draco vergraben war. Er spürte den Atem des Mädchen an seinem Ohr, als sie seinen Kopf zu einem weiten Kuss an sich zog.

Für einen Moment verharrte der Dunkle, wartete, dass sie sich beide an das Gefühl gewöhnen konnten, dann begann er sein Becken in einem ruhigen Rhythmus vor und zurück zu bewegen, jedoch ohne dabei Dracos Gesicht aus den Augen zu lassen.

Es war faszinierend, wie sehr sich ihre Mimik mit der des männlichen Draco beim Sex glich. Ihre Augen waren halb geschlossen, die vollen Lippen leicht geöffnet, über den blassen Wangen hatte sich ein rosiger Hauch ausgebreitet.

Sie stöhnte leise, aber er wusste, es war kein Schmerz mehr, den sie fühlte. Es war die pure Lust. Der Junge beschleunigte sein Tempo ein wenig. Es war ein so völlig anders Gefühl vergraben in ihr zu sein, als in ihm. Und doch war es auf seine Weise berauschend.

Harry fühlte, wie sich sein Herzschlag beschleunigte, sein Körper vibrierte, in dem Tanz ihrer Körper gefangen. Jedes Stöhnen, jede Bewegung, die sie unter ihm machte, veranlasste ihn, die Geschwindigkeit und die Intensität seiner Stöße zu verändern.

Seine Erregung wuchs ins Unermessliche. Der Anblick des sich windenden, keuchenden, zuckenden Körpers unter sich, brachte ihn in völlige Ekstase. Er sah, wie Draco den Kopf zurück warf, ihre Beine klammerten sich an seinen Körper, ihre enge, heiße Scham zog sich um ihm zusammen und er wusste, dass sie kam.

„Harry!" stöhnte sie auf dem Höhepunkt ihrer Lust und diese Worte aus ihrem Mund zu hören, stürzte ihn unweigerlich über die Klippe. Er fühlte, wie sich das Feuer in seinen Lenden ausbreitete, sich zusammen zog und dann in einer Welle aus alles versengenden Flammen über ihn hinweg brandete.

„Draco!" keuchte er, in dem Moment, als er sich in ihren warmen Körper ergoss und keinen Augenblick später auf ihr zusammenbrach. Seine Stirn berührte ihre Schulter, während er in den Nachwehen des Orgasmus gefangen war. Ganz langsam erlangte er die Kontrolle über seinen Körper zurück. So vorsichtig, wie er ihr Liebesspiel begonnen hatte, zog er sich jetzt aus Draco zurück und ließ sich neben ihr auf das weiße Laken fallen.

Ein zarter Arm legte sich über seine Taille, als sich das Mädchen an ihn schmiegte. „Das war...einzigartig", flüsterte Draco, die Stimme noch rau vom Sex.

„Es war interessant", stimmte ihr Harry zu. „Hat es dir gefallen?"

„Es war eine wunderbare Erfahrung, das Ganze aus dem Blickwinkel einer Frau zu fühlen", meinte die Blonde und küsste die Schulter des Gryffindor. „Und für dich?"

„Es war toll, wirklich", versicherte der Dunkle und legte einen Arm um den zierlichen Mädchenkörper. „Aber ich ziehe dich in deinem wirklichen Körper vor. Ich habe dir weh getan zu Anfang, ohne es zu wollen. Ein paar Mal hatte ich echt Angst, ich könnte dich zerdrücken."

Draco lächelte selig. „Es war nicht schlimm, ich war nur nicht darauf vorbereitet. Keine Sorge, dieser Körper ist stabiler als er aussieht."

Harry gähnte deutlich und streichelte über die nackte Taille des Slytherin. „Auf jeden Fall ist er sehr viel weicher. Ich frage mich, ob es auch so bequem ist, mit ihm einzuschlafen."

„Probiere es aus." Draco breitete die Decke vom Fußende des Bettes über ihre beiden Körper, dann kuschelte er sich noch ein wenig enger als zuvor an den dunklen Gryffindor und schon wenige Minuten später waren sie beide in einen erholsamen Schlaf gefallen.

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Das war definitiv eine der ungewöhnlichsten Nächte in meinem Leben", sinnierte Harry nachdenklich.

Frag mich mal", grinste Draco. „Was meinst du, wie komisch es für mich war, die Damentoilette zu benutzen."

Hauptsache, du hast nicht im Stehen gepinkelt", neckte ihn der Andere frech.

Das hätte ich gar nicht gekonnt mit dem langen Kleid", erklärte der Blonde. „Um ein Haar wäre mir noch der Saum in die Schüssel gefallen."

Du bist und bleibst ein Ferkel, Love", meinte sein Ehemann kopfschüttelnd.

Das nächste Mal kannst du gerne den weiblichen Part ausprobieren, dann weißt du wie das ist, Potter", murmelte Draco beleidigt.

Das nächste Mal?!" fragte der andere Mann alarmiert.

Naja, interessieren würde es mich ja schon, wie du so als Mädchen aussiehst", meinte Draco versonnen grinsend.

Das kannst du ganz schnell wieder vergessen. Das war eine einmalige Angelegenheit. Und ich werde mich garantiert nicht in eine Frau verwandeln lassen."

Du wärst bestimmt zuckersüß, Babe", neckte ihn der Blonde weiter.

Ich habe nein gesagt, Malfoy."

Wir reden da noch ein anderes Mal drüber", meinte Draco zuversichtlich.

Nein heißt nein. Ist das klar?!" Funkelnd sah Harry seinen Ehemann an.

Aber natürlich, Potter. Glasklar." Aber das Grinsen wich nicht aus Dracos Gesicht.

Tbc....