File 1: stories/1/630.txt
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Das Abendessen zog sich um immer mehr in die Länge, es wurde ausgelassen gefeiert und Als Martha und die Diener letztendlich auch noch Kaffee, alten Single Malt und Kuchen auftrugen, war Jace knapp davor durchzudrehen, während Dwayne ganz entspannt dasaß und offenbar nicht daran dachte, das Mahl endlich zu beenden.

Nach einer weiteren endlos scheinenden Stunde erhob sich Dwayne und Jace atmete erleichtert auf. Was auch immer sein Gespräch mit dem Lord ergeben würde, es musste geführt werden und er war bereit. Mehr als das. Daher stand er ebenfalls auf, doch plötzlich legte seine Großmutter die Hand auf seine. „Ich will mit dir reden Junge", sagte sie leise, aber eindringlich.

„Nicht jetzt Granny, ich muss dringend..."

„Sofort." Maremas Blick und Stimme duldete keinen Widerstand und Jace wusste, wenn er es sich mit seiner Großmutter nicht verscherzen wollte, folgte er ihrer Aufforderung besser.

„Also gut", seufzte er. „Auf die zehn Minuten kommt es auch nicht mehr an. Gehen wir in mein Zimmer?"

Marema nickte und erhob sich, nickte ihrem Mann kurz zu, der offenbar verstand und sich bei seinem Gastgeber entschuldigte und aufstand.

„Aus. Schluss. Nein. Das reicht", rief Jace plötzlich, der die Taktik seiner Großeltern durchschaut hatte. Er würde sich jetzt nicht in irgendein Kämmerchen führen lassen, um sich eine Standpauke abzuholen. Nicht bevor er nicht wenigstens vorher mit Dwayne gesprochen hatte. „Ich weiß, was ihr vorhabt und ich will das nicht. Ich habe euch lieb, sehr sogar, aber ich bin inzwischen alt genug, um meine eigenen Entscheidungen zu treffen. Oder wenigstens erst zu klären, ob es überhaupt etwas gibt, was zu entscheiden ist. Sollte ich es wissen, dann können wir reden. Bitte", fügte Jace noch hinzu und sah seine Großeltern um Verständnis bittend an. Als die Beiden zögernd nickten, packte Jace Dwayne vorne am Jackett. „Gut, dann werden wir zwei uns jetzt mal unterhalten."

Ohne auf Dwaynes Protest zu achten zog Jace den Lord aus dem Raum, schloss die Tür hinter sich, ließ Dwayne los und schaute sich suchend um. „Wo sind wir ungestört? Ah ja, am besten bei dir." Er marschierte los, doch als Dwayne nicht folgte, schaute er zurück, lächelte und fragte:„Kommst du?"

Dwayne hätte später nicht sagen können, was ihn bewogen hatte, Jace ohne Vorbehalte zu folgen. Vielleicht war es sein Lächeln gewesen, oder weil er ihn so bestimmt aus dem Esszimmer gezerrt hatte. Was er mit Sicherheit wusste, es hatte sich gelohnt.

Als Dwayne hinter Jace das Zimmer betrat, begann der unruhig hin und her zu laufen, bis es Dwayne zu dumm wurde und er sich in den Weg stellte. „Was ist los Jace? Es ist wegen Nico, stimmt's? Ja, das habe ich befürchtet. Es tut mir so Leid. Ich hätte dir nicht erlauben dürfen auf mich... aufzupassen. Es ist meine Schuld. In meinem Alter hätte ich mich anders verhalten müssen. Ich weiß Nico ist irgendwann in mein Zimmer gekommen und hat uns gesehen. Zusammen, im Bett. Ich hätte etwas sagen, es ihm erklären müssen, aber ich war nicht so richtig da. Und nun ist er gegangen. Ohne dich. Es tut mir sehr, sehr Leid. Ich werde ihn suchen und ihm erklären, dass..."

„Halt", verlangte Jace, dessen Stirn sich nach jedem Satz von Dwayne mehr in Falten gelegt hatte, doch dann waren seine Augenbrauen nach oben geschossen, als er langsam verstand was Dwayne da von sich gab. Nur glauben konnte er es nicht. „Du denkst Nico ist mein..."

„Freund", wurde er von Dwayne unterbrochen, der ziemlich unglücklich aussah. „Ja, ich weiß es und es tut mir leid."

Jace konnte ein Grinsen kaum unterdrücken. „Was tut dir leid, dass er mein Freund ist?"

„Ja. Ich meine natürlich nein." Dwayne seufzte tief auf. „Hör mal, Jace. Ich verspreche, dass du den Mann kriegst, den du liebst."

Okay, ich nehme dich beim Wort", entgegnete Jace und das Lächeln, das auf seinem Gesicht erschien, zog Dwayne das Herz schmerzhaft zusammen.

Er wünschte sich einen kurzen Augenblick, dass dieses Lächeln ihm galt. 'Aber es geht nicht um mich, sondern um das Glück dieses wundervollen Wolfes, der alles Glück verdient hat', rief er sich gedanklich zur Ordnung, bevor er laut sagte: „Verlass dich darauf, ich werde Nico finden, ihm alles erklären und dann könnt ihr miteinander glücklich werden."

Jace runzelte die Stirn. „Mit Nico? Bist du noch zu retten? Ich treibe es doch nicht mit Verwandten."

„Wie, Verwandten? Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Du hast mir doch das Versprechen abgenommen, dass ich dir den Mann, den du liebst..."

„Ja genau der", unterbrach ihn Jace. „Ich habe mit ihm das Bett geteilt, und glaub mir, das habe ich nur getan, weil er der Eine ist. Natürlich habe ich Nico gern, so wie man seinen Onkel halt liebt. Also was meinst du, kannst du dein Versprechen erfüllen, oder soll ich dich davon entbinden?"

Dwaynes Augenbrauen schossen in die Höhe. ‚Onkel. Nico ist der Onkel von Jace und nicht...und das Versprechen bezieht sich auf...' Dwayne begriff langsam was Jace ihm gerade begreiflich machte und ein unbeschreibliches Gefühl breitete sich in seinem Inneren aus, das auch sein Mal erfasste und in Stahlen auf seinen ganzen Körper überging.

Jace war klar, dass Dwayne alle Informationen, die er gerade bekommen hatte, erst verarbeiten musste. Dazu kam, dass Jace mit seiner rätselhaften Freundesgeschichte nicht gerade eine klare Aussage getätigt hatte. Wahrscheinlich war es so verwirrend, dass Dwayne überhaupt der Durchblick fehlte. Aber Jace hatte schlicht und einfach Angst gehabt. Angst davor, dass Dwayne doch nicht das für ihn empfand, was er sich erhoffte. Daher war er überrascht, als Dwayne plötzlich vor ihm stand und ihn fest in die Arme zog. „Keine Chance, ich stehe zu meinem Wort", sagte er entschieden und küsste Jace innig.

Jace stöhnte erleichtert auf, erwiderte den Kuss mit der gleichen Intensität und drängte sich enger an Dwayne. Nur noch von ihren Gefühlen beherrscht, zerrten sie sich gegenseitig die Kleider vom Leib, stolperten zum Bett und fielen darauf nieder. Jace rollte Dwayne auf den Rücken und begann küssend und streichelnd dessen Körper zu erforschen. Er küsste und leckte über Dwaynes Brust, ging immer tiefer, bis er am Bauchnabel angekommen war. Als er dort Küsse verteilte, stöhnte Dwayne auf und bäumte sich dem Wolf entgegen. Sein Mal sandte seine Strahlen über den ganzen Körper aus und es hatte sich noch nie so fantastisch angefühlt. „Wow, das ist wunderschön", bemerkte Jace plötzlich und hielt in seinem Tun inne.

Dwayne hob den Kopf und schaute den Wolf fragend an. „Was meinst du?"

„Dein Tattoo. Ich habe noch nie so ein prachtvolles gesehen", entgegnete Jace und schaute in Dwaynes erstaunte Augen, der verwundert fragte: „Du kannst es sehen?"

„Aber sicher. Es ist außergewöhnlich, so wie du." Jace begann das Mal wieder mit Küssen zu bedecken.

„Er kann es sehen? Wieso? Nicht mal ich kann das. Es ist weil..."Ah." Dwayne konnte nicht mehr denken, er wurde von seinen Gefühlen überwältigt. Und das was Jace anschließend noch mit ihm machte, stellte das Gefühl, das sein Mal ausgesendet hatte bei Weitem in den Schatten.

~ C ~

„Acht Uhr, es ist acht Uhr Früh. Jace, wir müssen aufstehen. Sofort." Dwayne rüttelte an der Schulter seines Geliebten und als der ihn verschlafen anschaute, erklärte er. „Wir haben verschlafen. Deine Wölfe. Ihr Flug, er geht um neun Uhr."

„Shit. Das gibt Ärger. Mächtigen Ärger!" Jace sprang aus dem Bett und fuhr in seine Kleider.

Dwayne tat es ihm eilig nach. „Sie wollten mit uns reden. Wir haben darauf vergessen, weil wie dir ganze Nacht..."

„Genau. Und es war...unbeschreiblich", entgegnete Jace grinsend.

„Du sagst es, mein kleiner Wolf, du sagst es", flüsterte Dwayne und küsste Jace rasch.

„Über das reden wir noch", bemerkte Jace und zog sich rasch fertig an.

„Es gibt einiges, über das wir reden sollten. Später, wenn wir mit deinen Großeltern gesprochen haben."

„Wenn wir dann noch leben. Aber vielleicht haben wir Glück und sie sind schon am Flughafen. Ach vergiss es. Reines Wunschdenken. Also auf in den Kampf." Jace öffnete die Tür und die Beiden liefen die Treppe hinunter, während Dwayne sagte: „Ich verstehe nicht, wieso du solche Angst vor deinen Großeltern hast. Ich habe mich mit Mangus unterhalten. Er hat vernünftige Ansichten und schien mir auch sehr aufgeschlossen."

„Das ist nicht das Problem. Es ist...kompliziert." Noch bevor Jace weitere Erklärungen abgeben konnte, hatten sie die Halle erreicht und standen plötzlich den vier Wölfen gegenüber.

„Beeile dich, Jace. Wir verpassen sonst den Flug." Mangus schaute seinen Enkel streng an, doch der schüttelte den Kopf. „Tut mir Leid, aber ich komme nicht mit."

„Doch das wirst du! Wir haben dir erlaubt nach New York zu gehen, um den Mörder deiner Eltern zu jagen. Das Ergebnis war, dass du fast umgekommen bist. Dieses Risiko werde ich nicht noch einmal eingehen. Komm jetzt", verlangte Mangus ungehalten.

„Ich bleibe." Jace verschränkte die Arme vor der Brust, um seine Entscheidung zu verdeutlichen, fühlte sich jedoch wie ein Kleines Kind, dass seine Wünsche durchdrücken wollte.

„Hören Sie, Mr. Schamanu, Jace und..."

„Sie halten sich da raus. Das geht nur die Familie etwas an", wurde Dwayne von dem Leitwolf zurechtgewiesen, doch der widersprach. „Das sehe ich anders."

Noch bevor Mangus etwas entgegnen konnte, mischte Marema sich ein. „Wir nehmen den nächsten Flug und sollten uns jetzt alle beruhigen. Lord Carington, wo können wir uns in Ruhe unterhalten?"

Dwayne führte die kleine Gruppe in sein Arbeitszimmer und bot ihnen Platz an, was Mangus verweigerte. „Setz dich Mangus", verlangte Marema und ihr Ton duldete keinen Widerspruch.

Der Leitwolf grummelte zwar, folgte aber ihrer Aufforderung.

„Wir haben zusammen gekämpft, also können wir auch beim Du bleiben", erklärte Marema an Dwayne gewandt. Der nickte und sie fuhr fort. „Du musst wissen, wir haben unseren Sohn und unsere Schwiegertochter vor vielen Jahren bei einem Überfall der Sekhmet verloren und alles was wir noch haben ist Jace. Ihn auch noch zu verlieren würden wir nicht verkraften."

Dwayne wollte darauf etwas erwidern, doch sie ließ es nicht zu. „Erspare mir die Floskel, dass ihm nichts geschehen wird, weil du auf ihn aufpasst. Ich weiß, wozu die Sekhmet im Stande sind. Mir... uns", sie schaute zu ihrem Mann, der nach wie vor wütend vor sich hin starrte, „ist klar, dass wir dich nicht einsperren können, Jace. Wir denken nur, du bist sicherer bei deinem Clan. Darum möchten wir, dass du mit nach Hause kommst."

„Das wird er nicht", meldete sich Mangus plötzlich zu Wort. „Und es liegt nicht nur an dem Vampir."

„Ach tut es nicht?" Dwayne hob fragend die Augenbrauen und schaute den Leitwolf direkt an.

Mangus schüttelte den Kopf und wandte sich dann seinem Enkel zu. „Du bist erwachsen. Auch wenn ich das verdrängen wollte, es ist so! Und als ich dich auf dem Schiff habe kämpfen sehen, wurde mir das bestätigt. Es wird Zeit, dass zu akzeptieren und dich deiner eigenen Wege gehen zu lassen. Ich weiß, dass du nie zur Ruhe kommen wirst, bevor du die Mörder deiner Eltern nicht gefasst hast und das verstehe ich. Aber musstest du dich ausgerechnet in einen Vampir verlieben? Noch dazu in einen Cleaner? Ist dir klar, was das bedeutet? Und wie soll das weitergehen? Cleaner sind eine eigene Spezies der Vampire. Nicht nur schneller und stärker, sie dulden auch keinen in ihrem Clan, der kein Cleaner ist. Das ist ihr Gesetz. Mich wundert, dass sie uns überhaupt in ihr Shelter mitgenommen haben."

„Falls du es vergessen hast, ich bin anwesend", meldete sich Dwayne zu Wort, weil Mangus so geredet hatte, als wäre er nicht da. „Und weil ihr zu Jace gehört, werde ich euch einiges erzählen, was noch nicht mal der Rat weiß, weil es in meinen Kompetenzen liegt und nicht in ihren. Als Anführer der Cleaner New Yorks entscheide ich, wer in meine Truppe aufgenommen wird und wer nicht. Die Zeiten haben sich geändert. Es geht nicht mehr um Vampir gegen Wolf. Wölfe gegen Zwerge und so weiter. Wir wissen doch beide, jede Spezies auf dieser Erde hat gute und böse Wesen in ihren Völkern und genau darum sollte es gehen. Gut, gegen Böse. In meinem Haus leben Vampire und Zwerge, wieso  nicht auch ein Wolf? Wir verfolgen die gleichen Ziele. Wir haben in unserem Kampf bewiesen, dass wir gut zusammen arbeiten, als wir unseren gemeinsamen Feind bekämpft haben. Was spricht dagegen, dass wir das auch weiterhin tun?"

Mangus und Marema wechselten einen Blick und beiden lehnten sich entspannt zurück. Dann erwiderte der Leitwolf. „Nun, das sind völlig neue Aspekte. Damit könnte ich mich durchaus anfreunden. Wobei ich aber nicht sagen kann, ob auch die anderen Clans dazu bereit sind. Wölfe und Vampire sind zwar keine direkten Feinde mehr, aber wir können uns auch nicht als Freunde bezeichnen."

„So ganz trifft das nicht zu", warf Jace ein und schaute Dwayne liebevoll an, der den Blick erwiderte.

„Du bist nicht objektiv, Jace, daher zählt deine Meinung nicht", wies Mangus seinen Enkel zurecht.

„Doch, das tut sie. Du unterschätzt Jace. Er mag jung sein, aber er kämpft besser als so manch einer der Alten. Und von seiner Einstellung können wir alle lernen."

Mangus winkte ab. „Du bist ebenfalls voreingenommen, Dwayne."

„Du offensichtlich auch", konterte der Lord.

„Hört auf", rief Jace plötzlich. „Ihr benehmt euch ja wie Kinder. Und mir werft ihr meine Jugend vor. Zumindest du, Großvater. Ich sag euch jetzt wie das läuft. Ihr alle fliegt mit der nächsten Maschine nach Hause. Unsere Leute sind auf euren Schutz angewiesen. Ich bleibe hier, zumindest so lange, bis ich den gefunden habe, weswegen ich nach New York gekommen bin. Ich gehöre zu Dwayne. Das ist einfach so und wir beide wissen das. Aber ich habe eine Aufgabe, die ich erfüllen werde, egal wohin sie mich führt. Erst dann werde ich darüber nachdenken, wie es weiter geht."

„Finde ich gut."

Jace schaute Dwayne erstaunt an. „Tust du?" Gerade von ihm hatte er den meisten Widerstand erwartet.

„Sicher. Ich würde nicht anders handeln, wenn ich an deiner Stelle wäre und ich werde dich unterstützen, wo immer ich kann."

Jace lächelte seinen Freund an. „Ich wusste, dass du mich verstehst. Was ist mit euch?", wandte sich Jace an seine Großeltern.

„Du meldest dich jede Woche! Verstanden? Und ich erwarte, dass du zu jedem unserer Feste kommst. Diese Einladung gilt auch für dich und deine Leute, Dwayne. Mangus, wir gehen."

„Aber Marema wir können jetzt noch nicht gehen. Wir...."

Marema gab ihrem Mann einen raschen Kuss und erklärte lächelnd. „Man muss Kinder loslassen, damit sie zurückkommen. Du hast selbst gesagt, er ist jetzt erwachsen."

Mangus schaute ihr tief in die Augen, dann lächelte er auch. „Du hast Recht und bist eine kluge Frau."

Es klopfte an der Tür und gleich darauf erschien Indigo. „Euer Flug geht um zehn Uhr dreißig. Ist das okay für euch, oder soll ich noch mal umbuchen?"

„Nein, danke, wir nehmen die Maschine. Sagst du bitte Baker und Odan Bescheid?"

Indigo nickte, verschwand und die vier Personen im Raum standen auf. „Ich hole unsere Sachen. Treffen wir uns in der Halle", sagte Mangus und verließ das Zimmer ebenfalls.

Marema ging auf Jace zu und nahm ihn fest in die Arme. „Ich sage jetzt das übliche, also verdreh nicht die Augen. Pass auf dich auf, mein Junge. Ich hab dich lieb."

„Ich dich auch", flüsterte Jace gerührt  und drückte sie auch.

Dwayne war inzwischen auf den Flur hinausgegangen, um die Beiden nicht zu stören. Es war besser gelaufen, als er gedacht hatte und darüber war Dwayne sehr erleichtert. Dazu kam natürlich, dass sein Herz voller Glück war. Jace würde bleiben, zumindest eine Weile. Mehr konnte er nicht erwarten.

Marema stand plötzlich vor Dwayne. „Du hast dein Leben für meinen Jungen riskiert, einen besseren Mann an seiner Seite kann ich mir nicht wünschen." Sie umarmte auch ihn kurz und lief dann zur Treppe.

~ C ~

Alle hatten sich in der Halle versammelt um die Wölfe zu verabschieden. Aaran hatte offensichtlich neue Freunde gefunden, denn er, Baker und Odan unterhielten sich angeregt, während Indigo Marema die Flugtickets gab. Die Wölfin bedankte sich lächelnd und steckte Indigo einen Zettel zu, den die Kreolin verwundert einsteckte. Sie würde später sehen, was die Wölfin ihr so geheim mitteilen wollte.

Paul stand bereit, um die Wölfe zum Flughafen zu fahren und noch einmal gab es jede Menge Umarmungen. Dann waren die Wölfe weg.

„Es ist Tag. Ist das nicht deine Schlafenszeit?" wollte Jace von Dwayne wissen.

„Völlig richtig" stimmte Dwayne zu. „Daher sollte ich ins Bett gehen. Schließlich muss ich heute Abend ausgeruht sein, wenn wir wieder auf Jagd gehen."

„Genau, ich muss auch ausgeruht sein, daher gehe ich am besten mit."

„Bitte erspart mir das und geht einfach", verlangte Aaran genervt und als die beiden blitzschnell die Treppe hochliefen, drehte sich Aaran zu Indigo. „Besser wir gehen heute alleine auf Streife. Die Zwei werden alles Mögliche sein, nur nicht ausgeschlafen. Indigo schmunzelte und Aaran gähnte ungeniert. „Diese Wölfe sind total cool, sag ich dir. Wir haben die ganze Nacht gezockt. Wie auch immer, ich hau mich in meine Koje. Bis später dann." Aaran gähnte noch einmal ausgiebig und ging davon.

Indigo wartete bis er weg war, dann griff sie in ihre Hosentasche und holte den Zettel heraus, den sie von Marema bekommen hatte, worauf stand: Nicos Telefonnummer und GPS Daten. Für ein Computergenie wie dich, dürfte es eine Kleinigkeit sein, seinen Aufenthaltsort herauszufinden.

Indigo lächelte. „Was für eine kluge Frau."

Ende!