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Kommentar:

Beta: Lorias und SilentThunder

Storypic:  SilentThunder

Kommentar des Autors zum Kapitel:
Diese Geschichte habe ich für den Adventkalender 2010 geschrieben, mit einem für mich eher ungewöhnlichen Pairing. Ich hoffe, die Story gefällt trotzdem.
   

„Ganz toll. Ich habe noch nicht mal ein einziges Geschenk. Von einem Baum rede ich erst gar nicht und wenn an Weihnachten der Pizzadienst nicht arbeitet, werden wir zu den Feiertagen ver...hun...gern", schnaufte Buffy und unterstrich jede Silbe mit einem noch härterem Schlag. Letztendlich traf der Pflock den Vampir und er verpuffte. Sie klopfte sich den Staub von der Kleidung und wollte sich gerade Spike zuwenden, als sie erneut von einem Vampir angegriffen wurde.

Spike vernichtete gerade seinen letzten Vampir, als auch Buffy ihren zu Staub verarbeitete. „Was zur Hölle ist in diesem verfluchten Sunnyhell los? Hat eine Vampirfabrik aufgemacht, von der wir nichts wissen?"

„Keine Ahnung. Jedenfalls sind es heute mehr als normaler Weise. Irgendetwas ist im Busch. Wie auch immer. Ich bin echt zu müde, um jetzt noch darüber nachzudenken. Machen wir Schluss für heute."

Spike schaute zum Himmel. „Ja, es wird Zeit, die Sonne geht schon auf. Ich könnte dich nach Hause bringen, wenn du ein Plätzchen für mich hast, wo ich den Tag verbringen kann?", fragte Spike hoffnungsvoll.

„Vergiss es, Spike."

„Also ich finde, ich habe eine Belohnung verdient", entgegnete Spike und wackelte lasziv mit den Augenbrauen.

„Ja, aber nicht so eine. Niemals."

Spike legte den Kopf schief und schaute der Jägerin intensiv in die Augen. „Woran denkst du denn, Liebes, wenn du sagst, so eine?"

„Lass es einfach, Spike, sonst überlege ich es mir noch und lade dich nicht zu unserem Weihnachtsfest ein", entgegnete sie drohend.

Spike keuchte überrascht. „Du lädst mich zu ... nicht, dass ich mit Weihnachten was am Hut hätte. Aber wenn du mich unbedingt dabei haben willst. Na gut. Ich komme", sagte er rasch, als er Buffys genervten Blick bemerkte.

~*~

Als Buffy kurz vor Morgengrauen nach Hause kam war sie dreckig, frustriert und hundemüde. Nach einem Blick auf die Uhr, stellte sie fest, dass sie noch rasch duschen konnte, bevor sie für Dawn das Frühstück herrichten musste.

Als Buffy fünfzehn Minuten später die Treppe wieder herunter eilte, konnte sie schon Tara am Herd stehen sehen, die Pfannkuchen buk, während Dawn auf sie einplapperte.

„Guten Morgen", grüßte Buffy, ging zum Kühlschrank und goss für sich und Dawn Orangensaft in die Gläser. „Danke, Tara. Die Dämonentätigkeit in letzter Zeit kosten mich fast die ganzen Nächte. Keine Ahnung, was da los ist. Vermutlich ein neuer Weltuntergang."

„Aber hoffentlich doch erst nach Weihnachten. Ich will ein tolles Fest, mit Baum, Geschenken, einer Menge Schokolade und allem, was sonst noch dazugehört", verlangte Dawn und biss in den ersten Pfannkuchen, den Tara ihr auf den Teller gelegt hatte.

„Dafür bin ich auch. Hoffen wir einfach, die Vampire halten sich an deinen Plan, Süße." Buffy strich ihrer Schwester kurz über das Haar und lächelte sie an.

Dawn lächelte zurück und widmete sich dann ihrem nächsten Pfannkuchen. „Ich bin für Dämonenverbot an Weihnachten."

„Ja, das wäre klasse. Am besten Weihnachten, Ostern und das ganze restliche Jahr." Buffy seufzte und gähnte gleich darauf herzhaft.

„Hätte ich dann immer Ferien? Wohl nicht", beantwortete Dawn ihre Frage gleich selbst, stand auf und schnappte ihre Tasche. „Bis später, Leute."

Kaum war Dawn zur der Tür raus, ließ Buffy ihren Kopf auf den Tresen fallen und schloss seufzend die Augen.

Doch die Ruhe währte nicht lange. „Lange Nacht gehabt?", fragte Willow, die gerade die Küche betrat.

„Du sagst es und ich habe beschlossen, gleich hier zu schlafen", brummte Buffy ohne aufzusehen.

„Ich könnte dich in dein Bett zaubern. Das geht ganz leicht", erklärte Willow und sagte: Ascend..."

Buffy sprang erschrocken auf. „Lass das, Will. Ich will nicht, dass du ohne triftigen Grund zauberst. Du weißt, wie gefährlich das sein kann. Ich gehe also selbst ins Bett, klar?" Buffy warf ihrer Freundin einen mahnenden Blick zu und Willow nickte. „Du hast natürlich Recht. Also ab mit dir und schlaf gut."

Buffy gähnte daraufhin wieder und schleppte sich nach oben.

„Wieso hast du das getan?", wollte Tara wissen, nachdem Buffy verschwunden war.

„Tara, Baby, ich wollte nicht zaubern. Glaub mir, ich habe mich im Griff. Ganz ehrlich. Mein Vorsatz ist immer noch, kein Zauber, wenn es auch anders geht. Sonst könnte ich auch keine Scherze darüber machen. Ascendere heißt soviel wie hinaufsteigen, die Treppe. Verstehst du? Buffy - Treppe - hinaufsteigen. Ganz ohne zaubern." Willow lächelte und Tara konnte nicht anders, als dieses Lächeln zu erwidern.

„Ich weiß, dass du nur noch zauberst, wenn es notwendig ist. Das meinte ich auch nicht, sondern, wieso hast du Buffy so erschreckt?"

„Eigentlich wollte ich sie nur ein bisschen aufmuntern. War wohl nicht das Richtige." Willow ließ resigniert die Schultern sinken.

„Nicht so ganz", erwiderte Tara schmunzelnd. „Du machst dir Sorgen um Buffy. Das verstehe ich. Mir geht es nicht anders. Die Dämonentätigkeit in Sunnydale ist stärker als je zuvor und ich frage mich warum?"

„Irgendwas oder irgendwer steckt dahinter. Da bin ich sicher. Und wenn das so weiter geht, kann Buffy das alleine nicht mehr schaffen."

Spike hilft ihr aber doch", warf Tara ein und Willow nickte. „Stimmt schon und ich bin echt froh, dass er auf unserer Seite ist und dass sein Chip funktioniert. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn der kaputt geht. Gerade jetzt wäre das sehr ungünstig."

„Spike hat sich verändert und ich glaube nicht, dass das an dem Chip liegt. Es mag der Auslöser gewesen sein, aber wenn er gewollt hätte, hätte er einen Weg gefunden, trotzdem Menschen zu beißen. Er kann ganz schön einfallsreich sein, wenn er will. Und überleg doch mal. Er hätte Buffy nicht helfen müssen. Und doch hat er sich für Dawn foltern lassen, anstatt mit Glory einen Blutpakt zuschließen. Ich denke, hinter Spikes Machogehabe steckt ein gutes, wenn auch totes Herz und den Chip benutzt er jetzt als Ausrede."

Xander kam gerade zur Tür herein und Tara verstummte. „Was geht ab, Ladies?", fragte er, als er die nachdenklichen Gesichter der zwei Hexen bemerkte.

Willow zuckte mit den Schultern. „Eigentlich das Übliche. Buffy. Vampire. Spike."

„Spike ist wieder ein böser Vampir? Er war natürlich immer einer, nur halt harmlos. Was ich meinte, er ist nicht mehr impotent? Er kann wieder beißen? Ja, er ist wieder böse. Ich wusste es. Weiß es Buffy schon? Sicher weiß sie es und bestimmt ist sie jetzt auf dem Weg, um ihn in ein Häufchen Staub zu verwandeln. Wird ja auch endlich Zeit, er..."

„Hol mal Luft, Xander", verlangte Willow. „Spike ist nicht böse. Doch, eigentlich schon." Sie warf Tara einen Blick zu, beschloss jedoch Xander nichts von der Meinung ihrer Freundin über Spike zu erzählen, denn er würde es ohnehin nicht verstehen und sagte stattdessen nur. „Spike ist nicht das Problem, sein Chip funktioniert nach wie vor. Zumindest hat Buffy nichts anderes gesagt und sie müsste es wissen. Schließlich gehen sie jede Nacht gemeinsam auf Jagd. Und genau das ist es, worüber wir uns Sorgen machen."

„Das Buffy und Spike gemeinsam jagen gehen?", fragte Xander verständnislos.

„Nein, dass immer mehr Dämonen in Sunnydale auftauchen. Es kann nicht nur daran liegen, dass hier der Höllenschlund ist. Wir sollten Nachforschungen anstellen. Treffen wir uns nach der Vorlesung in der Magic Box."

Xander nickte genervt. „Genau. Meine Lieblingsbeschäftigung. Alte Bücher. Was würde ich auch sonst mit meiner Freizeit anfangen?"

„Genau", entgegnete Willow fröhlich.