File 1: stories/1/86.txt
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Kommentar:
Das ist mein erster Versuch einer F/F Story, und als absoluter Angel(us)/Spike-Shipper war es nicht leicht. *g*
Aber ich wollte einer Freundin einen Wunsch damit erfüllen, und wie sie sagte, habe ich ihr eine große Freude damit gemacht.
Das Bild ist von anja25ive.

Cordelia schlenderte durch das Einkaufszentrum. Sie hatte ihren Gehaltsscheck von Angel bekommen, und wollte sich mit einem Teil davon etwas Schönes gönnen, Gucci Schuhe vielleicht oder eine Tasche von Dolce& Gabana. Ein bisschen Luxus für ihre einsame Seele.

Draußen hatte es zu regnen begonnen. Typisch für diese Jahreszeit. Ab September musste man immer mit tagelangem Regen rechnen und Cordy hasste ihn. Sie schlenderte an den Auslagen vorbei, entdeckte ein blass-lila Seidenshirt, das gut zu ihrem flaschengrünen Kostüm passen würde, welches sie sich letzten Monat gekauft hatte und betrat das Geschäft. Die Verkäuferin eilte herbei, um sie nach ihren Wünschen zu fragen. Auf Cordys Bitte ihr das Shirt zu zeigen, brachte sie ihr das Gewünschte und die Seherin betrat die Umkleidekabine zur Anprobe.

„Es ist mir vollkommen egal, ob es eine andere Kundin probiert. Sie haben mir versprochen es wegzulegen. Ich bin seit Jahren Stammkundin in diesem Laden. Holen Sie mir den Geschäftsführer." Eine erboste Stimme, die Cordelia irgendwie bekannt vorkam, schimpfte lautstark mit der Verkäuferin, die sich immer wieder entschuldigte.

Cordy zog sich in Ruhe um. „So eine eingebildete Tussi, die führt sich ja auf", dachte sie, und trat aus der Kabine. Sie begab sich langsam zur Kasse, um zu fragen was das Teil kosten würde, als ihr plötzlich jemand auf die Schulter klopfte. „Verzeihen Sie, aber das ist mein Kleidungsstück. Die Verkäuferin hat sich geirrt und..."

Cordelia drehte sich um und hob erstaunt die Augenbrauen. „Sie mal an, Lilah Morgan. Sie wollen also mein Seidenshirt? Vergessen Sie's. Suchen Sie sich ein anderes. Das gehört mir - und nun, einen schönen Tag noch."

Cordy ging mit hoch erhobenem Haupt zur Kasse und grinste vor sich hin. Und wenn es mehr kosten würde, als sie sich leisten konnte, allein schon, um Lilah eins auszuwischen, würde sie es kaufen. Cordy hörte hinter sich das Klappern der Stöckelschuhe der Anwältin, die mit raschen Schritten das Geschäft verließ und geräuschvoll die Tür zuschmiss.

Lächelnd zahlte Cordelia das Teil, welches nicht so teuer gewesen war, wie sie zuerst befürchtet hatte und schlenderte weiter, um noch irgendwo eine Kleinigkeit zu essen. Sie entschied sich für Sushi und saß bald darauf in einem kleinen Japanischen Lokal. Bei einer Tasse Jasmintee sitzend, genoss den herrlichen Duft, der ihr aus der filigranen Tasse entgegenströmte, als der Kellner an sie herantrat. „Darf ich noch jemanden zu Ihnen setzen? Wir sind ziemlich besetzt heute."

Cordy nickte lächelnd. Sie war rundherum zufrieden mit dem heutigen Tag und daher war eine nette Unterhaltung vielleicht ein guter Abschluss, bevor sie nach Hause in ihre leere Wohnung ging. Sie hörte hinter sich den Kellner mit der Person reden, die er gleich darauf an ihren Tisch führte. Als sie hochsah, blickte sie in das perplexe Gesicht von Lilah Morgan und musste plötzlich lachen. „Ist nicht so ganz ihr Tag heute, Lilah."

Die Anwältin schnappte nach Luft, drehte sich empört weg und knickte durch die schnelle Bewegung mit einem Fuß um. Mit einem Aufschrei sank sie auf einen Stuhl und griff stöhnend an ihren Knöchel. Der Absatz war abgebrochen, der Fuß tat höllisch weh, ihr gegenüber saß eine Feindin, und Mister Holland hatte sie heute zur Schnecke gemacht. Das war zuviel für einen Tag. Tränen schossen ihr in die Augen, und sie schluchzte kurz auf. Erstaunt sah Cordy sie an. „Was ist denn los mit Ihnen? So kenne ich Sie ja gar nicht."

„Nichts, es ist nichts", murmelte die Anwältin mit Tränen erstickter Stimme und versuchte sich in den Griff zu kriegen, was ihr aber nicht gelang und wieder kam ein Schluchzen aus ihrer Kehle.

Cordelia schob ihr die Tasse mit dem Tee hin. „Hier, trinken Sie, das wird Ihnen gut tun", forderte Cordelia ihr Gegenüber auf und Mitleid stieg in ihr hoch. Die ach so coole Anwältin schien ebenso Probleme zu haben, wie jeder andere, überlegte Cordelia, schwieg aber. Lilah nickte dankbar und nahm einige Schlucke. „Danke, es geht schon wieder." Sie versuchte aufzustehen, sackte durch den versetzten Fuß aber gleich wieder zusammen. „Was mach ich bloß, mein Fuß. So kann ich unmöglich mit meinem Auto nach Hause fahren - und bei diesem Regen ist sicher kein Taxi zu kriegen, verflixter Tag", murmelte sie resigniert vor sich hin.

Cordy überlegte kurz, bevor sie sagte: „Ich bin zwar ein Helfer der Hilflosen, aber Sie sind ein Biest. Gut, momentan ein hilfloses Biest, aber was soll's. Ich bring Sie nach Hause." Die Seherin erhob sich, bezahlte ihren Tee und schaute zu Lilah, die sie erstaunt anblickte.

„Was ist? Kommen Sie schon, bevor ich es mir anders überlege." Cordy hielt ihr die Hand hin, um ihr aufzuhelfen. Zögernd ergriff Lilah den angebotenen Arm und erhob sich. Auf Cordelia gestützt humpelte sie zum Lift, um in die Tiefgarage zu kommen, wo ihr Wagen stand.

Dort angekommen, gab sie ihr misstrauisch den Autoschlüssel. Irgendwie traute sie der Sache nicht so ganz. Cordys Gesicht war vollkommen emotionslos, sie schloss das Auto auf, half Lilah auf den Sitz und fuhr los. Als sie aus der Garage kamen, goss es in Strömen und Lilah dirigierte Cordelia durch die Straßen zu ihrer Wohnung. Die Fahrt dauerte ziemlich lange, da man kaum etwas sehen konnte, durch die dicken Regentropfen, die der Scheibenwischer kaum bändigen konnte. Endlich vor Lilahs Wohnung angekommen erklärte Cordelia: „Ich bring Sie noch hoch und rufe mir dann ein Taxi, anders komme ich von hier nicht nach Hause, bei diesem Wetter.

Lilah nickte und sie legten das Stück vom Parkplatz zum Haus so schnell es eben mit dem verletzten Fuß ging zurück. Völlig durchnässt erreichten sie die Tür. Cordy fluchte leise, schimpfte sich selbst eine Idiotin, wegen ihrer Gutmütigkeit und nahm Lilah den Schlüssel ab, den diese, vor lauter Zittern nicht ins Schloss brachte. Endlich in der Wohnung angekommen, ließ sich die Anwältin auf das Sofa fallen und schloss kurz die Augen. „Ich danke Ihnen, aber glauben Sie nicht, dass ich Ihnen etwas schuldig bin. Ich kann Sie nach wie vor nicht leiden", bemerkte Lilah hochmütig und blickte Cordy mit hochgezogenen Augenbrauen an.

„Beruht ganz auf Gegenseitigkeit. Jetzt da Sie zu Hause sind, scheint die alte Lilah wieder da zu sein. Wissen Sie was? Sie sind mir viel zu selbstsüchtig, arrogant, kaltherzig und eingebildet, um mich länger mit Ihnen unterhalten zu wollen. Also wo ist das Telefon, ich will mir endlich ein Taxi rufen. Ich bin total durchnässt, mir ist kalt und ich will nach Hause."

Lilah zeigte stumm auf den Apparat und Cordelia wählte die Nummer der Taxizentrale. Nach ein paar Minuten schmiss sie den Hörer auf die Gabel. „Mist, bei diesem Regen ist es aussichtslos. Ich werde wohl zu Fuß gehen müssen - das hab ich nun davon." Cordy nahm ihre Einkaufstüten und ihre Tasche und ging zu Tür.

„Unsinn", sagte Lilah, es ist September und schon sehr kühl. Sie würden sich eine schlimme Erkältung holen. So selbstsüchtig, arrogant und kaltherzig wie Sie glauben, bin ich nicht. Sie können im Gästezimmer übernachten. Morgen ist Sonnabend, da wird sicher leichter ein Taxi zu bekommen sein."

Cordelia sah erstaunt zu der Anwältin. War es tatsächlich Trauer und Resignation, die sie in deren Stimme bemerkte? Nein, das konnte nicht sein. Lilah war ein gefühlloses, karrierebesessenes Weib. Keine Freunde, keine Liebe, nur ihr berufliches Weiterkommen war ihr wichtig, dessen war die Seherin sich sicher. Sie sah zwar unwahrscheinlich gut aus, aber sie hatte einen Stein, dort wo andere ein Herz hatten. Obwohl, wenn sie die Anwältin ansah, kribbelte es plötzlich in ihrem Bauch. Cordy rief sich schnell zur Ordnung und schob das eigenartige Gefühl auf die nasse Kleidung an ihrem Körper.

„In Ordnung, mir bleibt sowieso keine Wahl, wenn ich nicht durch den Regen laufen will. Kann ich heiß duschen, um mich etwas aufzuwärmen?" Cordy war nicht gerade begeistert die Nacht in Lilahs Wohnung zu verbringen, aber immer noch besser als völlig durchnässt nach Hause zu laufen.

„Selbstverständlich, dort rechts ist das Badezimmer. Im Regal finden sie Handtücher. Und bitte beeilen Sie sich, ich brauche auch eine Dusche um mich aufzuwärmen." Lilah schloss wieder die Augen und beachtete Cordelia nicht weiter. Diese legte ihren Mantel ab und begab sich ins Bad. Erstaunt blickte sie sich in dem luxuriösen Pflegeraum um. Königsblaue Fliesen an Wand und Boden, waren mit goldfarbenen Verzierungen versehen. Flauschige weiße Badetücher hingen an einer beheizten Halterung. Grünpflanzen und elegante Kerzenhalter vervollständigten das Bild. „Der Job bei W&H bringt ganz schön was ein", dachte die Seherin, zog sich aus und legte die nasse Kleidung auf einen Hocker. Sie suchte sich von den verschiedenen Duschgels einen Duft aus, der ihr besonders gut gefiel und drehte den vergoldeten Wasserhahn auf eine angenehme Temperatur. Sie stieg in die Dusche und genoss das warme Wasser auf ihrer Haut. Langsam begann sie sich einzuseifen und schloss die Augen.

„Wie lange brauchen Sie denn noch? Ich will schließlich auch keine Erkältung bekommen, also beeilen Sie sich, bitte", hörte Cordy die barsche Stimme der Anwältin durch die Tür und spülte frustriert die Gelreste von ihrem Körper. „Bin gleich fertig", rief sie zurück, drehte das Wasser ab und rubbelte sich rasch trocken. Schnell schlang sie ein großes Badetuch um ihren Körper und verließ das Badezimmer. Lilah stand schon vor der Tür und drängelte sich humpelnd an Cordy vorbei.

„Wie höflich", spottete Cordelia und setzte sich auf das Sofa um zu warten, bis Lilah zurückkam um ihr das Gästezimmer zu zeigen.

Plötzlich hörte sie einen Schrei aus dem Badezimmer. Erschrocken sprang sie auf und eilte zur Tür, um anzuklopfen. „Lilah? Alles in Ordnung?", fragte die Seherin. Als keine Antwort kam, öffnete sie die Tür und sah die Anwältin in der Dusche liegen. Sie hielt sich stöhnend den Kopf und Cordelia beugte sich zu ihr. „Was ist passiert?"

„Ich bin ausgerutscht, weil ich nur ein Bein richtig belasten kann und jetzt komme ich nicht mehr hoch", erklärte Lilah und kreuzte die Arme über der nackten Brust.

Als Cordy Lilah unter die Arme fassen wollte, um ihr aufzuhelfen, wehrte diese ab. „Nein, nicht, ich... geben Sie mir ein Handtuch." Lilah versuchte verlegen ihren Körper mit den Händen zu bedecken, was natürlich nur mit den Händen unmöglich war.

„Stellen Sie sich nicht so an, ich weiß wie eine nackte Frau aussieht, los versuchen Sie aufzustehen. Ich helfe Ihnen." Cordy hatte mühe ihre Stimme emotionslos klingen zu lassen, bei dem Anblick des perfekten Körpers von Lilah. Sie half ihr hoch, ihre Augen glitten über die prallen festen Brüste, den flachen Bauch und bleiben kurz an den dunklen Locken zwischen den formvollendeten Schenkeln hängen. Cordys Hals wurde trocken und  sie versuchte das Kribbeln, das ihren Körper erfasste zu ignorieren. Verwirrt schüttelte sie den Kopf. Sie hatte noch nie etwas für Frauen empfunden, wieso waren da auf einmal diese Gefühle? Schnell nahm sie ein Badetuch aus dem Regal, legte es Lilah um die Schultern und führte sie aus dem Bad.

„Wohin?" Fragend blickte Cordy die Anwältin an.

„Dort, die linke Tür." Lilah hielt sich an Cordelia fest und diese umfasste sie vorsichtig um ihre schlanke Taille. So erreichten sie langsam das Schlafzimmer und Lilah ließ sich aufs Bett sinken. Ihr verletztes Bein gab nach, sie klammerte sich Halt suchend an Cordelia und beide fielen auf das große Bett. Cordy kam auf Lilah zu liegen und war unfähig sich zu rühren. „Tut mir Leid", flüsterte sie nach einer Weile und wollte sich erheben. „Mir nicht." Lilah lächelte plötzlich und zog Cordys Kopf langsam zu sich herunter. Sie berührte vorsichtig mit ihren Lippen die der Seherin und küsste sie zart. Gleich darauf  liebkoste Lilah mit ihrer Zunge die zarten Lippen Cordelias. Diese schloss verwirrt die Augen und ließ es geschehen. Als die Zunge der Anwältin ihre Lippen teilte, öffnete sie zögernd ihren Mund und lies sie ein. Ein unbekanntes Gefühl überflutete ihren Körper, als Lilah ihren Mund erforschte und sie gleichzeitig mit den Händen zu streicheln begann. Zaghaft erwiderte Cordy den Kuss und stöhnte leise, weil Lilah mit den Händen ihren Nacken und die Schultern hauchzart berührte. Als sie aus Luftmangel den Kuss unterbrechen mussten, stotterte Cordelia verwirrt. „Ich habe noch nie mit einer Frau, ich weiß nicht, ich glaube nicht, das..

„Shhhh.., du bist so schön, schon lange begehre ich dich, ich werde dich verwöhnen wie kein Mann es kann, lass dich fallen, bitte erlaube mir dich zu Lieben. Bitte", flüsterte Lilah mit sinnlicher Stimme, streichelte Cordy immer weiter und sah sie mit liebevollen Augen an.

Die Seherin konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, die Gefühle übermannten sie durch die Zärtlichkeiten Lilahs, welche langsam ihr Handtuch entfernte und sie auf den Rücken drehte. Wieder begann Lilah Cordy zu küssen und zu streicheln. Mit so einer Zartheit, das Cordy erschauderte. Lilahs Hände glitten über ihren Körper federleicht, kaum spürbar und doch so erregend, das Cordelias Körper vor Erwartung zitterte. Lilahs Hände erforschten den wunderschönen Körper der Seherin, glitten zärtlich den Hals entlang, um an ihren vollen Brüsten zu verweilen. Sie streichelte die prallen Hügel, ließ ihre Lippen folgen, und leckten sanft über die rosa Nippel, die sich unter Lilahs feuchter Zunge hart aufrichteten. Cordy keuchte verhalten und verspannte sich, unsicher und verwirrt von den sie überflutenden Gefühlen.

„Lass los, Liebes - entspanne dich und genieße einfach", murmelte Lilah und rutschte hoch, um Cordelia hingebungsvoll zu küssen. Sie begann wieder ihren Mund zu erforschen, stupste ihre Zunge spielerisch gegen Cordys und liebkoste ihren Körper fortwährend, bis sich die Seherin ihren Streicheleinheiten hingab. Lilahs Kuss wurde fordernder. Das Zungenspiel heftiger, ein Stöhnen entwich der Anwältin als sich die Zungen der beiden Frauen heftig duellierten und auch Cordelia sie zögernd zu berühren begann. Lilahs Mund und Zunge begann die Reise über Cordys Körper wieder aufzunehmen. Sie zog eine feuchte Spur vom Hals bis zu den Brüsten der Seherin, neckte die Brustwarzen erneut und streichelte ihren Bauch, glitt zu den weichen Locken, weiter über die zarte Innenseite der Schenkel. Sie saugte zart an den rosa Nippeln, zuerst links, dann rechts, um sich dann dem Bauchnabel zu widmen. Sie leckte herum, um kurz darauf die Zungenspitze einzutauchen. Stöhnend krallte Cordy ihre Hände in das Laken, als Lilah gleichzeitig mit ihren Fingern über ihre Klitoris strich, die heiße Spalte entlangfuhr und einen Finger in ihre feuchte Höhle versenkte.

Ein zweiter Finger folgte, und begann in trägen Rhythmus aus und ein zu gleiten, während Lilahs Mund an dem empfindliche Nervenbündel zwischen Cordelias Beinen saugte und immer wieder mit der Zunge dagegen schnalzte. Die Finger wurden schneller. Und Cordy bäumte sich auf, schrie in Extasse Lilahs Namen, bevor sie ihren Höhepunkt erreichte und über die Klippe sprang. Zitternd und erschöpft sank sie zurück in die Kissen. Lilah krabbelte zu ihr hoch und nahm sie zärtlich in den Arm, streichelte und küsste sie, bis die Nachbeben abebbten und flüsterte ihr Liebesworte ins Ohr.

Als Cordy sich beruhigt hatte, schmiegte sie sich eng an die Anwältin.

„Ich wusste nicht, dass so etwas möglich ist. Noch nie habe ich so gefühlt", flüsterte Cordy verlegen.

„So könnte es immer sein, wenn du mich lässt", unsicher blickte Lilah Cordelia an, die leise seufzte und erklärte: „Ich weiß nicht, es ist schwer, wir sind eigentlich Feinde, wie sollen wir... ich meine.. ich möchte schon. Ich mag dich, aber du stehst auf der anderen Seite, du gehörst zu W& H, und ich zu Angel Investigation, das würde niemals gut gehen."

Lilah zeichnete die Konturen des Gesichtes der Seherin mit dem Zeigefinger nach. Lange sagte sie nichts, doch dann begann sie schüchtern zu sprechen. „Ich liebe dich. Nein, sag jetzt nichts, lass mich zu Ende sprechen", bat Lilah, als Cordy sie unterbrechen wollte.

„Erst dachte ich, dass ich dich hasse, weil ich immer so eigenartige Gefühle bekam, wenn ich dich sah. Ich ließ dir diese schrecklichen Visionen schicken, hoffte, wenn ich dich verletze oder Schlimmeres, dass diese Gefühle verschwinden würden. Als ich plötzlich erkannte, das ich mich in dich verliebt hatte, war ich völlig verwirrt, wusste nicht wie ich mich dir gegenüber verhalten sollte und versteckte mich wie immer, wenn ich nicht weiter weiß, hinter meinem Eispanzer. Als wir uns heute gleich zwei Mal gegenüberstanden und du mir so selbstlos geholfen hast, war ich total verzweifelt. Du warst mir so nah, und doch so fern. Mein Fuß, der Regen, eines ergab das andere und als wir dann im Bett aufeinander lagen, konnte ich nicht mehr anders. Ich riskierte es dich zu küssen, auch wenn du mich zurückstoßen würdest, ich konnte einfach meine Gefühle nicht mehr unterdrücken.

Wenn du mich ein bisschen lieb haben kannst, werde ich alles tun, um dich glücklich zu machen und wir werden auch für alles andere eine Lösung finden, wenn du es nur willst." Lilah senkte ihren Blick und wartete ängstlich auf Cordelias Reaktion.

Bedrückendes Schweigen füllte den Raum, bis Cordy sich etwas aufrichtete und lächelnd sagte: „Von heute an werde ich ihn lieben!

„Wen?", fragte Lilah erstaunt.

Cordy küsste zart Lilahs Lippen und flüsterte: „Den Septemberregen."

Tbc