File 1: stories/1/87.txt
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Eng umschlungen schliefen sie ein und als Cordy am nächsten Tag in Lilahs Armen aufwachte, schmiegte sie sich noch enger in diese wundervolle Umarmung.

 

Nach einer Weile löste sie sich seufzend von der noch immer schlafenden Frau, schlüpfte vorsichtig, um Lilah nicht zu wecken, aus dem Bett und betrat leise das Badezimmer. Suchend sah sie sich um, erblickte den Bademantel, der an einem Haken hinter der Tür hing und zog ihn an.

Ebenso leise verließ sie den Raum wieder, um in die Küche zu gehen. Sie suchte in den verschiedenen Schränken, fand den Kaffe und füllte die Kanne. Dann setzte sie sich auf den Stuhl am Küchentresen und starrte vor sich hin.

So fand Lilah sie wenig später, legte den Arm um sie und küsste zärtlich ihr Haar. Erschrocken, aus ihren Gedanken gerissen, zuckte Cordy zusammen. „Sch... Liebes, ich bin es nur", flüsterte die Anwältin lächelnd und streichelte Cordelia beruhigend über den Rücken. „Woran denkst du?", fragte sie sanft.

„An dich, an uns, was wir weiterhin tun sollen. Du bist bei W&H. Ich arbeite für Angel. Wir sind eigentlich Feinde und nun? Was sind wir nun?"

Cordys Stimme klang unsicher und leicht panisch, als sie sich umdrehte und Lilah in die Augen blickte.

„Komm wieder ins Bett, wir haben heute noch den ganzen Tag Zeit, um darüber nachzudenken. Las uns einen schönen Tag verbringen, wir haben Zeit, so viel Zeit", schmeichelte die Anwältin und küsste und streichelte Cordy, bis ihr Widerstand schmolz und sie sich willig von Lilah zum Bett führen ließ.

Den ganzen Tag verbrachten sie dort. Liebten sich, bestellten Pizza und aßen sie gleich im Bett. Liebten sich wieder und Lilah zeigte Cordelia, was nur Frauen über ihren Körper wussten, was nur Frauen geben konnten und Cordy, ihre gelehrige Schülerin, brachte Lilah in ihren ganz persönlichen Himmel, als sie in völliger Extase ihren Namen schrie.

Als der Tag zu Ende ging, erhob sich Cordelia seufzend. „Es tut mir Leid Liebste, aber ich muss gehen." Sie holte ihre Kleider und zog sich an.

„Du könntest doch bei Wolfram und Hart arbeiten. Ich bin sicher, dass Mister Manners einen Job für dich hat, wenn ich ihn darum bitte. Du würdest gut, sehr gut verdienen und nicht so schuften müssen, wie bei Angel. Für die paar Dollar die er dir zahlt, arbeitest du bei uns höchstens drei Stunden am Tag. Wohnen könntest du bei mir - und dein Geld für hübsche Kleider ausgeben. Komm schon Liebes, überleg nicht lange, was bist du denn bei Angel Investigations schon? Ein Mädchen für alles. Sie nützen dich nur aus. Ich bin sicher, du bist bei W& H viel besser aufgehoben, als meine persönliche Sekretärin, wenn du willst." Lilah stellte sich hinter Cordy, küsste ihren Hals und versuchte ihr den Job schmackhaft zu machen.

„Was hätte ich denn da zu tun? Kaffee kochen? Akten ablegen? Für dich Botendienste erledigen?", fragte Cordelia besonders freundlich.

„Genau das Liebste, alles was du bei Angel auch tust, nur das du besser bezahlt wirst, viel besser." Lilah freute sich, das Cordelia ihr Angebot anscheinend wohlwollend in Betracht zog.

„Und ich sitze dann in einem Großraumbüro, mit fünfzig anderen Mitarbeitern, ohne das ich jemanden kenne, oder mich jemand kennt?", fragte Cordy weiter.

„Anfangs schon, aber du wärst meine persönliche Sekretärin." Die Anwältin hatte das Gefühl, das es nicht ganz so lief, wie sie es sich vorgestellt hatte.

„Weißt du was Lilah? Ich mag bei Angel Investigation vielleicht ein Mädchen für alles sein. Ich verdiene auch nicht annähernd so viel, wie möglicherweise bei Wolfram und Hart, aber bei A.I. bin ich ein Mensch. Ein wertvoller, geliebter Mensch. Dort wissen sie wer und was ich bin. Sie sorgen sich um mich, schützen mich, weil ich ihnen etwas bedeute und nicht, weil ich für die Firma nützlich bin.

Du begreifst es einfach nicht. Du verstehst nicht, dass die wirklichen Dinge im Leben einfach mit Geld nicht zu bezahlen sind. Ich hoffe du erkennst rechtzeitig, wie falsch dein Weg ist, Lilah, bevor du als einsame, alte Frau, ohne Freunde und ohne Liebe in deiner Luxuswohnung sitzt und es für dich zu spät ist." Cordy sprach ruhig und emotionslos, nahm ihre Tasche, schlüpfte in den vom Regen zerknitterten Mantel und ging zur Tür.

„Du bist ja nur neidisch, weil du nie so sein wirst wie ich, niemals haben wirst was ich habe. Du bist nicht weiter als eine kleine, selbstgefällige, dumme Person", rief die Anwältin aufgebracht, sprang aus dem Bett und schlang sich das Laken um ihren nackten Körper.

Langsam drehte sich Cordelia um, maß Lilah von oben bis unten mit kaltem Blick und meinte ruhig: „Soll ich dir etwas sagen? Du tust mir einfach nur leid."

Mit hocherhobenem Kopf verließ sie die Wohnung und warf die Tür hinter sich zu.

„Was bildet sich diese kleine Schlampe eigentlich ein?", schimpfte Lilah hinterher. „Ich tue ihr leid? Pha. Ich habe mehr Geld als sie jemals zu Gesicht bekommen wird. Ich habe Macht und Einfluss. Eine gute, sehr gute Position bei einer renommierten Anwaltskanzlei, und sie? Was hat sie? Nichts, gar nichts. Nicht einmal genügend Kleider, um täglich anders angezogen zu sein. Sie ist eine kleine Bürokraft bei einer noch kleineren Detektei und hat ab und zu Visionen. Arbeitet mit einem Vampir und einem verschrobenen Engländer zusammen, die allesamt froh sein können, dass der alte Kasten, den sie Hotel nennen nicht über ihren Köpfen zusammenbricht. Und ausgerechnet sie sagt: Ich. Tue. Ihr. Leid. Da kann ich ja nur lachen." Lilah brach in lautes gekünsteltes Gelächter aus, das jedoch nach wenigen Minuten in ein verzweifeltes Schluchzen überging. Sie ließ sich auf das Bett fallen und weinte hemmungslos in die Kissen.

Cordy stand auf der Straße und starrte vor sich hin. Immer wieder stießen Menschen, die an ihr vorbei gingen, an sie an. Sie merkte es nicht einmal. Ein alter Mann tippte ihr auf die Schulter, sie zuckte erschrocken zusammen und sah auf. „Geht es Ihnen nicht gut, junge Frau?", fragte er mit besorgtem Blick.

„Wie? Nein... doch... äh danke, alles in Ordnung", murmelte sie und ging mit schnellem Schritt weiter. Sie bog um die Ecke, lehnte sich erschöpft an die Wand und schloss für einen Moment die Augen. „Ich hätte es wissen müssen. Wie zum Teufel, konnte ich so dumm sein? Wie blöd kann man sein, um sich auf Lilah einzulassen? Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Was ist mir nur eingefallen, dass ich sie überhaupt nach Hause gebracht habe? Und was noch schlimmer ist, ich habe ihr erlaubt mich zu verführen. Mich! Ich bin doch sonst nicht so. Es waren ihre Augen. Ja. Ich glaube es waren ihre traurigen, sehnsuchtsvollen, einsamen Augen, die mich so sehr an mich erinnerten, dass ich aufhörte zu denken. So muss es gewesen sein. Aber ich brauche sie nicht. Ich habe Freunde, jawohl. Ich habe Angel, Wesley und Gunn und... ich habe niemanden mit dem ich die einsamen Stunden verbringen kann. In der Zeit, die ich nicht im Büro verbringe, sitze ich alleine zu Hause. Gut, nicht ganz alleine. Immerhin ist Dennis da, aber den sehe ich ja nicht mal. Und Lilah... es war wundervoll, einfach wundervoll. Die Nacht mit ihr, das gemeinsame Aufwachen, der Tag im Bett, mit essen, lachen, lieben. Aber ich brauche sie nicht. Nein, sie ist böse und eingebildet und ..und ..ich werde nie vergessen wie lieb sie sein kann. Aber es ist vorbei, definitiv. Und Angel darf es nie erfahren. Das wurde er mir nie verzeihen. Niemals."

Cordelia stieß sich von der Wand ab, ging zurück auf die Hauptstraße und hielt ein Taxi an. Sie nannte dem Fahrer die Adresse ihrer Wohnung, lehnte sich in die Polsterung zurück und wischte sich die einsame Träne vom Gesicht, die über ihre Wange lief.

~*~

Cordy bezahlte das Taxi und betrat ihre Wohnung. Seufzend legte sie den Mantel ab und streifte die Schuhe von den Füssen. Sie ging ins Bad, ließ Wasser in die Wanne laufen und gab Badeöl dazu, das nach Pfirsichen duftete. Sie brauchte unbedingt etwas das sie von dem herrlichen Geruch des teuren Parfum Lilahs ablenkte. Cordy griff nach dem Bademantel und begab sie sich zurück in den Wohnraum. Dort entkleidete sie sich vollständig und warf sämtliche Kleidungsstücke in den Wäschekorb. Sie hängte sich den Bademantel um die Schultern und ging zurück in das kleine Badezimmer. Legte den Mantel auf den Hocker und ließ sich in das warme Wasser gleiten. Normalerweise genoss sie es, in dem duftenden Nass zu entspannen, doch diesmal ließ ihre Anspannung einfach nicht nach. Immer wieder drifteten ihre Gedanken zu dem Wochenende, das sie mit der Anwältin verbracht hatte. Krampfhaft versuchte sie an etwas anderes zu denken, als an die sanften Hände, wundervollen Küsse und erregenden Finger Lilahs. „Verdammt. Es war nur Sex. Einmal. Gut, mehr als einmal, aber es wird nie, nie, nie wieder passieren. Ich liebe sie nicht, sie liebt mich nicht, also was solls. Ich vergesse es einfach. Ich tu so, als wäre es nie passiert, genau. Ich war einsam, sie war einsam, mehr war nicht."

Frustriert tauchte sie mit dem Kopf unter, um ihre Haare nass zu machen, dann griff sie nach dem Shampoo und verteilte einen ordentlichen Klecks auf dem feuchten Haar. Sie rubbelte so kräftig, das die Kopfhaut schmerzte, um den Schmerz in ihrem Herzen zu übertönen, doch es gelang ihr leider nicht. Schluchzend schlug sie ihre Hände vors Gesicht und weinte hemmungslos. Plötzlich spürte sie eine sanfte Berührung auf ihrem Rücken und blickte über ihre Schulter. „Ach Dennis, du bist so lieb", schniefte sie zu ihrem Hausgeist, der ihr mit einem Schwamm sanft über den Rücken strich.

~*~

An nächsten Tag betrat Lilah perfekt gestylt, jedoch mit Sonnenbrille auf der Nase, das Bürogebäude von Wolfram und Hart. Sie wollte nicht, dass jemand ihre verheulten Augen bemerkte. Sie begab sich in ihr Büro und setzte sich hinter ihre Schreibtisch. Seufzend starrte sich vor sich hin. Sie dachte an Cordelia. Sie war einfach nicht im Stande, die braunhaarige Schönheit aus ihrem Kopf zu verbannen. Immer wieder sah sie Cordy vor sich. Ihren wunderbaren Körper, das bezaubernde Lächeln und ihr vor Lust verzerrtes Gesicht, wenn sie in Ekstase Lilahs Namen rief.

Das Telefon läutete und die Anwältin schreckte auf. „Mister Manners wünscht sie in fünf  Minuten zu sehen", sagte eine weibliche Stimme und Lilah stand mit einem mulmigen Gefühl auf, um dem Befehl ihres Bosses nachzukommen. An dessen Tür angekommen, atmete sie tief durch, strich ihren Rock glatt und klopfte. "Kommen Sie herein", hörte sie die tiefe Stimme ihres Bosses durch die Tür.

„Miss Morgan. Das hier ist Phil Logan. Er wird ihnen zur Seite stehen, da sie anscheinend Schwierigkeiten haben, die Aktivitäten von Angel Investigations gegen unsere Firma einzustellen, oder zumindest einzudämmen. Mister Logan ist Experte bei, sagen wir mal, Auflösung gewisser Firmen, die uns nicht wohlgesinnt sind. Ich erwarte, dass sie mit ihm zusammenarbeiten. Mister Logan hat sich die Akten angesehen und schon einen Vorschlag gemacht. Bitte Phil, Sie haben das Wort."

Manners lehnte sich in seinem Sessel zurück und blickte überheblich zu Lilah.

Diese versuchte ihren Ärger zu unterdrücken und sah den angeblichen Experten an.

„Nun Miss. Morgan. Laut den Akten gibt es mehrere Mitarbeiter bei Angel Investigations. Ich denke da könnte man ansetzen. Das schwächste Glied ist meiner Meinung nach, diese Cordelia Chase. Mit einer drastischeren Maßnahme, als Sie bisher gegen diese Frau vorgegangen sind. Ich gebe zu, ihr diese Visionen zu schicken war ja recht nett Miss Morgan, aber nicht effektiv genug, um diesen Angel dementsprechend unter Druck zu setzen. Daher würde ich vorschlagen genau das zu tun. Wir werden sie entweder gefangen nehmen, oder in einer anderen Weise manipulieren. Somit können wir an Angel herankommen und ihn dazu veranlassen, unserer Firma keine weiteren Schäden zuzufügen", meinte Logan herablassend.

„Es dürfte Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein, Mister Logan, das Angel ein Vampir ist. Menschen bedeuten ihm nichts, es ist ihm vollkommen egal, ob Cordy, ich meine Miss Chase, manipuliert, entführt, oder auch einfach getötet wird. Menschen sind für ihn ersetzbar, Mister Logan." Lilah sagte das völlig emotionslos, innerlich zitternd, da jemand Cordy etwas antun wollte. Sie würde mit allen Mitteln versuchen, das zu verhindern.

„Und Ihrer Aufmerksamkeit, Miss Morgan, durfte es entgangen sein, das Chase ein Medium - und daher wichtig für diese Institution, somit auch für Angel ist", antwortete der Mann überheblich.

„Er ist gefährlich, ich muss aufpassen was ich sage", dachte Lilah leicht panisch, bevor sie wieder das Wort an ihn richtete. „Das ist so nicht richtig. Sie ist jederzeit ersetzbar. Sie ist nicht die Erste - und wird auch nicht die Letzte sein, die seherische Fähigkeiten hat. Schon vorher gab es jemanden, der in dieser Hinsicht für Angel tätig war und ebenso wird es nach Miss Chase jemanden geben."

Lilah versuchte zu verhindern, das Cordy etwas passierte, wobei sie eigentlich nicht wusste warum. Cordelia hatte sie beleidigt, gedemütigt und verletzt. Sie hatte normalerweise keine Veranlassung sich schützend vor die Seherin zu stellen, und doch...

„Ich bin ganz Phils Meinung. Zumindest würde es eine Weile dauern, bis ein neues Medium erwählt wird, sollte Miss Chase einen, sagen wir Unfall erleiden, wenn dieser Angel uneinsichtig sein sollte. Also Lilah, geben Sie Phil alle Informationen und Unterlagen die Sie haben und unterstützen Sie ihn, wo sie können. Sollte eine örtliche Veränderung, oder ähnliches, von Miss Chase bei Angel nicht den gewünschten Erfolg bringen, das heißt, dass er nicht bereit ist unsere Forderungen zu erfüllen, wird dieses Fräulein diese Welt verlassen. Ich hoffe Sie haben mich verstanden, Lilah?"

Manners wandte sich den Papieren auf seinem Schreibtisch zu, und somit waren Lilah und Logan entlassen.

~*~

Am Abend betrat Cordelia mit Sonnenbrille das Hyperion. „N`Abend", murmelte sie und legte die Tasche auf ihren Schreibtisch.

„Falls es deiner Aufmerksamkeit entgangen ist, die Sonne ist bereits vor einer Stunde untergegangen - und im Hotel scheint sowieso keine", bemerkte Wesley schmunzelnd.

„"Ich habe irgendwie Kopfschmerzen, da tut es gut, eine Sonnenbrille aufzuhaben", erklärte Cordy lahm und setzte sich auf ihren Stuhl.

„Hattest du eine Vision?", wollte Wes wissen und ging besorgt auf die Seherin zu.

„Nur Kopfschmerzen, keine Vision, einfach nur leichte Kopfschmerzen, Wes, weiter nichts", antwortete sie ungehalten. Cordy wollte einfach nur in Ruhe arbeiten. Keine Fragen, keine Antworten, kein Nachdenken. Nur so viel wie möglich arbeiten, damit sie nicht denken musste. Nicht an Lilah denken musste.

Wesley ging wortlos, auf seinen Platz zurück und widmete sie seinen Büchern.

Cordy begann wie wild auf den Laptop einzuhämmern, als Angel aus seiner Wohnung kam.

„Hallo Leute. Cordy. Warum trägst du eine Sonnenbrille im Haus?", fragte er verwundert.

Cordelia seufzte frustriert auf. „Ich. Habe. Kopfschmerzen. Keine. Vision. Nur. Leichte. Kopfschmerzen. Also lasst mich in Ruhe, ja?"

Angel sah erstaunt über Cordys Ton zu Wes, der zuckte mit den Schultern und Angel meinte: „Ist ja schon gut. Ich dachte nur..."

„Nein, es ist nichts weiter, und jetzt muss ich die Berichte auf die Reihe kriegen." Sie versuchte sich zu konzentrieren, was ihr nur schwer gelang, da immer wieder eine schöne dunkelhaarige Frau durch ihr Gehirn huschte, doch sie verscheuchte die Bilder und versenkte sich in ihre Schreibarbeiten.

Wenig später kam Gunn und er und Angel machten sich auf den Weg um einen relativ unbedeutenden Auftrag zu erfüllen. Aber es brachte wenigstens ein wenig Geld.

~*~

„Ich bin nach wie vor dagegen. Meiner Meinung bringt es uns nicht ans gewünschte Ziel. Wir sollten Mister Manners einen anderen Vorschlag machen, Mister Logan."

Lila verschränkte ihre Arme vor der Brust und blickte ihren Konkurrenten mit hochgezogenen Augenbrauen ins Gesicht.

„Nennen Sie mich Phil", bat der lächelnd.

„Nennen sie mich Miss Morgan, Phil", lächelte sie ebenso süffisant zurück.

„Nun gut. So kommen wir nicht weiter. Manners hat genaue Anweisungen gegeben und ich denke wir tun gut daran sie zu befolgen." Logan war sichtlich verärgert.

‚Da rinnt noch viel Wasser den Colorado River hinunter mein Lieber, bis du mir das Wasser reichen kannst', dachte Lilah und grinste innerlich.

„Ich habe Kontakt zu zwei, unserer Firma verpflichteten Quertin- Dämonen hergestellt. Sie sind im Stande jemanden die..."

„Ich weiß was sie können", unterbrach Lilah in schroff. „Nur was wollen sie damit bewirken?"

„Zum Einen, Cordelia Chase wird ihren Kollegen nicht mehr mitteilen können, was sie in ihren Visionen sieht. Und zum anderen werden wir so diesen Angel dazu zwingen, sich von unserer Firma in Zukunft fern zu halten", lachte Logan selbstsicher.

~*~

Ich geh dann mal nach Hause. Cordy klappte den Laptop zu und erhob sich. Müde streckte sie ihre Glieder. Die Sonnenbrille hatte sie schon vor Stunden abgenommen, sobald sie festgestellt hatte, dass ihre Augen nicht mehr verschwollen waren.

„Ja sicher, geh nur, für heute ist nichts mehr zu tun. Ich sag Angel bescheid, wenn er zurückkommt. Aber willst du nicht warten, bis es hell wird? Du weißt, Angel hat es nicht gerne, wenn du im Dunkeln nach Hause gehst." Wesley sah besorgt auf die Freundin.

„Ach was, ich nehme mir ein Taxi. Macht euch keine Sorgen. Wir sehen uns dann heute Abend." Cordy griff nach ihrer Tasche und verließ nach einem kurzen Gruß das Hyperion.

Eine halbe Stunde später betraten Angel und Gunn das Hotel.

„Alles erledigt. Waren nur drei Galkos-Dämonen, leicht zu besiegen, wenn man weiß wie. Der Besitzer der Bar war so dankbar, dass er mehr Kohle herausgerückt hat, als vereinbart war." Lachend ließ sich Charles auf das Sofa fallen.

„Wo ist Cordy?" Angel sah sich suchend um.

„Sie hatte genug für heute Nacht. Ich denke ihr Kopf ist noch nicht ganz in Ordnung", erklärte Wes und als er sah, das Angel finster schaute, sprach er schnell weiter. „Ich hab ihr gesagt, dass du nicht willst, dass sie im Dunkeln nach Hause geht, aber sie wollte nicht hören. Sie nimmt sich ein Taxi, soll ich dir sagen und du sollst dir keine Sorgen ma..."

Das Telefon klingelte und Wesley nahm ab.

„Lassen sie Cordelia Chase nicht aus den Augen. Sie ist in Gefahr."

Wes wurde blass und starrte auf den Telefonhörer, der nur noch ein tutendes Geräusch von sich gab.

„Wer war das? Was ist los?" Angel sah alarmiert auf seinen Freund und Mitarbeiter.

„Eine Frau. Es geht um Cordy", flüsterte der ehemalige Wächter tonlos.

„Los, wir gehen." Angel stürmte aus der Tür, gefolgt von Gunn und dem geschockten Wesley.

Tbc..