File 1: stories/1/90.txt
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Cordelia stoppte vor der Tür und atmete tief durch, bevor sie den Türgriff entschlossen hinunterdrückte. Sie trat ein, schloss die Tür leise hinter sich, und ging langsam auf das Bett zu. „Hi. Alles okay?" ‚Eine blödere Frage hätte ich nicht stellen können', dachte sie wütend auf sich selbst, und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett.

 

„Ähm... Lilah, ich möchte dir ein paar Fragen stellen. Antworte mir bitte. Ich weiß von Angel, dass du die Augen bewegen kannst. Also werde ich nur Sachen fragen, die du mit ja, oder nein beantworten kannst. Verstehst du mich soweit? Entschuldige, natürlich weißt du, was ich meine. Ich bin nur etwas nervös. Also, lass uns anfangen. Einmal die Augen schließen heißt ja, zweimal nein, okay?"

Cordy knetete die Finger in ihrem Schoß und räusperte sich. „Warum hast du das getan?"

Verzweifelt blickte Lilah sie an.

„Sorry, falsch. Noch mal. Du weißt, was der Dämon anrichtet, wenn sein Strahl jemanden trifft?" Gespannt wartete Cordy auf Lilahs Antwort, die mit einmal Augenklimpern antwortete.

„Du weißt es also? Und trotzdem hast du dich schützend vor mich gestellt?"

Wieder bewegte die Anwältin ihre Augenlider einmal.

„Das verstehe ich nicht, du hast doch gesagt, ich... magst du mich vielleicht doch?", wisperte die Seherin und wagte kaum Lilah anzusehen, tat es aber trotzdem gebannt.

Wieder schloss Lilah die Augen, diesmal länger und Cordy wartete zitternd ab, ob sie es nochmals tun würde, doch deren Augen blieben nach dem ersten Mal offen.

„Gut, das klären wir später." Cordy stieß hörbar die Luft aus.

„Wir werden versuchen ein Gegengift zu finden. Angel ist schon auf dem Weg um Informationen einzuholen. Ja, ich weiß, dass es angeblich keines gibt, aber wir werden nicht aufgeben", sagte Cordy schnell, als Lilah heftig mit den Wimpern zwinkerte.

„Mach dir keine Sorgen, uns wird schon etwas einfallen. Es dauert vielleicht ein bisschen, aber wir schaffen das. Und nun ruh dich aus und schlaf etwas. Inzwischen gehe ich zu Wes, er recherchiert auch und uns muss etwas einfallen, um dich zu ernähren, vor allem brauchst du Flüssigkeit, dein Körper wird nicht lange durchhalten. Ohne zu essen hältst du länger durch, aber ohne Wasser nicht. Ich bin bald wieder da, bleib ganz ruhig. Ich stehe in deiner Schuld, und werde dir helfen, so gut ich kann." Cordy erhob sich beugte sich über die Anwältin, fast sah es so aus, als wollte sie sie küssen, doch sie strich ihr nur die Locken aus dem Gesicht und streichelte aufmunternd ihre Wange.

~*~

Lilah war wieder allein. So alleine, wie sie es eigentlich immer war. Cordelia hatte ihr zwar Mut zugesprochen, doch sie wusste, das es kein Gegengift gab.

Gut, sie hatte nicht viele Informationen über diesen Dämon. W&H hatte noch nie mit einem solchen zusammengearbeitet, bevor dieser Logan mit dem Quertin-Dämon dahergekommen war, aber das was sie über ihn wusste genügte. Es gab nichts, das sie heilen konnte. Und selbst wenn, warum sollte Angel ihr, der Feindin helfen? Das wäre absurd.

Aber ihr, Lilah war es das wert gewesen. Cordy war gerettet. Ihre Cordy würde weiterleben. Und wieder war sie sich sicher, das richtige getan zu haben. Ein einziges Mal in ihrem Leben war sie erfüllt von Glück gewesen, ein ganzes Wochenende lang war sie vollkommen glücklich gewesen, mit der wundervollsten Frau, die es für sie gab. Und das sie das erleben durfte, war es wert nun zu sterben. Den einzigen Wunsch, den sie noch hatte war, das Cordelia sie noch einmal küssen würde, ihr noch einmal sagen würde, dass sie sie zumindest mochte, wenn sie sie schon nicht liebte. Sie noch einmal berühren zu dürfen, das wäre der Himmel, aber Lilah wusste, das ihre Zeit bald vorbei sein würde, dass sie nie mehr Cordys herrliche Lippen küssen, oder ihren makellosen Körper berühren würde. Wenn sie könnte würde sie weinen, ihre Sehnsucht in die Welt hinaus schreien, doch nicht einmal das war ihr vergönnt, und so würde sie versuchen durchzuhalten, solange sie nur irgendwie konnte. Sie hoffte, in den letzten Augenblicken ihres Lebens in die Augen des geliebten Menschen sehen zu können, die alles für sie war, für die sie ihr Leben gab, für die Liebe ihres Lebens. Cordelia!

~*~

Phil Logan saß in seinem neuen Büro und grinste vor sich hin. Das war ja besser gelaufen, als er es sich vorgestellt hatte. Lilah Morgan hatte sich schützend vor diese Seherin gestellt. Was für eine Närrin. Sie hatte somit ihn und vor allem die Firma verraten, was wiederum Mister Holland so sehr missfiel, das er mit den Worten: „Miss Morgan arbeitet nicht mehr für unsere Firma, ich denke Sie sollten ihren Platz einnehmen", ihn, Phil Malcolm Logan, zum offiziellen Nachfolger dieser eingebildeten Anwältin ernannt hatte und ihm erlaubte das Büro von Lilah zu übernehmen. Noch am selben Tag hatte er alles aus dem Zimmer entfernen lassen, das auch nur im Geringsten an die Anwältin erinnerte, und es erfüllte ihn mit Genugtuung, das sich diese eingebildete Ziege selbst aus dem Rennen geschossen hatte. Warum sie es getan hatte, war ihm allerdings ein Rätsel, aber wie auch immer, er war sie los, nur das zählte. Doch er würde wachsam sein. Sich schützen. Er hatte sich einen besonderen Beschützer zuteilen lassen, einen der ihn Tag und Nacht bewachen würde, denn man konnte ja nie wissen...

~*~

„Du kannst das, ich weiß, dass du es kannst, bitte Wes." Cordelia stand in der Lobby und blickte Wesley flehend an. In einer Hand hielt sie den Beutel mit den Flaschen, die Lilah Flüssigkeit zuführen sollte, in der anderen einen Infusionsständer.

Wes seufzte. „Also gut Cordy, aber gerne tue ich das nicht." Wes schaute griesgrämig drein und nahm ihr die Infusionen ab.

„Hauptsache du machst es", entgegnete sie erleichtert und eilte hinter dem ehemaligen Wächter her. Sie betraten Cordys Zimmer und die Seherin trat leise ans Bett. „Hallo, da bin ich wieder und ich habe Wes mitgebracht. Sei ganz ruhig, er wird dir eine Infusion setzen, damit du nicht austrocknest. Sie setzte sich aufs Bett und nahm zärtlich Lilahs Hand. Sie schob den Ärmel hoch, um den Arm für Wes herzurichten. Lilah blickte ihr in die Augen und Cordy lächelte ihr zu.

„Ich bleib noch", erklärte sie als Wesley fertig war und zur Tür ging. „Okay, ich sag dir bescheid wenn Angel zurück ist", entgegnete er nur und verließ den Raum.

Lange sahen sie sich in die Augen, bevor Cordelia leise zu sprechen begann. „Angel meint ich bedeute dir etwas, sonst hättest du mich nicht gerettet, ist das so?" Sie schloss die Augen, schluckte und wagte es erst dann Lilah wieder anzuschauen. Lilah sah sie unverwandt an und als Cordy wieder den Blick auf sie richtete, schloss sie einmal kurz die Augen. „Ja? Heißt das ja?", fragte die Seherin hoffnungsvoll und wieder schloss die Anwältin einmal die Augen.

„Wir... wir reden später, wenn... ich... ich werde nachsehen, ob die... nein doch nicht." Cordy war total verwirrt. Einerseits wollte sie so gerne glauben, das Lilah die Wahrheit sagte, andererseits dachte sie immer an die zynischen Worte, die sie ihr entgegengeschleudert hatte, damals. Cordy stand auf, überprüfte die Flasche, den Ständer, ob Lilah ordentlich zugedeckt war, da sie nicht wusste, wie sie sich verhalten sollte. Als sie sich wieder setzte, bemerkte sie, dass Lilah eingeschlafen war. Das Mittel, das in der Flasche war schien zu wirken und die Anwältin hatte einen entspannten Gesichtsausdruck. Vorsichtig legte sich Cordy zu Lilah ins Bett und rückte ganz nah an sie. Sie streichelte ihre Wange und drückte einen hauchzarten Kuss darauf, suchte die Hand unter der Decke und verknotete sie mit ihrer. „Ich mag dich auch", flüsterte sie und schmiegte ihren Kopf an Lilahs Haar, bevor sie die Augen schloss und erschöpft einschlief.

~*~

Angel wartete geduldig vor dem Gebäude der Firma Wolfram und Hart. Er hatte noch sechs Stunden Zeit bevor die Sonne aufging, bis dahin hoffte er, dass Phil Logan das Haus verlassen würde. Und dann würde er ihn fragen, welches Gegenmittel es gab, um Lilah zu retten. Nicht das er sie retten wollte, er würde es für Cordy tun. Angel war durchaus bewusst, dass, falls es etwas gab, das Lilah gesund machen würde, Cordelia vor einer schwierigen Entscheidung stand. Und wenn sie sich für Lilah entscheiden würde, dann... Noch bevor er seine Gedanken zu Ende führen konnte, verließ Phil Logan das Bürogebäude von W&H. Angel lächelte als er sah, das Logan mit einem Bodyguard, der sich aufmerksam umsah, zu seinem Wagen ging. Angel trat mit raschen Schritten auf die beiden zu, und der Beschützer Logans drehte sich knurrend herum.

„Sie sollten wissen, dass der sie vor mir nicht schützen kann." Angel schlug auf den Bodyguard ein. Er was fast genau so groß wie er selbst, nur noch breitschultriger, bulliger, hatte das Aussehen eines Boxers. Angel hatte sofort erkannt, dass es sich um einen Taskadämonen handelte, als der auch schon seine messerscharfen Krallen ausfuhr. Geschickt wich Angel aus, packte die Krallenhand und verdrehte sie so, dass sie brach. Der Dämon jaulte auf und ging in die Knie, als Angel den Arm noch mehr verdrehte. „Konnten sie niemand besseren finden, als diese lächerliche Kreatur?", spottete Angel, und brach dem Bodyguard mit einem Ruck das Genick.

Logan wich ängstlich zurück und versuchte mit zitternden Fingern den Autoschlüssel ins Schloss zu stecken.

„Na, na, das wollen wir doch schön lassen. Bringt ja doch nichts." Angel umklammerte Phils Hals mit einer Hand und drückte ihn an den Wagen. „Lassen sie mich los, ich werde schreien." Der angebliche Spezialist zitterte am ganzen Leib.

„Sie sind ja ein echter Komiker, denken sie wirklich ich erlaube ihnen zu schreien?" Angels Hand drückte etwas fester zu, und Logan keuchte. „Und nun mein Lieber, erzählen sie mir alles, wirklich alles, was sie über die Quertins wissen", sagte Angel und verwandelte sein Gesicht zu seinem Dämon, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. „Sie, sie lähmen mit ihrem Strahl, und..."

„Nichts was ich schon weiß, das Gegengift, was ist es. Ich bin sicher, sie wissen es, denn ich halte sie nicht für dumm. Sie haben sich keinen Dämon geholt, ohne zu wissen wie sie sich Notfalls vor ihm schützen können." Angel lockerte die Hand um Logans Hals etwas, da der schon verdächtig blau im Gesicht wurde.

Phil nickte, schluckte, hustete, bevor er wieder sprechen konnte. „Ja, aber die Morgan kann nicht gerettet werden, denn nur das Blut eines Vampirs, eines Meisters, gemischt mit dem Blut eines Menschen, der den, oder diejenige aus ganzem Herzen liebt, kann sie retten. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Frau von irgendjemand geliebt wird", keuchte Logan.

Angel stieß den Mann verachtend von sich und sein Gesicht wurde wieder menschlich.

„Sie tun mir nichts?", fragte Phil verwundert, als Angel ihn endgültig losließ.

„Sie werden einen anderen Richter finden, da bin ich sicher", meinte der Vampir ruhig, ging zu seinem Wagen und stieg ein.

~*~

Cordy erwachte, als sie leicht an der Schulter gerüttelt wurde. Verwirrt öffnete sie die Augen und blickte in Angels. „Komm", flüsterte der Vampir: „Wir müssen reden." Cordelia löste ihre Finger von Lilahs und erhob sich leise um Angel zu folgen.

Auf dem Flur blieb Angel stehen und sah seine Seherin ernst an, als die sich, nachdem sie die Tür geschlossen hatte, zu ihm drehte.

„Cordelia.", begann der Vampir zu sprechen. „Sag mir, wie wichtig ist dir Lilah Morgan?"

„Sehr, ich weiß, es hört sich verrückt an, aber..."

„Nein, tut es nicht, ich bin sehr alt und habe viel gesehen und erlebt, aber was ich wissen muss. Liebst du sie, wirklich und wahrhaftig, aus ganzem Herzen?"

Cordy schwieg lange, sah den Vampir unsicher an, bevor sie sagte. „Ich weiß, dass du das nicht hören möchtest, aber ich kann nicht anders, ich liebe sie, frag mich nicht warum, ich kann es mir selbst nicht erklären, es ist einfach so."

„Ja, gegen die Liebe kannst du nicht an, sie überfällt dich einfach, macht dich vollkommen hilflos, wehrlos, glücklich, unglücklich, und trotzdem ist sie das Wunderbarste, das es im Universum gibt, und wenn du das Erleben darfst und es jemanden gibt, der dich genauso liebt, ist es die Erfüllung, der Sinn deines Daseins und es gibt nichts, das es annähernd Wert wäre alles dafür zu tun, alles zu riskieren und alles zu opfern. Nichts!", flüsterte Angel, und seine Stimme war voller Trauer, als er mit verzweifelten Blick zu der Seherin schaute.

Cordy schluckte und sah ihn voller Mitleid an. „Es tut mir so leid", flüsterte sie und strich ihm über den Arm, sehr wohl wissend, dass er auch über sich selbst gesprochen hatte.

„Schon gut", wehrte er rasch ab, versuchte sich wieder in den Griff zu kriegen und sprach dann emotionslos weiter. „Also, du kannst Lilah retten, wenn es so ist wie du sagst und du sie wirklich liebst." Der Vampir straffte seine Schultern und sah ihr intensiv in die Augen.

„Ja? Wie?" Cordys Augen begannen zu leuchten.

„Dein und mein Blut sind der Schlüssel. Ein Mensch, der sie liebt und ein Vampir, Meister-Vampir um genau zu sein", sagte er nicht ganz ohne Stolz: „müssen die gleiche Menge Blut vermischen und es ihr verabreichen. Wesley soll uns Blut abzapfen, und wir geben es ihr, dann heißt es abwarten. Wenn es funktioniert Cordelia, müssen wir darüber reden, wie es weitergeht, das weißt du, denn in unserer Branche lässt sich Beruf und Privatleben kaum trennen."

„Ja, ich weiß das." Cordy senkte betrübt den Kopf.

„Lass den Kopf nicht hängen, wir finden schon eine Lösung. Jetzt geben wir Lilah erst mal das Blut, und dann sehen wir weiter", tröstete Angel sie und umarmte sie freundschaftlich.

Sie gingen in die Lobby, wo Wes ihnen unter Protest natürlich, Blut abnahm. Dann eilten sie in Cordys Zimmer und Wesley injizierte die rote Flüssigkeit in Lilahs Arm. Daraufhin wurde Lilah wach, sah sich verwirrt um, bis ihr Blick auf die Seherin fiel.

Plötzlich lächelte sie. „Cordelia", hauchte sie, und in diesem einen Wort war so viel Liebe, das Angel und Wes sich verstehend anblickten und leise den Raum verließen.

„Lilah, Liebste", flüsterte nun auch Cordy und strich ihr zärtlich über das Haar. Lilah wollte es ihr gleich tun, doch ihr Arm versagte als sie ihn heben wollte. „Ich kann mich nicht bewegen"

Panisch sah sie Cordy an. „Das wird schon wieder, keine Sorge, das dauert noch ein Weilchen. Ich halte dich, bis du wieder ganz gesund bist." Die Seherin krabbelte zu Lilah ins Bett, legte sich an ihre Seite, nahm sie in den Arm und drückte sie an sich. Beide lächelten und sahen sich glücklich in die Augen.

~*~

„Und jetzt, wie geht es nun weiter, Angel?" Wesley war ehrlich besorgt, da er erkannt hatte, wie sehr Cordy um Lilah bemüht war.

„Wenn ich das wüsste. Warten wir ab, was Cordelia zu sagen hat, dann werden wir gemeinsam besprechen was zu tun ist." Angel ging in sein Büro um etwas zu arbeiten und Wes beschloss einen Eintrag über Quertin-Dämonen zu machen.

~*~

Langsam kamen Lilahs Kräfte zurück und sie legte vorsichtig ihren Arm um Cordy. „Ich liebe dich, Cordelia Chase", flüsterte sie und wagte es nicht Cordy anzusehen. „Ich weiß, dass du das nicht tust, aber ich denke du magst mich zumindest, sonst hättest du mir nicht geholfen."

„Den Quertin-Dämon, weißt du wie man sein Gift besiegen kann?" Lächelnd strich Cordelia der Anwältin, die mit ihrem Kopf auf ihrer Schulter lag über das Haar. Lilah schüttelte den Kopf, ohne aufzublicken.

„Das Blut eines Meister-Vampirs ist dazu notwendig."

„Eines Meisters, wieso hat Angel das getan? Ich kann es nicht glauben." Erstaunt richtete Lila sich auf und sah Cordy an.

„Lassen sie mich ausreden Frau Anwältin. Also eines Meister-Vampirs und eines Menschen, der die infizierte Person über alles liebt. Dieses gemischte Blut ist es, das den Giftstrahl neutr--" Cordy wurde von Lilah unterbrochen.

„Du?.. Du liebst mich? Über alles?... Du... Du, oh Gott, oh mein Gott." Lilah stürzte sich in die Arme von Cordy und hielt sie ganz fest.

„Ich hab es gesagt und sage es immer wieder, Anwälte reden zu viel und küssen zu wenig", lachte Cordy leise und glücklich. Sie umklammerte Lilah genauso fest, bis die sich löste. „Dieses Vorurteil werde ich sofort berichtigen." Lilah näherte sich Cordys Lippen und küsste sie mit aller Zärtlichkeit, die sie fähig war. Sie liebkoste mit ihrer Zunge die Lippen ihrer Liebsten, bat um Einlass, der ihr auch sofort gewährt wurde und die Beiden begannen mit ihren Zungen das ewige Spiel der Liebe und Verbundenheit, bis sie beide dringend Luft benötigten. Ein leises Wimmern kam aus ihren Kehlen, als sie sich trennen mussten.

„Lilah, wir müssen reden. Du bist jetzt wieder gesund, und wir sind immer noch... na ja, du stehst auf der anderen Seite, sozusagen und..."

„Bitte Cordy nicht reden, nicht jetzt, erst noch einen Kuss, bitte ich hab das so vermisst. Ich hab dich so sehr vermisst." Lilah kannte sich selbst nicht mehr. Wo war ihr Zynismus, ihre Härte, ihr scharfer Verstand geblieben? Nichts mehr von alldem war vorhanden. Sie hatte diesen Schutzpanzer abgelegt, denn sie brauchte ihn nicht mehr, nicht wenn Cordy bei ihr war, denn sie liebte, und wurde wieder geliebt, das war alles was zählte. Und solange das so war, verlor alles andere jede Bedeutung. Sie näherte sich wieder Cordelias Lippen und die hieß sie willkommen.

Ihre Küsse wurden leidenschaftlicher, intensiver, voller Verlangen. Sie begannen sich gegenseitig zu streicheln, zogen nach und nach ihre Kleider aus, ohne zu realisieren, das jederzeit jemand den Raum betreten konnte, ohne nachzudenken wo sie waren. Nackt schmiegten sie ihre Körper aneinander, sich festhaltend, als hätten sie Angst sich wieder zu verlieren. Lilah verließ Cordys Mund um ihren Hals zu küssen, ihr Schlüsselbein, um weiter eine feuchte Spur zwischen ihre herrlichen Hügel zu ziehen. Ihre Hände glitten über den Körper der Geliebten, streichelten und neckten sie, bis sich die Seherin stöhnend zurück fallen ließ und sich ganz in die Hände der Anwältin gab. Und Lilah widmete ihre Aufmerksamkeit dem zarten Brustspitzen Cordelias, indem sie sie leckte und daran saugte, zart hinein biss und mit einer Hand die andere Brust stimulierte. Die andere Hand glitt über Cordys makellosen Körper, strich über ihren straffen Bauch, hinunter zum Venushügel, weiter zu Cordys empfindlichsten Punkt. Der Mund Lilahs folgte der Hand und bald lösten ihre Lippen die Finger ab und saugten an der verhärteten, geschwollenen Klitoris, während zwei ihrer Finger Cordys Eingang ertasteten und vorsichtig eindrangen.

Cordy erschauderte und bäumte sich stöhnend auf. Lilahs Bemühungen verstärkten sich, sie bewegte Zunge und Finger schneller. Sie wollte ihre Geliebte zu einem Höhepunkt bringen wie sie ihn noch nie gehabt hatte, ihr Lust und Erfüllung schenken. Cordelia schrie leise auf, warf den Kopf hin und her, krallte ihre Hände in das Laken, als sie sich der Klippe näherte.

~*~

Angel dachte es wäre an der Zeit, nach den beiden Frauen zu sehen und so verließ er das Büro, um nach oben zu gehen. Als er in der oberen Etage ankam, ging er zielstrebig auf Cordys Zimmer zu, er legte die Hand auf den Türknauf...

 

TBC