File 1: stories/1/671.txt
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„Ich habe ihn in einem Lokal mit einer blonden, aufgetakelten Tussi gesehen. Sie hingen aneinander wie die Kletten. Wieso hast du das Bild bei den Akten? Ist er ein Verdächtiger?", wollte Spike verwundert wissen.

„Das ist Penn", erklärte Angel tonlos und Spike pfiff leise. Dann legte er seine Hand auf die von Angel, bevor er bedauernd sagte. „Tut mir Leid, Peaches."

Angel wandte den Kopf und schaute Spike lächelnd an. „Mir nicht", sagte er, zog Spike an sich und verwickelte ihn in einen atemberaubenden Kuss.

„Hey! Daran könnte ich mich gewöhnen", bemerkte Spike und leckte sich genießerisch über die Lippen.

„Wenn wir nicht dringend einen Verbrecher fassen müssten, dann..."

„Leider hast du Recht." Spike seufzte, hob dann aber entschlossen den Koffer und die verstreuten Papiere auf. Als er wieder zu Angel schaute, bemerkte er, dass der vor sich hin starrte. „Es macht dir doch zu schaffen", bemerkte er und ungewollt spürte er, wie sich sein Herz zusammen zog, weil Angel ganz offensichtlich noch an diesem Penn hing.

„Was?", fragte Angel irritiert, dann wurde ihm klar, was Spike meinte und er schüttelte den Kopf. „Nein, das ist es nicht. Ich habe gerade über die blonde Frau nachgedacht."

„Muss ich mir Sorgen machen?", wollte Spike irritiert wissen?

Angel schüttelte den Kopf. „Eher ich, weil mir da ein Verdacht kommt. Moment." Er kramte in seinem Koffer, wurde fündig und legte ein Foto auf den Tisch, das ein paar Personen zeigte. „Das sind die Leute aus meiner Abteilung. Erkennst du da jemanden?", fragte er. Spike nahm das Bild in die Hand. „Jepp, die Blonde da, die war mit dem Kerl in der Kneipe."

„Sie und Penn also. Nun, das legt den Verdacht nahe, dass mehr als nur eine Affäre dahinter steckt. Denn wieso sollte sich Penn sonst ausgerechnet an meine Sekretärin ran machen?"

„Hat er dich mal im Büro aufgesucht? Denn dann könnte er sie von daher kennen", warf Spike ein.

„Stimmt, er war zwei oder drei Mal da, weil er mal wieder seinen Schlüssel nicht finden konnte. Allerdings wusste niemand, dass er mein Freund war. Penn wollte nicht, dass es jemand weiß. Er sagte, dass es berufliche Nachteile hätte, wobei ich ihm da nicht widersprechen kann. Doch jetzt glaube ich, er hatte andere Beweggründe. So konnte er sich ungehindert an Harmony heranmachen. Offiziell war er ja mein Cousin. Ein paar Puzzleteile können wir also einsetzen, denn jetzt fällt mir ein, dass ich Penn erwischt habe, wie er zu Hause an meinen Akten war. Er hat es zwar bestritten und blöd wie ich bin, habe ich ihm geglaubt, doch jetzt weiß ich es besser. Harmonie hat er offenbar zu seiner Komplizin gemacht. Sie weiß, wann ich nicht im Büro bin und kann so ungehindert rumstöbern. Viel gab's allerdings bisher nicht, was sie hätte ausspionieren können. Ich habe immer alles mitgenommen und von dem Stick weiß keiner."

„Wenn du mit deinem Verdacht richtig liegst, dann bleibt aber die Frage, wie hängt dein EX- Freund mit der ganzen Modesache zusammen?"

„Gute Frage und ich denke, das kann uns Harmony beantworten. Aber zuerst, was hast du auf dem Stick gefunden?", wollte Angel wissen.

Spike suchte aus den Zetteln, die er ausgedruckt hatte, einen heraus, den er an Angel weiter gab. „Mir ist ein Name aufgefallen. Holland Manners. Er entscheidet offenbar, ob und wie viel den Kunden beim Schadensfall ausgezahlt wird. Doch das ist noch nichts, was ihn verdächtig macht. Was mich stutzig gemacht hat, ist, dass er vor einem Jahr einem Modehaus namens „Eve" nach einem Brand anstandslos die ganze Summe, die übrigens exorbitant hoch war, ausgezahlt hat. Bei den neuen Fällen, die wir jetzt bearbeiten, sieht das ganz anders aus. Da kommen ein paar Fragen auf. Was hat Manners damit zu tun? Besteht zwischen ihm und diesem Eve eine Verbindung? Wenn ja, sind unsere Verdächtigen die Handlanger von ihm? Außerdem will ich wissen, ob es schon Ergebnisse über den Brand in deiner Wohnung gibt. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass da auch eine Verbindung zu unseren Fällen besteht."

Während Spikes Erläuterungen hatte Angel die Papiere durchgelesen. „Das ist wirklich interessant und ich bin ganz deiner Meinung. Manners ist übrigens der Boss dieser Abteilung und hat uneingeschränkte Verfügungsgewalt. Daher ist es für ihn ein Leichtes, da so einiges nach seinem Gutdünken zu entscheiden. Wolfram und Hart ist eine der größten Versicherungen des ganzen Landes. Da fällt so eine, in Anführungszeichen, kleine Summe nicht auf, die er möglicher Weise diesem Modehaus Eve hat zukommen lassen. Immer für den Fall, dass wir mit unserem Verdacht richtig liegen. Manners ist entweder unschuldig, oder fühlt sich zu sicher, weil er nie von der Firmenleitung unter Verdacht stand. Und selbst wenn er mit dem ganzen zu tun hast, es wird schwer sein, das zu beweisen."

„Außer es ist wirklich so, dass deine Sekretärin und dieser Penn mit drin stecken. Wenn wir ihnen einen Deal anbieten, reden sie bestimmt", entgegnete Spike.

„Dazu müssten wir sie erst überführen", konterte Angel.

„Jepp. Also brauchen wir Beweise und da kommst du ins Spiel. Wir brauchen einen Handabdruck von deiner Harmony und ihren Nagellack. Ein paar Haare wären auch gut", erklärte Spike grinsend und er erklärte Angel wieso.  

~*~

Angel saß in seinem Büro und orderte bei seiner Sekretärin Kaffee. Das war die einfachste Art, um an ihren Handabdruck zu kommen. Ein paar Minuten später stöckelte sie auch schon herein, lächelte überfreundlich und stellte ihm die Tasse hin. „Dein Kaffee, Bossi."

„Danke", murmelte Angel und nahm einen Schluck. Dann drückte er ihr die Tasse so in die Hand, dass sie sie komplett umschließen musste. „Stellen Sie mir meinen Kaffee rüber auf den Couchtisch bitte, und den Ordner legen Sie mir dazu", verlangte er und deutete auf den Aktenordner auf seinem Tisch.

Sie tat was er verlangte und fragte dann: „Brauchen Sie noch was? Wenn nicht, dann würde ich jetzt gerne in die Pause gehen."

Perfekt', dachte Angel und nickte gönnerhaft. „Sicher. Gehen sie nur", sagte er und tat, als wäre er schwer beschäftigt, woraufhin Harmony rasch verschwand. Angel wartete noch drei Minuten, dann ging er in sein Vorzimmer. Es war wie erwartet niemand da, daher begab er sich zum Schreibtisch seiner Sekretärin und zog die erste Lade auf.

„Natürlich hat sie ihre persönlichen Sachen in der ersten Lade, wie könnte es auch anders sein?", murmelte er und schaute suchend hinein. Die Haarbürste bemerkte er als erstes und zupfte ein paar Haare heraus, die er in eine der Tüten steckte, die er für diesen Zweck eingesteckt hatte. Dann entdeckte er fünf Nagellackfläschchen und seufzte. Rasch nahm er ein Fläschchen heraus und drehte es hin und her. Er versuchte irgendwo den Namen der Farbe zu finden, den Spike ihn genannt hatte, doch das war gar nicht so einfach, wenn man keine Ahnung von solcher Kosmetik hatte. Deswegen dauerte es eine ganze Weile, bis er endlich fand, was er suchte, denn erst das vierte Fläschchen trug den Namen Shining Rose. Der Name passte, doch Angel wollte einen genauen Beweis. Er nahm schnell einen kleinen Notizzettel vom Schreibtisch und pinselte einen breiten Strich darauf. Dann räumte er alles wieder zurück wie er es vorgefunden hatte und ging zurück in sein Büro. Den Zettel legte er zum Trocknen auf den Tisch, dann holte er eine Plastiktüte aus der Innentasche seines Jacketts, leerte den Kaffee ins Waschbecken und packte die Tasse in die Tüte.

Eine Stunde später verließ er sein Büro, sagte seiner Sekretärin, dass sie auch Schluss machen kann und machte sich auf den Weg zum Bureau of Fire Investigation.

Spike erwartete ihn schon und Angel gab ihm die Tasse, sowie den Zettel mit dem Nagellackstreifen darauf.

 „Das ist so gar nicht deine Farbe, Peaches. Du bist eher der Rosenholz - Typ", bemerkte Spike grinsend und Angel schnaubte. Doch dann grinste er ebenfalls. „Aha, Experte also. Was ist denn deine Farbe so? Knallrot?"

„Pffff, du hast echt keine Ahnung. Also ob ich etwas anderes als Schwarz tragen würde", konterte der Marshal entrüstet, woraufhin ihn Angel nur fassungslos anstarrte. Spike musste daraufhin laut lachen, ging auf das Thema aber nicht mehr ein, nahm einen kleinen Karton von seinem Tisch und forderte Angel auf, ihm zu folgen. Er führte ihn durch ein paar Gänge und letztendlich durch eine Tür ins Labor.

„Fred, das ist Angel. Angel, das ist die Chefin das Labors und gleichzeitig ein Genie ihres Faches", stellte er die beiden aneinander vor.

Nachdem sie sich die Hände geschüttelt hatten, stellte Spike den Karton und die Tasse auf den Tisch, sowie den Zettel daneben. „Könnte sein, dass da der Handballenabdruck drauf ist den wir suchen. Und überprüfst du bitte auch den Nagellack? Es gibt neue Cupcake Sorten, hab dir ein paar mitgebracht", erklärte er noch grinsend und sie strahlte ihn an.

„Ich ernenne dich offiziell zu meinem Wahlbruder. Aber jetzt raus. Schließlich willst du die Ergebnisse wie immer am liebsten schon gestern. Also gib mir 20 Minuten. Ich ruf dich an", bemerkte sie lachend, verabschiedete sich von Angel und machte sich an die Arbeit. Die beiden Männer beschlossen, in der Cafeteria eine Kleinigkeit zu essen, während sie auf Freds Anruf warten mussten.

„Wenn sich unser Verdacht bestätigt, müssen wir die Zuständige Behörde einschalten. Ich bin befugt zu befragen, aber nicht zu verhören", erklärte Spike und biss in sein Sandwich.

Angel sagte eine Weile nichts, dann blickte er Spike intensiv an. „Ich muss dir was sagen, William."

Der runzelte die Stirn. Ein unangenehmes Gefühl breitete sich in seinem Bauch aus und er murmelte. „Will ich es hören?"

„Ich bin beim FBI", sagte er unvermittelt, ohne auf Spikes Frage einzugehen. Der Marshal stieß erleichtert die Luft aus. „Gut, das ist...gut."

„Gut? Du bist nicht böse?", fragte Angel verwundert. Doch plötzlich verstand er. „Nein, William. Was auch immer das zwischen uns ist, ich werde nachdem wir diesen Fall beendet haben, nicht so einfach verschwinden, denn ich hoffe, es wird mehr daraus."

Als Spike Angel daraufhin anschaute, konnte er in dessen Augen Wärme, aber auch Unsicherheit erkennen und so lächelte er sein Gegenüber etwas verlegen an, bevor er zustimmend nickte. „Reden wir darüber, wenn wir den Fall gelöst haben?"

Angel wollte gerade antworten, als Spikes Handy klingelte. Fünf Minuten später erklärte er. „Wir haben sie. Stimmt alles überein."

~*~

Harmony wollte gerade die Haustüre aufsperren, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Erschrocken drehte sie sich um, dann stieß sie erleichtert die Luft aus. „Sie haben mich ganz schön erschreckt. Was machen Sie denn hier?"

„Harmonie Kendall, Sie sind vorläufig festgenommen", erklärte Angel ernst.

Von diesem Augenblick an ging es schnell. Harmony erwies sich als nicht sehr standhaft, was daran lag, dass sie offenbar an Entzugserscheinungen litt. Sie gestand, Penn bei den Brandanschlägen geholfen zu haben. Im Gegenzug dafür hatte er sie mit Drogen versorgt. Angel erfuhr auch, dass sie schon zwei Monate mit ihm zusammen war. Außerdem gab sie zu, in Angels Papieren geschnüffelt zu haben, jedoch nicht fündig geworden zu sein. Sie hatte das alles für Penn und aus Liebe getan, erklärte sie und Angel glaubte ihr. Auch dass sie über die genauen Hintergründe, wieso Penn das alles gemacht hatte, nichts wusste. Als Angel ihr versprach, beim Staatsanwalt ein gutes Wort für sie einzulegen und ihr etwas gegen die Entzugserscheinungen besorgen zu lassen, wenn sie denn auch noch bereit war, Penns Aufenthaltsort zu verraten, stimmte sie sofort zu. So groß war die Liebe zu ihm offenbar doch nicht und so kam es, dass sie Penn zwei Stunden später verhaften konnten. Da Angel eine persönliche Beziehung zu Penn gehabt hatte, musste er denn Fall abgeben und so erfuhr er erst später die ganze Wahrheit. Denn er hatte wieder zu seiner alten Dienststelle zurückkehren müssen.

Jetzt saß er im Flugzeug, das ihn nach New York zurück zu Spike bringen würde. Er konnte es kaum erwarten, seinen Fire Marshal wieder in die Arme zu schließen. Einen genauen Bericht über die ganze Sache würde er ihm nach einer ordentlichen Begrüßung geben.

~*~

Nervös warf Spike die Zigarette auf den Boden und trat sie aus. Dieses verfluche Flugzeug hatte Verspätung und das bedeutete, er musste noch länger auf Angel warten. Sie hatten sich zwei Wochen nicht gesehen und Telefonsex war einfach nicht das Wahre. Aber Angel musste einiges regeln, bevor er nach New York versetzt werden konnte, daher war es nicht anders möglich gewesen. Ein Großteil seiner Sachen waren aber schon in Spikes Wohnung geschickt worden.

Wenn Spike ehrlich war, war es ein mutiger Schritt, denn die beiden wagten. Denn obwohl sie sich erst so kurz kannten, hatten sie beschlossen, gleich zusammen zu ziehen. Ob es gut ging? Sie hoffen es einfach. Die täglichen Telefonate hatten sie auf jeden Fall näher gebracht und wenn Spike an die Telefonrechnung dachte, wurde ihm schlecht. Doch wie auch immer, jetzt war es soweit. Sie würden Zeit für sich haben, denn es war bald Weihnachten und da hatten sie ein paar Tage frei.

So konnte sich Angel ein bisschen einleben und Spike rechnete auch damit, dass sie den Monstervorrat an Kondomen die er gekauft hatte, dezimieren würden. Ein versautes Grinsen zierte sein Gesicht, als er daran dachte. Doch das verschwand rasch, als er an Wesley denken musste. Doch dann musste er lächeln. Wes hatte recht gehabt und er hatte seine Bitte erfüllt. Wesley würde immer einen Platz in seinem Herzen haben, doch die Zukunft gehörte Angel.

~*~

Angel saß auf der Couch, den Arm um Spike gelegt, der an seiner Schulter lehnte. Ihre Begrüßung war sehr heftig ausgefallen. Ausgehungert waren sie übereinander hergefallen und jetzt saßen sie erschöpft auf dem Sofa und warteten auf die Bestellung, die Spike beim Chinesen geordert hatte.

Angel strich Spike durch die vom duschen feuchten Haarsträhnen und berichtete: „Es ging wie bei den meisten Verbrechen um Liebe und Macht. Holland Manners hat Penn für die Brände angeheuert, um die Kollektionen der Designer zu zerstören, damit sie zur Fashion Week keine Kollektion haben. Du erinnerst dich, Krevlor hat von dem Spektakel erzählt. Na jedenfalls, das Modehaus Eve gehört der Freundin von Manners und so wollten sie die Konkurrenz ausschalten. Penn hat alles gestanden. Nachdem wir ihm auch den Fußabdruck zuordnen konnten, den du damals entdeckt hast und er mit Harmony Kendalls Aussage konfrontiert wurde.

Daraufhin hat er alles auf Manners geschoben, der wegen einigen belastenden Delikten angeklagt wird. Meine Kollegen haben zudem ausreichendes Beweismaterial bei Manners zu Hause und bei seiner Freundin gefunden, um den Kerl für lange Zeit hinter Gittern zu bringen. Kontoauszüge, Unterlagen über die anderen Designer, die ausspioniert wurden und verschiedenes andere. Jedenfalls, bei Penn kommt noch versuchter Mord dazu. Harmony wird besser davon kommen."

„Ist es schlimm für dich, das mit Penn meine ich?", wollte Spike leise wissen.

„Ja und nein. Großteils bin ich wütend auf mich selbst, weil ich so blauäugig gewesen bin", gestand Angel frustriert.

Spike nickte verstehend. „Manche Leute sind halt sehr geschickt darin, andere zu täuschen."

„Allerdings. Aber andererseits bin ich ihm auch dankbar. Denn ohne ihn hätte ich dich nie getroffen", erklärte Angel schmunzelnd, was ihm einen stürmischen Kuss von Spike einbrachte.

~*~

Spike lief über den Friedhof. Heute war Heilig Abend und er war auf dem Weg zu Wesleys Grab. Auch diese Tradition würde er nie aufgeben und so legte er wenig später einen geschmückten Tannenzweig vor den Stein, daneben eine Kerze. „Frohe Weihnachten, Liebes", flüsterte er und zündete die Kerze an. „Es hat eine Weile gedauert, bis ich mein Versprechen eingelöst habe, doch jetzt bin ich wieder glücklich, wie du es vorher gesagt hast. Er heißt Angel und ist beim FBI. Passt irgendwie. Er wartet zu Hause und richtet für Weihnachten her." Spike verdrehte die Augen. „Da komm ich, so wie immer bei dir, wohl auch wieder nicht davon, wie es aussieht. Na ja, ich werd es überleben. Jedenfalls, ich hoffe, es geht dir gut, dort wo du jetzt bist. Ich vermisse dich."

Spike stand noch eine Weile da und blickte in die Flamme der Kerze, doch mit der Zeit begann er zu frösteln. „Jetzt muss ich aber los, sonst friere ich mir noch den Hintern ab, was nicht so gut wäre. Mach es gut Wes. Ich schau bald mal wieder vorbei", verabschiedete sich Spike und ging mit raschen Schritten davon. Seine Gedanken galten Wesley, bis er vor seinem Haus ankam, dann drifteten sie zu Angel und er holte tief Luft, um sich dagegen zu wappnen, was nun auf ihn zukommen würde. „Hoffentlich ist er nicht noch schlimmer als Wes, sonst krieg ich noch Augenkrebs von dem ganzen Weihnachtskrempel", murrte er und ging ins Haus. Vor der Wohnungstür atmete er nochmal tief ein und öffnete die Tür. „Bin wieder da", rief er und hängte seinen Mantel an die Garderobe.

„Schön. Bin im Wohnzimmer", hörte er Angel rufen. Spike schlüpfte aus den Schuhen und folgte dem Ruf. An der Wohnzimmertür blieb er erstaunt stehen, fassungslos über das Bild, das sich ihm bot. Auf dem Boden lagen dicke Decken und in dessen Mitte viele kulinarische Köstlichkeiten. Als einziger Zimmerschmuck waren überall Kerzen aufgestellt. Am Rand der Decke saß Angel. Er trug eine schwarze Hose und ein gleichfarbiges Hemd, bei dem fast alle Knöpfe offen standen. „Frohe Weihnachten William. Ich hoffe so ist das Fest nach deinem Geschmack?"

Spike brachte kein Wort heraus, doch was Angel in seinen Augen sehen konnte, genügte ihm und als sich Spike dann auf ihn stürzte, um ihn hemmungslos zu küssen, dachte er: ‚Gut, dass ich auch noch Kondome besorgt habe.'

Ende!