File 1: stories/1/693.txt
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 Der Himmel zeigte sich sanft in rot violetten Farbtönen, als die Männer sich in aller Herrgottsfrühe in ihre Sättel schwangen. Keith teilte die Positionen der Reiter ein und dann ging es los. Die erste Stunde hatten sie alle Hände voll zu tun, um die nervöse Herde im Griff zu behalten und sie in die richtige Richtung zu lenken. Dean, der schon einige Jahre nicht mehr im Sattel gesessen hatte, war froh, daß sie eine Stunde später den ersten Pferch erreichten, in den sie die Pferde trieben, um ihnen eine Pause zu gönnen. Nachdem er selbst vom Pferd gestiegen war, streckte er sich.

„Na? Tut dir der Hintern schon weh?", fragte ihn einer der Männer lachend, woraufhin die anderen ebenfalls neugierig zu Dean blickten. Der grinste und entgegnete: „Keine Sorge, mein Hintern hält so einiges aus."

„Mal sehen, ob du das am Abend auch noch behauptest", kam es zurück und Dean konnte das boshafte Grinsen auf den Gesichtern einiger Männer sehen.

„Reiten ist einer meiner besonders großen Leidenschaften, daher wird es wohl nichts mit deiner Schadenfreude", konterte Dean und schaute dann unwillkürlich zu Sam.

Der bemerkte es nicht, weil er mit seinen Gedanken ganz woanders war. Okay, woanders stimmte so nicht ganz, denn sie drehten sich schon um die letzten Sätze der Männer. Speziell um Deans Leidenschaft des Reitens. Nur, daß Sam kein Pferd vor Augen hatte, das von Dean geritten wurde, sondern sich selbst. Bei dieser Vorstellung schoß ihm das Blut nicht nur in die Wangen, deswegen drehte er sich rasch zu seinem Pferd und fummelte an Zaumzeug herum.

Dean indessen erschrak fast sich über sich selbst. Wieso war sein Blick instinktiv zu Sam gewandert und warum hatte er gleichzeitig überlegt, wie es wohl wäre, Sex mit ihm zu haben? Aber nicht nur dahin gingen seine Gedanken. Er dachte an Küsse, die er gerne mit Sam tauschen würde und auch andere Zärtlichkeiten kamen ihm in den Sinn. Das war... erschreckend? Verwirrend? Beängstigend? Nein. Nichts davon traf zu, denn Dean konnte eigentlich nichts so leicht erschrecken. Verwirren ließ er sich von nichts und niemandem und Angst war schon lange ein Fremdwort für ihn. Das was er fühlte, wenn er Sam ansah oder nur an ihn dachte, war Schmerz. Ein ziehender Schmerz, der sich in seiner Brust ausdehnte und den er nur zu gut kannte. Von damals. Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.

Er war erst 10 Jahre alt gewesen und der Schmerz war das umfassende Gefühl, das er empfand, weil er seine Mutter verloren hatte. Doch sein Vater lehrte ihn schnell, daß es verschiedene Arten des Schmerzes gab und die seelischen waren die Schlimmsten. Jesse Wilson zeigte seinem Sohn wie man Schmerzen ertrug und wie man lernte, Gefühle auszuschalten. Immer wieder mußte sich Dean von ihm anhören: „Zuneigung oder Liebe sind ein unnötiger Luxus und eine Schwäche. Sie behindern dein Urteilsvermögen und haben keinen Nutzen."

Dean glaubte ihm. Wieso auch nicht? Sein Vater konnte alles und lehrte ihn alles was er wußte. Er gab ihm auch alles was er brauchte. Außer Liebe und Zuneigung. An die erinnerte sich Dean dennoch sehr gut, denn seine Mutter hatte ihm unendlich viel davon gegeben. Und so sehr sein Vater ihn auch drillte, ihn nach seinen Vorstellungen formte, die Sehnsucht nach diesen besonderen Gefühlen hatte er ihm offenbar nie ganz austreiben können. Sie waren verschüttet gewesen. Bis jetzt.

Doch nun waren sie wieder da. Einfach so. Wegen Sam. Ihm war es ohne besondere Schwierigkeit gelungen, diese verschüttete Sehnsucht wieder zu wecken. Sehnsucht nach Dingen, die für Dean unerreichbar waren. Denn das, was er inzwischen geworden war, hatte jede Hoffnung auf ein normales Leben für ihn zerstört.

~*~

Keith drängte zum Aufbruch und Dean war froh darüber. So mußte er sich nicht mit dem Gefühlschaos auseinander setzen, das in ihm tobte. Daher stieg er rasch auf das Pferd und dirigierte es an den für ihn vorgesehenen Platz auf der Seite der Herde. Bis zur nächsten Pause mußte er sich derart auf seine Arbeit konzentrieren, daß er überhaupt nicht zum Denken kam, geschweige denn dazu, auch nur einen Blick auf Sam zu werfen. Doch als sie erneut anhielten und Sam auf ihn zukam, waren das Kribbeln im Bauch und das Ziehen in der Herzgegend sofort wieder da.

„Wie geht es dir? Was macht die Wunde? Soll ich sie mir ansehen?", fragte Sam und sein besorgter Blick verstärkte das Gefühl in Dean noch. Er mußte sich extrem anstrengen, um dem Drang zu widerstehen, den jungen Mann in seine Arme zu ziehen und ihn einfach nur an sich zu drücken. ‚Shit, ich muß den Auftrag so schnell wie möglich beenden und dann nichts wie weg von hier', dachte er, und vergaß dabei ganz darauf, Sam zu antworten.

„Dean? Alles okay? Dean!" Sam berührte den jungen Mann leicht an der Schulter und der zuckte erschrocken zusammen. „Was? Ja. Es... es geht mir gut."

„Wirklich? Du siehst nicht so aus."

Dean trat einen Schritt zurück und schnaubte ungehalten: „Mach hier nicht einen auf Glucke. Ich sagte, mir geht es gut. Ende der Geschichte." Als er dann aber Sams Gesicht anschaute und die tot traurigen Augen bemerkte, entwich ihm ein hilfloses Seufzen, bevor er versöhnlich murmelte: „Komm schon, ich hab's nicht so gemeint. Ehrlich. Meiner Wunde geht es gut, nur der Hintern tut mir ein bißchen weh. Bin das lange Reiten nicht mehr gewöhnt."

Sofort hellte sich Sams Gesicht wieder auf und er entgegnete eifrig: „Vater hat sich schon so etwas gedacht und mir eine Salbe mitgegeben. Ich kann sie dir auftr ... ähm... geben. Ich... ich hol sie gleich." Wie auf der Flucht rannte Sam zu seinem Pferd, um dort in den Satteltaschen zu kramen.

Daher hörte er auch nicht Deans leise gemurmelten Worte: „Das fehlte mir noch, du an meinem Hintern. Nicht in 1000 Jahren." Selbst wenn er nicht wegen eines Auftrages hier wäre und er Sam unter anderen Umständen kennen gelernt hätte, würde er sich ihm niemals auf diese Weise ausliefern. Dean gab an niemanden die Kontrolle ab. Egal wie lange ihn der Große schmollend anguckte. Unter gar keinen Umständen. Keine Chance! ‚Was für einen absurden Mist denke ich da überhaupt?', überlegte Dean, als ihm plötzlich bewußt wurde, womit sich seine Gedanken beschäftigten und was ihn gleichermaßen verblüffte wie erregte.

Ich kann ihm die Salbe nicht bringen, nicht jetzt', dachte Sam inzwischen und während er damit kämpfte, sich wieder in den Griff zu kriegen, stopfte er den Tiegel wieder zurück in die Tasche. Die Vorstellung Dean an gewissen Stellen zu berühren, und sei es nur, um seiner Haut Linderung zu verschaffen, hatte ihn total aus dem Konzept gebracht. So sehr, daß er zumindest die nächsten zehn Minuten keinen Schritt hinter seinem Pferd hervor treten konnte. Deshalb atmete er tief durch, bevor er rief: „Ähm..., Dean, ich...ich kann sie im Moment nicht finden. Ich gebe sie dir nachher wenn wir am Ziel sind. Dann habe ich Zeit die Taschen ganz auszuräumen. Ist das okay?"

„Sicher. Kein Problem", gab Dean mit kratziger Stimme zurück. Sein Hals war auf Grund seiner Gedanken plötzlich unglaublich trocken geworden. Schnell griff er nach der Wasserflasche, die am Sattelknauf hing, und nahm einen großen Schluck.

~*~

Als die Gruppe ihr Ziel erreicht hatte, waren nicht nur die Männer, sondern auch die Pferde todmüde. Dementsprechend langsam trabten sie daher auch in ihr neues Reservat, während die Männer wortlos ihre Pferde absattelten und die kleinen Zweimannzelte aufbauten. Wer noch die Kraft hatte, wusch sich an dem kleinen Bach in der Nähe ihres Lagers, aß eine Kleinigkeit und kroch dann in das Zelt, um zwischen die Decken zu schlüpfen.

Natürlich hatte Keith Sam mit Dean in ein Zelt gesteckt, denn schließlich war er ja dessen Aufpasser. Doch trotz dieser Tatsache konnte sich keiner der Männer dazu aufraffen, darüber Witze zu reißen. Mehr als ein „Gute Nacht", schaffte auch Sam nicht. Dann zog er sich die Decke über die Schulter und drehte Dean den Rücken zu.

Der bemerkte, daß sein „Beschützer" den Salbentiegel auf seine Decke gelegt hatte. Dean mußte für sich zugeben, daß er in diesem Moment nichts dagegen gehabt hätte, wenn Sam die Aufgabe übernommen hätte, sein wundes Hinterteil einzucremen. Und wenn er außerdem gewusst hätte, daß Sam sich dasselbe für sich wünschte, weil er ebenfalls das lange Reiten nicht mehr gewohnt war, hätte er sich vermutlich sogar für diese Aufgabe angeboten. So aber quälte er sich noch einmal aus dem Zelt und suchte sich einen Platz zwischen den Bäumen. So müde er auch war, er würde am nächsten Tag keine Stunde im Sattel durchhalten, wenn er seinen Hintern jetzt nicht mit Wundcreme behandelte.

Als er ins Zelt zurückkehrte, schlief Sam schon tief und fest. Dean legte sich vorsichtig auf den Rücken und deckte sich zu. Da er gelernt hatte jede Zeit für Schlaf zu nutzen, schlief er sofort ein, jedoch nicht, ohne seine Waffe unter die Decke bei seinem Kopf zu schieben. Allerdings war seine Müdigkeit so groß, daß er dieses Mal seinen mentalen Befehl nicht brauchte, um ins Land der Träume zu gehen.

Zwei Stunden später wachte Dean alarmiert auf und griff instinktiv unter die Decke am Kopfende. Doch als er bemerkte, was ihn geweckt hatte, erstarrte er, denn Sam war gerade dabei sich an seine Schulter zu kuscheln und den Arm um seinen Bauch zu schlingen. Als der Dunkelhaarige die Position gefunden hatte, die ihm offenbar behagte, seufzte er zufrieden.

Deans erster Impuls war den Größeren von sich zu schieben, doch aus irgendeinem, ihm undefinierbaren Grund, verweigerte sein Körper diese Handlung. Schlimmer noch, sein Arm, auf dessen Schulter Sams Kopf ruhte, verselbstständigte sich, schlang sich um den Schlafenden und zog ihn noch näher heran. ‚Verräter', dachte Dean und schaute böse auf seinen Arm, dann wanderte sein Blick hinauf zu Sams Gesicht, das so entspannt und zufrieden wirkte, umrahmt von braunem wuscheligem Haar, das Deans Haut kitzelte.

Plötzlich, ganz unvermittelt, breitete sich eine unbeschreiblich wohlige Wärme in seiner Brust aus, die nach und nach seinen ganzen Körper erfaßte und er konnte nicht aufhören, Sam anzusehen, und das erste Mal in seinem Leben hatte er den Wunsch, einen Mann zu küssen. Richtig zu küssen. Zärtlich, als langsam beginnendes Vorspiel, und es kostete ihn fast übermenschliche Kraft es nicht zu tun. Bisher hatte er selten jemanden geküßt. Es war immer nur um schnellen Sex gegangen und an die meisten Männer konnte er sich nicht mal mehr erinnern. Aber an dieses bezaubernde Wesen, das es sich vertrauensvoll an seiner Schulter bequem gemacht hatte, würde er sich immer erinnern. Und das, obwohl sie sich nicht einmal geküßt hatten, von anderem sexuellen Kontakt ganz zu schweigen. Das erste Mal in seinem Leben hinterfragte Dean ernsthaft, was sein Vater ihm eingebleut hatte.

~*~

„Los ihr Kuscheltiere. Aufstehen!", brüllte Keith ein paar Stunden später durchs Lager, woraufhin Sam, ohne sich zu rühren murmelte: „Nur noch fünf Minuten."

Dean  mußte grinsen. Er hatte nicht mehr geschlafen, denn er war damit beschäftigt gewesen Sam zu beobachten, und dieses neue Gefühl zu genießen, ihn im Arm zu halten. Natürlich würde er nie zugeben, daß er es genoß zu kuscheln. Im Speziellen mit Sam zu kuscheln, aber trotzdem. Für einen Mann mit seiner Vergangenheit und dem harten Leben das er führte war das zumindest ungewöhnlich, schon fast abartig. ‚Aber niemand wird es je erfahren, also warum es nicht auskosten, solange es dauert', dachte Dean, wissend, daß die wenigen schönen Momente in seinem Leben immer sehr rasch vorbei gewesen waren. Daher strich er dem Großen eine Haarsträhne aus der Stirn und hauchte ihm einen Kuß darauf um sich dann rasch wieder zurückzuziehen. Er wollte nicht, daß Sam wach wurde, denn so konnte er diese wunderbare Zweisamkeit noch eine Weile genießen. Dean überlegte, wie es wohl war jeden Tag so aufzuwachen. Befriedigt von einer wilden, heißen Nacht. ‚Was für ein romantischer Schwachsinn. Das wird nie passieren und außerdem, wer....‘

Doch bevor er sich weiter in seinen Gedanken verlieren konnte, regte sich Sam und rasch stellte Dean sich schlafend. Es würde für beide peinlich sein, sobald Sam bemerkte wo er lag und das wollte Dean ihnen ersparen. Er mußte sich aber ganz schön zusammen reißen, als Sam leise gähnte, sich zu strecken versuchte und plötzlich erstarrte, als er  erkannte, wo er sich befand. Er brauchte Augenscheinlich ein paar Minuten, um mit der Situation klar zu kommen, denn erst allmählich bewegte er sich Zentimeter Weise von ihm weg, zurück auf seine eigene Decke. Dean gab ihm weitere zehn Minuten, bevor er so tat, als würde er gerade erwachen. Er nuschelte ein „Guten Morgen" und streckte sich ausgiebig, erst dann warf er einen Blick neben sich. Sam hatte ihm nicht geantwortet, lag stocksteif da und starrte nach oben.

Dean beobachtete ihn eine Weile, dann grinste er und beugte sich über Sam, hob seine Hand und strich ihm über die Augen.

„Hey, Alter, was soll das denn?", fragte Sam erschrocken, erwachte aus seiner Starre und richtete sich etwas auf.

Dean zuckte mit den Schultern und entgegnete grinsend: „Ich dachte, du bis tot, und wollte nur deine Augen schließen."

„Blödmann." Sam mußte ebenfalls grinsen, doch da Keith erneut brüllte, standen die beiden rasch auf und packten ihre Sachen zusammen.

Nach einem kargen Frühstück machten sie sich auf den Weg nach Hause. Die Stimmung war ausgelassen. Nicht nur, weil sie ihre Arbeit gut erledigt hatten, sondern auch, weil die Männer wegen der anstrengenden Arbeit die nächsten zwei Tage zur freien Verfügung hatten. Aus diesem Grund trennte sich die Gruppe, da die meisten es eilig hatten nach Hause zu kommen, um sich so rasch wie möglich ihrer Freizeitgestaltung zu widmen.

Sam allerdings schien es nicht so eilig zu haben, denn er ritt gemächlich dahin, wie Dean bemerkte, und er vermutete auch warum, was er auch gleich kundtat. „Dir tut der Hintern weh."

Sams Wangen liefen sofort rot an. „Bin die letzten Jahre nicht so oft zum Reiten gekommen", gestand er leise.

Auch wenn Dean wußte warum, fragte er, um sich nicht zu verraten: „Wieso denn nicht? Du lebst schließlich auf einer Pferdefarm."

„Erst seit ein paar Tagen wieder. Habe erst vor kurzem mein Studium abgeschlossen", erklärte Sam und seine Stimme klang ein kleines bißchen stolz.

„Gratuliere", sagte Dean anerkennend. „Welches denn?"

„Publizistik", gab Sam zurück. „Ich wollte schon als Kind Reporter werden, oder sonst etwas in dieser Richtung."

„Kann durchaus ein interessanter Beruf sein, aber auch nicht einfach, wenn man den Job ernst nimmt."

Sam schaute verwundert zu Dean hinüber. „Du kennst dich da offenbar aus."

Dean schüttelte den Kopf. „Nein, bin nur ein kritischer Leser, der selten damit einverstanden ist, was in Zeitungen steht."

„Da kann ich dir nur zustimmen. Mit dieser Sorte der Sensationsheischerei möchte ich nichts zu tun haben. In den Artikeln, unter denen ich meinen Namen setze, wird nur die Wahrheit stehen", erklärte Sam vehement.

Dean konnte ihm die Ernsthaftigkeit seiner Aussage ansehen. „Wenn du deinen Vorsatz durchziehst, hast du hiermit einen Dauerleser", erklärte er, woraufhin Sam ihm ein umwerfendes Lächeln schenkte.

‚Shit', dachte Dean. ‚Der Kerl schafft mich! Und das nur mit diesem Lächeln.'

 

~*~

Keith hatte das Lager als Letzter verlassen, weil er noch kontrolliert hatte, ob die Pferde den Ort, an den sie sie gebracht hatten, als ihre neue Heimat akzeptierten. Dies schien der Fall zu sein und so schloß er zu Dean und Sam auf. Er war ebenfalls gut gelaunt, was nicht sehr häufig vorkam. Meistens war er sehr ernst, überaus pflichtbewußt und auch eine gewisse Härte seinen Schützligen gegenüber war ihm nicht abzusprechen. Aber das war auch gut so. Die Männer brauchten klare Richtlinien, die der Milde des Doktors etwas entgegenwirkten.

Durch das Auftauchen des Vorarbeiters war das Gespräch der Beiden ins Stocken geraten, woraufhin Keith das Wort ergriff: „Ihr habt euch gut gehalten Jungs, besser als ich erwartet habe."

Sam und auch Dean schauten den Vorarbeiter fragend an.

„Ihr sitzt nicht oft im Sattel, das habe ich gleich gesehen", gab er erklärend Auskunft.

„Selten", stimmte Dan zu.

„War schon länger nicht auf der Farm", bemerkte Sam und Keith nickte. „Schon klar und ich kann mir auch vorstellen, wie ihr euch fühlt. Beziehungsweise eure Hinterteile. Daher ein Tipp. Falls ihr es nicht allzu eilig habt zur Farm zurück zu kehren... zwei Meilen südlich von hier gibt es einen kleinen See. Gleich bei dem alten knorrigen Baum über den Hügeln. Von dort noch eine halbe Meile. An dessen Nordufer ist ein ganz besonderer Schwefel-Heilschlamm. Hat mir mal ein Ureinwohner verraten. Hab's mal für eine Schulterverletzung ausprobiert. Hat geholfen. Hilft auch bei wundgerittenen Hintern."

Nach diesen Worten, trieb Keith sein Pferd in den Galopp und ritt davon. So überließ er den Beiden zu entscheiden, ob sie seinen Vorschlag annehmen wollten oder nicht.