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Kommentar:

Fortsetzung zu Changes.

Alle Charaktere und Elemente sind mein Eigentum und dürfen ohne meine Erlaubnis nicht weiterverwendet werden. Es besteht keinerlei Bezug zu realen Personen, sollte es Ähnlichkeiten geben waren diese nicht beabsichtigt. 

Beta: SilentThunder

  

Du willst also wirklich, daß ich zuschlage, Sam? Dir ist klar, das ist dann endgültig."

„Tu es einfach, Dean", verlangte Sam und umschloss den schweren Schlegel fester mit seinen Händen, während Dean schon das erste Mal ausholte und den Hammer gegen die Mauer krachen ließ. Auch Sam schlug zu und im Nu waren sie in eine dicke Staubwolke gehüllt. Die Schutzmasken an ihrem Mund verhinderten, dass sie husten mussten, und so arbeiteten sie zügig weiter, bis sie die Zwischenwand herausgeschlagen hatten.

Langsam legte sich auch der Staub, zog teilweise durch die geöffneten Fenster ab, und die beiden jungen Männer betrachteten ihr Werk, während sie die Masken abnahmen. „Was sagst du?", wollte Sam wissen und reichte eine Flasche Bier an Dean weiter, die er aus der kleinen Kühlbox auf dem Boden genommen hatte.

Dean nahm einen großen Schluck, um das trockene, kratzige Gefühl aus dem Hals zu bekommen, bevor er antwortete: „Nicht schlecht bisher. Wenn wir die letzte Wand draußen haben, wird das ein toller Raum sein."

Sam nickte zufrieden, trank ebenfalls aus seiner Flasche und schaute seinen Freund liebevoll an. Der grinste daraufhin verwegen. „Du findest mich verdammt  sexy, wenn ich so dreckig bin", behauptete er überzeugt.

„Eingebildet bist du wohl gar nicht", gab Sam lachend zur Antwort.

Deans Grinsen wurde breiter. „Da es sich um eine Tatsache handelt. Nein."

Im Stillen musste Sam ihm recht geben. Der Mann war einfach umwerfend und so zog er ihn unvermittelt an sich und küsste ihn stürmisch.

„Ich mag es, wenn du so besitzergreifend bist und ich will mehr davon", verkündete Dean, nachdem sie den Kuss abgebrochen hatten.

Sam hob fragend die Augenbrauen. „Hier? In all dem Dreck? Das kann nicht dein Ernst sein.

„Klar doch. So haben wir dann einen Grund, gemeinsam zu duschen." Wieder grinste Dean, küsste seinen Freund zärtlich und rieb sich auffordernd an ihm. Mehr brauchte es nicht, um Sams Widerstand zu brechen und bald darauf verteilten sich stöhnende Geräusche auf ihrer Baustelle.

~*~

Einige Stunden später, unter der Dusche hatten sie ebenfalls die Finger nicht voneinander lassen können. Jetzt lagen sie im Bett, in der kleinen Wohnung, oberhalb der Garage auf der Farm von Sams Vater. Dean lag fest in Sams Armen und schlief selig, während der ihn lächelnd betrachtete. Sein Vater hatte nicht Recht behalten. Dean war durchaus beziehungsfähig. Obwohl er so gut wie nie über seine Gefühle sprach, so zeigte er Sam doch, wie sehr er ihn liebte und das nicht nur im Bett, oder wo sie es sonst noch so trieben.

Sam wurde sogar hier im Bett rot um die Nase, wenn er daran dachte, wo Dean ihn schon überall verführt hatte. Doch er musste auch für sich zugeben, dass er nie abgeneigt gewesen war. Im Gegenteil. Er war selbst an so manchen Orten über seinen Geliebten hergefallen, außer Acht lassend, dass sie erwischt werden konnten. Aber auch wenn sie verrückt nacheinander waren, verbrachten sie natürlich nicht ihre ganze Zeit im Bett.

Gerade heute hatten sie zwei Wände im Obergeschoss des Redaktionsgebäudes herausgeschlagen, das jetzt ihm gehörte. Okay, nicht ganz ihm. Dean war Miteigentümer, was den ersten Stock und somit die Wohnung des Redaktionshauses anlangte. Er argumentierte es so, dass es doch Unsinn wäre, der Bank unnötig Kreditzinsen zu zahlen, wenn er das Geld hätte und es so auf vernünftige Weise anlegen könnte. Da zu jeder Wohnung logischer Weise auch eine Einrichtung gehörte, wollte er auch diese Kosten übernehmen. Dean bestand allerdings darauf, die Einrichtung gemeinsam auszusuchen und Sam, dass sie nicht zu teuer sein durfte. Nachdem sie sich geeinigt hatten, wurde alles notariell festgehalten, denn das hatte Sam zur Bedingung gemacht.

Den Pakt hatten sie auf der alten Druckermaschine besiegelt. Auf Sams Hintern prangten dann allerdings die nächsten drei Wochen der Buchstabe M und ein Ausrufungszeichen. 

Dean war vor Lachen fast zusammengebrochen und Sam war daraufhin tierisch sauer auf ihn gewesen. „Das ist nicht witzig", hatte er Dean angebrüllt.

„Doch", hatte er nach seinem Lachanfall behauptet. „Jetzt trägst du mein Brandzeichen, oder vielmehr Stempel."

„Das ist ein M Dean, falls du das noch nicht bemerkt hast. In deinem Namen kommt der Buchstabe nicht mal vor", hatte Sam ihn wütend angeschrieen.

Doch Dean hatte sich nicht beirren lassen, war auf Sam zugegangen, hatte ihn in den Arm genommen und kurz geküßt. Dann sagte er: „Ist doch ganz einfach, mein Hübscher. M wie Meins, und auch noch mit Ausrufungszeichen. Das bedeutet", erklärte er, küsste Sam noch mal kurz, bevor er ihn weiter aufklärte, „doppelt Meins."

Natürlich konnte Sam Dean nicht mehr böse sein und es war müßig zu sagen, dass es nicht bei den paar Küssen geblieben war.

Und als das Zeichen nach einiger Zeit blass wurde, bedauerte das Sam schon ein bißchen, denn er mochte es sehr, wenn Dean den Buchstaben mit der Zunge nachfuhr.