File 1: stories/1/741.txt
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Sam schaute seinen Freund an. Der lächelte gewinnend und so entschied Sam, nachzugeben, aber zumindest einen weiteren Kompromiss auszuhandeln. „Na gut, aber versuch wenigstens, ein paar Stunden mit mir zu verbringen."

„Klar. Hab ich doch bereits versprochen. Also. Versöhnungskuss?", wollte Dean wissen und klimperte mit den Wimpern.

Sam konnte nicht anders und mußte einfach laut lachen. Dann zog er Dean an sich und küsste ihn innig.

Als sie ihren Kuss beendet hatten, fragte Dean grinsend: „Du weißt, was nach einem Versöhnungskuss unbedingt sein muss?"

Sam runzelte die Stirn und schaute Dean verständnislos an.

„Na, Versöhnungssex. Sammy, das weiß man doch", kam die tadelnde Antwort.

Wieder lachte Sam. „Du bist irre."

„Jepp und das macht mich auch so besonders liebenswert", gab Dean selbstsicher zurück.

„Und überhaupt nicht eingebildet", setzte Sam nach, was bei Dean nur ein breites Grinsen hervorrief.

~*~

Sie hatten wie immer Annas gutes Essen genossen und saßen nun auf der Couch in Deans Wohnung. Sam kaute am Ende eines Stiftes herum und hatte seine Stirn in grüblerische Falten gelegt.

Dean fand, sein Sammy schaute zum anbeißen aus und er stellte sich vor, wie er kleine Küsse und Bisse überall auf Sams zarter Haut hinterließ.

 „Okay, wir kommen nicht weiter. Deswegen will ich jetzt endlich meinen Versöhnungssex haben", verlangte Dean vehement.

Sam seufzte. „Du denkst auch immer nur an das Eine."

„Du nicht?", wollte Dean wissen und grinste seinen Freund an, der daraufhin verlegen lächelte. „Öfter als ich sollte."

„Man kann zu oft an Sex denken? Das gibt es doch gar nicht", wehrte Dean verwundert ab, woraufhin Sam lachend den Kopf schüttelte. „Da hast du auch wieder Recht. Aber es kann ganz schön peinlich werden, wenn ich eine Besprechung habe und du währenddessen in meinem Kopf rumschwirrst und all diese Sachen machst, die mich ganz kirre machen."

Sams Wangen hatten einen rosa Schimmer bekommen, als er das sagte, und Dean fand erneut, sein Sammy war einfach nur hinreißend.

„Sag mir, was ich mit dir machen soll, Babe", verlangte er mit rauher Stimme und begann, zarte Küsse auf Sams Haut zu verteilen. Dabei wählte er Stellen von denen er wußte, dass sein Freund dort besonders empfindlich war.

Das tat auch sofort seine Wirkung, denn Sam keuchte ergeben: „Alles... was... was du willst."

~*~

Als Dean erwachte, lag Sam fest in seinen Armen und es fühlte sich unbeschreiblich gut an. Der neue Tag kündigte sich an und es schneite nach wie vor, stellte Dean fest, als er aus dem Fenster blickte. Er betrachtete die schlafende Gestalt neben sich und eine Wärme breitete sich in seinem Herzen aus, die ihm die Tränen in die Augen trieb. Nie hätte er gedacht, dass es jemanden geben würde, der ihn lieben konnte. Aber es war passiert und Dean würde alles tun, damit sein Sammy glücklich war. Daraufhin mußte er an ihren Streit denken und sein schlechtes Gewissen regte sich.

 ‚Soviel dazu, dass ich ihn glücklich sehen möchte‘, dachte Dean und seufzte lautlos. Nachdenklich starrte er vor sich hin. Natürlich nahm er seinen Job ernst und er war sich auch seiner Verantwortung bewußt. Die Bevölkerung sollte sich sicher fühlen, das stand außer Frage.

 ‚Aber wie die Drachenkönigin schon sagte, ich bin der Boss, was bedeutet: Ich bestimme. Das heißt ja nicht, dass ich die Regeln nicht einhalte. Aber Sam ist erste Priorität. Ihn glücklich zu sehen, ist mir am wichtigsten. Daher werde ich auch diesen Weihnachtskram überstehen‘, dachte Dean lächelnd und löste seine Arme vorsichtig von Sam. Dann rollte er sich behutsam aus dem Bett, um Sam nicht zu wecken. Im Badezimmer machte er sich schnell zurecht und eilte dann aus der Wohnung. Sein Ziel war das Haupthaus. Er mußte dringend mit dem Doc reden und da Dean wußte, dass Aldin Frühaufsteher war, würde er ihn sicher in der Küche antreffen. So war es dann auch und nach einem Gruß, schenkte sich Dean Kaffee ein und setzte sich dem Doc gegenüber. Der war ziemlich verwundert darüber, sagte aber nichts, wartete ab und fragte sich, was Dean wohl veranlasste, so früh und ohne Sam hier zu erscheinen.

„Wie geht es eigentlich Barnes?", wollte Dean plötzlich wissen.

„Er hat enorme Fortschritte gemacht und meiner Ansicht nach sollte er so bald als möglich ein normales, gesellschaftliches Leben führen. Wieso fragen Sie?"

„Sehr gut. Ich hätte da nämlich eine Idee, wie wir dem Jungen in dieser Beziehung helfen können", entgegnete Dean grinsend.

~*~

Nach dem Gespräch mit dem Doc hatte Dean noch eine Stunde an einem der Oldtimer herumgebastelt und war so gut wie fertig geworden. Dann schlich er wieder zurück in seine Küche und mache sich daran Kaffee aufzusetzen.

Sam erwachte von einem Geräusch, das er erst nicht zuordnen konnte. Dann aber erkannte er, dass es aus der Küche kam. Dean machte offenbar Frühstück, wie Sam richtig vermutete, denn kurz darauf stand sein Freund mit einem Tablett vor ihm und stellte es vorsichtig auf dem Bett ab.

„Wow. Ich muss echt gut gewesen sein", rutschte es Sam heraus und prompt wurde er gleich darauf rot um die Nase. Als er Dean dann verlegen anschaute, grinste der wie nicht anders zu erwarten.

„Oh yeah, Babe. Du warst fantastisch. Darum muss ich dich füttern. Schließlich sollst du bei Kräften sein, für die nächste Runde."