File 1: stories/1/727.txt
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Als Sam nach Hause kam, war es schon sehr spät und er war dementsprechend  müde. Wie zu erwarten, brannte im Haus seiner Eltern kein Licht mehr. Um diese Zeit schliefen sie schon alle. Sam rechnete auch nicht damit, dass Dean noch wach war, doch als er sich der Werkstatt zuwandte, sah er das beleuchtete Fenster. Dean war bestimmt seinetwegen wach geblieben und sofort regte sich bei Sam das schlechte Gewissen. Er wollte nicht, dass Dean seinetwegen aufblieb, wo er nun endlich besser schlafen konnte.

Seufzend stieg er die Treppe hoch und betrat die Wohnung. Wie erwartet saß Dean vor dem Fernseher und schaute sich einen alten Film an. „Hey, Darling", begrüßte er Sam grinsend, der aufgrund dieser Anrede die Augen verdrehte. „Du solltest schon längst im Bett sein", entgegnete er tadelnd.

„Aber Daddy. Ich kann nicht einschlafen, bevor du mir eine Gute Nacht Geschichte erzählst", gab Dean im kindlichen Ton zurück.

Erst wollte Sam seinem Freund ungehalten antworten, doch als er ihn da so sitzen sah, die Arme vor der Brust verschränkt und schmollend, musste er lachen. „Blödmann", sagte er, dann beugte er sich über Dean und küsste ihn sanft. „Ich hab dich vermisst", raunte er leise, dann küsste er Dean erneut.

„Ich mag es, wenn du mich vermisst", stellte Dean zwischen den Küssen fest und zog Sam auf seinen Schoß.

Was mit sanften Küssen begonnen hatte, ging in eine heftige Knutschei über und leises Stöhnen erfüllte den Raum, sobald sich ihre Lippen kurz trennten. Sam bewegte seine Hüften, rieb sich an Dean und der drückte sich dagegen. Doch plötzlich löste Dean seinen Mund von Sams, er packte ihn an den Hüften und zwang ihn so seine Bewegungen einzustellen. „Was ist?", fragte er verunsichert.

„Wenn du so weiter machst, komm ich noch in meiner Hose", gab Dean die Erklärung ab.

Sam grinste verrucht. „Vielleicht will ich das."

Sofort begann Deans ganzer Körper zu kribbeln und er knurrte ein heiseres „Sammy", bevor er ihn wieder hungrig küsste.

Zwei Minuten später war es Sam, der seinen Freund stoppte und aufstand. Er atmete ein paar Mal tief durch, um seine Fassung so wenigstens halbwegs wieder zu erlangen, bevor er verlangte: „Ich will dich nackt. Sofort!"

Dean grinste versaut, erhob sich und erklärte, während er sein Shirt über den Kopf zog: „Ich liebe es, wenn du so bestimmend bist."

„Dann mach. Ich warte", verlangte er und schaute Dean begehrlich an.

Unter diesem Blick tanzten sofort tausend von Schmetterlingen in Deans Bauch und er streifte Schuhe und Socken ab, bevor er langsam seine Hose aufknöpfte. Fast in Zeitlupe schob er sie von den Hüften und bemerkte, wie Sam rascher zu atmen begann. Ein guter Grund für Dean, noch langsamer zu machen.

„Das reicht. Mehr halte ich nicht aus", bekannte Sam, ging unvermittelt vor Dean in die Knie und zog ihm mit einem Ruck die restlichen Kleider vom Leib. Was Sam dann mit seinem Mund machte, entlockte Dean einen heiseren Aufschrei.

~*~

„Langsam wird's kalt", stellte Sam eine halbe Stunde später fest.

„Yeah. Und auch wenn ich ein harter Kerl bin...

„Schon wieder?", wurde Dean von seinem Freund leise lachend unterbrochen.

Dean lachte ebenfalls. „Du bist ganz schön versaut, Sammy."

Der vergrub sein Gesicht in Deans Schulter und nuschelte verlegen: „Du färbst halt ab."

 „Und du lernst auch verdammt schnell, du Intelligenzbestie." Dean drehte sich ein bißchen, damit er Sams Gesicht mit den Händen fassen konnte. Dann schob er ihn in die richtige Position, um ihn hingebungsvoll zu küssen.

„Bett?", fragte Sam eine Weile später.

„Essen", bestimmte Dean, stand auf und zog seinen Freund hoch. „Sonst fällst du mir noch vom Fleisch, denn wie ich dich kenne, hast du heute darauf völlig vergessen. Aber fürsorglich wie ich nun mal bin, lasse ich dich nicht verhungern." Gerade als Dean sich umwenden wollte, um in die Küche zu gehen, wurde er von Sam aufgehalten. Fragend schaute ihn der Marshall an.

„Ja, das bist du wirklich. Fürsorglich meine ich." Sam drückte Dean einen kurzen Kuss auf. „Und mutig. Und wunderschön. Und so verdammt sexy", erklärte er noch, wobei er ihn zwischendurch immer küsste.

„Verdammt sexy, du sagst es, und jetzt ab in die Dusche mit dir. Ich mach dir inzwischen dein Essen." Dean gab seinen Geliebten einen Klaps auf den Hintern und schob ihn dann in Richtung Badezimmer, welches der dann auch brav aufsuchte.

Dean schaute ihm lächelnd hinterher. Sams Worte hatten ein unbeschreibliches Glücksgefühl in ihm ausgelöst. Diese Form der Liebeserklärung hatte ihn aber auch verlegen gemacht. Er selbst würde solche Worte nie aussprechen. Aber sein Sammy konnte das und wußte vermutlich nicht einmal, was er damit bei Dean anstellte.

Und so stand Dean einfach noch ein paar Minuten da und genoss das wärmende Licht, welches sich von seinem Herzen über den ganzen Körper ausbreitete.