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Teil 13

Ich liebe Dich,

doch ich darf es nicht.

Du bist nicht für mich bestimmt,

sondern für den dritten Krieger.

Ob du mit ihm oder ihr Glücklich wirst?

Ich wünsch es dir,

auch wenn es mich sehr verletzt.

Ich sehn mich so nach dir.

Deine weichen Lippen,

dein seidiges braunes Haar,

das sich so gut anfühlt,

deine starken Arme

und dein wundervoller gestählter Körper.

Das alles zieht mich in seinen Bann

und ich kann nicht dagegen ankämpfen.

Doch ich muss es,

um dir Glück zuschenken!

(Von SPIKEmarsters)

~*~

„Wir können doch jetzt, oder? Gunn ist da, also machen wir uns auf den Weg."Sagte Spike mit gesenktem Kopf.

Angel sah auf sein Child. „Die Seele macht ihm schwer zu schaffen, irgendwie muss ich ihm helfen?“ Dachte er besorgt.

„Angel? Kann ich mitkommen, etwas Abwechslung würde mir ganz gut tun". Riss Faith ihn aus seinen Gedanken.

„Das musst du nicht, du kannst dich ruhig etwas ausruhen.“ Meinte dieser freundlich.

„ Wurde ich aber gern, ich bin froh, wenn ich etwas rauskomme, weißt du?“ Sagte Faith und lächelte.

„Wenn Faith mit euch kommt, kann ich ja hier bleiben, ich würde gern etwas nachlesen, hab da so ein altes Buch entdeckt.“ Sagte Spike plötzlich. Als Angel ihn prüfend ansah, sagte er noch schnell: „ Ich lese gerne, immer schon, das weißt du. Ihr braucht mich nicht wirklich dabei, oder? Außerdem ist Cordy da, die passt schon auf mich auf,“ grinste er.

„Na gut meinetwegen. Mach aber nicht wieder so °Sachen°, hörst du?“ Lächelte Angel anzüglich, und die vier gingen los.

„Halt die Klappe und verschwinde.“ Murmelte Spike, und sah betreten zu Boden.

Kaum waren sie verschwunden, wandte er sich zu Cordelia. „Du musst mir helfen, ich will für Angel und Faith einen Tisch bestellen, in einem guten Restaurant. Du kennst dich da aus. Faith wird es sicher genießen, und Angel sollte auch einmal einen schönen Abend haben. Und ein Kleid, ein richtig sexy Kleid für sie. Das Geld kriegst du wieder, irgendwann, sobald ich eins habe. Hilfst du mir?“ Bettelte er.

„Du willst, das die beiden einen schönen Abend haben? Wo ist der Hacken?“ Cordy hob ungläubig die Augenbrauen.

„Kein Hacken, ich will nur das es Angel gut geht, er hat viel für mich getan, ich sehe das jetzt anders mit der Seele und so, also hilfst du mir oder nicht?“ Motzte er sie an.

„ Na gut, weil’s für Angel ist, aber mein Geld kriege ich wieder, kannst ja deinen Mantel verkaufen, falls dir diesen alten Lappen jemand abkauft.“ Grinste sie.

„Hey, das gute Stück wechselt niemals seinen Besitzer, der gehört zu mir wie meine tollen Haare, verstanden? Du kriegst dein Geld schon. Notfalls suche ich mir einen Job. Also komm, lass uns einkaufen gehen.“ Murmelte er.

„Du? Arbeiten? Das ist der Witz des Monats.“ Ätzte sie, schnappte aber ihre Tasche und ging zur Tür.

„Ich kann arbeiten,“ maulte er und folgte ihr schnell.

Im Einkaufszentrum angekommen, steuerte Cordelia zielsicher ein Damenbekleidungs- Geschäft an. Spike dackelte missmutig hinterher.

Cordy nahm ein elegantes Chiffon-Kleid vom Ständer und hielt es hoch.

„Zu elegant.“ Sagte Spike.

Sie nahm ein anderes aus rotem Samt. „Zu brav“. War diesmal sein Kommentar.

Seufzend hielt sie ihm ein buntes Minikleid vor die Nase. „Und das?“ „Zu bunt.“ Motzte er.

Was willst du eigentlich, was verstehst du schon von Mode? Du trägst schwarz seit 100 Jahren, das zeichnet dich nicht gerade als Giorgio Armani aus, also was soll das?“ Cordy würde echt ungehalten.

„ Ich bin ein Mann und ich weiß was einem Mann gefällt und von diesen Fetzen hier, sicher keiner, glaub mir.“ Zielsicher griff er nach einem schwarzen Kleidchen. „Das ist es, schwarz, kurz, eng, tiefer Ausschnitt, genau das Richtige.“ Grinste er.

„Soll sie Angel verführen, oder was?“ Fragte Cordy, geschockt von dem schwarzen Nichts.

„Warum den nicht? Sie sind beide einsam, beide Krieger, sie kämpfen für die selbe Sache, also haben sie viel gemeinsam. Könnte funktionieren.“ Meinte er mit trauriger Stimme.

„Du vergisst den Fluch.“ Sagte Cordelia besorgt.

„Angel vergisst ihn schon nicht, er ist sehr Verantwortungsbewusst, das weißt du, aber seinem toten Herzen würde es ganz gut tun, wenn er nicht alleine ist, vergönne dem Boss doch ein bisschen Glück". Presste er verkrampft zwischen den Lippen hervor.

„Du hast recht, er hat ein wenig Glück verdient, aber das Kleid, oder was auch immer das sein soll, ist doch zu übertrieben. Wie wäre es mit einer schwarzen Lederhose und einem rückenfreien Top? Ich denke das wird auch viel besser zu Faith passen.“ Versuchte sie den Vampir umzustimmen.

„Okay, überredet, aber hohe Schuhe dazu.“ War er einverstanden.

Mit Tüten bepackt kamen sie wenig später ins Hyperion zurück.

Spike brachre die Sachen in Faith Zimmer und Cordy bestellte einen Tisch in einem schicken Restaurant, als Angel, Faith, Wes und Gunn zurückkamen.

„Und?“ Fragte Cordy und hob den Blick.

„Gar nichts und, die Wohnung war leer, weder Lilah Morgan noch Professor Walsh war zu finden. Wir können es nur morgen noch einmal versuchen". Sagte Wes frustriert.

Spike kam gerade von oben, und hörte noch was Wes sagte. „Gut, dann morgen auf ein Neues, da komme ich dann mit. Angel, hast du einen Moment Zeit? Ich will was mit dir besprechen". Sprach er weiter und ging voraus in Angels Büro. Erstaunt folgte dieser ihm. Spike schloss hinter Angel die Tür. Als Angel ihn umarmen wollte, wehrte dieser ab. „Nicht jetzt, bitte, es ist wichtig.“ Wenn er ihn zu nahe an sich heranließ, konnte er sich womöglich nicht mehr beherrschen und das durfte nicht sein. Die Mächte hatten entschieden. Angel gehörte zum Dritten Krieger. Er, Spike, war nur ein Nichts, ein Nichts mit Seele, der seinen Sire so sehr liebte, das er nur eins wollte, Angels Glück. Er selbst war unwichtig. Denn Liebe ist, an das Glück des anderen zu denken.

Beleidigt lehnte sich Angel an die Wand.

„Hör zu Angel. Ich dachte Faith war so lange isoliert, du solltest mit ihr ausgehen, wir haben da etwas arrangiert, Cordy und ich, ich dachte es ist dir sicher recht, weil du ja jetzt für die Jägerin irgendwie verantwortlich bist, und sie sich wieder an ein halbwegs normales Leben gewöhnen soll. Ich hoffe es ist dir recht, ich meine, weil du bist der Boss und ich habe ja eigentlich nichts zu melden, weil,..“ Spike verhedderte sich wieder und sah Angel vorsichtig an.

Angel lächelte. „Komm her Spike, ich mag das zwar nicht, aber ich verstehe deine gute Absicht. Ich mag Faith zwar gerne, aber überfalle mich nicht noch einmal mit so etwas, okay?" Er breitete die Arme aus und Spike kam näher. Vorsichtig kuschelte er sich hinein und schloss die Arme um Angels Hüften. Er legte seinen Kopf an die Brust seines Sires, schmiegte sich an ihn und schnurrte leise. „Ich darf, das nicht, dachte Spike immerzu, verdammt ich darf das nicht, aber nur ganz kurz, ein kleines bisschen,..“ und drückte sich so nah er konnte an Angels Brust. Schweren Herzens löste sich Spike von Angel. „Du musst jetzt gehen, euer Tisch wartet, mach schon.“ Murmelte er.

Cordy hatte inzwischen Faith Bescheid gegeben und half ihr beim Schminken.

Als sie nach einer halben Stunde die Treppe herunterkam, bracht Gunn nur ein „Wow“, heraus. Spike registrierte es besorgt. Er würde Gunn Bescheid geben, sobald die zwei weg waren. Sie sah wirklich gut aus, für eine Frau, dachte er.

„Du siehst toll aus.“ Lächelte Angel und bot ihr seinen Arm. „Wollen wir?“

„Viel Spaß, und macht euch einen netten Abend.“ Murmelte Spike mit hängenden Schultern hinterher, als Angel und Faith das Hyperion verließen. Kaum waren sie draußen straffte er sich und ging zu Gunn.“ Finger weg, Blacky, sie gehört Angel.“ Knurrte er. Erstaunt sahen sie Gunn, Wes und Cordy an.

„Ich geh auf Partoullie irgendwer muss ja die Bösen vermöbeln, also bis später.“ Fluchartig verließ er das Hotel und rannte fast in Richtung Friedhof. Suchend sah er sich um und entdeckte drei Vampire die gerade eine junge Frau in eine Gruft zerrten. „Genau das was ich jetzt brauche,“ murmelte er und stürmte los. Er riss den ersten herum, und drosch auf ihn ein bis sein Gesicht nur noch eine breiige Masse war. Dann holte er den Pflock aus der Manteltasche und verwandelte ihn zu Staub. Entgeistert ließen die beiden anderen die Frau los, die schreiend davonlief. „So, nun zu euch, auf zur nächsten Runde, so wie meine Laune heute ist, könnt ihr froh sein, wenn ich schnell mache. Mein Leben, Unleben ist nämlich so was von beschissen, schlechter geht’s nicht, da kommt ihr mir gerade recht. Los doch, greift an, ihr Missgeburten, ich schlage euch eure verdammten Schädel ein.“ Brüllte er seinen Frust heraus und stürmte auf die zwei erstarrten Vampire zu. Bevor die überhaupt wussten, wie ihnen geschah, hatte Spike sie schon vernichtet. Blitzartig sah er sich nach weiteren Gegnern um. Doch er war allein. Spike sank auf die Knie, warf den Kopf in den Nacken und schrie seine Verzweiflung in den schwarzen Nachthimmel.

~*~

Nach einem für Faith, wundervollem Essen, Angel machte sich ja nicht viel aus dieser Art von Nahrung, spazierten sie Hand in Hand zurück zum Hotel.

Sie lachten und unterhielten sich angeregt. Vor dem Hotel angekommen, stoppte Faith und drehte sich zu Angel. Der fasste sie an den Schultern und drückte sie an sich, zärtlich küsste er ihre Stirn.

Spike stand in einem Hauseingang gegenüber, verdeckte die Glut seiner Zigarette mit der Hand und beobachtete die beiden. Er tat noch einen Zug, warf die Kippe zu Boden und trat sie aus. “Guter Plan, Spike, so wie es aus sieht kannst du dich bald vom Acker machen.“ Sagte er leise zu sich selbst, und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht.