File 1: stories/1/119.txt
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Angel sah auf sein Childe nieder, und verstand wie sehr seine Seele ihn quälte.

Schnell entledigte er sich seiner Kleider und stieg zu ihm in die Dusche. Er drehte das Wasser wärmer und nahm Spike behutsam in den Arm. Schluchzend brach Spike in seinen Armen zusammen und Angel musste ihn halten, damit er nicht fiel. Beruhigend strich er ihm über den Rücken: "Es wird später etwas leichter, du schaffst das schon, William, du musst damit fertig werden. Ich helfe dir so gut ich kann. Irgendwie tat Spike ihm leid, er wusste was er durchmachte, hatte es selbst erlebt.

Lange standen sie so da bis sich Spike endlich etwas ruhiger wurde. Angel strich ihm die Haare aus der Stirn, griff zum Haarshampoo, verteilte es auf Spikes Kopf und massierte es gründlich ein. Spike stand mit hängenden Schultern da, und bewegte sich nicht. Als Angel jedoch danach zum Duschgel griff, nahm Spike es ihm aus der Hand. „Kann ich selber,“ murmelte er schniefend wie ein kleiner Junge und drückte etwas Gel in seine Hand. „Gut dann mach,“ antwortete Angel und verließ die Dusche. Er trocknete sich ab und zog sich wieder an. Dann wartete er geduldig bis Spike sich fertig gewaschen hatte und aus der Dusche stieg. Angel drehte das Wasser ab und legte ein Handtuch um Spikes Schultern. Dann bugsierte er ihn aufs Bett und setzte sich daneben.

Spike sah zu Boden und murmelte“: Buffy,...sie will mich nicht, ich habe eine Seele, doch sie will mich nicht, kein Funke,.. und,...und die Opfer, sie sind in meinen Kopf,.. immerzu“.

"Es dauert, Spike und ganz verschwinden die Bilder nie, aber du wirst damit zurecht kommen, mit der Zeit, "sprach Angel auf ihn ein, ohne weiter auf Buffy einzugehen.

"Ich bin so müde Angel, so furchtbar müde, aber ich kann nicht schlafen, sie sind immer da und reden auf mich ein, sobald ich die Augen schließe."

„Ich weiß, ich werde bleiben, leg dich hin, versuche zu schlafen, komm schon“. Er schob ihn zurück auf das Bett und Spike zog die Decke über seinen Körper. Anngespannt schloss er die Augen und versuchte zu schlafen. Nach einer weile schien es Angel als sei Spike eingeschlafen. Er hatte die Beine an die Brust gezogen wie ein Embryo, und die Arme schützend über die Knie geschlungen.

Angel stand auf, ging in sein Zimmer um sich ein Buch zu holen und kehrte dann zu Spike zurück. Der begann sich gerade hin und her zu wälzen und flüsterte immer wieder:“ Nein, nicht geht weg, ich wollte nicht,...“ Seufzend begab Angel sich zu ihm und legte sich auf Bett. Er nahm Spike in die Arme und wiegte ihn wie ein kleines Kind. Langsam schien er sich zu beruhigen, und die Anspannung wich. Angel ließ ihn wieder los und legte sich auf den Rücken, er verschränkte die Arme unter seinem Kopf und starrte an die Decke.

Es tat ihm gut so neben Spike zu liegen. Warum eigentlich? Er fühlte sich wohl, auf eine ganz besondere Art. Dabei kannte er William schon über 100 Jahre, und er nervte ihn, schon mindestens 200 Jahre, kam es ihm vor, und doch, irgendwie war nun alles andres...

Müde schloss er die Augen und war bald darauf auch eingeschlafen.

Angel erwachte weil irgendetwas auf seinem Bauch lag. Spike hatte seinen Arm um seinen Bauch geschlungen, der Kopf lag an seiner Schulter und das angezogene Knie auf seinem,...Unterleib, genau auf seinem,.. Unterleib. In Angel begann es zu kribbeln. Sein Penis wurde langsam hart durch die Berührung von Spikes Knie. Das pochende Gefühl zog sich über die Lenden bis in seine Beine. Vorsichtig versuchte er sich aus Spikes Umarmung zu befreien. Sofort wurde dessen Griff fester. Angel keuchte leise. Das fehlte noch, er fuhr auf Spike ab. Seit Angel eine Seele hatte, war ihm nie mehr der Gedanke gekommen Spike zu benutzen, das war früher, als Angelus, und da eher nur zur Züchtigung. Gut, es hatte ihm damals vergnügen bereitet Spike zu quälen, und Spike war sein Childe, würde ewig sein Childe sein, doch er war jetzt Angel, nicht mehr Angelus und in seinem jetzigen Zustand brauchte Spike seine Hilfe und nicht wieder jemanden der ihn nur benutzte.

Er schüttelte entschieden den Kopf, aber das Ziehen in seinen Lenden ging nicht weg.

Entschlossen befreite er sich aus Spikes Arm. Der wachte sofort auf, sah verwirrt um sich. Angel stand schnell auf, damit Spike seine Schwellung nicht mitbekam. „Bin gleich wieder da, hol nur etwas zu essen für uns“, nuschelte er und rannte fast, um in seine Wohnung zu gelangen. Dort angekommen hastete er ins Bad öffnete rasch den Reißverschluss seiner Hose und schob die Boxer Short etwas hinunter. Sein steifes Glied sprang ihm entgegen und er umfasste es erregt. Stöhnend begann er seine Hand auf und ab zu bewegen und versuchte krampfhaft an Buffy zu denken. Aber immer wieder erschien Spike vor seinem geistigen Auge. Seine strahlend blauen Augen, sein wundervoller, marmorner, gestählter Körper, sein herrlich großer Schwanz. Bei diesen Bildern begann er zu zucken und ergoss sich explosionsartig mit einem unterdrückten Schrei. Erleichtert und doch immer noch verwundert über seine Reaktion auf Spike, entfernte er die Spuren seines Spermas und zog seine Kleidung zurecht. Dann begab sich Angel in die Küche um Blut zu wärmen.

Als er zu Spike zurückkam, saß der auf dem Bett und sah auf als er eintrat. Dankbar nahm er den Becher entgegen und trank in langsamen Schlucken.

„Du musst dich beschäftigen“, Angel sah auf Spike hinab. “Das hilft, lenkt ab und vertreibt die Dämonen in deinen Kopf etwas, wenn du bereit bist deine Schuld abzutragen, verfolgen sie dich nicht mehr jeden Tag. Sie werden gnädiger, irgendwie.“

„Ich weiß nicht ob ich das kann“, niedergeschlagen trank Spike seinen Becher leer.

„Wenn du willst, kannst du hier bleiben. Angel Investigations kann noch gut einen Mitstreiter gebrauchen“, versuchte es Angel weiter.

„Ich überlege es mir, bin nicht sicher ob ich das auf die Reihe kriege, auch mit deinen Leuten und so“?

„Meine Mitarbeiter lass meins Sorge sein, es geht um deine Entscheidung, aber sag bald bescheid, okay“? Angel wusste nicht warum er überhaupt das Angebot machte. Spike bedeutete Schwierigkeiten, Stress, Ärger, immer. Und Machtkämpfe, denn er wollte sich nicht unterordnen, bei niemanden, niemals. So war er immer schon gewesen, trotz Folter und Todesdrohungen. Spike war ein Rebell, kämpfte gegen alle Regeln an, egal ob für Menschen oder Vampire, Regeln waren für ihn nur da um gebrochen zu werden, das würde auch eine Seele nicht ändern. Also wieso sollte er sich das antun? Auch die anderen in seiner Truppe werden nicht begeistert sein. Andererseits, er ist Familie, braucht Hilfe und hat jetzt eine Seele, vielleicht änderte das so manches? Und seine Gefühle würde er schon irgendwie unter Kontrolle kriegen, dachte Angel schließlich war es ja nur Sex, da konnte man sich anders behelfen. Er würde erst einmal Spikes Entscheidung abwarten, beschloss er, dann sah man weiter.

„ Ich geh jetzt mal ins Büro, Cordy und Wes werden schon da sein. Du kannst ja später nach kommen, wenn du willst und mir deine Entscheidung mitteilen“. Angel verlies das Zimmer und ließ Spike nachdenklich zurück.

„Was soll ich tun“? Spike konnte seine Gedanken nicht ordnen. Er hatte ein paar Stunden geschlafen, ohne böse Träume, in den Armen von Angelus, aber er war eigentlich nicht mehr Angelus, kein brutaler Schlächter, nicht mehr sein Peiniger aus alten Tagen, er war jetzt Angel. Vielleicht hatte er deshalb so ruhig geschlafen. Doch Angelus wird nie ganz aus Angel verschwunden sein, auch das wusste Spike. „ Buffy, dachte er plötzlich, Buffy, sie fehlt mir so. Tränen stiegen wieder in seine Augen, als er sich aufs Bett zurück sinken lies.

Angel ging die Treppe hinunter um Cordelia und Wesley zu informieren, dass er zurück war und Spike mitgebracht hatte. Die Zwei waren nicht gerade begeistert und sagte das auch offen. „Es gibt so etwas wie Familienbande, und außerdem habe ich Dawn versprochen mich um Spike kümmern. Als ich seinen Zustand sah, konnte ich ihn nicht zurücklassen, also wird er jetzt eine Weile hier bleiben. Er kann niemanden etwas tun, da ist der Chip und dazu hat er jetzt auch noch eine Seele wie ihr wisst. Damit werdet ihr leben müssen, also keine weiteren Diskussionen“. Entschlossen drehte er sich um und ging in sein Büro.

Cordy zuckte die Schultern. „Tja, dazu gibt es dann eigentlich nichts mehr zu sagen, der Boss hat gesprochen“. Sie wandte sich zum Tresen stoppte plötzlich, griff sich an den Kopf und brach stöhnend zusammen.