File 1: stories/1/124.txt
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Perplex riss Angel die Augen auf, doch bevor er etwas erwidern könnte, war Spike aufgesprungen, schnappte sich seine Kleider. “Da siehst du, äh, wie verrückt ich schon bin. Bring alles durcheinander, Dru, dich, Buffy, es wird höchste Zeit, das ich wieder etwas zu tun kriege. Ich werde mich rasch anziehen und dann diese Anwaltstussi anrufen, wegen der guten Taten und so.“ Schnell verschwand er im Bad. Er schloss die Tür hinter sich, lehnte sich dagegen und schloss die Augen. „Gott, jetzt ist es amtlich, ich bin verrückt, fast hätte ich ihn geküsst, und wenn ich Angel nur einmal küsse, dann,..“ murmelte er und schluckte schwer, and dem Kloß in seinem Hals.

„Wie konnte ich nur hoffen, das Spike für ich etwas empfindet? Er ist doch einfach nur durcheinander, das ist die neue Seele, ich weiß doch am besten wie es einem da geht. Was bin ich doch für ein Idiot.“ Dachte er und verließ mit hängenden Schultern das Zimmer.

Nach einer halben Stunde kam Spike in die Lobby. Er vermied es Angel anzublicken und ging zum Telefon. In seiner Hosentasche kramend nestelte er die Visitenkarte hervor. „Mal sehen was die feine Lady zu sagen hat.“ Murmelte er.

Gerade als er die Nummer zu wählen begann betrat Cordy und Wes das Hotel. Spike nickte ihnen grüßend zu, und wählte die Nummer von Lilah Morgan.

Angel war inzwischen in sein Büro gegangen, gefolgt von Cordelia und Wes. Nach ein paar Minuten trat Spike ein. „Ich soll sie treffen, in einer Stunde vor dem Bürogebäude.“ Sagte er.

„Lass es lieber, du hast gesehen, was das letzte mal geschehen ist.“ Meinte Angel besorgt.

„Jetzt? Wo der Spaß erst so richtig anfängt, du kannst mich mal.“ Erwiderte Spike stur.

„Ich sagte dir schon in deiner Gruft in Sunnydale,“ ..Angel brach ab, als er sah wie Wes und Cordy ihn fragend anblickten, außerdem wollte er den Wunschgedanken nicht weiterführen, das Spike und er.... “Äh, lassen wir das. Also, wie hast du dir das gedacht?“ Sprach er schnell weiter.

Spike, mit seinem Typischen Grinsen im Gesicht antwortete. „ Plan A, ich treffe die Tussi, und mache alles, ich meine wirklich alles,“ grinste er noch breiter, „ sie dahin zu kriegen, das sie mir einen der Übervampire zur Seite stellt, um dich zu vernichten.“

Angel Augen verschleierten sich. “Er steht doch nur auf Frauen, warum will ich das verdammt noch mal nicht war haben.“ Eifersucht kroch in ihm hoch.

„Und Plan B?“ Fragte Wes.

„Du willst wirklich mit Lilah? Ich meine so ganz, mit ihr intim und so?“ Fragte Cordy neugierig.

„Was? Bist du verrückt? Nicht mal mit ner Kneifzange würde ich sie anfassen, das war doch nur ein Scherz. Mein Traumtyp, äh ich meine Traumfrau sieht anders aus, ganz anders,“ witzelte Spike, schnell streifte sein Blick Angel, dann sah er Cordy groß an, und wackelte mit den Augenbrauen um seine Verlegenheit zu überspielen.

„Und wie?“ Angel fragte so beiläufig wie möglich.

„Irgendwann sag ich’s dir Pof.“ Murmelte Spike.

„Was ist jetzt mit Plan B?“ Wes würde ungeduldig.

„Mann Wes, es gibt’s keinen, ich halte mich an Plan A.“ grinste er wieder.

„Was du hast keinen Plan B? Wie kannst du nur so,“.. Wes war sichtlich aufgebracht.

„ Mann, was soll der Blödsinn, Plan A, Plan B, sind wir hier in einem Planungsbüro oder was? Ich geh hin, koch die Tussi ein, komme mit Informationen zurück, .. basta.“ Völlig entnervt schnappte sich Spike seinen Mantel schlüpfte hinein und wollte das Hyperion verlassen, als Angel ihn am Kragen packte und gegen die Wand drückte.

“Du bleibst hier, ich habe das sagen, falls du das vergessen hast,“ knurrte er.

„Keinen Schritt wirst du mehr tun, außer ich erlaube es dir. Ich habe genug von deinen Spielchen, glaubst du ich will deinen Staubhaufen irgendwo aufkehren, es reicht, rühr dich ja nicht vom Fleck, sonst kannst du was erleben. Ich werde dich so durch die Mangel drehen, das dir die erlebte Folter wie ein Erholungsurlaub vorkommt, was denkst du dir überhaupt.“ Zornig mit gelb funkelnden Augen presste Angel seine Worte zwischen den Lippen hervor, sein Gesicht ganz nahe an das von Spike.

„Schon gut, schon gut, reiß mir nicht den Kopf ab, sonst erledig sich das mit dem Staubhaufen von selbst, großer Boss.“ Murmelte Spike, erstaunt über Angels Ausbruch. Es kam ihm fast so vor als wurde Angel sich ernsthaft um ihn Sorgen machen. “Blödsinn,“ dachte er sogleich. “Er will mir nur zeigen wer der Boss ist, damit ich ja nicht vergesse, das er alles mit mir machen kann. Er ist mein Sire, das war’s auch schon.“ Er senkte die Augen, damit Angel seinen Schmerz nicht sehen konnte, der sich durch seine Seele zog.

„So ist es gut, und nun setz dich hin.“ Angel ließ ihn los innerlich die Eifersucht und die Angst um Spike bekämpfend, und beruhigte sich etwas. Keinesfalls wollte er zulassen, das Spike noch einmal seinetwegen so verletzt würde. Das war es nicht wert. Nichts war es wert ihn zu verlieren, auch wenn er wusste, das Spike sich niemals zu ihm wenden, oder gar Zuneigung für ihn empfinden würde. Und Spike und Lilah, das wollte er sich gar nicht erst vorstellen.

„Und was machen wir jetzt?“ Fragte Wes, mit einem vorsichtigen Seitenblick auf Angel.

„Ich kann mich ja mit der Anwältin treffen, und“,..Spike wollte gerade seinen Plan ausführen als Angel ihn anfuhr.

„W a s genau hast du vorhin nicht verstanden?”

Zornig sprang Spike auf, seine Augen begannen gelb zu funkeln. “Warum hörst du mich nicht einmal an, glaubst du ich habe mich quälen und foltern lassen, weil mir gerade langweilig war? Wir müssen endlich etwas unternehmen, denn bis du mit grübeln fertig bist, gehen sogar die Mächte der Ewigkeit am Krückstock. Behandle mich nicht immer wie einen Idioten und höre, was ich zu sagen habe.“ Wild fuchtelte er mit den Armen vor Angel herum.

Angel verschränkte seine Arme vor der Brust. „Also gut, Child, was hast du zu sagen?“ Meinte er mit ruhiger Stimme.

„Lass mich endlich mit deinem Sire gehabe in ruhe, verdammt noch eins, das ist ja nicht zum Aushalten. Wir haben doch bei Gott wichtigeres zu tun, als ständig °Wer ist hier der Boss?° zu spielen.“ Spike rannte noch immer gestikulierend durch die Lobby.

„Ich spiele nicht, ich b i n der Boss. Und solange du unter meinem Dach lebst, hast du gefälligst“,.. Begann Angel nun auch laut zu werden.

„Das glaub ich jetzt einfach nicht. Daddy sagt, solange du deine Füße unter meinen Tisch hältst hast du zu tun was ich sage? Hast du nicht mehr alle Erbsen in der Schote? Du hast mich hier her geschleppt, gegen meinen Willen, möchte ich betonen und nun willst du,..“

„AUFHÖREN, ALLE BEIDE!“ Rief plötzlich Cordelia. Ihr seid ja schlimmer wie ein altes Ehepaar, was soll der ganze Mist?“

„Ich? Mit dem? Das wäre doch das Allerletzte.“ Murmelte Angel. „Halt die Klappe Angel.“ Sagte Cordy, drehte sich blitz schnell zu Spike und sah ihn so giftig an, das er gleich wieder den Mund schloss, ohne einen Ton von sich zu geben.

„ Ich will von euch Beiden nichts mehr hören, solange ihr nichts vernünftiges zu sagen habt, ist das jetzt durchgedrungen?“

Als die beiden betreten nickten, setzte sich Cordelia an den Tresen.

Wesley begann zu grinsen.

„Grins nicht so dämlich Wesley, wir haben ein Problem zu lösen.“

Spike ging langsam auf Cordelia zu.

„Cordy, wenn ich darf?“ Grinste er schon wieder unverschämt.

Sie nickte hoheitsvoll.

„Gut. Also, ich treffe immer noch diese Lilah,“ ein kurzer hämischer Blick traf Angel, der entnervt die Augen verdrehte.“ Ihr, das heißt, Wesley, das Weissbrot-Gunn und unser Big Boss hier, folgt mir, mit einem gewissen Abstand natürlich. Sobald ich sicher bin, das wir am richtigen Ort sind gebe ich ein Zeichen, ihr kommt nach, wir machen sie alle, und das war’s dann.“ Selbstgefällig lehnte sich Spike an die Wand.

„Guter Plan, sehr guter Plan. Und was ist wenn es zu viele sind, du Schlauberger?“ Fragte Angel.

„Wie wäre es, wenn Gunn seine alte Gang mitbringt, dann sind wir genug Leute?“ Wes sah in die Runde.

„Ich ruf ihn gleich an, wir haben nicht mehr viel Zeit, Spike hat in 20 Minuten eine Verabredung.“ Cordy ging ans Telefon, kam nach fünf Minuten wieder. “Alles Okay, Gunn und seine Leute treffen euch gleich bei W&H. Sie warten an die Ecke, also los, und seid vorsichtig.“

Die drei Kämpfer packten die Waffen in eine Tasche, Wesley gab noch ein paar Handgranaten dazu und sie verließen das Hotel.

Als sie mit Gunn und seine Leuten zusammentrafen begrüßten sie sich kurz und Spike ging, um Lilah zu treffen.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit stand Spike vor dem W& H Bürogebäude, als eine schwarze Limousine hielt und die hintere Wagentüre geöffnet wurde.

Angel Wes und Gunn stiegen in den Wagen und folgten vorsichtig der Limousine. Das zweite Auto, mit zwölf von Gunns Freunden, schloss dicht auf.

„Steigen sie ein, wir treffen uns mit jemanden.“ Lilah saß mit überschlagenen Beinen in dem mit hellem Leder bezogenen Fond des Wagens. Spike setzte sich ihr gegenüber. „Ah, ohne Affengesicht geht’s wohl nicht“, spottete er lächelnd, als er den Leibwächter Lilahs, am Nebensitz bemerkte.

Sie ignorierte seine Worte und sagte: „ Wir werden gleich da sein, also verschonen sie mich bis dahin mit ihren Sprüchen.“

„Aber Süße, warum so schnippisch, wo ich doch schon stöhnend vor ihnen gelegen habe,“ grinste Spike.

„Miss Morgan, soll ich, ..?“ Der Leibwächter fuhr zornig in die Höhe, bis er mit seinem Schädel ans Autodach krachte.

„Lass das Jim, wir sind bald da, ich will keinen Streit.“ Sagte Lilah streng zu ihrem Bodygard.

„Ja, Jimbo, lass das, sonst jagt sie dich wieder aufs Bäumchen,“ ätzte Spike mit sichtlichem Vergnügen.

„Es ist genug, Spike, auch von ihnen erwarte ich, das sie kooperieren.“ Ein herrischer Blick traf auf Spike.

„Wir sind da,“ sagte sie plötzlich, als der Wagen hielt. Der Fahrer öffnete ihr die Wagentüre und elegant glitt sie aus dem Fahrzeug. Spike folgte ihr und fand sich in einer Tiefgarage wieder. Zielsicher schritt Lilah zu dem Lift an ihrer rechten Seite. Eilig überholte Jim die Frau um rasch auf den Liftknopf zu drücken. Spike wollte gerade einen markigen Spruch loslassen, als sich die Lifttüre öffnete und ein Mann bat, sie einzutreten. Die Türe schloss sich und der Aufzug hielt nach einiger Zeit auf der 24 Etage. Der Mann bat sie höflich weiter. Eine große Schiebetür glitt geräuschlos zu Seite und sie betraten ein riesiges Labor.

„ Ah, Gefangener Nr. 17, schön sie zu sehen,“ sagte plötzlich jemand zu Spike.