File 1: stories/1/752.txt
- Schriftgröße +
Kommentar:

Alle Charaktere und Elemente sind mein Eigentum und dürfen ohne meine Erlaubnis nicht weiterverwendet werden. Es besteht keinerlei Bezug zu realen Personen, sollte es Ähnlichkeiten geben waren diese nicht beabsichtigt.

Beta: SilentThunder

  

„Wir werden definitiv keine Kinder haben", erklärte Sam vehement und ließ sich aufseufzend neben Dean auf das Sofa fallen. Er war hundemüde, geschafft und hatte nie gedacht, dass ein kleines Menschenwesen so anstrengend sein konnte wie seine kleine Nichte es war.

Dean grinste. „Schade, du hättest sicher sexy mit einem Babybauch ausgesehen."

„Idiot", brummte Sam.

„Ja, ich lieb dich auch", konterte Dean grinsend und küsste Sam dann kurz, der den Kuss perplex erwiderte. Dean hatte ihm seine Liebe gestanden, auch wenn es nur so wie dahingesagt geklungen hatte. Natürlich wusste Sam, dass Dean ihn liebte. Auch wenn er es nie zuvor gesagt hatte, bewies er es immer wieder. Doch es zu hören, berührte Sam tief im Herzen. Dennoch wollte er Dean nicht in Verlegenheit bringen, daher entgegnete er lächelnd: „Ich liebe dich auch, trotzdem will ich kein Kind von dir."

„Ehrlich gesagt, mir genügt es auch völlig, wenn wir hin und wieder auf den kleinen Käfer aufpassen", gestand Dean und kuschelte sich eng an Sam, der sofort den Arm um ihn legte. Sie wollten einfach die kurze Zeit genießen, bis sich die Kleine wieder lautstark melden würde.

Kate und Jasper hatten nämlich für dieses Wochenende ihren Babysitter-Gutschein eingelöst, den sie von Sam und Dean zu Weihnachten bekommen hatten. Für Aldin hatte Dean den Oldtimer restauriert und war pünktlich zu Weihnachten fertig geworden. Mit Sams Hilfe hatten sie den Wagen dann noch auf Hochglanz poliert und Aldins erstaunter Blick, und daraufhin sein begeistertes Strahlen, hatte Dean immer noch vor Augen. Sophia hatten sie eine Schlittenfahrt geschenkt. Sam hatte dem Schlitten- und Kutschenbesitzer als Tausch für die Fahrt eine unentgeltliche Werbeanzeige im Tagesboten vorgeschlagen und der war sofort einverstanden gewesen. Tessa, Sams Schwester, hatte Fahrstunden bekommen und die ersten auch schon bei Dean eingelöst, der nun von ihr verlangte, „Gott der Geduld" genannt zu werden.

Aber auch er und Sam würden ihr Geschenk bald in Anspruch nehmen und Dean konnte es kaum noch erwarten.

„Ich kann es kaum erwarten, bis wir endlich unseren Geschenksgutschein einlösen können", sagte Sam plötzlich und Dean begann leise zu lachen. „Was?", wollte Sam daraufhin natürlich wissen.

„Gerade habe ich das auch gedacht", wurde er von seinem Freund aufgeklärt. Der lächelte, beugte sich zu ihm hinunter und küsste ihn zärtlich.

„Mhh... mehr", verlangte Dean, als Sam den Kuss abbrach, und Sam kam dieser Aufforderung selbstverständlich sofort nach. Doch gleich darauf mussten sie voneinander lassen, weil das Baby sich meldete. Dean löste sich seufzend von seinem Freund. „Ich geh schon", erklärte er und erhob sich, um die kleine Pia aus ihrem Bettchen zu holen, als gerade sein Magen zu knurren anfing.

„Ich mach uns inzwischen etwas zu essen", bot Sam lachend an, was ihm einen schnellen Kuss von Dean einbrachte, bevor er endgültig davoneilte.

Wenig später kam er mit der Kleinen auf dem Arm zurück und begab sich geradewegs in die Küche. Sam war gerade dabei Sandwiches zu belegen. Er hatte auch schon das Fläschchen für Pia aus dem Kühlschrank genommen und in den Wärmer gestellt. Er beobachtete Dean, der mit einer Selbstverständlichkeit mit Pia umging, die Sam verwunderte. „Wieso kannst du so gut mit Babys?", wollte er daher wissen.

„Undercoverauftrag", bekam er die einsilbige Antwort, während Dean die Wärme des Fläschchens überprüfte, sie für genau richtig befand und begann, Pia zu füttern.

Sam lachte leise und fragte weiter: „Echt? So eine Vater, Mutter, Kind Geschichte?"

„So etwas ähnliches. Aber ich darf nicht darüber reden."

Doch Sam war zu neugierig, daher ließ er nicht locker. „Ach komm schon, Darling. Erzähl es mir. Ich will auch gar nichts über den Auftrag wissen. Nur die Babygeschichte."

„Au pair, ein halbes Jahr und ich warne dich. Wage es ja nicht, zu lachen, es irgendjemanden zu erzählen, oder mich süß zu nennen. Du kannst dir die Konsequenzen und was ich dann mit dir machen werde nicht in deinen kühnsten Träumen ausmalen", drohte Dean, grinste aber dabei.

Sams Mund wurde sofort staubtrocken und jede Menge Bilder schossen ihm durch den Kopf. Er leckte sich über die Lippen, bevor er mit rauher Stimme fragte: „Genügt es, wenn ich sage, du bist so was von süß, damit du deine Handschellen auspackst?"

Deans Grinsen wurde breiter.

~*~

Leider musste Sam frustriert feststellen, dass Dean weder die Handschellen noch irgendetwas anderes auspackte. Natürlich konnten sie nicht stundenlang Sex haben. Schließlich befanden sie sich nicht nur im Haus seiner Schwester, sondern hatten zudem die Aufsicht über die kleine Pia, aber ein Quicky wäre doch möglich gewesen, während die Kleine schlief. Doch Dean wehrte alle Versuche Sams diesbezüglich ab und darüber machte er sich große Sorgen. Schließlich nützen sie doch sonst jede sich bietende Gelegenheit, warum wollte Dean plötzlich nicht mehr?

Fand er ihn nicht mehr sexy genug, oder etwa gar langweilig? Dean war viel herumgekommen bevor sie zusammen gekommen waren. Bestimmt war er mit Männern zusammen gewesen, die viel mehr Erfahrungen im Bett hatten und ihm dahingehend wesentlich mehr geboten hatten, als Langweiler Sam. Das er verrückt nach ihm war und die Finger nicht von ihm lassen konnte, reichte da sicher nicht aus, um Dean zufrieden zu stellen. Sam beschloss, unbedingt etwas unternehmen zu müssen.

Sobald sie wieder zu Hause waren, würde er sich schlau machen. Wozu gab es das Internet? Die Informationsquelle schlechthin. Doch er wollte damit warten, bis sie wieder Daheim waren. Sam wusste, Männer waren visuelle Wesen. Es war also damit zu rechnen, dass ihm Bilder im Internet unterkamen, die ihn so richtig scharf machten. Wie er dann die restliche Zeit, bis sie wieder in ihren eigenen vier Wänden sein würden, überstehen sollte, daran wagte er gar nicht zu denken.

~*~

Es war früher Nachmittag, als Dean und Sam in ihrer Wohnung über der Redaktion eintrafen. Dean ließ seine Tasche fallen und sank zufrieden aufseufzend auf die Couch. „Home sweet Home", gab er grinsend von sich und meinte es auch genauso. Es war großartig, endlich ein richtiges Zuhause zu haben und das noch dazu mit einem geliebten Menschen zu teilen. Doch jetzt wollte er etwas ganz anderes teilen... und zwar mit Sam die Dusche. Gerade als er ihn dazu auffordern wollte, klingelte sein Handy. Seufzend zog er es aus der Tasche und sah am Display den Namen Sally aufleuchten. „Na großartig", schnaubte Dean, hob aber pflichtbewusst ab. Er wusste, seine Sekretärin würde ihn nicht anrufen, wenn es nicht wirklich wichtig wäre.

Kaum hatte er sich gemeldet, flüsterte sie auch schon ins Telefon: „Tut mir wirklich leid, dass ich Sie störe, Boss, aber die Bürgermeisterin ist da und macht einen riesen Aufstand wegen Max. Kimbly ist total überfordert und..."

„Komme", wurde sie von Dean unterbrochen, dann legte er auf.

„Ich muss noch mal ins Büro, Babe, versuche aber so schnell wie möglich zurück zu sein. Ich bringe auch gleich etwas zu essen mit", teilte er Sam mit und drückte ihm einen raschen Kuss auf die Lippen, bevor er davon eilte.

Verdutzt schaute Sam ihm nach und seufzte frustriert. Doch dann beschloss er, die Zeit zu nützen und die Internetrecherche zu betreiben, die er sich vorgenommen hatte.