File 1: stories/1/146.txt
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Willow wurde gepackt und jemand hielt ihr den Mund zu. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie auf die Frau, die vor ihr auf dem Boden lag. Die Frau, die seit einem Jahr dafür sorgte, dass sie vor der Kamera gut aussah. Es war ihre Maskenbildnerin, Josefine war ihr Name, doch alle hatten sie Jo genannt. Sie war immer freundlich gewesen und hatte stets für gute Laune gesorgt, wenn es am Set einmal nicht so gut lief. All diese Gedanken schossen Willow durch den Kopf, während sie auf die Tote am Boden blickte, die mit weit aufgerissenen Augen zum Himmel starrte. Willow stand unter Schock und war wie versteinert als der Magier, der sie immer noch von hinten festhielt, gewaltsam ihren Hals zu Seite bog und zu Darla sagte: „Trink, meine Liebe, dann ist der erste Schritt getan.“

~*~

Angel sah sich leicht verwirrt um. Es stand hinter einem Bar-Tresen und hatte immernoch Spikes Mantel im Arm. Der Raum war in verschiedenfarbenes Licht gehüllt und gleichgeschlechtliche sowie gemischte Pärchen bewegten sich im Takt der Musik. Er ließ seinen Blick über die Tanzfläche schweifen und bemerkte einen wasserstoffblonden Schopf in der Menge, der sich gerade von einem dunkelhaarigen Mann löste, mit dem er anscheinend getanzt hatte.

Angel Augen verengten sich zu kleinen Schlitzen, als er Spike in den Armen des fremden Mannes sah. In seinem Kopf machte es *klick* und Angel rastete aus. Mit einem wilden Knurren warf er Spikes Mantel in die Ecke, ballte die Fäuste und stürmte auf sein Child und dessen Tanzpartner zu. Angel schlug den dunkelhaarigen Mann mit einem gezielten Faustschlag nieder und brüllte: „Lass deine dreckigen Hände von meinem Eigentum, er ist mein, verstehst du? Mein!“ Dann packte er den amüsiert grinsenden Spike an den Schultern und stieß ihn wütend vor sich her. „Und dir werde ich dein blödes Grinsen auch noch austreiben.“ Er zerrte Spike unsanft mit sich zurück bis zum Tresen, sah eine Tür, die anscheinend in den Keller führte, und riss sie auf. Er stieß sein Child hindurch und Spike stolperte die Treppe hinab. Mit einem lauten Krachen warf Angel die Türe hinter sich zu und folgte dem blonden Vampir hinunter in den Keller.

Spike wollte etwas sagen doch Angel knurrte ihn wütend an: „Halt ja deine Klappe, kein verdammtes Wort will ich von dir hören. Jetzt rede ich, verstanden?“ Sie waren am Ende der Treppe angekommen und befanden sich in einem Raum, in dem Wein und andere Getränke gelagert wurden. Spike verschränkte seine Arme vor der nackten Brust und sah seinem Sire, der sich drohend vor ihm aufbaute, trotzig ins Gesicht.

„Du hörst mir jetzt genau zu Boy, ganz genau, denn ich werde mich nicht wiederholen,“ knurrte Angel gefährlich leise. „Du wirst nie mehr, kein einziges Mal mehr, deine Finger, deine Augen oder deinen Körper auf irgendjemanden anderen richten als auf mich. Du bist mein, verstehst du mich? Mein. Und keiner, ich sage KEINER, weder Darla, Buffy, Willow, die Mächte, oder wer da sonst noch in dieser oder in irgendeiner anderen Dimensionen herumschleicht, wird sich von nun an zwischen uns drängen. Und wenn du nur den geringsten Versuch machst, dich von…“

„Ja, ich liebe dich auch, mein Engel!“ unterbrach ihn Spike glücklich lächelnd.

„ Du sollst verdammt noch mal deine Klap… was?“ Angel sah ihn total verwirrt an.

„Du hast vollkommen Recht ich bin dein, nur dein,“ flüsterte Spike mit sinnlicher Stimme und trat ganz nahe an seinen Sire heran. Er legte seine Hand um Angels Nacken und zog ihn zu sich herunter um ihn zu küssen. Angel riss ihn in seine Arme und presste ihm fordernd die Zunge in den Mund. Sie küssten sich abwechselnd wild und zärtlich und vereinten ihre Zungen in einem wilden Kampf..

„Ich will dich so sehr, Angel, oh Gott ich brauch’ dich so sehr,“ flüsterte Spike, als sie den Kuss unterbrachen und sich eng aneinander schmiegten.

„Ich gebe dir alles was ich kann, alles was du willst.“ Angels rehbraune Augen versanken in den azurblauen seines Childes bevor sich ihre Lippen wieder trafen. Unendlich zärtlich spielten ihre Zungen miteinander. Leidenschaftlich ließen sie ihre Becken aneinander reiben und streichelten sich gegenseitig den Rücken. Ihre Hände glitten synchron tiefer um den knackigen Hintern des jeweils anderen zu kneten. Ein leises Stöhnen klang durch den Weinkeller und Spike knöpfte mit zittrigen Fingern Angels Hemd auf. Er zerrte es aus der Hose und streifte es von den muskulösen Schultern seines Sires. Angel legte den Kopf in den Nacken und biss sich auf die Unterlippe, als sein Child begann Küsse auf seiner Brust zu verteilen und ihm zärtlich mit der Zunge über seine linke Brustwarze leckte. Mit stumpfen Zähnen knabberte Spike an der winzigen Wölbung und hinterließ eine feuchte Spur, bevor er sein Spiel auf der anderen Seite wiederholte. Angels Hände kraulten Spikes Nacken und er senkte den Kopf um zu beobachten wie sein Liebster mit Händen und Zunge seinen Körper liebkoste.

Als Spike bei Angels Bauchnabel angekommen war und seine feuchte Zungenspitze in die winzige Mulde eintauchen ließ, keuchte Angel erregt und zog sein Child nach oben um erneut seinen Mund zu erobern. Ihre harten Erektionen prallten aufeinander als sie ihre Körper eng gegeneinander pressten. Sie flüsterten sich Liebesworte zu bevor sie sich, zitternd vor Lust, hastig die Hosen abstreiften. Nur mehr in Boxershorts bekleidet blickten sie sich verlangend in die Augen. Sie küssten sich ein weiteres Mal, während sie sich gegenseitig das letzte Stück Stoff vom Körper zogen. Spike spürte, wie seine Knie nachgaben und er sank gegen seinen Sire, als dieser begann sein pochendes Glied mit der Hand zu reiben.

„Angel, bitte,“ murmelte Spike und schloss die Augen. Angel drängte ihn in den hinteren Teil des Kellers bis Spikes Rücken gegen ein großes Weinfass stieß, wobei er seine Küsse jedoch keine Sekunde unterbrach.

Der blonde Vampir wollte sich umdrehen um sich seinem Sire anzubieten, doch dieser hielt ihn zurück. „Nein, ich will dich spüren,“ erklärte der dunkelhaarige Vampir lächelnd als sein Child ihn fragend anschaute.

Spike zog überrascht einen Atemzug nicht benötigter Luft in seine Lungen als Angel sich bäuchlings über das Fass legte und ihm sein knackiges Hinterteil entgegenstreckte. Spike stellte sich hinter seinen Sire und streichelte zärtlich über Angels Nacken. Dann ließ er seine Hände sanft den Rücken entlangfahren, bis hin zur Innenseite von Angels Schenkel. Er ließ seine Hand dazwischen gleiten und berührte mit den Fingerspitzen leicht Angels Hoden. Sanft ließ er sie in seinen Händen hin und herrollen und massierte zärtlich die weiche Haut.

„Gott, Spike,“ stöhnte der dunkelhaarige Vampir als ihn ein Schauer durchlief und er seinem Child seinen Körper entgegenbäumte. Spike biss sich selbst in die Hand und ließ das Blut auf seinen knochenharten Penis tropfen um es als Gleitmittel zu benutzen. Keinesfalls wollte er seinem Geliebten Schmerzen bereiten, diesmal sollte dieser Akt sie nur mit Lust erfüllen. Langsam brachte er seine dunkle Schwanzspitze in Stellung und begann sich vorsichtig nach vorne zu bewegen. Zentimeter um Zentimeter drang er immer tiefer ein, bis sein Sire ihn ganz in sich aufgenommen hatte. Spike verharrte einen Moment und genoss das Gefühl der Enge, die ihn umschloss. Dann begann er sich langsam zu bewegen wobei er immer wieder den Winkel veränderte um Angel so möglichst viel Lust zu bereiten. Er umfasste mit seiner Hand Angels Glied um es im gleichen Rhythmus zu seinen Stößen zu reiben. Ein tiefes lustvolles Grollen entwich Angels Kehle und vermischte sich mit dem leidenschaftlichen Stöhnen seines Childes.

„Trink William,“ keuchte Angel, als er fühlte, wie sie sich beide dem Höhepunkt näherten. Spike bewegte sich immer schneller und lehnte sich Angel entgegen, als dieser den Kopf zur Seite neigte. Mit einem Knurrlaut setzte der jüngere Vampir sein Gameface auf und versenkte seine spitzen Zähne tief im Hals seines Sires. Das Gefühl, als ihm dieser besondere Saft durch die Kehle floss, beraubte ihm beinahe seiner Sinne. Angels Stöhnen hallte durch die Kellerräume und er schrie Spikes Namen, als er endlich über die Klippe sprang und sich in einem heftigen Orgasmus ergoss. Auch sein Child kam gleichzeitig mit ihm zum Höhepunkt und beide blieben erstmal eine Weile atemlos und keuchend aufeinander liegen.

Vorsichtig zog Spike seine Zähne aus dem weichen Fleisch und leckte über die Wunde, die sich sogleich zu schließen begann. Zitternd und erschöpft kuschelten sich die beiden aneinander bis sie sich langsam wieder erholt hatten. Bevor sie sich wieder anzogen umarmten sie sich noch einmal und küssten sich zärtlich.

„Und du hast doch geschrien, mein Herz,“ grinste Spike und strich seinem Engel liebevoll über die Wange.

„Äh, hab ich nicht,“ erwiderte Angel verlegen.

„Ach ja, hätte ich beinahe vergessen. Das warst nicht du, das war der dritte Mann der immer für dich die Geräusche macht,“ lachte der blonde Vampir amüsiert. Angel grinste und boxte ihm spielerisch in den Arm bevor sie die Treppe in den Barraum hochstiegen.

„Das war wundervoll und echt überfällig, Spike, aber jetzt müssen wir…“

„Ja ich weiß,“ meinte Spike in ebenso ernstem Ton. „Der Auftrag.“

„Angel?“

„Ja?“

„Danke!“

„Dir auch mein Liebster!“

Die beiden lächelten sich verliebt an und Angel öffnete die Tür zum Barraum.

~*~

Darla hielt sich den Bauch und stöhnte vor Schmerzen auf.

„Was ist mit dir, mein Liebling?“ fragte Lilah besorgt.

„Ich weiß nicht, mein Bauch ist gewachsen und tut höllisch weh,“ keuchte die Vampirin.

„Die Verwandlung beginnt. Du hast das erste Mal getrunken und das Kind hat begonnen zu wachsen. Es ist nun 3 Monate alt, daher der Schmerz. Aber er wird rasch vergehen. Der Zauber, den ich nun durchführe, wird uns den Weg zu dem Mädchen weisen, das wir suchen. Noch heute wirst du die zweite Phase abschließen können. Wenn du das Blut der weißen Hexe getrunken hast, wird das Kind wieder drei Monate älter sein. Schon bald beherrsche ich dann die Universen und die Macht wird für immer mein sein… für immer.“ Ein irres Lachen folgte und der indische Magier holte ein Säckchen mit rotem Pulver aus seiner Jackentasche.

„Und ich und Darla werden an deiner Seite regierten. Ich habe den Gürtel, vergiss das nicht. Ich verlange, dass du mir einen Teil deiner Macht überträgst,“ erinnerte Lilah ihn fordernd.

„Ja, das werde ich tun… sobald die dritte Phase abgeschlossen ist und ich den Gürtel habe,“ meinte der Inder während er mit dem Pulver hantierte.

„Für wie dumm hältst du mich eigentlich? Meinst du, ich gebe dir den Gürtel ohne zuvor meine Rechte gesichert zu haben?“ Lilah brach in schallendes Gelächter aus. „Und versuche erst gar nicht das gute Stück zu finden. Ich verstehe es gut meine Helfer und Möglichkeiten zu nutzen. Falls du die Absicht hast mich zu töten wirst du nie die Herrschaft über die Welten erlangen. Also tu besser was ich dir sage.“

„Du bist mir durchaus ebenbürtig,“ lächelte der Magier. „Sobald die Geburt des Kindes bevorsteht, werde ich deinen Wunsch erfüllen und dir das geben, was dir zusteht. Doch du solltest nicht vergessen - die Vampirin kann das Kind nicht auf natürlichen Weg gebären. Nur durch meine Magie wird es ihren Körper verlassen können, sonst sterben sie und das Kind gleichermaßen. Und das ist wohl nicht in unserem Interesse.“ Der Inder drehte sich zur Seite und während er das Pulver auf dem Boden verteilte huschte ein teuflischer Ausdruck über sein Gesicht.

Darla richtete sich auf als der Schmerz nachließ und hielt sich kurz an Lilah fest. Doch plötzlich begannen Bilder ihrer Opfer vor ihrem geistigen Auge vorüber zu schweben und dort, wo früher ihr Herz war, machte sich ein verdächtiges Ziehen breit. Jedoch verflog der Zustand schnell wieder und die Vampirin sah sich unsicher um. “Was war das? Was ist das?“ flüsterte sie verwirrt vor sich hin.

„Was meinst du?“ Lilah sah sie verständnislos an.

„Ach nichts, ich dachte ich hätte etwas gehört,“ antwortete Darla schnell. Sie vertraute der Anwältin nicht und solange sie selbst nicht wusste, was mit ihr geschah, wollte sie ihre Gefühle lieber für sich behalten.

~*~

„Wie sind wir eigentlich hierher gekommen?“ Spikes Gedanken waren wieder klar, und sein Hirn begann zu arbeiten.“

„Ich befürchte Darla hat ihr erstes Blutopfer gefunden und deshalb wurden wir in die nächste Welt geschleudert,“ vermutete Angel nachdenklich.

„Dann ist es nicht Buffy. Aber wer zum Teufel ist es dann? Wir haben versagt. Bloody hell, so etwas darf uns nicht noch einmal passieren. Wir haben nur noch drei Chancen - zwei Blutspender sowie die Möglichkeit, dass wir verhindern, dass der irre Inder deinen Sohn umbr… also kill… ich meine, in die Finger kriegt,“ sagte Spike und biss sich schnell auf die Zunge weil er eigentlich nicht vorgehabt hatte, so drastisch auf den möglichen Tod von Angels Sohn hinzuweisen.

„Wir werden es verhindern.“ Mit entschlossenem Blick trat Angel durch die Tür. Als sie nebeneinander hinter den Tresen traten saß dort der dunkelhaarige Mann, den Angel niedergeschlagen hatte, auf einem Barhocker und hielt sich den Kopf.

„Sag mal, bist du verrückt, Angel? Wir haben doch nur getanzt. Du glaubst wohl nur weil dir diese Bruchbude gehört kannst du dir alles erlauben? Ich warte nur noch auf Gunn und wenn ich ihm sage, wie du dich aufgeführt hast siehst du uns hier nie wieder,“ maulte er empört.

„Wes?“ Angel und Spike rissen die Augen auf als sie den Mann erkannten. Angel war so in Rage gewesen, dass er gar nicht bemerkt hatte, wen er da eigentlich niedergeschlagen hatte. Er hatte nur Augen für Spike gehabt und auch Spike war von den Geschehnissen so gefesselt gewesen, dass auch er in der Hast seinen Tanzpartner nicht wirklich wahrgenommen hatte. Daher waren beide gleichermaßen überrascht, den Wesley dieser Dimension vor sich zu sehen.

„Jetzt tu’ nicht so, als ob du nicht wüsstest wer ich bin. Schließlich kommen Gunn und ich schon seit drei Jahren hierher und bis eben habe ich gedacht, dass wir Freunde sind. Allerdings war das bevor du mich niedergeschlagen hast. Wo sich sowieso niemand trauen würde deinen Spike auch nur schief anzuschauen, geschweige denn anzufassen. Außerdem würde ich Gunn niemals betrügen,“ maulte Wesley weiter.

„Wes und Gunn?“ Diese Dimension ist ja voll der Hammer,“ kicherte Spike.

„Und wir besitzen anscheinend einen Nachtclub,“ meinte Angel kopfschüttelnd.

„Ja, aber nur für drei Tage, weil…“

Plötzliches Geschrei ließ die beiden auf die Tanzfläche blicken. Ein Mann schlug ein rothaariges Mädchen, woraufhin ein anderer dem Schläger kurzerhand eine reinwürgte. Grinsend strahlte Spike Angel an und stürmte mit den Worten: „Jetzt wird’s endlich lustig, Großer, komm schon,“ auf die Tanzfläche.

Angel seufzte wenig begeistert, folgte ihm aber dennoch. Mit einem Satz sprang Spike auf den Rücken des zwei-Meter-Mannes und drosch auf dessen Nacken ein, so dass dieser im Nu zu Boden ging. Mit blitzenden Augen rollte er sich über die Schulter ab, kam sofort wieder auf die Beine um sich seinem Gegner zuzuwenden. Seine Faust landete mitten auf der Nase des Vampirs und Spike fiel verdutzt auf seinem Hintern.

Angel spottete: „Na Kleiner? Hast du dir zu viel vorgenommen?“ Kurzerhand rammte er dem Mann, der seinen Freund zu Boden geschickt hatte, seinen Ellenbogen in den Magen.

„Klappe, Peaches,“ knurrte Spike und rappelte sich wieder hoch um den Nasenbrecher, der seine Ehre mehr verletzt hatte als seine Nase, mit wilden Schlägen zu malträtieren. Angel wich gerade einem Fußtritt aus, als er Lilah, den indischen Magier und Darla in das Lokal kommen sah. Durch den Anblick der drei war er abgelenkt und übersah prompt den blonden Hünen, der seinen Hals umklammerte und ihn zu würgen begann.

„Spike, verdammt, da sind sie,“ krächzte er und umklammerte mit seinen Händen die klodeckelgroßen Pranken des Blonden um sie von seinem Hals zu lösen.

„Was heißt da sie? Mit diesem gehirnamputierten Blondchen wirst du wohl fertig werden, Poof,“ grinste Spike, der die drei Ankömmlinge im Eifer des Gefechtes noch nicht bemerkt hatte.

Der Magier sah sich rasch um und fand was er suchte. Ohne lange zu fackeln packte er das rothaarige Mädchen an den Haaren und schleifte sie zum Ausgang. Die Schreie der Kleinen gingen im Lärm unter, während Lilah Angel nur angrinste bevor sie Darla und dem Inder nach draußen folgte.

„Nicht der,“ krächzte der Vampir und schlug seinem Gegner zwischen die Beine, so dass dieser jaulend in die Knie ging. „Darla und die zwei anderen. Rasch hinterher! Sie haben Willow… zumindest denke ich, dass es Willow war.“ Angel rief sich noch einmal das Bild des Mädchens vor Augen, das der Magier soeben verschleppt hatte, und war wütend auf sich selbst, dass ihm dieses Detail entgangen war.

„Red? Natürlich, sie hat magisches Blut! Vielleicht ist sie deswegen der unfreiwillige Blutspender.“ Spike schlug sich mit der Hand gegen die Stirn und rannte hinter Angel her ins Freie.

„Aber sie hatte in der roten Welt keine Hexenkräfte,“ stellte Angel fest.

„Ich denke sie hat sie entweder in der, in der wir uns jetzt befinden, oder sie hat sie in der letzten Welt, in die wir gehen müssen. Das könnte uns allerdings erspart bleiben, wenn wir diesmal schnell genug sind. Denn es heißt in der Prophezeiung, dass es immer ein und dieselbe Person sein muss.“ Spike und Angel blieben stehen und zogen die Luft durch die Nase um Darlas Witterung aufzunehmen. Angel roch seinen Sire sofort und begann loszurennen.