File 1: stories/1/140.txt
- Schriftgröße +

Keuchend blieb Angel unter der Gruft stehen, auf der Spike saß und sah hinauf. „Komm runter Spike, bitte, die Sonne geht bald auf,“ flehte er ihn leise an.

„Verschwinde, geh zu deiner Bitch. Mach dass du weg kommst du verdammter Bastard,“ knurrte Spike ohne sich zu rühren.

„Bitte, ich kann dir alles erklären. Nur komm runter. Ich liebe dich doch.“ Angel blickte zum Horizont, der immer heller wurde.

„Sicher, keine Frage du liebst mich. So sehr, dass du Darla gevögelt hast. Das macht wirklich Sinn,“ höhnte Spike.

„Hör auf dich wie ein verstocktes Kind zu benehmen. Es tut mir ehrlich leid. Ich kann doch nichts dafür. Sie haben mich reingelegt. Komm jetzt endlich herunter und wir werden vernünftig miteinander reden. Los doch, mach mich nicht wütend.“ Angels Stimme wurde scharf. Er würde alles versuchen um Spike zur Vernunft zu bringen.

Spike reagierte nur mit einem lauten, etwas irren Lachen, ohne der Aufforderung seines Sires nachzukommen. „Was soll das werden, SIRE? Willst du mir etwa Befehle erteilen? Meinst du, ich hab Angst vor dir? Uhuh… ich zittere,“ höhnte er wieder.

Zornig schwang sich Angel nach oben, ergriff Spikes Fuß und zerrte ihn kurzerhand vom Dach. Der Blonde landete auf dem Rücken. Ihm war schwindlig von all dem Alkohol und er schüttelte benommen seinen Kopf. Umständlich erhob er sich und nutzte Angels momentane Unaufmerksamkeit aus, um ihm mit aller Kraft seine Faust in den Magen zu rammen. Angel krümmte sich zusammen und hielt sich die Hände auf den Bauch.

„Mach dich vom Acker, Poofer! Verschwinde, solange du noch kannst,“ schrie Spike seinen Sire mit gelben Augen an.

„William, bitte versteh doch. Ich wollte es nicht. Man hat mich niedergeschlagen und als ich wach wurde, waren Darla und ich zusammen im Bett. Wir haben… also wir sind… nicht dass ich es wollte, wirklich nicht. Ich liebe nur dich und…“

Spike unterbrach Angel zornig. „Was soll das werden, quälst du mich jetzt auch noch mit Details? Mach zum Teufel endlich, dass du wegkommst. Du bist verlogen und falsch, ich hasse, hasse, hasse dich!“ Spike keuchte und stieß Angel mit einem verzweifelten Aufschrei zu Boden.

Wütend richtete sich Angel auf und donnerte Spike seine Faust ins Gesicht. Ein wilder Kampf entbrannte, bei dem einer dem anderen nichts schuldig blieb. Als sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg über die Gräber bahnten, packte Angel Spike am Kragen und stieß ihn mit aller Kraft gegen die Tür der Gruft, auf der sein Child noch vor wenigen Minuten gesessen hatte. Die Tür barst und Spike fiel rücklings auf den kalten Marmorboden. Angel riss ihn wieder hoch und drosch weiter auf sein Child ein. Spike wurde immer schwächer. Er war von dem vielen Whiskey völlig benebelt und ohnehin nicht so stark wie Angel.

„Du wirst mir verdammt nochmal zuhören, Boy,“ fauchte Angel ihn an während er ihn an den Armen packte und in einem eisernen Griff festhielt. „Ich weiß nicht, wie das mit Darla passiert ist. Ich weiß nicht, wieso sie wieder lebt, wer mich niedergeschlagen hat und wieso ich in ihrem Bett gelandet bin. Sie sagte etwas von der Rache einer Freundin und dass dies erst der Anfang sei. Wir warten hier bis zum Abend, dann gehen wir nach Hause und werden endlich herausfinden, was das alles bedeuten soll. Nun setz dich hin und gib Ruhe.“ Angel stieß Spike in eine dunkle Ecke und ging ihm hinterher.

„Aber sicher doch. Der arme schwache Meistervampir Angel wurde niedergeschlagen und dann hat man ihn auch noch gezwungen, Darla zu ficken. Ich bedaure dich ja so, mir kommen gleich die Tränen. Armer Angel, was haben sie nur mit dir gemacht?“ ätzte Spike mit höhnischer Stimme. Ohne von Angel eine Antwort abzuwarten brüllte er gleich darauf weiter: „Hältst du mich für total bescheuert oder was? Ich glaub dir kein Wort, ich kenne deine Spielchen. Lass mich raus, lieber verbrenne ich in der Sonne als mit dir verlogenen Bastard noch eine Minute länger unter einem Dach zu verbringen!“ Er rappelte sich hoch und versuchte den Ausgang zu erreichen, doch Angel erwischte ihn am Kragen und zerrte ihn zurück.

„Wir können stundenlang so weitermachen, wenn du willst. Aber ich werde nicht zulassen, dass du dich umbringst. Ich werde dich so lange festhalten, bis du mir zuhörst. So stur wie du bin ich schon lange, das solltest du wissen.“

„Ach, hast du Angst um dein Spielzeug? Du kannst nicht immer auf mich aufpassen, irgendwann werde ich dir entkommen. Darla und du, ihr könnt euch ein neues Opfer für eure perversen Spiele suchen.“ Noch immer versuchte Spike verzweifelt, sich aus dem Griff seines Sires zu befreien.

„Darla ist mir gleichgültig. Du bist es, den ich liebe, glaub mir doch endlich.“ Mit flehenden Augen sah Angel ihn an.

„Niemals wieder werde ich ein Wort von dem glauben, was du von dir gibst, niemals,“ keuchte Spike voller Zorn und versuchte sich aus Angels eisernem Griff zu befreien. Angel merkte, dass es keinen Sinn hatte mit Spike zu reden. Egal was er sagte, er schaffte es nicht zu seinem Child durchzudringen. Er stieß ihn ein weiteres Mal mit voller Wucht an die Wand, so dass Spike für einen kurzen Moment benommen am Boden liegen blieb. Diese Zeit nutzte Angel um sein Hemd auszuziehen. Er riss es in Streifen und fesselte sein Child an Armen und Beinen, damit es ihm nicht doch noch gelingen würde, in selbstmörderischer Absicht den Ausgang und somit die Sonne zu erreichen. Es tat ihm weh, Spike so verzweifelt zu sehen. Mit allen Mitteln würde er verhindern, dass Spike seinem Dasein selbst ein Ende setzen würde. Er würde ihm so lange keine Ruhe lassen, bis er ihm zuhören und endlich wieder zu Vernunft kommen würde. Niemals würde er aufgeben, dafür liebte er ihn zu sehr. Angel wollte es Spike so gerne beweisen, jedoch wusste er nicht wie.

Als Spike wieder zu sich kam, lag er ganz ruhig da, die Augen zum Boden gesenkt und sprach kein Wort. Was immer Angel auch sagte, er antwortete nicht und starrte nur stumm vor sich hin, bis sein Sire endlich aufgab und seufzend auf den Abend wartete.

Als es endlich dunkel wurde, hob Angel Spike hoch und warf ihn über seine Schulter. Mit zügigen Schritten begab er sich auf den langen Weg ins Hyperion.

~*~

Wes, Gunn und Faith saßen in der Lobby, als Angel eintrat. Er nickte ihnen zu und ging wortlos in den Keller. Dort legte er Spike auf das Bett, schob es an die Wand, löste die Fesseln und legte ihm statt dessen Eisenketten an. Widerstandslos ließ Spike alles mit sich geschehen und schloss die Augen.

„Ich muss das tun, William. Die Ketten fallen, sobald du zur Vernunft gekommen bist und mir zuhörst. Ich liebe dich, auch wenn du mir jetzt nicht glaubst, ich tue es.“

„Du kannst mich nicht ewig hier festhalten. Irgendwann komm ich hier raus, und dann werde ich beenden, was ich angefangen habe.“ Spike sprach ganz ruhig und leise, ohne dabei die Augen zu öffnen.

Seufzend erhob sich Angel vom Bett und ging nach oben zu den anderen.

~*~

Spikes Gedanken rotierten. Sein Kopf wurde langsam wieder klarer und die Auswirkungen des Alkohols verflüchtigten sich langsam aus seinem Gehirn.

Angel wollte ihn also nicht sterben lassen. Abgesehen davon, dass er schon tot war, schien dies ein gutes Zeichen zu sein. Offenbar lag seinem Sire wohl doch etwas an ihm… oder sollte dies alles nur wieder irgendein makaberes Geschenk für Darla werden?

Nein, irgendwie glaube Spike seinem Sire. Er hoffte so sehr, dass Angel die Wahrheit gesagt hatte, denn er hatte die Liebe in den Augen des dunkelhaarigen Vampirs gesehen. Seitdem er langsam wieder nüchtern geworden war, seine Wut verraucht war und seine Verzweiflung nachgelassen hatte, war sich Spike zumindest in diesen Punkt ziemlich sicher. Womöglich hatten sie Angel doch eine Falle gestellt, aber warum?

„Fein, jetzt grüble ich schon so wie mein Großer. Was ist nur aus mir geworden? Grübler Nummer Zwei? Ich bin eindeutig schon zu lange mit ihm zusammen und ich will es verdammt nochmal auch bleiben. Ich könnte ja so tun, als würde ich ihm glauben… gut ich tue es, fast. Dann bin ich die Ketten im Nu los, suche Darla, bring sie um und Angel gehört wieder mir. Ist doch ein guter Plan. Aber wenn Angel das herausbekommt ist es vielleicht doch eher ein Scheiß-Plan. Also was mach ich jetzt nur, verdammt?“ Spike kam zu keinem Ergebnis, was er tun sollte, denn die Eifersucht nagte immer weiter in seinem Innern. Sie bohrte sich bis in sein totes Herz und daher beschloss er, zumindest noch so lange weiterhin beleidigt zu sein, bis ihm etwas Besseres einfiel.

~*~

Angel hatte inzwischen Wesley, Faith und Gunn alles erzählt, woraufhin Faith Spike wütend zum größten Idioten des Universums erklärte, der einfach zu blöd war um zu erkennen, dass Angel ihn nie absichtlich betrügen oder gar verletzen würde.

„Lass gut sein Faith, irgendwie versteh ich ihn ja. Wie würde ich wohl reagieren, wenn er plötzlich vor mir stünde und ich wüsste, dass er mit jemand anderem geschlafen hat? Geht ins Bett Leute, morgen müssen wir mit den Nachforschungen anfangen, um herauszufinden, was es mit Darla auf sich hat. Und welche Person oder welches Wesen sich an mir rächen will… es gibt da sicher einige, befürchte ich.“ Angel ging in die Küche um dann mit einem Becher erwärmten Blutes in den Keller zu Spike zu gehen. Seine Mitarbeiter und Freunde begaben sich schließlich müde und erschöpft auf ihre Zimmer.

~*~

Als Angel den Keller betrat, drehte sich Spike so weit weg, wie es ihm seine Ketten erlaubten, und er würdigte Angel keines Blickes.

„Du musst essen Spike.“ Angel hielt ihm den Becher hin.

„Keinen Hunger,“ murmelte dieser ohne aufzublicken.

„Komm schon, bitte. Tu es nicht für mich sondern für dich… du musst bei Kräften bleiben,“ versuchte Angel ihn zu überreden.

„Will nicht, lass mich allein,“ bockte Spike stur.

„Verdammt nochmal, du trinkst jetzt besser, oder soll ich dich etwa zwangsernähren? Ich werde dein Benehmen nicht mehr länger dulden. Ich habe nichts getan, wofür ich verantwortlich bin. Es war nicht meine Schuld und ich habe keine Ahnung wer mich manipuliert hat oder aus welchem Grund. Glaub es oder lass es. Seit wir fest zusammen sind wollte ich dir nie weh tun und ich will es auch jetzt nicht. Aber dein Verhalten ist lächerlich und kindisch. Wenn ich wiederkomme hast du den Becher ausgetrunken, oder ich werde andere Seiten aufziehen. Hast du mich verstanden, William?“ Wütend stellte Angel den Becher in Spikes Reichweite auf den Boden.

„Er treibt mich noch in den Wahnsinn mit seiner Sturheit. Ich liebe ihn aber manchmal könnte ich ihn ungespitzt in den Boden rammen,“ murmelte der dunkelhaarige Vampir grimmig während er nach oben stapfte.

Spike wartete bis Angel nicht mehr zu sehen war und griff dann gierig nach dem Becher um ihn in großen Schlucken auszutrinken. Er schleuderte das leere Gefäß in die Ecke und fasste in seine Manteltasche um seine Zigaretten herauszufischen. Zum Glück waren die Ketten lang genug, so dass er bald darauf genüsslich den scharfen Rauch inhalierte. Wieder erschien Angel vor seinem geistigen Auge. Er fehlte ihm so sehr. Drei Tage hatte er ihn nicht mehr in den Armen gehalten. Drei verdammte Tage und Nächte hatten sie sich nicht berührt, wenn er die Prügelei in der Gruft nicht mitzählte. Drei Tage… das war zum Teufel nochmal eine zu lange Zeit, viel zu lange. Sobald Angel herunterkam würde er mit ihm reden. Sie mussten das Thema Darla aus der Welt schaffen… oder noch besser – sie mussten Darla selbst endlich aus der Welt schaffen. Das war definitiv die bessere Idee und wenn dies alles erledigt war, dann würden sie endlich wieder… Bloody hell wo blieb Angel nur so lange? Ungeduldig riss Spike an seinen Ketten.

„Bringt nichts, Spike. Das müsstest du eigentlich wissen.“ Angel stand mit verschränkten Armen auf der letzten Treppenstufe und sah ihn ernst an.

„Mach die blöden Ketten auf, Poof. Sie sind unbequem und du brauchst mich nicht mehr festzuhalten. Ich hab mich soweit wieder eingekriegt,“ murrte Spike.

Misstrauisch ging Angel auf ihn zu. „Woher der Sinneswandel? Was hast du vor?“

„Ich hab vor zu schlafen, zum Teufel. Aber nicht mit diesen Dingern um. Da weiß ich was Besseres, das ich in meinen Armen halten will, äh… nicht dass du dir einbildest ich will dich in meinen Armen halten. Das wäre wirklich das Letzte, nie im Leben… Unleben. Auf keinen Fall. Ich schlafe nämlich gerne alleine, wie du weißt. Ich kann mir überhaupt nichts Besseres vorstellen und überhaupt, wer will schon mir dir in einem Bett liegen? Du machst dich immer so breit und ich muss mich dann immer ganz nah an dich kusch…“

Spike brach seinen Redeschwall ab, da er sich total verhedderte und vor Verlegenheit nicht mehr wusste, wo er hinschauen sollte.

Sein Sire kam langsam näher, nahm sanft Spikes Gesicht zwischen seine Hände und lächelte ihn liebevoll an. „Ich kann mir auch nichts Schöneres vorstellen, als dich in meinen Armen zu halten, mein Liebling.“

„Du hast da was missverstanden. Du fehlst mir nicht, gar nicht, überhaupt nicht, kein Stück,“ murmelte Spike, doch seine Augen straften die Worte Lügen. Sehnsüchtig blickte er auf seinen Engel, der langsam immer näher kam und schließlich mit seinen Lippen Spikes Mund streifte. Spike erschauderte bei der sanften Berührung und als Angels Zunge vorsichtig um Einlass bat, öffnete er willig seinen Mund. Zart berührten sich ihre Zungen, stupsten sich an, umschlangen sich, nur um sich gleich darauf wieder voneinander zu lösen und zärtlich miteinander zu spielen. Als der wundervolle Kuss endete, keuchte Spike erregt: „Mach mich los Angel, komm schon.“

„Ich denke das ist keine gute Idee. Die Ketten stehen dir, du siehst scharf aus,“ grinste sein Mentor.

„Was soll das, Angel? Mach die verdammten Ketten los,“ knurrte Spike frustriert.

„Das werde ich ganz bestimmt nicht tun.“ Angel lächelte und stricht über die Brust seines Childes. Er berührte seine harte Bauchmuskeln und strich dann hauchzart über die Wölbung zwischen Spikes Beinen, die daraufhin verdächtig anschwoll.

„Bloody hell, Angel, lass die blöden Spielchen. Ich dachte du stehst nicht mehr auf Folter, mach mich endlich los.“ Wütend und total erregt zerrte Spike an den Ketten.

„Dieses Spiel wirst du mögen und die Folter wird dir gefallen.“ Angel sah ihm tief in die Augen und begann sein Hemd aufzuknöpfen, und jede frei werdende Stelle seiner Brust zu küssen. Verunsichert sah Spike ihm zu und ein leises Stöhnen entwich seiner Kehle, als Angels Zunge über seine rechte Brustwarze strich, daran saugte, und er liebevoll den harten Nippel mit den Zähnen liebkoste.

Als Angels Hände den letzten Knopf des Hemdes öffneten, näherte sich sein Mund der anderen Brustwarze um dort dasselbe Spiel fortzuführen. Er strich mit einer Hand über den Rücken während er begann mit der anderen den Gürtel und die Hosenknöpfe zu öffnen. Seine Hände liebkosten Spikes Bauchmuskeln und der blonde Vampir murmelte stöhnend Angels Namen während er sich unter ihm wand und dadurch die Ketten leise rasseln ließ. Ohne sein Zungenspiel zu unterbrechen zerrte Angel Spikes Hose hinunter und das erigierte Glied seines Childes sprang ihm entgegen. Wieder einmal bemerkte Angel mit Befriedigung, dass Spike keine Unterwäsche trug. Mit zarten Fingern strich er den Schaft entlang und umfasste den harten Penis um ihn leicht zu reiben.

„Angel, die Ketten! Bitte, tu mir das nicht an. Ich muss dich berühren,“ keuchte Spike verzweifelt, als Angels Zunge tiefer glitt und seinen Bauchnabel umkreiste. Lächelnd griff Angel in seine Hosentasche und zog den Schlüssel hervor und drückte ihn in Spikes Hand.

Zitternd versuchte dieser hastig die Handfesseln zu lösen, doch als Angel seinen Penis ohne Vorwarnung tief in den Mund aufnahm, schrie Spike leise auf und der Schlüssel entglitt seinen zittrigen Fingern. Mit einem Mal war da nichts mehr, außer Leidenschaft. Spike hielt sich an den Ketten fest und schob Angel sein Becken entgegen. Sein Körper bäumte sich auf, mit der Bitte nach mehr, viel mehr. Angel umfasste Spikes knackigen Hintern und hielt ihn eisern fest. Er knabberte an der empfindlichen Eichel und leckte und saugte, so dass Spike glaubte zu den Sternen zu fliegen. Als Angels geschickter Mund und seine Hände ihn kurze Zeit später mit einem gewaltigem Orgasmus über die Klippe schickte, schrie Spike laut Angels Namen und sackte kurz darauf kraftlos zusammen. Nur Angels starke Arme und die Ketten verhinderten, dass er an die Wand knallte.

~*~

„Angel sollte Spike nicht so hart rannehmen, schließlich hat er nichts getan. Ich werde diese Sire/Child Sache nie verstehen.“ Gunn, der sich gerade ein Glas Wasser aus der Küche holte, hörte Spike schreien und er tat ihm leid. Er überlegte, ob er ihm zur Hilfe kommen sollte, kam aber dann zur Einsicht sich lieber nicht einzumischen. Bei zwei so starken Vampiren hielt man sich besser raus und Angel würde Spike schon nicht umbringen. Also ging er wieder in sein und Faiths Zimmer zurück.

~*~

„Gott Angel, das war mit Abstand der beste Blow-Job, den ich jemals von dir bekommen habe,“ nuschelte Spike, als Angel seine Ketten löste und ihn liebevoll in die Arme nahm.

„Das war ich dir schuldig, mein Kleiner,“ lächelte sein Mentor.

Du schuldest mir gar nichts, und nenn mich nicht Kleiner. Ich bin nicht klein… gut du bist größer, etwas. Doch wenn du Schuldgefühle hast, will ich dir auf keinen Fall widersprechen. Du kannst so nach und nach deine Schuld abtragen. Wenn ich es mir genau überlege, wird es wohl Jahre dauern, bis du schuldenfrei bist,“ grinste Spike.

Angel lachte laut. „Das könnte dir so passen, vergiss es.“

„War ja nur ein Versuch,“ murmelte Spike.

„Komm, lass uns schlafen gehen. Wir haben einige harte Tage und Nächte hinter uns. Etwas Ruhe wird uns gut tun und morgen sehen wir weiter.“

Und wenn Darla wiederkommt?“ Spike sah ihn mit großen Augen verunsichert an.

„Spike, sie hat keine Chance bei mir, nicht mehr. Du bist der einzige, den ich liebe. Ich werde es dir beweisen, so lange bis du mir endlich glaubst. Das vorhin habe ich getan, weil ich dich liebe, aber es geht nicht nur um Sex. Sex ist zwar schön, und gehört dazu. Doch noch wichtiger ist, dass ich dich mit meinem Herzen liebe und mit meiner Seele, tief in mir. Du bist immer in meinen Gedanken. Niemals habe ich für irgendjemanden so empfunden. Auch für Darla nicht. Ich kann mir nicht erklären, warum sie wieder da ist. Irgendwer hat sie wiedererweckt. Wir werden morgen mit den Nachforschungen beginnen. Komm, lass uns schlafen gehen.“

Spike nickte erleichtert, glücklich und zufrieden. Angel nahm sein Child an der Hand und sie begaben sich ins Bett um eng aneinander gekuschelt einzuschlafen.

~*~

Angel wurde wach, weil das penetrante Klingeln in seinem Kopf nicht aufhören wollte. Müde öffnete er die Augen und bemerkte, dass sein Handy läutete. Vorsichtig löste er sich aus Spikes Armen, stieg aus dem Bett und suchte in seiner Jacke nach dem Störenfried.

„Wer zum Henker will was von mir, mitten in der Nacht?“ bellte er ins Telefon.

„Du solltest höflicher sein, das habe ich dir schon hundertmal gesagt. Und es ist 10 Uhr Vormittag,“ hörte er Cordy kichern.

„Eben, mitten in der Nacht, sag ich doch,“ murmelte Angel müde.

„Spike?“

„Nein, Angel hier.“

„Dann sprich gefälligst auch wie er, wie du, wie… na egal. Jedenfalls… ich liege hier gemütlich bei der Massage, als die reizenden Mächte der Ewigkeit mir eine Vision schicken. Nicht ein einziges Mal kann ich ausspannen, nein sie gönnen mir nicht die kleinste Pause, und…“

„Cordy, worum geht`s eigentlich?“ murrte Angel genervt.

„Ach ja, sag mal, wie lange wart ihr eigentlich in Lilahs Wohnung, damals?“

~*~