File 1: stories/1/153.txt
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Kommentar:
Beta war Spikes_Slayer und das Storypic ist von anja25ive.
Sollte euch die Geschichte gefallen, würde ich mich über Feedback natürlich sehr freuen.

„Was zur Hölle hast du verdammt nicht verstanden? Ich sag es noch mal ganz langsam, damit sogar du verstehst was ich sage. Du. Kannst. Mich. Mal. Ist das jetzt angekommen Poof?" Spike stand wütend vor seinem Sire und brüllte ihn an.

„Jetzt sag ICH es dir noch einmal, Spike, William, Childe. Du tust was ich sage, sonst gibt es kein Blut, keine Zigaretten und Whisky wird dir nur noch dem Namen nach ein Begriff sein. Ist das bei DIR jetzt angekommen, Boy?" Angel kochte vor Wut. Vor drei Wochen war Spike aufgetaucht. Giles hatte ihn geschickt um ihm ein wichtiges Buch zu überbringen. In dem festverpacktem Buch lag ein Brief des Wächters für Angel mit der Bitte, Spike ein paar Wochen bei sich zu behalten, da er einfach nicht mehr zu ertragen war und alle in Sunnydale verrückt machte. Spike hatte einen Chip im Kopf, konnte keine Menschen mehr beißen, was ihn anscheinend veranlasste, stattdessen allen auf die Nerven zu gehen und Giles dachte das Angel, als sein Sire, ihn als einziger etwas zähmen konnte. Mit dem Vorwand Angel ein wichtiges Buch zukommen zu lassen, hatte Giles ihn losgeschickt und Spike hatte murrend eingewilligt, aber nur, weil ihm langweilig war, wie er beteuerte. Allerdings mit der Vorrausetzung, sofort wieder zurückfahren zu können.

Angel hatte ihn, mit dem Argument einen Bercos-Dämon zu jagen und dessen Blut nach Sunnydale mitzubringen, das Giles dringend für einen Zauber brauchte, dazu gebracht zu bleiben und er bereute es jeden Tag, jede Stunde.

Und Spike ließ sich, obwohl er von diesem Dämon noch nie ein seinem Unleben gehört hatte, breitschlagen, da der Service in diesem Haus recht gut war. Er bekam Blut soviel er wollte.

Gut, es war zwar vom Schwein, aber immerhin musste er darum nicht betteln und es war warm. Okay, er musste Dämonen jagen, mit Angel und seinen Menschen, aber das tat er in Sunnydale auch. Und hier hatte er ein ordentliches Dach über dem Kopf, obwohl er Angels Behausung eher als Bruchbude bezeichnen würde, wenn er es mit Angelus früheren Häusern verglich, aber zumindest gab es Kabelfernsehen und das in Farbe. In seiner Gruft war er froh, wenn der alte Kasten wenigstens ein schwarz-weißes Bild von sich gab, von der Programmauswahl ganz zu schweigen. Und er wurde von Angel mit Kippen versorgt, was auch nicht zu verachten war. Aber jede Nacht irgendeinen Auftrag zu erledigen, das ging ihm gegen den Strich, er hatte die Nase voll. Keine verdammte Nacht konnte er in Ruhe vor der Glotze sitzen, ohne das dieser verfluchte Sire irgendetwas von ihm wollte. Und damit nicht genug, oh nein. Jetzt sollte er auch noch mit zu der Schwuchtel Lorne, der ihn dauernd betatschte und ihm blöde Namen gab, obwohl er doch wissen musste, dass er Spike, William der Blutige war, zur Hölle. Und zu allem Übel konnte er dem Grünspecht nicht einmal eine reinwürgen, da dieser blödsinnige Schutzzauber über dem Caritas lag.

„Jetzt mach Spike, ich warte." Angel stand mit verschränkten Armen vor dem blonden Vampir und sah ihn zornig an. Der wurde durch Angels laute Worte aus seinen Gedanken gerissen und schreckte auf.

„Was?"

„Du sollst deinen Hintern bewegen, und zwar sofort, oder muss ich andere Seiten aufziehen?" Angel begann mit seinem Fuß zu wippen.

„Gott, mach dich nicht so wichtig, ich komme ja schon." Spike verdrehte die Augen und marschierte los.

„Geht doch", grinste Angel hinter ihm her, während sie zum Auto gingen, um ins Caritas zu fahren.

Dort angekommen stieg der dunkelhaarige Vampir aus, Spike blieb sitzen.

„Was ist?" Angel spürte wie es in ihm wieder zu kochen begann, da sein Childe keine Anstallten machte den Wagen zu verlassen.

„Ich bin mitgefahren, wie du es wolltest. Das reicht, ich warte hier", meinte Spike stur.

„Ich schlage dir deinen sturen Schädel ein, wenn du nicht in einer Sekunde aus dem Wagen steigst, das schwöre ich", knurrte Angel und ging auf die andere Seite, um Spike notfalls aus dem Wagen zu zerren.

„Mach doch, ist mir doch egal, du kannst mich mal, jawohl, ich hasse dich und Morgen bin ich weg, Becos-Blut hin oder her. Der Wächter soll sehen wie er an das verdammte Blut kommt. Bin ich ein Paketdienst oder was? Such dir gefälligst einen anderen Trottel den du rumkommandieren kannst. Ich…"

Mit einer Bewegung hatte Angel ihn gepackt, bevor er zuende gesprochen hatte und schleifte ihn aus dem Wagen. „Verdammtes Childe, ich werde dich so lange vor mir herprügeln, bis du darum bettelst mit mir zu Lorne kommen zu dürfen. Wenn du noch ein einziges Mal deine vorlaute Klappe aufreißt, werde ich sie dir zunähen, hast du mich endlich verstanden." Angel schüttelte ihn so kräftig, das Spikes Kopf hin und her flog.

„Mann Poof, krieg dich wieder ein. Hatte ja keine Ahnung, dass du so großen Wert auf meine Gesellschaft legst. Hättest nur ein Wort zu sagen brauchen. Wusste ja nicht, dass du so verrückt nach mir bist", grinste Spike ihn dreckig an.

Angel stieß ihn von sich und verdrehte entnervt die Augen. „Das ist meine Strafe. Jetzt weiß ich es, nicht die Seele, Spike, sie haben mir Spike geschickt, damit ich Buße tue. Schlimmer kann es nicht mehr kommen", murmelte Angel vor sich her und ging auf das Caritas zu.

Er wusste nicht wie sehr er sich irrte.

~*~

„Sie erkennen es nicht."

„Nein. Wir haben schon zu lange zugesehen. Nun ist es genug. Wir werden einschreiten."

„Sie sind unsere besten Krieger und wir brauchen sie Beide. Sie ergänzen sich perfekt und erkennen es nicht."

„Wir schicken *Feranee*, sie wird ihnen den Weg weisen."

~*~

„Hallo ihr Zuckerschnuten. Was kann ich für euch tun?" Lorne begrüßte die zwei Vampire freundlich. „Na mein hübsches blondes Sahnetörtchen, wirst du vielleicht heute singen?" wandte sich Lorne an Spike.

„Einen Dreck werd ich. Außerdem hab ich keine Seele, also was, verdammt, soll das bringen?" knurrte Spike den Host an.

„Ich mag deine Stimme und ich wette, wenn du singst klingt sie noch besser", lächelte Lorne. Der blonde Vampir gefiel ihm. Er war außergewöhnlich, das spürte der Host, auch wenn er keine Seele hatte, da war etwas Besonderes an ihm. Aber er wurde von Angel aus seinen Gedanken gerissen, als dieser sagte:

„Lorne wir sind nicht hier um zu singen, sondern…"

"Na wenigstens etwas, Angel wird nicht singen, das ist doch eine frohe Botschaft", murmelte Spike und grinste.

„Klappe Spike", murrte Angel frustriert. „Also Lorne, wir haben da von einem Vampir gehört, der sich Childer erschafft. Weißt du etwas darüber?"

„Wieder so ein irrer Sire, der dann seinen Childern auf die Nerven geht. Die tun mir echt leid, ich kann ein Lied davon singen, so ein Sire ist die Pest, was sag ich Pest, die ist der reinste Segen im Vergleich zu so einem…" motzte Spike vor sich hin.

Mit einem gefährlich leisen Knurren brachte Angel ihn zum Schweigen.

Lorne blickte amüsiert zwischen den beiden Vampiren hin und her, entschied sich aber dazu besser nichts zu sagen.

„Meinen Informationen nach hat er sich ein Haus am Hafen zu Eigen gemacht und lebt dort mit 4 oder 5 neuerschaffenen Vampiren. Er will sich eine kleine Armee schaffen hab ich gehört, seid vorsichtig, wer weiß wie viele Frischlinge es schon gibt." Der Host sagte es sehr ernst und besorgt. Dann erklärte er Angel noch genau wo das Haus war.

„Danke Lorne. Ich werde schon aufpassen, wir sehen uns. Spike wir gehen." Angel drehte sich um und strebte auf die Tür zu. Spike folgte ihm, leise vor sich hinschimpfend.

Wieder zurück beim Wagen, stieg Angel ein und wartete darauf, dass auch Spike ins Auto kletterte. Der tat das recht umständlich um seinen Sire zu ärgern, worauf Angel zornig wurde. Zu sehr hatte Spike ihn heute schon genervt und es wurde Zeit, dass er ihn loswurde. Sein Verhalten wollte er sich nicht mehr gefallen lassen. Als sich der blonde Vampir endlich auf den Sitz geschoben hatte packte Angel Spike am den Mantelaufschlägen und zog ihn ganz nahe an sich heran. Ihre Nasenspitzen trafen fast aufeinander und Angel knurrte mit gelbblitzenden Augen: „Du wirst mein Hotel verlassen, sofort. Ich habe endgültig genug von dir. Sobald wir zurück sind packst du deinen verdammten Kram zusammen und machst das du wegkommst, ich kann dich nicht mehr ertragen, verstehst du mich Spike. Geh so schnell wie du nur kannst, bevor ich dich in Stücke reiße."

„Na endlich komm ich aus der Bruchbude raus, ich dachte schon, ich schaffe es nie, dich aus der Reserve zu locken. Jetzt kann ich zurück nach Sunnydale und dem Wächter sagen, das du nicht fähig warst das Becos-Blut zu beschaffen und darum hast du mich rausgeschmissen, und…" Spikes Rede wurde unterbrochen, als Angels Faust in sein Gesicht donnerte. Benommen flog der blonde Vampir aus dem Wagen, da die Tür noch offen stand. Er rappelte sich hoch und brüllte.

„Komm raus verdammter Poof, lass es uns endlich austragen wie Männer,... äh Vampire, Meister..., komm schon, du weißt verdammt was ich meine." Er ging erwartungsvoll in Kampfstellung.

Böse grinsend verließ Angel seinen Wagen und ging lässig auf sein Childe zu. „Was soll das werden William? Glaubst du allen ernstes du könntest mich besiegen? Mach dich nicht lächerlich." Überheblich baute er sich vor seinem Childe auf und lächelte herablassend, als er auch schon einen harten Schlag in den Bauch einstecken musste. Er klappte zusammen und Spike nützte die Gelegenheit, den Kopf seines Sires so in seiner Nähe zu haben, um ihm gleich die Faust ins Gesicht zu donnern. Angel taumelte nach hinten, konnte sich aber fangen, sodass er wenigstens nicht auf seinem Hintern landete und sah Spike erstaunt an.

„Na du Weichei? Hast du geglaubt ich bin immer noch der Schwächling, der nur verwandelt wurde um dir zu dienen und sich von dir benutzen zu lassen? Vergiss es Angel. Wärst du nicht so von dir eingenommen und hättest mich bei der Dämonenjagd beobachtet, wäre dir klargeworden, das ich mich verändert habe und ein großartiger Kämpfer geworden bin. Aber du stolzierst wie ein selbstherrlicher Gockel durch die Gegend und…" Angels Faust traf ihn, bevor er weitersprechen konnte und er schlitterte über den Asphalt. Im Nu war er wieder auf den Beinen, stürmte auf Angel los und ein heftiger, wütender Kampf entbrannte, bei dem keiner nachgab oder dem Anderen etwas schuldig blieb. Gerade als sie sich umklammerten und brüllend ihre Reißzähne entblößten, wurden sie zur Seite geschleudert und blieben benommen nebeneinander liegen.

In einem blutroten Lichtstrahl war eine helle, blau-schimmernde Gestallt zu erkennen, die langsam genauere Form annahm. Mit lodernden Augen sah sie die beiden Vampire an, die perplex zu ihr aufsahen.

„Ich werde euch lehren, eure Bestimmung zu erkennen, kein Tag und keine Nacht werde ich euch Ruhe gönnen, Schmerzen werden eure Begleiter sein, die so unerträglich sein werden das ihr schreit, wenn ihr nicht genau das tut was ich euch jetzt sage."

Angel nickte Spike unmerklich zu und die beiden Vampire sprangen auf, um auf diesen unbekannten Dämon zuzustürzen. Sie rannte los, erreichten zugleich die blutrote Hülle, warfen sich dagegen um die Gestallt darin zu erreichen und wurden wie von einem Gummiball zurückgeschleudert. Verwirrt schauten sie sich an. „Was jetzt?" flüsterte Spike.

„Weiß auch nicht. Noch ein Versuch?" Angel sah Spike fragend an.

„Okay Pet. Von beiden Seiten, du rechts, ich links."

Auf Angels zustimmendes Nicken, rafften sie sich wieder auf und gingen von beiden Seiten auf das Ungeheuer los. Als sie wieder erfolglos auf dem Boden saßen, brach das Wesen in schallendes Gelächter aus. „So ist es richtig, genau das werdet ihr in Zukunft tun. Ihr werdet zusammen kämpfen, zusammen essen und zusammen schlafen. Keiner wird auch nur eine Sekunde ohne den Anderen sein. Niemals wird einer sich in einem anderen Raum aufhalten ohne den Anderen. Wenn ihr glaubt euch widersetzen zu können, werdet ihr meine Strafe zu spüren bekommen. Sobald ihr euch trennt werden euch furchtbare Schmerzen zuteil werden und ihr werdet euch danach sehnen einander nahe zu sein."

„Du hässliches… irgendwas, die Hölle soll dich verschlingen und es soll Jahrhunderte dauern bis du in ihr verbrennen darfst. Wer gibt dir das Recht und was soll das Ganze überhaupt?" keifte Spike wütend.

Der Dämon lachte leise. „Deine frommen Wünsche werden dir nicht weiterhelfen, Spike, vormals William the Bloody, es geschieht wie ich sage."

„Woher kennst du meinen Namen? Und wann zum Teufel wird diese Hölle enden? Denn wenn ich mit dem Poof noch einen verdammten Tag, äh Nacht verbringen muss, renne ich freiwillig in die Sonne." schrie Spike aufgebracht.

„Ich kenne jede Stunde eures Lebens und eures Unlebens, auch deine Liam, Angelus, Angel. Und euch selbst zu töten wird euch nicht gelingen, dafür sorge ich. Auch wenn ihr gegeneinander Hand anlegt, werdet ihr die gleichen Schmerzen erfahren, genauso wie wenn ihr euch voneinander entfernt. Erst wenn ihr erkennt, wirklich und wahrhaftig erkennt, werdet ihr frei sein."

Das eigenartige Wesen begann sich aufzulösen und auch die rote Hülle verschwand.

„Wenn ihr erkennt? Was denn bitte schön? Und ich soll mit dir leben? Ich kann mich nicht einmal selbst umbringen? Geschweige denn dich in die Hölle schicken? Bloody hell, das pack ich nicht. Ich muss hier weg, scheiß egal was dieser Idioten-Dämon da von sich gegeben hat, ich gehe einfach, jawohl und wenn es mich umbringt verdammt, immer noch besser als hier mit dir…"

„Verdammt Spike, halt endlich die Klappe", murmelte Angel entnervt und erhob sich.

„Einen Dreck werde ich. Von dir lasse ich mir schon lange nichts mehr sagen. Mach dich vom Acker Angel und das rasch, bevor ich da wieder anfange wo ich aufgehört habe und dich zu Brei schlage." Spike richtete sich ebenfalls auf und klopfte den Staub von seinem Mantel, als er von dem wütenden Angel einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf bekam. Kaum hatte er Spike geschlagen, als ihn ein fürchterlicher Schmerz durchfuhr. Stöhnend sank er auf die Knie.

Spike blickte auf den vor ihm knienden Vampir und begann zu lachen.

„Angel mein Guter, das ist einfach nur komisch, ich nehme alles was ich über den Dämon gesagt habe zurück. Er ist toll. Wenn du mich nur mit dem Finger antippst kippst du um. Na komm. Noch mal, schlag mich, los mach schon. Ich will dich noch mal vor mir knien sehen. Was ist denn Sire? Keine Lust mehr? Los doch, ich warte." Spike tänzelte vor seinem Sire grinsend hin und her.

„Treib es nicht zu weit Spike", knurrte Angel, während er sich langsam erhob.

„Wenn du nicht endlich still bist, werde ich dir die schlimmsten Prügel deines verfluchten Unlebens verabreichen, und es ist mir vollkommen gleichgültig ob es mir meine Eingeweide zerreißt. Also. Sei. Endlich. Still."

„Du wirst vor mir knien, ja das wirst du mein Engel, wieder und immer wieder, das wette ich und ich werde mich nicht einkriegen vor Begeisterung." kicherte Spike vor sich hin, während er sich eine Zigarette ansteckte.

„Träum weiter William, diese Genugtuung werde ich dir niemals verschaffen. Niemals. Und jetzt gehe ich um dein Geplapper nicht mehr ertragen zu müssen", stieß Angel voller Zorn aus und ging zu seinem Wagen und stieg ein. Er startete und wollte losfahren, als ihn ein furchtbarer Schmerz zwang stehen zu bleiben.

Zugleich schrie Spike vor Schmerzen auf.