File 1: stories/1/156.txt
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„Angelus. Ich will nicht behaupten, dass es schön ist, dich zu sehen. Wen hast du da bei dir? Einen deiner Childer, nehme ich an. Ein hübscher Bursche, wie ich sehe, aber du hattest immer schon einen guten Geschmack. Wenn ich mit dir fertig bin, wird er mein sein. Und du darfst zusehen, was ich so alles mit ihm mache.“

„Wer ist der Fatzke? Kennst du den aufgeblasenen Idioten etwa Angelus?“ Spike grinste Angel an und betonte den früheren Namen seines Sires spottend. Insgeheim wartete er darauf von Angel zurechtgewiesen zu werden, doch zu seiner Verwunderung geschah das nicht. Angel ging anscheinend sogar darauf ein, den Vampir mit ihm gemeinsam zu verspotten, denn er sagte in leichtem Plauderton:

„Ja, und er ist mir schon vor 115 Jahren auf die Nerven gegangen, wenn ich mich recht erinnere. Es wird Zeit, das er sich von dieser Welt verabschiedet.“

„Dein Childe ist frech und hat keine Achtung vor dir, wie kannst du das dulden? Nun gut, ich werde ihm schon Respekt beibringen, wenn er mir gehört“, meinte der Vampir überheblich.

„Gar nichts wirst du Castor. Spike ist selbst ein Meister und außerdem steht er unter meinem Schutz. Und wenn du nicht aufpasst wird er dir ganz fürchterlich in deinen Allerwertesten treten.“

„Danke Angelus“, grinste Spike und verbeugte sich übertrieben.

„Aber bitte sehr, William.“ Angel verbeugte sich ebenso.

„Seid ihr verrückt? Was ist das für eine Sprache zwischen einem Sire und seinem Childe?“ Zornig sprang Castor auf.

„Keinen Humor, der Langhaarige. Was du aber auch für Leute kennst Angel.“

„Na ja, er war schon immer ziemlich beschränkt und seine Feinde kann man sich eben nicht aussuchen.“ Angel hatte sichtlich Spaß, obwohl er Castor keinesfalls unterschätze.

„Er hat Probleme mit der neuen Zeit, scheint noch im 18. Jahrhundert zu leben, der Gute.“ Spike holte in aller Ruhe sein Schwert unter dem Mantel hervor.

„Was soll ich sagen. Nicht jeder kann sich anpassen und ist so gut wie wir.“ Angel nahm ebenfalls sein Schwert zur Hand.

„Wir sind die Besten, hm?“

„Keine Frage, das sind wir, unbestritten.“ Die beiden Vampire unterhielten sich weiter in bestem Smalltalk und machten sich so nebenbei für den Kampf bereit.

„Wir sind hier auf keiner Tanzveranstaltung. Was soll das alles?“ Die Stimme Castors nahm eine extrem hohe Tonlage an, als sie fast überschnappte.

„Ach? Sind wir nicht?“ verwundert schaute Spike seinen Sire an.

„Du musst ihm verzeihen, er ist ein miserabler Tänzer. Daher sollten wir ihm vielleicht das Tanzen beibringen“, meinte Angel, immer noch den Plauderton beibehaltend, schwang sein Schwert und er und Spike stellten sich Rücken an Rücken.

„Jeep.“ War alles was Spike antworten konnte, da Castor brüllte: „Das reicht, los packt sie“, wies er seine Untergebenen an. Die sprangen sofort auf, um den Befehl ihres Meisters folge zu leisten.

„Du hast es gehört Angel, packt sie“, kicherte Spike und trennte dem ersten Angreifer den Kopf ab.

„Also gut, dann packen wir sie eben“, antwortete sei Sire völlig ruhig.

Angel und Spike hatten keine Mühe die Frischlinge zu Staub zu verarbeiten und als Wes und Cordy hereingelaufen kamen, waren nur noch vier übrig.

„Die gehören euch. Ich kümmere mich jetzt um das Pferdeschwänzchen“, knurrend bewegte sich Spike auf Castor zu, der inzwischen mit erhobenem Schwert vor der Treppe ins Obergeschoss stand.

„Lass das, Spike, er ist nicht umsonst 400 Jahre alt geworden. Er ist gerissen und bösartig. Er gehört mir.“ Angel war noch mit einem der Jung-Vampire beschäftigt, der sich recht geschickt anstellte und rief seinem Childe diese Worte während seines Kampfes zu.

„Keine Sorge Peaches, das bin ich auch“, lachte Spike und erreichte Castor, der ihn sofort angriff.

Angel köpfte eilig den Vampir vor sich und rannte Spike nach. „Nie hört er auf mich, wieso hört er nie auf mich, er könnte verletzt werden oder schlimmeres und dann, ist er nicht mehr da, und...“ Erschrocken über seine plötzliche Besorgnis hielt Angel kurz inne. Was war nur mit ihm, seit wann sorgte er sich so um Spike? ‚Das war sicher nur der Zauber’, beruhigte er sich selbst schnell und eilte seinem Childe zur Hilfe, der schon ziemlich in der Klemme steckte und gerade mit Mühe einen kräftigen Schwerthieb von Castor abwehrte, als der langhaarige Vampir einen langen Dolch zog und ihn Spike in den Bauch rammte.

Angel schrie, als er sah wie Spike zusammensackte und war mit einem Sprung bei Castor. Er packte ihn bei der Gurgel und rammte ihm sein Schwert in die Brust.

„Niemand“, knurrte er und bohrte mit dem Schwert in dessen Brust herum, dass Castor gequält aufschrie. „Niemand verletzt ungestraft mein Childe, du Bastard.“ Angel zog das blutige Schwert aus der Brust des Vampirs und köpfte ihn mit einem Hieb, sodass er im Nu zu Staub zerfiel.

Angel ließ sein Schwert fallen und beugte sich besorgt über Spike. „Hey Kleiner, was machst du denn für Sachen?“ murmelte er liebevoll und strich ihm durchs Haar.

„Hey Pet, musst du dich immer einmischen? Ich hatte ihn schon,... fast“, murmelte Spike leise bevor ihm die Augen zufielen und er halb das Bewusstsein verlor.

„Aber sicher, weiß ich doch“, flüsterte Angel und nahm ihn auf seine Arme.

Cordy und Wes hatten die letzten zwei Vampire erledigt und traten zu Angel. „Er wird schon wieder“, meinte Cordelia mitfühlend.

„Ganz bestimmt“, sagte auch Wes.

Dankbar sah Angel seine Mitarbeiter an und nickte, kaum fähig zu sprechen. „Nehmt bitte die Waffen mit, und Wes, dort hinten stehen ein paar alte Bücher, sie könnten uns nützen. Ich bringe Spike zum Wagen, beeilt euch bitte.“ Er ging mit seinem Childe auf dem Arm hinaus, um ihn dann auf den Rücksitz zu legen. Spike blickte ihn aus glasigen Augen an. Ohne Nachzudenken, wechselte Angel in sein Gameface, schlitzte sich die Pulsader am Handgelenk mit seinen scharfen Zähnen auf und presste sie auf Spikes Mund. Der kam durch den Geruch des besonderen Blutes zu sich und begann sofort zu saugen. Als Wes und Cordy zum Auto kamen ging es ihm schon besser. Angel zog seine Hand zurück und Spike knurrte frustriert. Sire Blut war selten, und er wollte mehr.

„Zuhause Spike, nicht vor unseren Menschen“, flüsterte Angel und setzte sich schnell hinter das Lenkrad. Spike ließ sich zurücksinken und schloss die Augen. Er spürte wie seine Wunde zu heilen begann und war eigentlich ganz zufrieden. ‚Wenn das alles nur nicht der Zauber wäre’, dachte er und seufzte.

Wes und Cordy hatten die Waffen und Bücher in den Kofferraum gelegt und waren vorne bei Angel eingestiegen, damit Spike auf dem Rücksitz liegen bleiben konnte und dafür war er dankbar.

„Ruht euch aus. Es ist Wochenende, wir sehen uns dann Montag“, sagte Angel noch, bevor er die zwei zuhause ablieferte. Den Beiden war anzusehen, das sie froh darüber waren, als sie sich von den beiden Vampiren verabschiedeten.

Beim Hyperion angekommen, blieb Angel am Hintereingang stehen und parkte den Wagen nahe am Haus. Spike drückte seine Hand auf die Wunde, damit sie nicht wieder aufbrach und richtete sich auf. Rasch umrundete Angel das Auto, um Spike herauszuhelfen. „Geht schon“, murmelte Spike und schlug die helfende Hand aus, um sich mühsam aus dem Rücksitz zu schälen.

„Sei doch nicht so stur, lass dir helfen“, meinte Angel unwirsch, als er sah wie Spike sich abmühte.

„Ich bin ein Vampir verdammt, kein bedürftiges Weib. Ich krieg das hin, kannst ja vorausgehen, wenn ich dir zu langsam bin. Ach ja, geht ja nicht, ohne mich kannst du nirgendwo hin“, kicherte Spike.

„Ich hätte dich Castor überlassen sollen, denn der Dämon der uns verflucht hat, sagte nichts davon, dassdich kein anderer töten darf“, knurrte Angel und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ja, das hast du versäumt. Und du hast dir Sorgen gemacht, um mich.“ Spike hatte es endlich geschafft aus dem Wagen zu steigen.

„Hab ich nicht. Aber ich hab dich getragen, wie ein Baby“, grinste Angel boshaft.

„Erinnere mich bloß nicht daran, das war mehr als peinlich, gut, dass ich weggetreten war“, murmelte Spike und richtete sich stöhnend auf.

„Jetzt komm schon, stütz dich wenigstens auf mich.“

„Was krieg ich dafür, dass du mich stützen darfst?“ meinte Spike frech.

„WAS? Ich helfe dir und du willst was dafür, das ist doch nicht dein Ernst.“

„Doch. Also was?“

Angel musste lachen. Spike war wirklich unglaublich. „Was willst du den?“

„Blut.“

„Okay, das kannst du haben.“

„Deines.“

„Ach? Und warum?“

„Schmeckt so gut“, murmelte Spike leise und stöhnte plötzlich laut auf.

Besorgt sah Angel ihn an. „Hat dich schlimm erwischt, hmm...“

„Ja ganz furchtbar, aber mit deinem Blut wäre ich gleich wieder okay“, meinte Spike eifrig.

Angel brach in schallendes Gelächter aus. „Gott Spike, du bist unmöglich. Also gut, du kriegst was.“ Er schloss die Tür auf und Spike ging schnell, und gar nicht mehr so invalid wie vor einer Minute, hinein.

Spike wartete bis Angel abgeschlossen hatte und sie begaben sich in Angels Wohnung. Der blonde Vampir blieb stehen und schaute seinen Sire an. „Duschen wäre toll, aber es ist blöd, weil ich nicht in einem anderen Raum als du sein kann“, meinte er verlegen.

„Ist ja nicht so, dass ich dich noch nie nackt gesehen hätte. Außerdem will ich meinen

Schmutz auch loswerden.“

Angel begann sich auszuziehen und Spike tat es ihm gleich. Erversuchte sein Hemd abzustreifen, aber es blieb es an der verkrusteten Bauchwunde kleben und ließ sich nicht ablösen, ohne die Wunde wieder aufzureißen. „Mist verdammter“, fluchte Spike, was Angel veranlasste sein Childe anzublicken. „Lass es an. Es ist auch am Rücken festgeklebt. Unter der Dusche löst sich das, sobald es aufgeweicht ist.“ Angel beschäftigte sich wieder mit seinen Kleidern und hatte bald alle entfernt. Nackt ging er zur Badezimmertüre und Spike schluckte bei dem Anblick der herrlichen Rückenansicht.

„Kommst du?“ Fragte Angel und Spike folgte ihm, ein „Ja“ herauswürgend. Sie betraten das Badezimmer und Angel drehte das Wasser auf eine angenehme Temperatur. Er stieg hinein, ebenso Spike und sie genossen mit geschlossenen Augen das warme Wasser, das ihre Körper hinunterfloss. Spikes Hemd klebte an seinem Körper, jeder Muskel war zu sehen und er sah unglaublich sexy aus, wie Angel durch halbgeschlossene Lider feststellte. Er spürte wie sein Penis anschwoll, drehte sich rasch um und versuchte an etwas anderes zu denken, doch vor seinem geistigen Auge war nur Spike.

„Kannst du das Hemd auf meinem Rücken ablösen?“ Spike hatte ihm ebenfalls den Rücken zugedreht, wie Angel erleichtert bemerkte und den nassen Stofffetzen schon halb über die Schultern gestreift. Nur der Rücken war noch damit bedeckt. Angel nahm das Hemd von den Schultern seines Childes und zog es langsam von der Wunde, indem er mit den Fingerspitzen die Haut schützend hielt. Spike stöhnte unterdrückt, als Angel ihn so zart berührte. Der bemerkte es grinsend und als er das Hemd abgelöst hatte, packte er sein Childe an den Schultern und drehte ihn zu sich um. Erschrocken sah Spike ihn an. Angel betrachtete wohlgefällig den herrlichen Körper seines Childes, sein Blick glitt an ihn herunter, er grinste breit, als er Spikes Schwanz stolz in die Höhe ragen sah.

„Es ist nur weil, ich... also weil... du, äh,... ich…“ stotterte Spike verlegen, doch Angel zog ihn einfach zu sich heran und küsste ihn zärtlich auf den Mund, seine Zunge bat um Einlass und Spike gewährte stöhnend, während er an Angels Brust sank. Angel legte all seine Sehnsucht und Gefühle in diesen Kuss, löste sich nach einer Weile von Spikes Mund und küsste sich dessen Hals entlang über das Schlüsselbein zu den harten Brustmuskeln, um an den kleinen Wölbungen anzuhalten, um an ihnen zu saugen und zu knabbern. Spike warf den Kopf in den Nacken und biss sich auf die Unterlippe, um nicht laut aufzustöhnen. ‚Es ist nur der Zauber’, sagte er sich immer wieder. ‚Angel tut das nur, damit der Zauber verschwindet. Es geht nicht um mich, nein, nur…. Gott es ist mir so was von egal, wenn er nur weitermacht’, war das letzte was er denken konnte, denn Angel ging in die Knie, leckte wieder und immer wieder über die Wunde, bis sie ganz sauber war, um dann langsam tiefer zu gehen. Seine Hände umfassten plötzlich Spikes festen Hintern und kneteten ihn, sein Mund küsste sich über den Bauchnabel hinunter, um vor dem feuchten Lockennest zu stoppen. Angel hörte auf mit der Zunge über Spikes Körper zu gleiten und sah zu ihm hoch. Flehend blickte Spike in seine Augen und das genügte seinem Sire um mit seiner Zunge weiterzumachen und über den harten Schaft zu lecken. Spike wimmerte als Angel die Spitze seines Penis in den Mund nahm und mit der Zunge daran spielte. „Angel, bitte“, flüsterte Spike und schob seine Hüften nach vorne, worauf Angel seine ganze Länge in den Mund nahm und seinen Kopf vor- und zurückbewegte. Spike legte seine Hände auf Angels Kopf und versuchte ihn zu einer schnelleren Bewegung zu bringen. Und Angel wurde schneller. Mit saugenden gleichmäßigen Bewegungen brachte er Spike zum Stöhnen. Er steckte seinen Arm aus und hielt seinem Childe sein Handgelenk hin, um es ihm zum Trinken anzubieten. Spike keuchte, wechselte sein Gesicht zum Dämon und biss erregt zu, saugte, um gleich darauf mit einem Knurren einen unglaublichen Orgasmus zu erleben. Spikes Knie gaben nach und Angel fing ihn auf, bevor er zusammenbrach und leckte über sein Handgelenk. Er betrachtete das Gesicht seines Childes, das in diesem Augenblick unglaublich weich und verletzlich aussah, und ein unbeschreibliches Gefühl durchflutete seinen Körper. Er half Spike sich fertig zu waschen, wusch auch sich selbst rasch, bevor er sie Beide abtrocknete und sein Childe ins Bett brachte. Obwohl er selbst nicht zum Zuge gekommen war, fühlte er sich unglaublich gut, wie seit langer Zeit nicht mehr, und als Spike sich erschöpft an ihn kuschelte und sofort einschlief, war Angel einfach nur glücklich.