File 1: stories/1/157.txt
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Angel wurde wach, weil Spike ihn streichelte und seine Brust küsste. Seine Fingerspitzen suchten die Stellen von denen Spike wusste, dass Angelus dort besonders empfindlich war, sich sicher, das dies auch bei Angel der Fall sei. Mit stumpfen Zähnen biss er in Angels erhärtete Brustwarzen, während seine Hände weiter dessen Körper erforschten.

„Spike?“ flüsterte Angel fragend und sein Childe blickte auf.

„Ist okay, Pet. Ich muss das tun. Ich hab getestet, ob ich in ein anderes Zimmer kann, ging aber nicht. So denke ich, dass ich dasselbe machen muss wie du für mich getan hast. Ist nur wegen des Zaubers weißt du?“ meinte er leise. Er würde natürlich niemals zugeben wie sehr er es genoss Angel zu schmecken und zu verwöhnen und nutzte die

Gelegenheit, solange er die Möglichkeit dazu hatte. Es war sogar gelogen, das er probiert hätte den Raum zu verlassen, wozu auch, es ging ja sowieso nicht, da war er sicher und er wollte keine Sekunde verschwenden um von Angel getrennt zu sein.

‚Er tut es nur deswegen, weil er weg will von mir, weil er mich so sehr hasst und weg will von mir, und das so schnell wie er nur kann’, dachte Angel und versuchte trotzig seine Erregung zu unterdrücken und seinen Penis im Zaum zu halten. Doch sein Childe war zu geschickt mit seinem Mund, seiner Zunge und seinen Händen. Er nahm seinem Sire die Kraft zu denken und so konnte er nur noch fühlen. Mit jeder Faser seines Körpers. Und Angel stöhnte auf, als Spike seinen Penis ableckte und daran zu nuckeln begann und bäumte sich seinem Childe entgegen, als der die gesamte Länge seines Schwanzes tief in seinen Mund aufnahm. Und Spike bemühte sich sehr, den Zauber zu brechen, so sehr, dass Angel dachte zu explodieren, und ein besonders harter Teil seines Körpers tat das dann auch.

~*~

„Sie sind auf dem richtigen Weg unsere Krieger, jedoch sind ihre Zweifel noch stark.“

„Es ist ihre Vergangenheit. Sie haben sie noch nicht überwunden. Ich werde noch etwas nachhelfen.“

„Nein Feranee. Letztendlich müssen sie sich aus freiem Willen entscheiden.“

„Dann werde ich die Fesseln für eine Weile lösen, denn Zeit spielt weder für sie, noch für uns eine Rolle.“

~*~

Angel erwachte und war einfach glücklich. Er hielt sein wundervolles Childe im Arm, das sich eng an ihn drückte und Angel wünschte sich, das die Zeit für immer stehen bleiben würde, als er plötzlich ein scharrendes Geräusch hörte. Ohne groß nachzudenken löste er sich vorsichtig von Spike um ihn nicht zu wecken und verließ das Bett. Leise schlich er aus dem Schlafzimmer, dem Geräusch folgend, sah die Ratte, die über den Küchenboden trippelte und erstarrte. Er war in der Küche und da war kein Schmerz, der Zauber, er hatte sich gelöst. Panisch eilte er zurück ins Schlafzimmer, gerade rechtzeitig, als Spike erwachte.

„Morgen, Pet. Na? Fluchtgedanken?“ er lachte leise, die Augen noch halbgeschlossen und die Haare total verwuschelt und Angel schmolz dahin bei dem süßen Anblick, der sich ihm bot.

‚Ich sag’s ihm nicht, so lange ich nur irgendwie kann. Er darf nicht gehen. Und wenn er es weiß, wird er mich so schnell wie möglich verlassen. Gott, bitte mach das er es nicht bemerkt, mach das er bleibt’, Angel schickte ein verzweifeltes Stoßgebet in den Himmel, schlüpfte rasch zurück ins Bett, um Spike mit stürmischen Küssen zu bedecken.

„Hey Poof, was wird das jetzt? Versuchst du etwa mich...“ Angel ließ ihn nicht weitersprechen und küsste ihn sanft auf den Mund, begehrte Einlass mit seiner Zunge und erforschte Spikes Mundhöhle mit unglaublicher Zartheit, während seine Hände jede ihm zugängliche Stelle streichelten, bis sein Childe sich seinen Zärtlichkeiten willenlos ergab. „Ich will dich, will dich so sehr“, flüsterte Angel zwischen seinen Küssen, hörte nicht auf Spike mit seinen Händen zu streicheln, küsste ihn immerzu, panisch, hoffend, dass, wenn er nicht aufhörte ihn zu küssen und zu streicheln, Spike bleiben würde. Er klammerte sich ängstlich an diesen absurden Gedanken obwohl er wusste, wie lächerlich und erbärmlich er war.

‚Er will mich mein Engel will mich’, jubelte Spike innerlich und presste seine Lippen noch intensiver an seinen Sire. Angels Finger tanzten über Spikes Körper streichelten seinen festen Bauch, glitten weiter über die weichen Locken, bis sie sich um Spikes halbsteifes Glied schlossen und es leicht zu reiben begann. Spike stöhnte in seinen Mund, wand sich unter ihm, löste sich von seinen Lippen. „Angel, Sire, ich will dich spüren, bitte“, flüsterte er und bäumte sich ihm entgegen. Der dunkelhaarige Vampir keuchte erregt, sah sich um, riss die Lade des Nachtisches heraus, um irgendetwas zu finden das er als Gleitmittel verwenden konnte.

Gute Cordy, sie hatte einiges von ihren Kosmetika in der Lade deponiert, da sie hin und wieder in Angels Wohnung duschte. Er kramte irgendeine Creme heraus und machte sie auf. Er wollte seinem Childe nichts als Lust und pures Vergnügen breiten. Wollte alles tun, das er glücklich war in seinen Armen, wenn er nur blieb, Gott, wenn er nur blieb. Angel entnahm dem Tiegel eine reichliche Portion Creme, bestrich seinen inzwischen knochenharten Ständer ausreichend, bevor er sich Spikes zarter Öffnung widmete. Spike zitterte vor Erwartung und stöhnte leise, als Angel ihn zärtlich eincremte und ihn mit erst einem, dann mir zwei Fingern vorbereitete, um dann seinen Schwanz in die zartrosa Öffnung zu pressen. Langsam drang Angel in sein Childe ein, bis er vollkommen von ihm aufgenommen wurde. Schwer atmend starrte Spike ihn an und biss sich auf die Lippen, als Angel anfing sich in ihm zu bewegen und Spike schrie lustvoll auf, als Angel seine Position veränderte und den empfindlichsten Punkt in seinem Inneren traf, während er Spikes Penis im Gleichklang seiner Bewegungen rieb. Sein Childe lag vor ihm mit geschlossenen Augen, murmelte immerzu Angels Namen, krallte seine Hände ins Laken und presste seinen Kopf in das Kissen. Angel konnte sich kaum zurückhalten bei dem Anblick seines, sich vor Lust windenden, wunderschönen Childes und bewegte seine Hand und seine Hüften schneller. „Sieh mich an William, bitte.“ Angel wollte unbedingt in Spikes Augen sehen, wenn er kam und sein Childe bemühte sich die Augen offen zu halten und ihm tief in die Augen zu blicken. Und als der Orgasmus beide zugleich überrollte, gab es einen kurzen Augenblick, in dem sie glaubten ihre Liebe zueinander zu erkennen, die sich in ihren Augen widerspiegelte.

Als sie wenig später erschöpft aneinander lagen und Spike glücklich vor sich hinplapperte, lachte und sich an seinen Sire schmiegte, dachte Angel, das er nie in seinem Leben oder Unleben jemals so glücklich gewesen war.

„Weißt du und wenn wir das blöde Bacus-Blut haben, dann bringe ich es Giles und komme ganz schnell zurück. Oder wir fahren zusammen, was meinst du? Dann können wir die ganze Zeit zusammen sein.“ Spike lächelte vor sich hin und gab seinem Engel einen schnellen Kuss. „Ich hol dir zu essen, du bist sicher hungrig Liebes, bin gleich wieder da.“ Spike eilte gedankenlos aus dem Zimmer, um schnell für seinen Sire Blut zu holen, es war alles so wundervoll mit Angel. Er würde nie mehr einsam sein. Sie würden alles zusammen machen. Tag und Nacht. Spike hätte am liebsten Gebrüllt vor Freude.

Angel schoss hoch, als er registrierte, dass Spike das Schlafzimmer verlassen hatte.

„Nein“, schrie er, „Ich will nichts essen. Ich….“

Angel verstummte und blickte starr auf die offene Tür, durch die Spike verschwunden war. Als sich einige Minuten nichts regte schwang er nervös die Beine aus dem Bett, doch bevor er aufstehen konnte stand plötzlich sein Childe im Türrahmen. Ungläubig blickte er seinen Sire an. „Du hast es gewusst!“ flüsterte er erkennend und der Schmerz, der sich in Spikes Augen ausbreitete, schnürte Angel die Kehle zu, sodass er nicht ein einziges Wort herausbrachte.

„Warum?“ fragte Spike tonlos. Tränen füllten seine Augen und er schrie. „Warum Angel?“

„Spike ich wollte nicht... es tut mir Leid. Ich...“ Angel stand auf und ging langsam auf sein Childe zu, wollte ihn an sich ziehen.

„Fass mich nicht an, du gottverdammter Bastrad. Fass mich nie wieder an“, keuchte Spike tonlos und Angel wich erschrocken zurück. Noch niemals hatte Spikes Stimme so hasserfüllt und gleichzeitig so leer geklungen. Spike ergriff seine Kleider und Schuhe und stürmte aus der Wohnung. Im Laufen zog er sich an und stellte verzweifelt fest das die Sonne, die ihm die ersehnte Erlösung bringen sollte bereits untergegangen war.

Angel sprang förmlich in seine Kleider und eilte seinem Childe hinterher. Doch als er die Straße vor dem Hotel erreichte, war Spike nirgends zu sehen.

Der irrte durch die Straßen von LA, unfähig zu denken, einen Fuß vor den anderen setzend, bewegte er sich wie eine Marionette, die von irgendjemandem an unsichtbaren Fäden vorwärts bewegt wurde. Er bemerkte die Menschen nicht, die an ihm vorbeihasteten und ihn verwundert anblickten. Spike konnte nicht fassen, das Angel ihn wieder nur benutzt hatte und blieb erst stehen, als er am Santa Monica Pier stand und nicht mehr weiter konnte, weil der Ozean ihn am weitergehen hinderte. Er setzte sich auf den Steg, stierte ins Wasser und war nicht einmal fähig zu weinen. ‚Er hat mich benutzt. Er hat mich wieder nur benutzt.’ Dieser Satz rotierte ständig in Spikes Kopf.

Angel lief ein paar Schritte und blieb dann stehen. Er atmete tief durch, um sich zu beruhigen und schloss die Augen. Dann zog er die Luft durch die Nase, um die Witterung seines Childes aufzunehmen, denn nur so würde er ihn in dieser riesigen Stadt finden, indem er seinem Geruch folgte. Als er Spikes Duft aufgenommen hatte, öffnete er seine Augen wieder und ging langsam los. Je stärker der Geruch wurde, umso schneller wurde der Vampir, bis er letztendlichdie Pier erreichte und die zusammengesunkene Gestalt seines Childes am Steg sitzen sah.

Langsam und zögernd ging er auf ihn zu und setzte sich neben ihn.

Leise und emotionslos begann Spike zu sprechen. „Warum lässt du mich nicht in Ruhe Angel? Du hattest doch deinen Spaß. Spike hat sich wieder zum Idioten gemacht. Das ist es doch was du wolltest, mir zu zeigen, wer das Sagen hat. Also lass es nun gut sein und geh. Du bist ja jetzt frei.“ Ohne seinen Sire anzublicken, schaute er weiter apathisch vor sich auf das Wasser.

„Spike bitte hör mir zu. Ich wollte dich nicht verletzen“, sagte Angel leise und sah ihn an.

Doch der starrte weiter vor sich hin. „Sicher, was immer du sagst und nun geh“, Spike wollte nur noch alleine sein. Er hatte keine Kraft mehr. Keine um zu widersprechen, keine um einen klaren Gedanken zu fassen, zu streiten oder zu kämpfen und keine um sich jemals wieder von hier zu erheben.

Angel bekam panische Angst. Noch nie hatte er Spike so gesehen. Nicht einmal als er noch Angelus war und sein Childe gequält hatte. Spike hatte aufgegeben und das war schlimmer, viel schlimmer als wenn er ihn angeschrieen oder auf ihn eingeprügelt hätte.

Er pachte Spike an den Schultern und zwang ihn dazu ihn anzuschauen. „Bitte Spike. Ich hatte solche Angst, darum hab ich dir nicht gesagt, dass der Zauber vorbei ist. Ich hatte so furchtbare Angst, dass du dann fortgehen würdest, mich verlässt. Ich brauche dich so sehr. Ich will nicht mehr ohne dich sein. Ich will nicht frei sein, denn das bin ich nicht ohne dich, keine Stunde keine Minute. Bitte William, bitte erlaube mir dich zu lieben“, flüsterte Angel verzweifelt.

Spikes Augen weiteten sich ungläubig.

„Was... was hast du da gesagt?“

„Ich will dich bei mir haben, für immer. Aber ich weiß nicht ob du das auch willst und so habe ich feige geschwiegen, um dich wenigstens so lange wir nur irgend möglich bei mir zu haben. Ich weiß, das war nicht richtig. Aber ich wusste mir nicht anders zu helfen. Es tut mir so Leid.“

„Du? Der große Angel wusste nicht mehr weiter? Ich hab dich so durcheinander gebracht?“ Ein winziges fast stolzes Lächeln huschte über Spikes Gesicht. Sein Sire hatte nicht gewusst was er machen sollte, damit Spike bei ihm bleib. Wenn das wahr wäre, dann… Gott, das wäre wundervoll, das wäre… Forschend sah Spike Angel in die Augen, und wünschte so sehr, das es nicht wieder ein grausames Spiel von Angel war.

„Ich weiß, dass es für dich schwer ist mir zu glauben. Zu viel habe ich dir als Angelus angetan, aber der bin ich nicht mehr. Ich bitte dich, gib mir eine Chance. Ich möchte dir beweisen, das ich es ehrlich meine und wirklich alles so ist wie ich gesagt habe.“

Unverwandt sah Angel in Spikes Augen und Hoffnung keimte in ihm auf als wieder Leben in die azurblauen Sterne seines Childes zu kommen schien.

Spike löste den Blick und starrte wieder auf das Wasser. Lange saßen sie so da und Angel wagte es nicht sich zu bewegen, oder zu sprechen. Und als Spike nach einer endlos scheinenden Stunde aufstand und auf ihn nieder blickte, krampfte sich sein totes Herz zusammen. Sein Childe hatte sich entschieden. Es war vorbei, er hatte es gewusst und trotzdem so gehofft und nun war es vorbei, endgültig.

Doch sein Childe überraschte ihn. „Komm Angel, lass uns nach Hause gehen“, sagte er ruhig und hielt ihm seine Hand hin.

Angel erfasste sie ungläubig und stand rasch auf, ohne etwas zu erwidern. Ohne ihre Hände voneinander zu lösen machten sie sich auf dem Weg zum Hyperion. Stumm schlenderten sie langsamdie Pier entlang, sie hatten ja nun alle Zeit der Welt, bis Spike sagte: „Du willst mich also bei dir haben?“

„Ja!“

„Für immer?“

„Richtig.“

„Und du überlegst es dir nicht wieder anders und schickst mich fort?“ Spike konnte das Zittern in seiner Stimme nicht verhindern.

„Gott nein, niemals.“ Betroffen bemerkte Angel die Angst in Spikes Stimme.

„Auch wenn ich dir manchmal auf die Nerven gehe?“

„Das tust du nicht.“

„Doch das tue ich und du weißt es“, meinte Spike bestimmt. Er wollte das jetzt klären, endgültig.

„Gut, das tust du hin und wieder, aber das macht nichts. Sonst wäre es ja auch zu langweilig.“ Und genau so meinte Angel es auch. Was wären sie beide ohne ihre kleinen Neckereien?

„Und du wirst mich auch noch haben wollen wenn wir einmal streiten, oder öfter?“ fragte Spike leise, immer noch unsicher.

„Das gehört dazu, wenn wir ab jetzt zusammenleben.“ ‚Es wird lange dauern bis Spike mir vertraut, zu sehr hab ich ihn als Angelus verletzt’, dachte Angel und es schnürte ihm die Kehle zu.

„Gut Angel. Ich will dir all das glauben. Und du wirst wieder vor mir knien wie ich es prophezeit habe als der Dämon dich umgeschmissen hat.“ Er lächelte seinen Sire zaghaft an.

„Was meinst du jetzt?“ Angel konnte den Gedankengängen seines Childes nicht folgen.

„Im Badezimmer, das knien meine ich, das war schon...“ verlegen brach Spike ab.

„Hat mir auch gefallen, so vor dir auf den Knien zu liegen“, lächelte Angel.

„Ja?“

„Ja! Und ich möchte es jederzeit wieder tun.“ Angels Lächeln wurde breiter.

„Ich auch, bei dir meine ich, knien und so“, murmelte Spike und festigte den Griff seiner Hand um Angels Finger.

„Deine Menschen, was werden sie sagen, wenn ich jetzt bleibe?“ fragte er plötzlich.

„Wir sagen du kannst nicht mehr weg, weil ich dich liebe?“ meinte Angel unsicher.

„Ich denke das kommt nicht so gut an“, kicherte Spike.

„Da hast du sicher Recht. Aber Wesleys Gesicht dabei zu sehen wäre es fast wert. Was sagen wir dann?“ lachte nun auch Angel.

„Wir sagen, es ist nur wegen des Zaubers“, meinte Spike, mit einem glücklichen Strahlen in seinen Augen.

Und Feranee lächelte.

ENDE!