File 1: stories/1/5.txt
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Spikes Augen glitten über den muskulösen Körper seines Gegenübers, der sich gerade zu ihm umwandte. Ein süffisantes Lächeln machte sich auf Spikes Gesicht breit, bevor er erklärte. „Ich möchte ebenfalls duschen, wie Sie sich vielleicht vorstellen können, und wusste nicht, dass Sie eine Ewigkeit brauchen, um sich hübsch zu machen, also Beeilung Pet, oder rücken Sie ein Stück, wenn Sie sich dünner machen, dann habe ich Platz.“

„Auf keinen Fall, warten Sie gefälligst, bis ich fertig bin“, entgegnete Angel entrüstet und schaute böse drein, während er Spike aus dem Bad wies.

Dieser verließ daraufhin den kleinen Raum und lehnte sich draußen grinsend an die Wand.

„Ohne diese aufreißerischen Klamotten sieht er fast gut aus. Okay er sieht gut aus,… bloody hell. Wen interessiert es wie der Schnösel aussieht? Es wird höchste Zeit, dass ich mal wieder unter die Leute komme und das sofort“, murmelte Spike, ignorierte das Kribbeln, das seinen Körper durchlief, und begab sich zu Willow, um ihr mitzuteilen, dass er noch mal weg musste. „Heb mir bitte etwas von deinem köstlichen Braten auf Liebes. Wartet aber nicht auf mich, es kann spät werden. Ich nehme mir alles selbst, kenne ja den Hausbrauch.“ Trotz Willows Protestes drückte er ihr lachend einen Kuss auf die Wange und verließ schnell das Haus, denn er war sicher ein paar Gläser Whiskey würden alles wieder ins rechte Licht rücken und seine Gedanken von dem Stadtfrack ablenken.

Angel fuhr rasch in seine Kleider und schimpfte. ‚Dieser eingebildete, blondierte, ungehobelte Kerl. Was glaubt er eigentlich wer er ist? Ich soll mich dünner machen, wie meinte er denn das? Ich bin gut durchtrainiert… schließlich trainiere ich dreimal die Woche im besten Fitnessstudio LA’s.’ Angel musterte seinen Körper kritisch, bevor er sein Hemd zufrieden zuknöpfte und sein Haar mit Gel in Form brachte, bevor er das Badezimmer verließ. Erleichtert darüber, dass dieser Pilot nicht vor der Tür stand, begab er sich ins Wohnzimmer, wo Willow schon mit einem kühlen Drink auf ihn wartete, den er dankend entgegennahm.

„Ich bin sehr erleichtert, dass Ihr Mann mich nach Gath bringt. Es ist für mich und meine Firma wichtig rechtzeitig dort einzutreffen“, begann Angel das Gespräch und nahm einen kräftigen Schluck aus seinem Glas.

„Werde ich nicht, Spike fährt Sie“, sagte Oz, der gerade aus der Küche kam und Angels Worte gehört hatte.

Angel war der Schock über diese Information anzusehen. „Was? Aber warum denn? Mr. Spike sagte mir, dass Sie…“

„Tut mir Leid, aber ich bin ausgebucht.“

„Das kann ja heiter werden“, murmelte Angel, doch ehe er sich darüber Gedanken machen konnte, war schon Willows fröhliche Stimme zu hören.

„Spike kann sehr nett sein und er kennt die Wüste wie seine Westentasche, Sie werden in null Komma nichts in Gath sein und jetzt sollten wir essen, bevor mein Braten kalt wird. Mr. Angel, das hier ist Ihr Platz, ich hoffe es schmeckt Ihnen.“ Ohne auf eine Antwort zu warten, begab sie sich in die Küche und bald darauf genossen die Drei die gut zubereiteten Speisen.

~*~

Groo stand in der Kulisse und wartete darauf, dass die Szene abgedreht wurde.

Wenig später rief der Regisseur „gestorben“ und die Leute am Set gingen erleichtert in die verschiedenen Richtungen davon.

Cordelia jedoch begab sich direkt zu dem Hotelbesitzer. „Schön, dass du mich abholst, unternehmen wir noch etwas, wenn du Zeit hast? Heute war es stressig, daher hab ich noch nichts gegessen und bin hungrig.“

Gro lächelte, erfreut darüber, dass sie seine Gesellschaft wollte. „Gerne. Es gibt in der Stadt ein ausgezeichnetes Restaurant, dem eine Tanzbar angeschlossen ist, wenn du nach dem Essen noch Lust hättest?“ Fragend blickte sie der junge Mann an und Cordy stimmte erfreut zu.

Nach zwanzig Minuten saßen sie gemütlich beim Essen und unterhielten sich angeregt. Cordy erzählte von ihren Dreharbeiten und Groo berichtete von lustigen Erlebnissen, die sich im Hotel abspielten.

Nach einigen Gläsern Wein beschlossen sie, in die Bar überzuwechseln. Als sie eintraten, begann gerade eine Bauchtänzerin ihre Kunst vorzuführen und Cordelia beobachtete interessiert wie diese Frau sich bewegte.

Groo führte sie zu einem der kleinen Tischen und bestellte erneut Wein, dem beide in ziemlichen Mengen zusprachen und als die Bauchtänzerin die anderen Damen des Clubs aufforderte mitzutanzen, stimmte Cordelia übermütig zu. Sie bewegte sich geschmeidig zu den orientalischen Klängen, immer wieder auf Groo verführerisch zutanzend, der wie hypnotisiert die Augen nicht von ihr nehmen konnte.

Einige Flaschen Wein später, betraten sie kichernd das Hotel, um sich im Lift heftig zu küssen, bevor sie in Cordys und Angels Suite verschwanden.

~*~

Spike schlich etwas wankend ins Haus und ließ sich auf die Couch fallen.

Er war in Willis Bar gewesen, um dort im Hinterzimmer ein bisschen zu zocken und einige Whiskeys zu trinken. Offiziell war das in diesem Land zwar verboten, aber in „privaten Räumen“, wie der Wirt das Spielzimmer deklarierte, trafen sich alle Nationen und Religionen, um, während sie dem Alkohol zusprachen, einige Dollars oder Dinars loszuwerden. Sehr zur Freude Spikes, der dieses Mal ein hübsches Sümmchen gewonnen hatte.

Zufrieden rollte er sich auf dem Sofa zusammen und war Sekunden später eingeschlafen. Doch seine Ruhe währte kurz, denn schon 4 Stunden später wachte er durch ein unerbittliches Rütteln an seine Schulter auf.

„Was? …“ murmelte er und öffnete mühsam die Augen.

„Aufstehen Spike, die Sonne ist schon aufgegangen. Ihr müsst los, und eine Dusche vorher könnte dir auch nicht schaden“, bemerkte Oz trocken und rümpfte die Nase.

„Bloody hell, kein Grund so zu brüllen, ich mach ja schon“, motzte Spike und quälte sich vom Sofa, um sich in die Dusche zu schleppen, während Angel und Willow in der Wohnküche saßen und frühstückten.

Wenig späte schlurfte Spike ebenfalls in die Küche und nahm Wortlos die Tasse Kaffee aus Willows Hand in Empfang.

„Morgen“, grüßte Angel nicht sehr freundlich. Er war sehr verärgert. Nicht genug, dass sein Pilot ihn nach Gath fahren sollte, was Angel sowieso nicht passte, nein, der Mann hatte sich offensichtlich auch noch in der letzten Nacht betrunken.

Morgen, ja das wäre gut’, dachte Spike und verfluchte sich innerlich, weil er sich bei Willi so hatte vollaufen lassen und der Stadtfrack ihn in diesem jetzt unrühmlichen Zustand sah.

„Wir sollten endlich los, schließlich will ich auch mal bei Mr. Giles ankommen.“ Energisch schob Angel seinen Stuhl zurück, verabschiedete sich von Willow und begab sich zur Tür. „Kommen Sie endlich“, sagte er noch befehlend zu Spike, der knurrend den Rest seines Kaffees austrank, bevor er Angel folgte, der schon aus der Tür war und auf den Wagen zuging.

Willow drückte Spike noch lächelnd ein Lunchpaket in die Hand. „Gute Fahrt und melde dich, wenn ihr angekommen seid.“

Angel saß bereits auf dem Fahrersitz, als Spike den Wagen erreichte. „Ich fahre, in Ihrem Zustand, wer weiß wo wir da landen.“ Angel war mehr als sauer, die ganze Reise entwickelte sich immer mehr zu einem Desaster und diesen Spike würde er lieber heute als Morgen zum Teufel jagen, wenn er könnte. Aber da dieser Bursche anscheinend der einzige war, der ihn nach Gath bringen konnte, blieb dem Architekten nichts anderes übrig, als dessen Anwesenheit zu ertragen, doch zurzeit würde er ihn unter keinen Umständen hinter das Steuer lassen, da war er sich sicher und so fuhr er, Spikes Proteste, die, soweit Angel verstand, nach „falsche Entscheidung“ klangen, ignorierend, aus dem Ort.

Angels Selbstsicherheit verschwand allerdings als sie das Ortsende erreichten und nichts als Wüste vor ihnen zu sehnen war. Der dunkelhaarige Mann stoppte den Wagen abrupt. „Äh… wohin? Ich meine, wie geht es weiter?“ fragend blickte er in Spikes Gesicht, der ihn süffisant angrinste.

„Kommt darauf an, wo Sie hinwollen.“

„Was soll das jetzt? Sie wissen wo ich hin will, also hören Sie mit dem Unsinn auf.“

„Sie hätten zuhören sollen. Ich sagte: falsche Entscheidung, doch es kümmerte Sie nicht, also dachte ich, Sie wollen nicht mehr nach Gath, da Sie in die Gegenrichtung gefahren sind, aber ich sage Ihnen wo es langgeht, wenn ich mein Geld wiederkriege.“ Spikes Grinsen wurde breiter und Angel kochte vor Wut, seinen Drang unterdrückend, diesem selbstgefälligen Wüstenkauz seine Faust in den Magen zu rammen, der ihn so hatte auflaufen lassen.

„Geld?“ Fragte Angel trotzdem verwundert.

„Japp. Es war ausgemacht, dass ich 300 Dollar bekomme bis Gath, wie ich Sie hinbringe war nicht relevant, also, ich bekomme noch 150 Dollar, dann können wir weiter.“

„Nicht einen Cent, bevor ich nicht bei Mr. Giles angekommen bin, vergessen Sie es“, entgegnete Angel energisch.

„Auch recht, Hauptsache ich kriege mein Geld“, murmelte Spike nur und Angel wendete, ohne ein Wort zu erwidern, den Wagen und fuhr wieder zurück, durchquerte Sabath, um am anderen Ende der Stadt auf der harte Pistenstraße, sich immer südlich haltend, wie Spike ihm anhand des Navigationssystems erläuterte, entlang zu fahren. Dieser hatte es sich inzwischen gemütlich gemacht und war bald eingeschlafen.

Nach einigen Stunden veränderte sich die Landschaft und die Piste wechselte von hartem Schotter in Sand. Angel hatte das Gefühl, dass der Wagen etwas zu schwimmen anfing und verringerte das Tempo. Obwohl er verunsichert war, ob die Richtung noch stimmte, widerstrebte es ihm, den Blonden zu wecken. Das Navigationssystem zeigte an, dass er sich nach wie vor auf dem rechten Weg befand und Angel war es als Stadtmensch gewohnt sich auf die Technik zu verlassen.

Er warf einen Blick auf die schlafende Gestalt neben sich und wieder überkam ihn der Drang dieses Gesicht mit dem Zeichenstift auf Papier festhalten zu wollen. Angel studierte die scharfen Linien der hohen Wangenknochen, zog im Geiste jede einzelne Linie nach, bis sein Blick an den langen Wimpern hängen blieb, deren  Spitzen leicht noch oben gebogen waren. Gerade als er seinen Blick auf den Mund des Schlafenden fokussierte, bockte der Wagen unerwartet und blieb stehen. Erschrocken gab Angel Gas, der Motor heulte auf und erstarb sodann.

„Was zur Hölle…?“ Spike war durch den plötzlichen Ruck auf den Boden gerutscht und rappelte sich mühsam hoch.

„Verdammter Mist“, murmelte er, als er die Bescherung sah. „Wieso haben Sie mich nicht geweckt, als die Straße zu Ende war, verflucht?“ motzte er Angel an, während er ausstieg.

„Straße? Was bitte schön nennen Sie Straße? Wie hätte ich wissen sollen, dass der Sand auf einmal unter uns nachgibt?“ schimpfte Angel zurück und stieg ebenfalls aus, um sich die Bescherung anzusehen. Die Räder des Autos steckten zur Hälfte im Sand, sodass der Wagen nicht mehr weiter konnte.

„Sie sind zum Henker in eine Sandbank gefahren. Was verflucht hat Sie dazu veranlasst?“

„Ich war kurz abgelenkt“, gestand Angel kleinlaut.

„Abgelenkt? Hier? Von was, verflucht? Hier gibt es nichts als verdammten Sand.“

Angels Gesicht überzog sich mit einer leichten Röte. Niemals würde er diesem ungehobelten Burschen eingestehen, dass er es war, der ihn ablenkte, deshalb fragte er betreten: „Was machen wir jetzt?“

„Schaufeln was sonst, und zwar Sie. Holen wir die Sandbleche und in Zukunft werden ich fahren. Ist das angekommen?“

„Es hätte nie soweit zu kommen brauchen, wenn sie nicht betrunken gewesen wären und…“

„Bloody hell, ich hatte bloß ein paar Gläser, davon war ich nicht betrunken und jetzt sehen wir zu, dass wir den Wagen wieder flottkriegen“, setzte Spike der Diskussion ein Ende und ging nach hinten, um aus dem Kofferraum die Bleche zu holen.

Als Spike die Bleche hinter die Räder legte und Angel aufforderte, endlich den Sand darunter mit den Händen wegzuschaufeln, fragte dieser empört: „ Mit den Händen? Sind Sie verrückt? Wenn Sie das als Abenteuer ansehen, ist das Ihre Sache, ich werde auf keinen Fall wie ein Maulwurf hier herumbuddeln. Sie wurden dafür bezahlt, und mehr als gut möchte ich betonen, mich nach Gath zu bringen, also sehen Sie zu wie Sie das machen.“

„Jetzt hör mal gut zu Pet. So läuft das hier nicht, entweder wir arbeiten zusammen, oder du kannst hier vergammeln, vertrocknen, was auch immer. Du hast den Wagen in den Sand gesetzt und kannst froh sein, dass ich dir helfe. Also auf die Knie und weg mit dem Sand“, rief Spike ungehalten, automatisch ins du übergehend, während er schon eines der Räder freilegte.


(pic von spikeschild)

Angel verschränkte seine Arme vor der Brust. „Das mag ja ein Gesetz der Wüste sein, dem ich mich eventuell beuge, aber per du sind wir deswegen noch lange nicht.“

Spike, der gerade das zweite Blech unter das Rad schieben wollte, zerrte es wieder hervor und warf es wütend weit von sich. „Okay du eingebildeter Fatzke, es reicht, das ist mir zu kindisch, mach verdammt was du willst, ich gehe.“ Das tat er dann auch, schnappte sich eine der Wasserflaschen und hängte sie an den Gürtel.

Anschließend seine Zigaretten aus der Tasche nehmend, stapfte er durch den Sand davon, aus der Richtung, aus der sie gekommen waren.

Entgeistert blickte Angel ihm nach, sagte dann aber zu sich selbst: „Ach was, der beruhigt sich schon wieder, wo soll er denn schon hin, hier ist weit und breit kein anderes Auto in Sicht, der kommt wieder - bestimmt.“

Doch sein Führer entfernte sich immer weiter, wie Angel bald besorgt feststellte und leichte Panik stieg in dem Architekten auf, als Spikes Gestalt immer kleiner wurde. Bald würde er gar nicht mehr zu sehen sein und Angel überlegte, ob er sich überwinden und nach Spike zu rufen sollte, doch sein Stolz ließ es nicht zu. Zudem kam ihm der Gedanke, dass sein Führer es nicht wagen würde, ihn hier alleine zurückzulassen. Schließlich wussten eine Menge Leute über ihre gemeinsame Reise nach Gath Bescheid.

Als der Blonde seine Schritte aber nicht stoppte, schlichen sich doch schön langsam Zweifel bei Angel ein. ‚Wie ich den Blondschopf bis jetzt kennen gelernt habe, kann er ganz schön stur sein, wenn es nicht nach seinem Kopf geht, von seiner selbstgefälligen Art rede ich erst gar nicht. Anscheinend glaubt er, weil er verdammt gut aussieht, kann er sich alles erlauben.’ Angel stutzte plötzlich, als ihm bewusst wurde Spike gut aussehend zu finden. ‚Im künstlerischen Sinne, als Modell, das meine ich natürlich’, beruhigte er sich selbst schnell. ‚Sonst ist er eine Nervensäge, nicht auszuhalten, sein Benehmen, unmöglich. Und mit der Bildung wird es auch nicht weit her sein. Wahrscheinlich hat er außer fliegen nichts weiter gelernt. In LA würde er sich bis auf die Knochen blamieren, wenn er sich in meinen Kreisen bewegen müsste.

Aus diesem Grund hält er sich anscheinend hier in der Wüste auf, genau so wird es sein.’

Als Spike nun fast völlig aus seinem Blickwinkel verschwunden war, stieg in Angel der Drang wieder hoch doch nach ihm zu rufen. 

Spike wanderte inzwischen gemächlich vor sich hin. ‚Sicher wird es nicht mehr lange dauern und der Poof wird mir hinterher rennen. Zumindest, sobald ich hinter der kleinen Düne da vorne verschwunden bin, wird er mir nachbrüllen, keine Frage, Weichei wie er ist, und dann habe ich das Sagen, egal wie er mich mit seinen braunen Augen auch anschaut, oder sich in Positur setzt damit ich sehen kann wie gut er gebaut ist, das zieht bei mir nicht, nein, niente, nope’, schimpfte er, sich selbst überzeugen wollend.

„Schön, langsam wird es aber Zeit, dass er nach mir ruft, denn ich habe schon eine ganz schöne Strecke zwischen uns gebracht“, stellte Spike fest und drehte seinen Kopf etwas zurück, gerade soviel, dass seine Neugierde nicht offensichtlich wurde, und sah einen Wagen auf Angel zufahren. ‚Bloody hell, verdammt, das ist Chashids Wagen. Das ist nicht gut’, erkannte er bestürzt, ‚ich bin schon zu weit weg, verflucht, hoffentlich komme ich noch rechtzeitig zu Angel zurück’, dachte er, während er losrannte.

Angel jedoch winkte dem herannahenden Auto nichts ahnend freudig zu. ‚Das hat dieser Blondschopf nun davon, denkt, wenn er mit seinem süßen Hintern wackelt, renne ich ihn nach. Falsch gedacht mein Lieber, nur weil du verdammt scharf aussiehst, lasse ich nicht alles mit mir machen. Die in dem Auto nehmen mich sicher mit, soweit ich diese Wüstengesetze verstanden habe und er hat das Nachsehen, obwohl… schade eigentlich, wenn ich  mir vorstelle… warum kommen mir immer diese Gedanken?’

Noch bevor Angel seine Gedankengänge weiterführen konnte, hielt der Wagen und 3 Männer stiegen aus. Freundlich lächelnd kamen sie auf ihn zu. „Na? Hängen geblieben?“ fragte einer der Männer in Angels Muttersprache. Offensichtlich war er Amerikaner, auch dem Aussehen nach zu beurteilen, die Beiden anderen stufte Angel als Einheimische ein.

„Ja, schön hier einen Landsmann zu treffen.“

„Freut mich auch auf Sie zu treffen, ganz alleine Unterwegs?“ fragte er, während er sich umblickte.

„Ursprünglich nicht, aber mein Führer hat sich abgesetzt und ich…“ begann Angel dessen Frage zu beantworten, als er die Waffe in der Hand des Mannes bemerkte.

Erschrocken wich er etwas zurück. „Was soll dass? Was wollen Sie?“

„Alles was sie haben“, knurrte der Angesprochene gefährlich und hob seine Waffe zur Verdeutlichung an.

„Wir haben doch gar nichts Wertvolles, nur den Wagen und ein paar persönliche Dinge.“

„Eben und genau die wollen wir.“

Inzwischen buddelten die zwei anderen Männer schnell die Reifen frei, legten die Bleche unter, um wenig später einzusteigen.

„Der Aktenkoffer, seht nach ob er im Wagen ist“, rief der Anführer den Beiden noch schnell zu, bevor er zurück in seinen Wagen stieg, Angel weiter im Auge behaltend und gleichzeitig auf den herbeilaufenden Führer Angels schielend.

„Beeilt euch, sein Führer kommt zurück“, sagte der Amerikaner und lehnte sich aus dem Wagenfenster, den heraneilenden Blonden beobachtend. „Los macht schneller“, der Mann stieg rasch wieder aus, hob seine Waffe, zielte auf Spike, den er jedoch nur schemenhaft ausnehmen konnte, da der Blonde die Sonne im Rüchen hatte und dem Räuber somit direkt ins Gesicht schien.

Der blieb stehen, stutzte. ‚Riley Finn. Was zur Hölle macht der denn hier?’ Erkannte er trotz der Entfernung, wer der Mann war, der Angel bedrohte. Immer und überall würde er ihn erkennen, wusste ob seiner Gefährlichkeit und rannte wieder los, sich selbst verfluchend Angel alleine gelassen zu haben, nur dieses dummen Spielchens von wegen wer das Sagen hatte.

Obwohl der Amerikaner die auf ihn zueilende Gestalt in dem gleißenden Licht nur ungenau erkennen konnte, feuerte er drei Schüsse auf Spike ab und lachte siegessicher, als dieser daraufhin mit einem Aufschrei zusammenbrach.

„Nein!“ schrie Angel und stürzte sich auf Riley, entwand ihm die Waffe und schlug wie von Sinnen damit auf ihn ein. Sofort eilten ihm seine beiden Kumpane zur Hilfe. Angel konnte sich gegen diese Übermacht nicht wehren und bald darauf fiel er bewusstlos in den weichen Sand.

„Wollen wir nicht Beide gleich ganz erledigen, was, wenn der Blonde noch lebt und der hier wird auch bald wieder zu sich kommen.“

„Unnötig, das erledigt die Wüste für uns“, entgegnete Riley, stieg in eines der Autos und fuhr los, worauf die beiden Anderen es ihm gleichtaten und wenig später waren sie am Horizont verschwunden.